CH96088A - Elektrischer Ofen zum Glühen und Schmelzen von Materialien. - Google Patents

Elektrischer Ofen zum Glühen und Schmelzen von Materialien.

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CH96088A
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electric
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  Elektrischer Ofen zum Glühen und Schmelzen von     Materialien.       Es sind elektrische Ofen bekannt, die  zum Glühen und Schmelzen von     Materialien     dienen und bei welchen die     Heizquelle,    wie  Lichtbögen oder Widerstandsheizkörper ausser  halb des Herdraumes angebracht sind, um  einen freien Herdraum zu erzielen. Bei Ofen  dieser Art ist jedoch eine wirksame     Aus-          nützung    der erzeugten Wärme und damit die  Erreichung hoher Temperaturen nicht mög  lich.  



  Den Gegenstand der Erfindung bildet ein  elektrischer Ofen zum Glühen und Schmelzen  von Materialien, bei dem die     Heizquelle    in  mindestens einem seitlich des Herdraumes       vorgesehenen    und gegen diesen offenen Raum  untergebracht ist, so dass die erzeugte Wärme  zum grossen Teil durch Strahlung auf das zu  e     ärinende    Gut nutzbar gemacht wird und       rwi     die Heizquelle zugleich gegen Beschädigung  beim Hantieren im Ofeninnern wirksam ge  schützt ist.  



  In der Zeichnung sind mehrere Ausfüh  rungsbeispiele des Ofens dargestellt.  



  Bei dem in den     Fig.    1 und 2 im lotrechten  Schnitt und in der Draufsicht dargestellten    Ofen ist 2 die Ofenwand, 3 der Herdraum,  4 ein den Ofen oben abschliessendes Gewölbe  und 5 eine     Offnung    in der     Ofenseitenwand.     Die Heizquelle wird bei diesem Ausführungs  beispiel von zwei Lichtbögen gebildet, die  zwischen den Elektroden 6, 7 zu beiden Sei  ten des Ofens entstehen. Die Elektroden sind  in zwei Kammern 1 untergebracht, die seit  lich des Ofens und damit des Herdraumes 3  vorgesehen und gegen diesen offen sind. In  jeder Kammer sind zwei lotrechte, gegenein  ander gerichtete Elektroden 7 und eine zu  diesen rechtwinklig nach dem Ofeninnern ge  richtete Elektrode 6 vorgesehen, welche drei  Elektroden zusammen Lichtbögen erzeugen.

    Die gezeichneten Büschel geben die Richtung  der Strahlung an.  



  Durch diese Anordnung der     Heizquelle    ist  es möglich, die erzeugte Wärme bei vollends  freiem Herdraum 3 in sehr wirksamer Weise,  nämlich zum grossen Teil durch Strahlung,  nutzbar zu machen. Es findet eine vollkom  men unbehinderte, direkte, seitliche Einstrah  lung auf das im Herd 3 befindliche, zu er  wärmende Gut statt; dadurch können hohe      Temperaturen erzielt werden. Die erzeugte  Wärme strahlt     aber    auch gegen die Ofen  wände (Seitenwände und Gewölbe) und wird  von diesen auf das zu behandelnde Gut wirk  sam reflektiert.

   Der ganze Ofen und damit  der Ofeninnenraum, braucht infolge der be  schriebenen Anordnung der     Heizquelle    in den  verhältnismässig kleinen Kammern 1 nicht       wesentlich    vergrössert zu werden, so dass nur  geringe Wärmeverluste entstehen. Die     Heiz-          quelle    wird dabei zugleich vor Beschädigun  gen wirksam geschützt, die bei bekannten  Ofenkonstruktionen     beim    Hantieren im In  nern des Ofens oder durch Berührung mit  dem frischen Gut bei dessen Einbringen leicht  entstehen können. Auch die Gefahr wird  ziemlich beseitigt, dass ein empfindliches  Schmelzgut durch abfallende Elektroden  stücke verunreinigt wird.  



  Der Herd 3 hat in dem in     Fit,.    1 dar  gestellten Ausführungsbeispiel einen kreis  förmigen Grundriss; doch kann er statt dessen  eckig, elliptisch oder anders gestaltet sein.  Der Ofen kann statt mit einer mit mehreren  Wandöffnungen 5 versehen sein; das Ge  wölbe 4 kann abnehmbar     angebraelit    sein.  Der Ofen kann auch     kippbar    gelagert wer  den.  



