CH95058A - Quecksilberdampfstrahlpumpe mit Lichtbogen. - Google Patents

Quecksilberdampfstrahlpumpe mit Lichtbogen.

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CH95058A
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

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      Quecksilberdampfstrahlpumpe    mit Lichtbogen.    Die Verwendung des Lichtbogens zur  Dampferzeugung in     Quecksilberdampfstrahl-          pumpen    bietet den erheblichen Vorteil, dass  die Pumpe viel ökonomischer als Pumpen  mit Aussenheizung arbeiten. Ferner lässt sich  die Dampfdichte weiter treiben, so dass die  Pumpe gegen ein schlechteres     Vorvakuum     arbeiten kann.

   Ein weiterer Vorteil des Licht  bogens besteht darin, dass er bei einem Sprung  =des Gefässes sofort erlöscht, so dass eine ge  fährliche     Quecksilberdampfbildung    verhindert  wird, während bei Pumpen mit Aussenheizung  bei einem Bruch des Gefässes das Queck  silber zu dem Heizkörper gelangt und eine  gesundheitsschädliche Dampferzeugung in dem  Arbeitsraum eintritt.  



  Die bis jetzt bekannten Pumpen mit  Lichtbogen bestehen in der Hauptsache aus  zwei Barometerverschlüssen, welche die Queck  silberelektroden bilden, und einem     Kondens-          raum;    an dessen Ende der durch den     Kon-          densraum    gegangene und kondensierte Queck  silberdampf entnommen wird.  



  Diese Pumpen weisen erhebliche Nach-    teile auf. Durch die Ausbildung der Elek  troden als Barometerverschlüsse sind die       Elektrodenspiegel    von dem jeweiligen Atmo  sphärendruck und dem im Pumpeninnern  .herrschenden Druck abhängig. Ausserdem  ändern sich die Niveauverhältnisse der Queck  silberelektroden durch die ständige Entnahme  von Quecksilber am Ende des     Kondensraumes.     Der Lichtbogen brennt aus diesen Gründen  unstetig und muss des öfteren nachreguliert  werden. Ein weiterer Übelstand der     bekannten     Pumpen ist noch darin zu erblicken, dass die  Pumpenwandung dort, wo sie mit der Kathode  in Berührung steht, wegen der hoben Tem  peratur, welche letztere während des Betriebes  annimmt, leicht springt.  



  Durch die Erfindung wird bezweckt, diese  Nachteile zu beseitigen durch     Schaffung    einer  Pumpe mit sich selbsttätig nachregulierendem  Lichtbogen. Dies wird erfindungsgemäss da  durch erreicht, dass der im Kondensraum  niedergeschlagene Quecksilberdampf den Elek  troden wieder zugeführt wird, welch letztere  aus in dem Dampfraum der     Pumpe    einge-           schlossenen,    mit Quecksilber gefüllten Be  hältern bestehen, welche mit Bezug zuein  ander derart angeordnet sind, dass     zurRegelung     der Niveauverhältnisse das Quecksilber von  einem Behälter in den andern überfliessen kann.  



  Bei einer derartigen Ausbildung der Elek  troden sind die     Elektrodenspiegel    vom Atmo  sphärendruck und dem im Pumpeninnern  herrschenden Druck vollständig unabhängig.  Eine äussere Nachregulierung der Elektroden  spiegel ist ferner nicht mehr erforderlich, weil  die     (xesamtinasse    des in der Pumpe zir  kulierenden Quecksilbers konstant bleibt und  ein selbsttätiger Ausgleich zwischen beiden  Behältern durch Überströmen des Queck  silbers von einem in den andern Behälter  stattfindet, sobald die Spiegelschwankungen  einen     vorbestimmbaren    Betrag überschreiten.  



