CH95006A - Verfahren und Vorrichtung zum Entgasen bitumenhaltiger Brennstoffe. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Entgasen bitumenhaltiger Brennstoffe.

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CH95006A
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CH
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steam
distillation
fuel
degassing
boiler
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Gercke Max
Albrecht Johann
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Gercke Max
Albrecht Johann
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B7/00Coke ovens with mechanical conveying means for the raw material inside the oven
    • C10B7/06Coke ovens with mechanical conveying means for the raw material inside the oven with endless conveying devices

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description


  Verfahren und Vorrichtung zum Entgasen     bituinenhaltiger        Brennstoffe.       Gegenstand vorliegender Erfindung sind  ein Verfahren und eine Vorrichtung zum  Entgasen     bitumenhaltiger    Brennstoffe. Ge  mäss dem Verfahren wird unter Vermeidung  der Einwirkung direkten Feuers der Brenn  stoff in kontinuierlichem Gange, mechanisch  zwangsläufig durch einen rohrförmigen, beid  seitig     offenen-Destillierkessel    mit strömendem,  überhitztem Wasserdampf hindurchgeführt.  



  Als     Brennstoffe,    auf welche vorliegende  Erfindung angewendet werden kann, kommen  z. B. Steinkohle und Braunkohle in Betracht.  



  Die Zeichnung zeigt in     Fig.    1 als Aus  führungsbeispiel eine Vorrichtung zur Durch  führung des neuen Verfahrens ;       Fig.    2 ist ein     Querschnitt    des Destillier  kessels.  



  In der     Zeichnung    ist A ein nach Art  eines     Flammrohrkessels    gebauter Destillier  kessel. B und C sind an seinen beiden En  den angebrachte Stutzen, von denen     B    zur  Beschickung und C zur Entleerung dient.

    Durch ein Einsatzrohr D nach Art der  Flammrohre, das doppelwandig und auf -der    innern Länge durchlocht, sowie durch Stütz  wände gegen den Kesselmantel abgesteift  ist, bewegen sich zwangsläufig endlose     Förde,--          ketten    E, deren     C'alieder-   <I>F, F' , F , F3,</I><B>USW.</B>  als Dampfkolben ausgebildet und durch       Labyrintdichtungen    gegen die Zylinderwand  der     Beschickungs-_    und Entleerungsstutzen B  und C abgedichtet werden.

   Da die Glieder  kolben alle gleichen Durchmesser haben und  durch die     Förderkette    zwangsläufig     verbun=     den sind, tritt bei allen Drücken -und bei       allen"    Stellungen der Kette vollkommener  Druckausgleich ein,     wobei    die Kolbenzug  kraft durch die Kette übertragen wird.  



  Der zu entgasende     Brennstoff    fällt in     zer=          kleinertem    und anderweitig aufbereitete  Zustande aus dem Bunker G- durch die Auf=       gabevorrichtung    H in die Zwischenräume  zwischen den Gliederkolben der     Förderkette,-          tritt    dann in den vorteilhaft mit Mantel=       heizung    eingerichteten     Beschickungsstutzen-          B,    in welchem er auf die Temperatur des.

    gesättigten Destillierdampfes     vorgewärmt;     wird und durchläuft dann das Einsatzrohr D;:      welches; ebenso wie sein Mantel mit zahl  reichen     Löchern    versehen ist, durch welche  der Dampf     hindurchtreten    und mit dem  Brennstoff in innige     Berührung    gelangen  kann. Der überhitzte Wasserdampf tritt durch  den     Stutzen    J in den Kessel     il    ein und  strömt durch das Rohr     @71    wieder ab, nach  dem er seine Überhitzungswärme an den  Brennstoff abgegeben und die darin enthal  tenen Nebenprodukte abgeschieden hat.

   Die       flüssigen    Teile derselben und das Kondens  wasser fliessen wie ersichtlich in der untern  Ecke des Kessels aus den Einsatzrohren D  in den     Gaswassersammelkessel        K,    während  die dampf- und gasförmigen Teile mit     dein     Dampf abströmen.  



  Bei der dargestellten     Ausfübrungsform     der Anlage wird der überhitzte Wasserdampf  durch ein mit Wasserdampf von höherer  Spannung betriebenes Dampfstrahlgebläse     J1     in ununterbrochenem und zwangsläufigem  Kreislauf durch den Destillierkessel A, den       Gaswassersammelkessel        K        Lind        eineu        Dampf-          überhitzer    P gefördert, um den Destillier  dampf und das Gaswasser stärker mit Neben  produkten anzureichern.