  In     Fig.    3 ist ein Ofen im lotrechten Schnitt  dargestellt, der sich von dem     vorbeschriebe-          nen    Ofen nur dadurch unterscheidet, dass er  statt mit Lichtbögen mit festen Widerständen  8 erhitzt wird, die beispielsweise     stabförmig     gestaltet sind. Diese Widerstände sind gleich  falls in seitlichen Ofenkammern 1 unter  gebracht. Der Strom wird mittelst Polstücken  9 und Kabeln 10     zii-    und abgeführt. Die  Stäbe können aus Kohle,     Graphit,        Silit    oder  aus einem andern leitenden, feuerfesten und  als Widerstand geeigneten Material hergestellt  werden.  



  Der Widerstand könnte auch aus einer  Anzahl     aufeinandergestapelter    Platten be  stehen.  



  Die Widerstände 8 kommen in ähnlicher       '\Veise    wie die Lichtbögen der Elektroden in  den     Fig.    1 und 2 zur Wirkung und sind  in gleicher Art wie diese geschützt.    Bei dem in     Fig.    4 in lotrechtem Schnitt  dargestellten elektrischen Ofen wird als     I-Teiz-          qu.elle    ein loses Widerstandsmaterial 11,       insbesondere    Kohle, Graphit     od-:

  r    irgend ein  anderer Stoff benützt, das in einer ausserhalb  des Herdes 13 rings um diesen verlaufenden       'R.inne    12 isoliert untergebracht ist, die dem  nach am Boden eines den Herdraum 13 voll  ständig     umgebenden    Raumes so angeordnet  ist, dass die Herdwand zugleich die innere  Wand der Rinne bildet. Der Strom wird  durch Leitungen<B>16</B> aus Graphit oder an  derem Material, von denen nur eine dar  gestellt ist, zu- und abgeführt. Die Anzahl  dieser Leitungen richtet sich nach der Art  des benutzten Stromes und nach der     Grösse     des Ofens.  



  Der Herd 13 kann im     Grundriss    eine  runde,     eclzige    oder andere Form haben. Der  Herd ist durch ein     Gewölbe    14 abgedeckt,  dessen mittlere, zur Einbringung des zu  behandelnden Materials dienende     Öffnun.a     durch ein kleineres     Gewölbe    15 abgedeckt       ist-.    Im Gewölbe 15 ist ein verschliessbares  Loch 17 angebracht, das teils zur Beobach  tung des Ofeninnern, teils zur Erneuerung  des Widerstandsmaterials dient. Es können  mehrere Löcher 17 und auch andere     Offnun-          gen    in der Höhe des Herdes 13 oder an dessen  Boden angebracht sein.  



  Bei diesem Ofen findet, ob er nun als  Glüh- oder Schmelzofen benutzt wird, eine       Nutzbarmachung    der erzeugten Wärme durch  Strahlung statt, indem die Wärme gegen die  Ofenwände strahlt und von diesen auf das  zu behandelnde Gut reflektiert wird.  



  Bei der Benutzung des Ofens als Glühofen  wird die erzeugte Wärme     ü')erdies        daduren     durch Strahlung nutzbar gemacht, dass die  dein Herd 13 und der Rinne 12 gemeinsame  Wand erwärmt wird und diese Wärme auf  das Glühgut ausstrahlt.   Bei Benutzung des Ofens als Schmelzofen  wird dagegen die erzeugte Wärme überdies  durch direkte Wärmeleitung mittelst der dem  Herd 13 und der Rinne 12     gemeinsamen     Wand und auch des Bodens der Rinne nutz  bar gemacht. Diese Wand wird für die bei-      den genannten Zwecke und der Boden der       It.inne    für den letztgenannten Zweck aus die  Wärme gutleitendem Material, beispielsweise       Carborundum,    hergestellt.

   Die Ofentempera  tur kann dabei leicht geregelt werden und  die Benutzung eines höher gespannten Stro  mes (250 Volt und mehr) als bei den vor  her beschriebenen Ausführungsformen (mit  ungefähr 110 Volt Spannung) ist möglich,  weil ein wesentlicher Teil der Spannung im       NViderstandsmaterial    verbraucht wird.  



  Da bei dieser Ausführungsform die Heiz  quelle den Ofenraum ringsum umgibt, findet       eine    gleichmässige Erwärmung desselben statt.  



  Bei dem in     Fig..5    im lotrechten     Schnitt     dargestellten Ofen wird als Widerstands  körper ein loses Widerstandsmaterial 11 be  nutzt, dem der Strom durch Elektroden 7  zugeführt wird, und aus welchem er durch       ebensolche    Elektroden 7     abgeführt    wird. Das       Widstandsmäterial    ist in Rinnen 12 unter  gebracht, die jedoch nicht ringsherum laufen,       sondern    in zwei vom Herd     na    seitlich liegen  den Räumen 1 des Ofens angeordnet sind, wel  che Räume durch Zwischenwände 18 in vonein  ander getrennte kleinere Räume unterteilt sind.