  Die Kathode ist die während des Betriebes  am stärksten erhitzte Elektrode. Befindet sich  die Quecksilbermasse, durch welche die Kathode  gebildet ist, in Berührung mit der Aussen  wand der Pumpe, so tritt leicht ein Bruch  der Pumpenwandung ein und die Pumpe  kommt ausser Betrieb. Um diesen     Übelstand     zu vermeiden, werden die beiden Elektroden  zweckmässig als zylindrische Gefässe ausge  bildet, die koaxial ineinander angeordnet sind  und von denen das innere die Kathode bildet,  während die kühlere Anode aus dein ring  förmigen Aussenbehälter besteht.  



  Um eine grosse Stetigkeit des Lichtbogens  zu erzielen, müssen grosse     Schwankungen    der  Quecksilberspiegel in den     Elektrodenbehältern     und ein zu häufiges Überfliessen des Queck  silbers von einem in den andern Behälter  vermieden werden. Dies kann dadurch erreicht  werden, dass das Kondensat der Kathode zu  geführt wird, von der es zum     gröliten    Teil  herstammt. Auf diese Weise wird das an der  Oberfläche verdampfte     Quecksilber    sofort  durch die Zufuhr von niedergeschlagenem  Quecksilber wieder ersetzt. Da nur ein ge  ringerer Teil des     Quecksilbers    von der Anode  herstammt; so kann die Pumpe schon eine  verhältnismässig lange Zeit betrieben werden,  ehe ein Überströmen stattfindet.

   Zweckmässig  ist es bei dieser Anordnung, der Kathode    einen geringeren Querschnitt als der Anode  zu geben, damit in letzterer nur geringe       Spiegelschwankungen    auftreten, bevor ein  Ausgleich der     Elektrodenspiegel    stattfindet.  Es ist erforderlich, grosse, längere Zeit an  dauernde Niveauschwankungen zu vermeiden,  weil     dadurch    die Trennwandung zwischen  beiden Elektroden leicht durchschlagen wird.  



  Ein einen gedrängten Aufbau der Pumpe  zu erzielen und eine wirksame Trennung des  Siedegefässes vom Kondensraum, wird die  Pumpe zweckmässig nach Art der     bekannten          Langmuir--Pumperi        U-förmig    ausgebildet, wo  bei ein     U-Schenkel    das Siedegefäss und den       Verdampfungsraum    und der andere den Kon  densraum bildet.

   Da letzterer wegen der  starken     Dampferzeugung    eine verhältnismässig  grosse Länge haben muss, zwecks Erzielung  einer vollständigen     Kondensation,    wird durch  die Art des Aufbaues der Pumpe eine ent  sprechende Länge des     Verdampfungsraumes     bedingt, dessen     Wandungen    daher wirksam  gegen Abkühlung geschützt werden müssen,  um einen vorzeitigen Niederschlag des Queck  silberdampfes zu verhindern.  



  Nach einer besondern Ausführungsform  der Erfindung kann ein guter Schutz gegen  die Abkühlung der Wandungen des Dampf  raumes dadurch erreicht werden, dass der  sowieso vorhandene     Vorschaltwiderstand    zur  Regelung des Lichtbogens als Wärmeschutz  benutzt wird, indem er, in Asbest oder ein  ähnliches Isolationsmaterial eingebettet, zum  Teil um die Glaswandung des     Verdarnpfungs=          raumes    gelegt wird.  



  Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine  gemäss der Erfindung ausgebildete Konden  sationspumpe im Schnitt veranschaulicht.  



  Die in Form koaxialer zylindrischer Gefässe  vorgesehenen Elektroden     a,   <I>b</I> sind im Unter  teil des     Verdampfungsraumes    c der Pumpe  angeordnet und bis zum Oberrand der Tren  nungswand d mit Quecksilber angefüllt. Der       Quecksilberdampfraum    steht durch eine     Aus-          flussöffnung    e mit dein     Kondensraum    f in       Verbindung,    der in bekannter Weise mit  einem Kühlmantel     g    versehen ist, durch wel-           chen    Kühlwasser zum Niederschlagen des  Quecksilberdampfes getrieben wird.

