CH89232A - Ofen zur Herstellung von Stickoxyd mittels elektrischer Flammenbögen. - Google Patents
Ofen zur Herstellung von Stickoxyd mittels elektrischer Flammenbögen.Info
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Description
Ofen zur Herstellung von Stiekoxyd mittels elektrischer Flammenbögen. Nach den bis jetzt anerkannten Theorien erfolgt die Bildung von Stickoxyd im elek trischen Flammenbogen auf rein tliermischein Wege.
Die Gasmasse wird finit Hilfe elektri scher Energie auf eine sehr hohe Temperatur gebracht, bei welcher sich nach der Nernst- sehen Theorie eine der jeweiligen Temperatur entsprechende NO-Konzentration einstellt, die zum Teil durch schnelle Abkühlung er halten bleibt.
Bei den bekannten im grossen ausgeführ- ten Verfahren wird die theoretisch- geforderte schnelle Abschreckung dadurch erreicht, da,ss man mit einem grossen Luftübersehuss ar beitet, welcher relativ kalt bleibend, sich mit den geringeren durch die Flamme geführten Anteilen mischt und diese dadurch schnell ab kühlt.
Deshalb ist die iiri Grossbetriebe bis her erreichte Konzentration an NO sehr ge ring und seliwankt um 1 bis 1,5 % NO.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Ofen zur Herstellung von Stickoxyd mit- telst elektrischer Flammenbögen, bei dessen Betrieb eine N 0-Konzentra.tion von ?,5 \.'1) erhältlich ist.
Der Ofen ist eine Weiterbil- dmir, des aus der Patentschrift <B>56593</B> be kannten Ofens. bei welchem die Flammen- bögen in einem zylindrischen Ofenraum zwi schen Elekt=roden. deren Spitzen in einer zur Ofenachse senkrechten Ebene liegen,
gebil det werden und die zii behandelnde Luft in so schnell rotierender Beive.-@un- durch den Ofenrahm lefiilirt wird, dass die Flammen bögen eine zusammen längende Flamme bil den, die senkrecht: zur Ofenachse selieiben.- artig ausgebreitet ist.
Die behandelte Luft -wird hinter der scheil@cnarligen Flaiim.e in Gier Ofenachse abgefiilirt. An dieser Stelle, an -welcher die höchste Temperatur berrseht, ist gemäss der Erfindung ein Kühler vorgesehen. welcher auch bei den grossen öfen von meh reren Tausend Kilowatt nur aus einem ein zigen wassergekühlten,
ineta,llenen Abzugs- rohr besteht. Dieses Abzugsrohr ist so bemessen, class das abziehende Gas in ihm in Bruchteilen von Sekunden geniigend ab- geschreckt wird.
Durchmesser und Länge des Rohres sind nämlich so -ewählt, dass die Gase durch das Rohr mit ausserordentlich hoher Gesehwindibl,#eit, einige hundert Meter irr der Sekunde, hindurcliströnien, und dass die durch beide Grössen bestimmte I%iililfl@)che des Rohres zur momentanen Abschrechun.- der Gase um<B>1000'</B> ausreicht.
Da im Zen trum der Flammenbögen die Spannung Null herrscht, nehmen keine Flammenbögen auf dem Küldrohr ihren Eisprung, so dass ein sehr dünnwandiges Rohr beirutzt werden kann, ohne dass ein Durchbrennen zu be fürchten ist.
Es hat sich überraschenderweise erwiesen, dass unter diesen Voraussetzungen ein inetal- lenes Rohr mit nur einigen Millimetern 'Wandstärhe benutzt werden kann, welches trotz der hohen Beanspruchung im Dauer betrieb nicht der geringsten Abnutzung un terworfen ist.
Bei der ausserordentlich hohen Gasgeschwindigkeit und bei dem starken Temperaturgefälle ergibt sich eine ungeheure Wit.rmeübertra;gun-, welche es ermöglicht, auf der Strecke von wenigen Metern die 2000 bis 3000 heissen Flammengase gerade so weit alizii.\ehrecli:
en, dass eine weitere Zersetzung des Stickoxydes nicht eintreten harn. Ein grosser Teil der in den Flammenbasen ent haltenen Wä_rine kann ferner in Dampf kesseln für andere Zwecke ausgenutzt werden.
Es ist vorteilhaft, zur Bildung des Flani- menboo;ens DrPlistrom zii. benutzen und zu diesem Zwecke drei Elektroden vorzusehen, deren Spitzen wieder in einer zur Ofena.clise senkrechten Ebene lieben, -Lind von denen jede an eine andere Phase angeschlossen ist.
Da die drei Phasenströme im Zentrum sich ver einigen und hier die Spannung Null herrscht, kaiirr das wassergekühlte Rohr bis nahe an die Flammenscheibe herangeführt \werden, ohne dass eine Bildung von Flammenbögen auf dem dünnwandigen Kühlrohr erfolgt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Aiisfiihrunbsform des Ofens im Vertihal- schnitt dargestellt. In den mit feuerfesten Steinen ausgemauerten kesselartigen Ofen raum a ragen die beiden Elektroden E lind E\ hinein, zwischen denen der Flammenbogen -e bildet wird.
Die Luft wird durch ein rins- förmibes Rohr l) und durch die Düsen c in den Ofen eingeführt und bewirkt -durch tan- bentiales Einblasen (Patentschrift 56593) die scheibenartige Ausbreitung der Flammen bögen. In den oberen Deckel des Ofens ist ein doppelwandiges, metallenes Rohr g einge führt, welches mit Wasser gekühlt ist.
Die heissen Ofengase belangen nun direkt ans der Flammenzone in das zwasser--ekiihlte Rohr und werden dadurch so stark abgeschreckt, dass eine weitere Z'erminderunb der Konzen tration vermieden wird.
Die Länge und der Durchmesser des Isülilrohres sind so @@ezwä.hlt:, dass die Gase mit einer Geschwindigkeit. von nichreren hundert Meter in der Sekunde durchgepresst werden können, so dass beim ,Austritt der Gase aus dem Iiülrlrohr eine Temperatur von zirka 1200 bis 1500 lierrsclit.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Ofen zur 1d'erstellirn'-,, von-Stickozvd mil;- telst elektrischer @la.mrnenbögen, bei %vel- chein die F'lainmenbögeri in einem zvl.inder- förmiben Ofenrani-n zwischen Elektroden, deren Spitzen in einer zur Ofenachse senk rechten Ebene lieben, @"-ebildet werden und die zu behandelnde Luft in so schnell rotie render Bewegun.(,durch den Ofenraum ge- ftlirt wird, dass ,die Flainmenböben eine zii- sammenbärigende Flamme bilden, die seirh- recht zur Ofenaehse scheibenartig ausgebrei tet ist, belreirnzeiclinet durch ein hinter der Flammenscbeibe in der Ofenachse angeord netes, zur Abschreckung der Flammengase di"- nendes,wassergekühltes metallenes1.bzug@- rolir, welches so bemessen ist, dass die Ab- schreckung der Gase irr Bruchteilen @-on Se kunden erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE89232X | 1917-03-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH89232A true CH89232A (de) | 1921-05-02 |
Family
ID=5642659
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH89232D CH89232A (de) | 1917-03-23 | 1918-05-04 | Ofen zur Herstellung von Stickoxyd mittels elektrischer Flammenbögen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH89232A (de) |
-
1918
- 1918-05-04 CH CH89232D patent/CH89232A/de unknown
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