Entwertungseinrichtung für mehrfach verwendbare Fahrkarten
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Entwertungs- einrichtung für mehrfach verwendbare Fahrkarten.
Mehrfach verwendbare Karten sind Karten, welche man erwirbt, um sie für eine Anzahl von Gelegenheiten zu benutzen und sie werden fortschreitend mit den Kosten der in Anspruch genommenen Dienste entwertet.
Auf diese Weise lässt sich eine Einsparung erzielen, die man dann dem Käufer zugute kommen lassen kann. So könnte zum Beispiel im Falle einer Fahrkarte eine Karte mit einem Fahrkostenbetrag von angenommen 24 Penoe, für zwei 10 Pence Münzen bezogen werden und Reisen für irgendeinen der Nennwerte unternommen werden, welche in der Maschine bis zum Maximalwert vorgesehen sind, für welchen die Fahrkarte ausgegeben ist (z. B. ein Total von 12 Reisen zu 2 Pence; 6 Reisen zu 4 Pence; 4 Reisen zu 6 Pence; 3 Reisen zu 8 Pence; 2 Reisen zu 10 Pence plus 1 Reise zu 4 Pence; und 2 Reisen zu 12 Pence).
Die erfindungsgemässe Entwertungseinrichtung ist gekennzeichnet durch einen Karteneinlass, eine Entwertungsvorrichtung, Mittel zur Förderung einer in den Einiass eingeführten Karte zur Entwertungsvorrichtung, und Mittel zum Wählen von Hand des Wertes der zu bewirkenden Entwertung, welche Entwertungsvorrich tung Mittel zum Anhalten der Karte nach deren Vorschub in die Vorrichtung in einem dem ausgewählten Wert proportionalen Mass, Mittel zum Bedrucken der angehaltenen Karte, um den ausgewählten Entwertungswert anzuzeigen, und Schneidmittel zur stufenweisen Herabsetzung der Breite der Karte über ihre Länge bei aufeinanderfolgenden Entwertungen, wobei die Anhaltemittel das Anhalten der Karte nur an ihrem Teil von voller Breite bewirken,
ferner gekennzeichnet durch Mittel zur Wahrnehmung einer Karte, deren verbleibendes Guthaben Null oder kleiner als oder ausgewählte Wert ist.
Vorzugsweise kann die Einrichtung auch eine Kar tenausgabevorrichtung umfassen, welche vorzugsweise so ausgebildet ist, dass sie eine gekaufte Karte direkt zur Entwertungsvorrichtung fördert.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird nun nachfolgend beispielsweise mit Bezug auf die beiliegende Zeichnung beschrieben. In dieser zeigt:
Fig. 1 eine schematische Anordnung einer Karten Entwertungseinrichtung gemäss der vorliegenden Erfin durg,
Fig. 2 die Stirnansicht einer Druck- und Entwertungsvorrichtung für die in Fig. 1 gezeigte Einrich tung,
Fig. 3 eine schaubildliche Ansicht eines in der Vorrichtung gemäss Fig. 2 verwendeten Stösseis,
Fig. 4 eine Draufsicht auf einen Druckblock der Vorrichtung gemäss Fig. 2,
Fig. 5 eine Seitenansicht des Druckblicks gemäss Fig. 4 und
Fig. 6 die Draufsicht auf eine Karte, welche durch eine erfindungsgemässe Einrichtung teilweise entwertet werden kann.
Die Karten-Entwertungseinrichtung kann für Mehrfahrten-Busfahrkarten verwendet werden und besitzt eine Kartenausgabevorriohtung.
Bezugnehmend auf Xdie Fig. 1 und 2 besitzt die Einrichtung ein Gehäuse 7, welchem ein Münzenempfänger 8, eine Kartenausgabevorrichtung 9, ein Kartenförderer sowie eine Druck- und Entwertungsvorrichtung 11 untergebracht sind.
IDer Münzenempfänger 8 ist von einer für Verkaufsmaschinen allgemein bekannter Bauart und ist bei diesem Ausführungsbeispiel so angeordnet, dass er den Kartengeber betätigt, wenn zwei 10 Pence-Münzen durch einen Schlitz 12 am Oberteil des M.ünzenempfä.n- gers 8 eingeführt werden. Der Münzenempfänger 8 besitzt einen mit einem (nicht dargestellten) Mikroschalter versehenen Behälter 13 und ferner einen verschlossenen Behälter 14 zur Lagerung der eingeworfenen Münzen.