   Der zu  entleerende Rezipient ist an das Rohr h an  geschlossen, der     Vorvakuumraum    an das Rohr     i.     Durch ein Verbindungsrohr k steht der     Kon-          densraum    mit der Elektrode a in Verbindung.  Diese ist an den Minuspol der Stromquelle  angeschlossen und bildet demnach die Kathode,  während die Aussenelektrode b als Anode  wirkt. Ein Teil     d    des     Vorschaltwiderstandes     umschliesst die Wandung des     Verdampfungs-          raumes,    um eine vorzeitige Kondensation des  Quecksilberdampfes an der Wandung von c  zu verhindern.  



  Die Pumpe arbeitet wie folgt: Nachdem  Einschalten des Stromes wird durch geringes  Erschüttern der Pumpe die     Zündung    des  Lichtbogens herbeigeführt. Der sich ent  wickelnde Dampf wird durch' das Rohr c  weitergeleitet und tritt durch die Austritts  öffnung e in den Kondensraum, in welchem  er die durch die ringförmige Mündungsöffnung  des Rohres     h    eintretende Luft     trifft    und mit  nimmt. Die mitgenommene Luft entweicht  durch i, während das kondensierte Queck  silber durch das Rohr k zur Kathode zurück  fliesst, von der es zum grössten Teil her  stammt.

   Steigt nach einer gewissen Zeit der  Spiegel der Kathode um einen bestimmten  Betrag, so fliesst das überschüssige Queck  silber zu der Anode über, der es während  der Dauer des Betriebes allmählich entnom  men worden war. Durch diese selbsttätige  Nachregulierung wird vermieden, dass die  Betriebsverhältnisse sich in der Pumpe wesent  lich ändern beziehungsweise der Betrieb aus  setzt.  



  Es kann nun vorkommen, dass Aussenluft  in das Pumpeninnere eindringt, z. B. bei un  vorsichtigem Abziehen eines Vakuumgefässes  von der Pumpengabel, beim Springen der an  der Pumpengabel verbleibenden     Abschmelz-          stelle    usw. In diesem Falle überziehen sich  die Quecksilberelektroden mit einer grauen  Haut, die von einer starken lokalen Erhitzung  begleitet ist und zu einem Kurzschluss der  beiden Elektroden führen kann. Beim Ein  treten dieser     Erscheinung    ist     jedesmal        eiT1       relativ kompliziertes Auseinandernehmen und  Reinigen der Pumpe erforderlich.  



  Zur Beseitigung dieses Übelstandes wird  einer weiteren Ausführungsform der Erfindung  gemäss eine Schaltvorrichtung vorgesehen, die  infolge der beim Eintritt von Aussenluft plötz  lich eintretenden Druckerhöhung im Pumpen  innern selbsttätig in Wirkung tritt und das  Erlöschen des Lichtbogens herbeiführt. Dieses  kann durch Abschalten oder Kurzschliessen  des Lichtbogens erfolgen. Zum Abschalten  kann zum Beispiel das an jeder     Hochvakuurn-          Pumpeinrichtung    vorhandene     Me        Leod-Mano-          meter    ausgebildet werden, indem die Baro  metersäule zur Steuerung der Stromzuführung  zu den Elektroden in an sich bekannter  Weise benutzt     wird.     



  Eine einfachere und zuverlässigere Lösung  der Aufgabe besteht im Kurzschliessen des  Lichtbogens durch die Quecksilbermasse der  Elektroden selbst. In bequemer Weise wird  dieses durch ein hochevakuiertes U-förmiges  Rohr erreicht, das mit den     Elektrodengefässen     durch je einen seiner Schenkel     verbunden     ist. Das Quecksilber steht während des Nor  malbetriebes in den Rohrschenkeln auf dem  selben Niveau wie in dem     Elektrodenbehälter.     Tritt Luft in das Pumpeninnere ein, so wird  die Quecksilbermasse der Elektroden infolge  der Druckerhöhung in die Schenkel des  U-förmigen Rohres zurückgedrängt bis zum  Scheitelpunkt des Rohres, in welchem ein  Kurzschluss entsteht, wodurch der Lichtbogen  zum Erlöschen kommt.  