       11T    ist der Dampf  kessel zum Betriebe des Dampfstrahlgebläses  0, P der     Dampfüberhitzer,        Q    die Feuerung  des Dampfkessels und R ein Speisewasser  vorwärmer zur Ausnutzung der Abwärme  des Dampfkessels.  



  Der seines Bitumens beraubte     Brennstoff          verlässt    den Destillierkessel A durch den  vorteilhaft mit Kühlmantel     versehenen    Ent  leerungsstutzen C und wird an dem obern  Kettenrad L abgestreift und in den Bunker       1 < 1    zur weiteren Verwendung ausgeschüttet.  



  Die     Destillationsprodukte    werden in be  kannter Weise aus dem Gaswasser und dem  Destillierdampf abgeschieden und weiterver  arbeitet.  



  Die Regelung der zum Entgasen des       Brennstoffes    erforderlichen Dampftemperatur  und des Dampfdruckes erfolgt mit den be  kannten Mitteln des     Dampfkesselbetriebes.     



  Die Temperatur des überhitzten Destil  lierdampfes hängt ebenso wie dessen     Druck     von der chemischen Zusammensetzung des         Ausgangsbrennstoffes    ab, durch die auch Art  und prozentuale Menge der zu gewinnenden  Destillate bestimmt wird.

   Nach oben finden  Temperatur und Druck des Dampfes ihre  Grenze durch Haltbarkeit und Lebensdauer  des für Kessel und     Überhitzer    verwendeten       Baustoffes.    Bei     weitgehendster    Anwendung  der bekannten Schutzmittel, wie     Vorschal-          tung    wasserberührter Kesselheizflächen, feuer  festen Steinen,

   Anwendung feuerbeständigen  Gusseisens und dergleichen kann man bei  einer     Höchsttemperatur    der Heizgase von  700-800  beim Eintritt in den     Überhitzer     auf eine Höchsttemperatur des Dampfes voll       500-600'    beim Austritt aus dem     Über-          hitzer    gelangen, wird sich aber im prak  tischen Betriebe in der Regel zur Vermei  dung einer unerwünschten Zersetzung der  Destillate mit den im Kraftbetrieb     erpropten     Dampftemperaturen von 300-400   begnügen.

    Als Hauptprodukt werden bei dem Ver  fahren gemäss der Erfindung leichte und       schwereMineralöl-Destillategewonnen,    welche  auf Brennöle, Treiböle und Schmieröle ver  arbeitet werden sollen.  



  Die beschriebene     Vorrichtung    stellt ein  Ausführungsbeispiel dar, welches zeigen soll,  in welcher Weise sich die Erfindung ver  wirklichen lässt. Sie kann durch ähnliche  Bauarten ersetzt werden, welche die Durch  führung des vorliegenden Verfahrens mit  gleichwertigen Mitteln gestatten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Entgasen von bitumen- haltigen Brennstoffen mittelst überhitzten Wasserdampfes, dadurch gekennzeichnet, dar unter Vermeidung der Einwirkung direkten Feuers der Brennstoff in kon tinuierlichem Gange, mechanisch zwangs läufig durch einen rohrförmigen, beid seitig offenen Destillierkessel mit strö inendem, überhitztem Wasserdampf hin durchgeführt wird.
    II. Vorrichtung zur Ausführung des Verfah rens gemäss Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch einen rohrförmigen, beid seitig offenen Destillationskessel und eine endlose Förderkette mit dampfkolben- artigen, druckausgleichenden Gliedern, die mit Labyrinthdichtung bei Ein- und Aus tritt gegen den Destillierkessel abgedichtet sind, zum ununterbrochenen und zwangs läufigen Fördern des Brennstoffes durch den von dem überhitzten Destillierdampf durchströmten Dampfraum des Destillier kessels.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch T, da durch gekennzeichnet, dass der Destillier dampf in ununterbrochenem Kreislauf durch den zu entgasenden Brennstoff geleitet und nach Aufnahme von Destillationsprodukten wieder überhitzt wird.
CH95006D 1918-09-12 1920-06-08 Verfahren und Vorrichtung zum Entgasen bitumenhaltiger Brennstoffe. CH95006A (de)

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DE338915C (de) 1921-07-07

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