CH86558A - Elektrischer Lichtbogenofen für Gasreaktionen. - Google Patents
Elektrischer Lichtbogenofen für Gasreaktionen.Info
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Description
Elektrischer Lichtbodenofen für Gasreaktionen. In dem normalen Birkelandsofen bewegt die Luft sieh durch den Ofen in der gleichen Iiiehtnng wie der Bogen, d. h. sie bewegt sich in der Ebene der Lichtbogenscheibe. Diese Anordnung ist insofern nicht ganz ideal, weil es mit Schwierigkeiten verbunden ist, bei dieser Ausführungsform eine schnelle. Abkühlung in direkter Verbindung mit dem Ofen durchzuführen.
Bei einer Ausführungsform dieses Ofens wird die Luft quer durch die Flamme ge blasen, was dadurch möglich gemacht. wird, dass, das Magnetfeld dermassen unsymmetrisch in bezug auf die Flammenscheibenebene an geordnet ist, dass der Lichtbogen, wen er von der Luft unbeeinflusst ist, eine schirm artige Form annimmt.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun ein elektrischer Lichtbogenofen, bei dein ein Kühlungsbehälter unmittelbar hinter einem in genannter Weise mit unsymmetrischem Magnetfeld beeinflussten Lichtbogen, dem Gas, zum Beispiel Luft durch eine durchlöcherte Wand direkt vor dem Lichtbogen zugeführt wird, angeordnet ist.
lIan kann ohne irgend welche (lefalir des L'benschlagens den Küh- lungsbehälter, zum Beispiel einen Dampfkessel mit Feuerröhren oder einen andern metalli schen Behälter für kühlendes Medium, an der andern Seite der Flammenscheibe, an bringen und in solcher unmittelbarer Nähe derselben, _dass eine sehr wirkungsvolle Küh lung, fast augenblicklich nachdem die Luft die Bogenflamme passiert bat, erreicht wer den kann.
Man kann die Einrichtung so treffen, dass die Luft nicht mehr als einmal vom Bogen getroffen wird, wodurch man die idealste Form für die (Tasreaktionen im Ofen erreicht.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes im Ver- tikalschnitte, und zwar einen Ofen mit hori zontaler Flammenscheibe.
In einem Ofenraume A befinden sich die Elektroden B. Der entstehende Lichtbogen ist mit C bezeichnet. Unter dem Ofenraume befindet sich eine Luftzufuhrkammer D, durch deren durchlöcherte Decke T Luft senkrecht gegen die Liehtbogenscheibe geblasen wird. Ob@-i, wird der Ofenraum von der U nter- seite eines als Kühlungsbehälter dienenden Feuerrolrrkessels F begrenzt.
Die Gase strö men durch dessen Feuerröhren hinauf in einen ringfürrnigen Kasten G, an welchen sich Röh ren zur Fortleitung der Gase anschliehen. In der Praxis wird man natürlich die Küh lungsvorrichtung auf solche Weise anordnen, dass Reparaturen daran oder an dein Ofen möglichst unabhängig vor sich gehen können, zum Beispiel indem man den Kessel von be- sondern Säulen tragen lässt. , Die durch einen Eisenrahmen<I>I</I> verbundenen Magnete<I>H</I> und h, von denen der obere geringere Feldstärke hat, breiten den Lichtbogen aus, so dass er die notwendige gewölbte Form annimmt.
rin die günstigste Einstellung zu erhalten, sind die Magnete, bezw. die Magnetwicklungen unabhängig regelbar.
Zur Unterstützung der Kühlung der voll der Lichtbogenzone kommenden Gase mit Hilfe der Kühlungswand des Kühlbehälters I' all der Rückseite des Lichtbogens kann man einen radial von der Peripherie des Flammen raumes längs der Oberfläche der Lichtbogen sclleibe rnit schwacher 'Neigung nach oben eingeführten Strom voll kühlender Luft oder Gas anwenden.
Zu diesem Behufe ist eine Verieilungskanlmer L längs des Lichtbogen umfanges vorgesehen, und strömt Kühlungs luft aus Düsen oder Spalten längs der Ober fläche des Lichtbogens, wodurch das Gas an dem äussern Teile des Lichtbogens, der die grösste Energiemenge pro Flächeneinheit ent hält. eine augenblickliche extra Kühlung er hält. bevor es bis zur Kühlungswand des Kühlungsbehälters gelangt.
Man wird so auf eine sehr wirkungsvolle Weise erreichen, dass über der für die Dissociation besonders kriti schen Zone des Flammenbereiches der zur Verhinderung der Dissociation notwendige Kühlungseffekt vergrössert wird.
Es ist zweckmässig, die Luftzuführungs- üffnungen in der Decke F so zu verteilen, dass die zugeführte 11Tenge Luft an jeder Stelle so ziemlich der Energiemenge ent spricht, welehe der Bogen an der betreffen- den Stelle abgehen bann. Auf entsprechende Weise kann man dann auch die Feuerrührerl im Kessel F verteilen.