  Die     Fig.    2 der Zeichnung veranschaulicht  diese Ausführungsform der Erfindung. Diese  Figur entspricht im wesentlichen der     Fig.    1,  mit dem Unterschied, dass an den Unterteil  der     Efektrodengefässe    die Schenkel<I>n, an</I> eines  U-förmigen Rohres p angeschlossen sind,  dessen Scheitelpunkt etwas höher liegt, als  der Quecksilberspiegel der Elektroden. Der  durch. die Pumpe zu entleerende Rezipient  ist an das Rohr h angeschlossen, der Vor  vakuumraum an das Rohr i.  



  Erfolgt bei dieser Anordnung durch die  eine oder die andere Ursache der Eintritt  von Luft in das     Pumpeninnere,    so wird in-      folge des     entstehenden    Überdruckes das Queck  silber in den Rohrschenkeln n, in hochge  trieben und vereinigt sich im Scheitelpunkt  des     U-Rohres.    Der dadurch entstehende Kurz  schluss bringt den Lichtbogen zum Erlöschen.  Die Evakuierung des     U-Rohres    erfolgt zweck  mässig gleichzeitig mit der Evakuierung der  Pumpe selbst dadurch, dass es, wie punktiert  angedeutet, durch ein Rohr q an den Hoch  vakuumanschluss     lt    angeschlossen ist. Das  Rohr q     wirf.    nach Herstellung des Vakuums  abgeschmolzen.  



  Die Erfindung lässt sich mit denselben  Vorteilen wie bei Kondensationspumpen auch  bei     Diffusions-    und     Ejektorpumpen    verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Quecksilberdampfstrahlpumpe mit Licht bogen, dadurch gekennzeichnet, dass der im Kondensraum der Pumpe niedergeschlagene Quecksilberdampf den Elektroden wieder zu fliesst, die aus zwei im Verdampiungsraum eingeschlossenen und mit Quecksilber gefüllten Behältern bestehen, welche mit Bezug zuein ander derart angeordnet sind, dass das Queck silber von dem einen in den andern über laufen kann. UNTERANSPRüCHE: 1. Quecksilberdampfstrahlpumpe nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der niedergeschlagene Quecksilberdampf der Kathode zufliesst.
    2. Quecksilberdampfstrahlpumpe nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode einen kleineren Querschnitt als die Anode besitzt. 3. Quecksilberdampfstrahlpumpe nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Elek troden koaxial ineinander angeordnet sind, wobei die nach innen gelegene die Kathode ist. 4. Quecksilberdampfstrahlpumpe nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des zur Regelung des Lichtbogen stromes dienenden Vorschaltwiderstandes als Wärmeschutz um die Wandung des Verdampfungsraumes gelegt ist.
    5. Quecksilberdampfstrahlpumpe nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1-4, ge kennzeichnet durch eine bei Druckerhöhung im Pumpeninnern selbsttätig in Wirkung tretende Schaltvorrichtung zum Abschalten oder Kurzschliessen des Lichtbogens. 6. Quecksilberdampfstrahlpumpe nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1-5, da durch gekennzeichnet, dass die Schaltvor richtung zum Kurzschliessen des Licht bogens aus einem hochevakuierten U-för- migen Rohr besteht, dessen Enden in dem Quecksilberbehälter je einer Elektrode münden. .
CH95058D 1919-10-03 1920-11-01 Quecksilberdampfstrahlpumpe mit Lichtbogen. CH95058A (de)

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