Der Mikroschalter liegt in einem Versorguragslkreis zu einem Solenoid 15 des Kartengebers 9, welcher ferner folgende Teile aufweist: Ein Magazin 16 zum Aufbe walhren der abzugebenden Fahrkarten 17, eine Platte 18, auf welcher die Karten 17 im Magazin 16 aufgestapelt sind, einen Kurbelarm 19, der die Platte 18 mit dem Solenoid 15 verbindet, und ein Paar Mikroschafter 20, welche so angeordnet sind, dass sie beirn Niederdrücken einen (nicht gezeigten) Anschlag zwischen dem Behälter 13 und dem verschlossenen Behälter 14 zurückziehen und den Versorgungskreis zum Solenoid 15 unterbrechen.
Die Mikroschalter 20 sind beidseits eines Schlitzes 16a am unteren Ende des Magazins 16 angeordnet.
Der Kartenförderer besitzt einen Treibriemen 21, der dazu dient, je die unteren Rollen der drei mit Horizontalabstand angeordnieten Rollenpaare 22 zu treibein, wobei dler Treibriemen 21 vom Antriebsrad 23 eines Elektromotors 24 angetrieben wird.
Ein angeienk- ter Hebel 25 ibesitzt einen Arm, der über die Ebene hinauskragt, in welcher die Klemmstellen Ider Rollenpaare 22 liegen, und einen weiteren Arm, der einem Mikreschial- ter 26 - benachbart ist, welcher in den elektrischen Versorgungskreis zum Motor 24 zwischengeschaltet ist.
Die -Druck- und Entwertungsvorrichtung 11 besitzt einen ortsfesten Druckblock 27, der unmittelbar unterhalb der genannten Kleramstellenebene anigeordlnet ist, einen Stössel 28 oberhalb der genannten Kllemmstellen- -ebene, und ein Solenoid 29, an welchem der Stössel 28 befestigt ist, um ihn gegen den Block 27 zu und von diesem weg zu bewegen.
Wie am besten aus Fig. 4 ersichtlich ist, weist die obere Fläche des Druckblocks eine Kolonne von Ziffern 2p bis 12p auf, welche den Fahrgeldbeträgen entsprechen, und zeigt in der Mitte Zahlen, welche der Haltestelle entsprechen, an der sich Ider Bus befindet.
Die Haltestellenzahllen sind auf Haltestellenwalzen 30 aufgetragen, welche auf einem drehbaren Stab 31 gelagert sind, der durch das Gehäuse 7 hindurchragt, wobei ausserhalb Ides Gehäuses an indem Stab 31 ein Griff 32 vorgesehen ist, mit dem der Fahrschaffner das Einstellen der Haltestellenzahlen von Hand durchführen kann (Fig. 1). Die Zahlen an der rechten Seite sind die Maschinenzahlen.
Wie nüs Fig. 5 hervorgeht, ist der Druckblock 27 mit Druckbändern 33 versehen, welche sich über die obere Fläche des Blockes 27 hinwegbewegen und auf Rollen 34 aufgewickelt werden.
-Rezugnelunend nun auf die Fig. 1, 2 und 3 hat der
Stössel 28 bei diesem Ausführungsbeispiel sechs Bohrungen 35, welche benachbart jeder Längskante mit Abstand voneinander angeordnet sind. Die Bohrungen 35 erstrecken sich durch den Stössel 28 hindurch, welcher an seiner Unterseite ein Paar T-förmige Schneidklingen 36 aufweist. Der Abstand zwischen Iden Längskanten der Schneidklingen 36 ist geringfügig grös- set als die Breite des Druckblocks 27. Die obere Fläche des Stössels 28 ist mittels vertikaler Verbindungsglieder 37 am Solenoid 29 angebracht.
Diese Fahrkarten-Entwertnngseinrichtung besitzt auch eine Reihe von Druckknöpfen 38, welche an der oberen Endfläche des Gehäuses 7 gelagert sind. lBei diesem Ausführungsbeispiel sind sechs Druckknopf schalter 38.a bis 38f vorgesehen. Jeder dieser Druckknöpfe 38a bis 38f ist in einen Speisestromkreis an ein von sechs Solenoidpaaren 39a bis 39f geschaltet. Die Schaltung weist einen Zeitschalter 40 und einen Verzögerer 41 auf und ist auch mit einem Speisekreis für das Solenoid 29 verbunden.