Ausser dein Ziel, die Dissociation der ge bildeten nitrosen (fase zu verhindern, kann durch diese beschriebene Anordnung auch eine möglichst vollständige Ausnützung der Wärme der gebildeten Gase erreicht werden, wenn das Kühlmedium hinter der kiihlerrden Ofenwand Wasser ist, welches erwärmt wird und entweder als Speisewasser für Dampf kessel benutzt werden kann oder direkt hin ter der erwähnten Kühlwand in Dampf um gewandelt wird.
Das Kühlmedium kann auch zweekrlräl,)ig aus den verschiedenen Arten der bei der weiteren Fabrikation gebildeten Produkte be stellen, welche eingedampft, vorgewärmt oder einer besonders starken Erhitzung aus gesetzt werden sollen.
Ferner kann das Kühlmedium aus Dampf oder Gas bestellen, so dass man in direktem Anschlusse an den Flammenraum des Ofens einen Dampfüberhitzer oder einen Kalorifer mit einer Temperatur voll bis auf 1200 C erhält.
.<B>To</B> nachderb rnan meln, oder weniger Feuerrühren für den Abzug der (Tae mit grösserer oder kleinerer hühltläclle anbringt, hat man es in der Hand, mehr oder weniger die Wärme des Ofens direkt in Verbindung mit dein Ofen auszunützen.
Bei einer passen den Verteilung der Anzahl der Feuerröhren und der abkühlenden Fläche wird auch eine für den Oxy dationsprozess im Ofen günstige gleichmässige Verteilung vom (rase, bemv. von der Luftmischung in und über der Licht bogenscheibe erreicht.
Weil der Flammenraum des elektrischen Lichtbogenofens in direkter unmittelbarer Verbindung mit dem genannten Flüssigkeits-, Dampf- oder Gaskühler steht, kann man er reichen, dalä in dein Kühlungsbehälter die Gase von der Temperatur des Flammenrau rnes (1100 bis 1200 C) herunter bis<B>800</B> bis 900 abgekühlt werden, und man darauf die zurückbleibende Gaswärme in einer einfache ren und billigeren, besonders aufgestellten Dampfkesseltype ausnutzen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrischer Lichtbogenofen mit Flammen- Scheibe und unsymmetrisch zu deren Ebene verlaufendem 'Magnetfelde für Gasreaktionen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kühlungs behälter bezüglich der Gasströmung unmittel bar hinter dem Lichtbogen angeordnet ist, -welchem Gas durch eine durchlöcherte Wand direkt vor dein Lichtbogen zugeführt wird.UNTERANSPRüCHE 1. Lichtbogenofen gemäss Patentanspruch, ge kennzeichnet durch eine solche Verteilung der Löcher in der Wand (E), durch welche das Gas dem elektrischen Licht bogen zugeführt wird, dass das Gas über einstimmend rnit der Energiemenge des Lichtbogens an jeder einzelnen Stelle in diesem in der Weise verteilt wird, dass die Gasmenge pro Energieeinheit in dem Lichtbogen konstant wird.. Lichtbogenofen nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch eine solche Verteilung der Anzahl und Dimensionen von (;asablaufsrühren hinter dem Lichtbogen, dass das Gas hinter dem Lichtbogen möglichst direkt durch diesen hindurch und auf dem kürzesten Wege herüber zrr den Kühlungsflüchen des Küh lungsbehälters strömen kann.3. Lichtbogenofen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dar zur U nter- stützung der Kühlung des Gases längs des Lichtbogen-Scheibenumfanges aus einer Verteilungskammer (L) durch Ausstrüm- öffnungen ein Kühlungsluftstrom- längs der Oberfläche des Lichtbogens eingeblasen wird, wodurch das Gas an dein 'feile des Lichtbogens, der die grüsste Energiemenge pro Flächeneinheit enthält, eine augen blickliche extra Kühlung erhält,bevor es zur Kühlungswand des Kühlungsbehälters gelangt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NO86558X | 1913-12-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH86558A true CH86558A (de) | 1920-09-01 |
Family
ID=19889527
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH86558D CH86558A (de) | 1913-12-09 | 1919-06-18 | Elektrischer Lichtbogenofen für Gasreaktionen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH86558A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1129142B (de) * | 1953-01-09 | 1962-05-10 | Olin Mathieson | Vorrichtung zur Herstellung von Hydrazin aus Ammoniak in einer Glimmentladung |
-
1919
- 1919-06-18 CH CH86558D patent/CH86558A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1129142B (de) * | 1953-01-09 | 1962-05-10 | Olin Mathieson | Vorrichtung zur Herstellung von Hydrazin aus Ammoniak in einer Glimmentladung |
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