    In diesen Räumen ist am Boden die das  Widerstandsmaterial aufnehmende Rinne 12  fortlaufend angebracht, zu welchem Behufe  die Trennungswände 18 bei 19 durchbrochen       sind.    In jedem dieser Räume sind ferner  zwei lotrechte Elektroden 7 in grösserem Ab  stand voneinander angeordnet, die in kleine  rem Abstand von dem losen Widerstands  material mit diesem Lichtbögen erzeugen oder  in Kontakt mit dem Widerstandsmaterial in  diesem ohne Lichtbogen Wärme erzeugen.  In jedem Raum     können    aber auch nur ein  oder mehr als zwei Stäbe 7 zur     Stromzu-          und    -Ableitung, in letzterem Falle in ent  sprechendem Abstand voneinander, angeord  net werden.

   Im Falle, dass nur ein Stab 7  angeordnet ist, kann der Strom durch Lei  tungen ähnlich wie bei     Fig.    4 abgeführt wer  den. Durch Einstellung der Elektroden zum  Widerstandsmaterial ist es möglich, die Tem  peratur des Ofens zu regeln. Das Wider  standsmaterial kann hier durch dünne, die    Wärme leicht durchlassende Platten gegen  Oxydation geschützt werden, mit Ausnahme       J        J        ener        Stellen,        an        welchen        Lichtbö   <B>9</B>     en        vorhan-          den    sind, um deren Entstehen nicht zu hin  dern.  



  Der Ofen ist von einem Gewölbe 4 ab  gedeckt, das auf der Ofenwand ruht. Durch  Löcher 17 kann das Innere des Ofens beob  achtet und das Widerstandsmaterial erneuert  werden. Die Elektroden 7 können auch  schräg angeordnet werden.  



  Bei diesem Ofen erfolgt die Heizung  gleichfalls ohne     -Unterbrechung,    wie bei der  in     Fig.    4 dargestellten Ausführungsform,  jedoch nicht rings um den Ofen herum, son  dern in einzelnen getrennten Räumen.  



  Die in den     Fig.    4 und 5 dargestellten  Ofen eignen sich infolge der gleichmässigen       -Wärmeverteilung    insbesondere zum Schmel  zen und Glühen von Materialien bei mitt  leren Temperaturen (etwa 1200' C und  darunter), weil dabei sozusagen eine milde,  das Material schonende     Beheizung    stattfindet,       ,las    heisst eine das Material schädigende  Wärmekonzentration an     einzelnen    Stellen des  Ofens sich nicht     ergeben    kann.  



  Das Mauerwerk wird insbesondere in un  mittelbarer Nähe der     Heizquelle    aus hoch  feuerfesten Ziegeln so - ausgeführt, dass es  durch die intensive Wärmeentwicklung nicht  Schaden leidet und die Reflexion der Wärme  gefördert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrischer Ofen zum Glühen und Schmelzen von Materialien, dessen Herdraum durch mindestens eine ausserhalb desselben angebrachte elektrische Heizquelle beheizt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Heiz- quelle in einem seitlich des Herdraumes vor gesehenen und gegen diesen offenen Raum untergebracht ist, so dass die erzeugte Wärme zum grossen Teil durch Strahlung auf das zu erwärmende Gut nutzbar gemacht wird und die Heizquelle zugleich vor Beschädigung beim Hantieren im Ofeninnern wirksam ge schützt ist. UNTERANSPRüCHE 1.
    Elektrischer Ofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der die Heiz- quelle aufnehmende Raum an seinem Bo den mit einer zur Aufnahme von Wider standsmaterial dienenden Rinne versehen ist, deren eine Wand von der Herdwand gebildet wird, um die erzeugte Wärme beim Schmelzen von Materialien auch durch Leitung nutzbar zu machen. Elektrischer Ofen nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der die Heizquelle aufneh mende seitliche Raum durch eine seitliche Kammer des Ofens gebildet ist. d. Elektrischer Ofen nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der die Heizquelle aufneh mende seitliche Raum den Herdraum ringsum umgibt. 4.
    Elektrischer Ofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der seitliche Raum durch Zwischenwände unterteilt ist. 5. Elektrischer Ofen nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Stromzuführung zum Widerstandsmaterial durch oberhalb der Rinne angeordnete Elektroden erfolgt.
CH96088D 1915-04-07 1921-03-17 Elektrischer Ofen zum Glühen und Schmelzen von Materialien. CH96088A (de)

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