An jedem der Solenoidpaare 39a bis 39f befindet sich ein Paar federbelasteter Anschläge 42, welche durch eines der sechs Lochpaare an den sgog.enüzberliegenden Seiten des Stössels 28 hin durehragen, wobei der den Solenoiden 39a zugeordnete Anschläge 42 normalerweise abwärts gedrückt wird, während adie anderen Anschläge aufwärtsgedrückt werden.
Ein Schlitz 43, der mit einem solenoidbetätigten Anschlag 44 versehen ist, weist an der linken Seite einen Satz von Rollen 22 auf, -um das Einführen von Fahrkarten zu ermöglichen, wie nachfolgend noch beschrieben wird.
Im Schlitz 43 hinter dem Anschlag 44 ist das eine Ende eines Gelenkhebels 45 angeordnet, dessen anderer Arm einem Mikroschalter 46 im Speisekreis zum Motor 24 benachbart angebracht ist. Ein Ausgangsschlitz 47 für entwertete Fahrkarten ist im Gehäuse 7 vorgesehen und das eine Ende eines Gelenkarms 48 ist im Sdhlitz 47 angeordnet, während sein anderer Arm einem Mikroschalter 49 im Speisekreis zum Motor 24 benachbart ist.
Der Schlitz 12 ist mit einem solenoidbetätigten Anschlag 50 versehen.
Bei Benutzung führt ein Fahrgast zwei 10 Pence Stücke in den Schlitz 12 ein und drückt beispielsweise den Knopf 38a nieder, welcher einem 2 Pence-Fahrgeid entspricht. Die Münzen fallen in den Behälter 13 unld betätigen den darin befindlichen Mikroschalter, welcher den Speisekreis zum Solenoid 15 schliesst. Das Solenoid bewegt Iden Amn 21, Ider /die Platte 18 vorwärts treibt, auf welcher die Fahrkarten 17 aufgestapelt sind, und bewirkt das Ausstossen der unteren Fahrkarte durch die Öffnung 16a über die Mikroschalter 20.
Die Mikroschalter 20 werden durch die Kanten der Fahrkarte 17 abwärts gedrückt und der Anschlag zwischen dem Behälter 13 und ,dem verschlossenen Behälter 14 wird zurückgezogen, damit die Münzen in den verschlossenen Behälter 14 hineinfallen können. Gleichzeitig öffnen die Mikroschalter 20 den Speisekreis zum Solenoid 15 und lassen die Platte 18 in ihre ursprüngliche Lage zurückkehren.
Inzwischen gelangt die durch die Öffnung 16a ausgeworfene Fahrkarte 17 durch den mittleren Rollen satz 22, und stösst gegen den Arm 25, wodurch bewirkt wird, dass der Mikroschalter 26 den Speisekreis zum Motor 24 schliesst. Die Rollen 22 treiben dann die Fahrkarte hin zur Druck- und Entwertungsvorrichtung
11
Das Niederdrücken !des Knopfes 38a durch den Fahrgast schliesst sofort den Stromkreis zum Solenoid 29 über den Zeitschalter 40 und auch den Stromkreis, welcher durch den Zeitschalter 40 und dem Verzögerer 41 zu dem Solenoidpaar 39a führt. Die diesem zu-geord- neten Anschläge 42 werden, wie in Fig. 1 gezeigt ist, gesenkt gehalten, um Idas Vorderende der Fahrkarte an jeder Längskante zu berühren.
Die Betätigung des Solenoids 29 bewirkt nur dann ein Senken des Stösseis
28, wenn die Mikroschalter 20 hinuntergedrückt blei ben.
Die Klingen 36 am Stössel 28 schneiden beldselts der Fahrkarte 17 einen Teil ab, welcher einer Entwer tung um 2 Pence entspricht und die Fahrkarte wird dann an ilhrer Unterseite mit einer Information bedruckt, die anzeigt, dass diese Entwertung stattgefunden hat. Die Haltesteliennummer wird ebenfalls auf Idie Fahrkarte gedruckt, und zwar durch eine der Haltestellenwalzen 30, welche zuvor durch den Fahrschaffner unter Benut- zung des von Hand einstellbaren Knopfes 32 und fdler Maschinennummer eingestellt wurde.
Am Ende des durch den Zeitschalter 40 eingestellten Intervalls wird der Stössel 28 angehoben und am Ende der durch den Verzögerer 41 bestimmten Zeitverzögerung werden die den Solenoiden 39a zugeordneten Anschläge 42 durch die Solenoide angehoben.
Hätte man den Knopf 3 & b hinuntergedrückt, dann wäre der Stromkreis zum Solenoid 39a und 39b über den Zeitschalter 40 geschlossen worden und die den Solenoiden 39a zugeordneten Anschläge 42 wären ange- hoben und die den Solenoiden 39b zugeordneten wären gesenkt worden, um die Fahrkarte am passenden Platz für eine 4 PenceJEntwertung und für entsprechendes Bedrucken anzuhalten. In diesem Fall wird ein längerer Abschnitt an jeder Seite der Fahrkarte herausgesohnit- ten. Die Länge des Ausschnittes ist proportional dem Wert der betreffenden Fahrgebühr.
Im Falle einer 4 Pence-Entwertung wird ein unmittelbar anliegender Stromkreis zum Solenoid 39b geschlossen, und nach einer zweiten Verzögerung wird der Stromkreis zum Solenoid 29 geschlossen. Nach einer Verzögerung von zwei Sekunden kehrt das Solenoid 39b in seine Ausgangslage zurück. Die entwertete und bedruckte Fahrkarte wird schliesslich durch den Schlitz 47 ausgestossen und drückt auf ihrem Weg den Arm 48 hinab, um den Motor 24 durch Betätigung des Mikroschalters 49 eingeschaltet zu halten. Beim Entfernen der Fahrkarte aus dem Schlitz 47 schaltet der Motor 24 ab. Die Anschläge 44 und 50 werden zurückgezogen.
Wenn nach dem Niederdrücken einer der Druckknöpfe 38b-38f das Solenoid 39a betätigt wird, so bildet es einen eigenen Stromkreis und die damit verbundenen Anschläge bleiben während der ganzen Zeit offen, in der der Motorkreis 24 stromführend ist.
Während dieser Zeit versperren die Anschläge 44 und 50 die Öffnungen 43 und 12, um das Einführen von weiteren Münzen oder Fahrkarten zu verhindern.
Wenn eine Fahrkarte für die zweite und für nachfolgende Reisen eingeführt wird, dann wird der Mikroschalter 46 über den Hebel 45 betätigt, um den Motor 24 anlaufen zu lassen. Der passende Knopf 38a bis 38f wird niedergedrückt, um das passende Paar Anschläge 42 auszuwählen. Die Fahrkarte wird durch die Rollen paare 22 zur Entwertungs- und Druckvorrichtung 11 befördert, bis sie durch Idas passende Paar von Anschlä gen 42 gestoppt wird wobei die Anschläge in Idie Enden der Aussparungen eingreifen, welche in der Fahrkarte während des vorgegangenen Entwertungsvorganges ausgebildet wurden.
Bezugnehmend nun auf Fig. 6, ist an der in der Zeichnung dargestellten Fahrkarte 17 eine zweimalige Benutzung angedeutet, das erste Mal für eine 6 gP.ence- Falhrgebühr und das zweite Mal für eine 4 Pence Fahrgebühr. Die erste Entwertung, um 6 Pence ist in dem Abschnitt angezeigt, welcher durch die Klammern a a gekennzeichnet ist, während die zweite Entwertung für 4 Pence durch die Klammern b b angedeutet ist.
Die Mikroschalter 20 sind relativ zur Entwertungsund Druckvorrichtung 11 so angeordnet, dass, falls eine benutzte Fahrkarte eingefügt wird oder eine Fahrgebühr eingestellt wird, welche grösser als das auf der Karte verbleibende Guthaben ist, der Mikroschalter 20 nicht hinuntergedrückt wird und der Stromfluss zum Solenoid 29 auf einen (nicht gezeigten) Summer umgeleitet wird.
Erwünschtenfalls kann die ganze Oberseite des Gehäuses schwenkbar aufgehängt werden, um ein leichtes Herausziehen von verklemmten Fahrkarten zu -er- möglichen.