CH483584A - Vorrichtung zum abgedichteten Überführen einer unter Druck stehenden Flüssigkeit von einem stationären Teil zu einem sich drehenden Teil oder umgekehrt - Google Patents
Vorrichtung zum abgedichteten Überführen einer unter Druck stehenden Flüssigkeit von einem stationären Teil zu einem sich drehenden Teil oder umgekehrtInfo
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Description
Vorrichtung zum abgedichteten Überführen einer unter Druck stehenden Flüssigkeit von einem stationären Teil zu einem sich drehenden Teil oder umgekehrt Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum abgedichteten Überführen einer unter Druck stehenden Flüssigkeit von einem stationären Teil zu einem sich dre henden Teil, wie einer Welle, oder umgekehrt, wobei der sich drehende Teil innerhalb eines Gehäuses gelagert ist, das mindestens eine Ringkammer aufweist, die an ihrer inneren Seite durch einen Teil der Umfangsfläche des sich drehenden Teils begrenzt ist, in welcher ein radialer Kanal desselben mündet, während in der Aussenseite dieser Ringkammer ein sich gleichfalls radial erstrecken der Kanal mündet,
der sich weiter wenigstens teilweise durch das stationäre Gehäuse hindurch erstreckt und der mit dem anderen radialen Kanal über diese Ring kammer verbunden ist, und wobei zu beiden Seiten der Ringkammer Gleitlager für den sich drehenden Teil an geordnet sind.
Vorrichtungen der vorgenannten Art sind bekannt. Sie finden hauptsächlich Verwendung für Schiffsschrau ben mit hydraulisch steuerbaren Schaufeln, bei welchen Öl unter sehr hohem Druck von einer nicht mit der Welle der Schraube drehenden Pumpe zu Kanälen in nerhalb der Welle zu überführen ist. Die Kanäle erstrek- ken sich axial durch die Welle der Schraube und stehen je in Verbindung mit einem sich radial zu der Umfangs fläche der Welle hin erstreckenden Kanal. Im Regelfall sind zwei solche radiale Kanäle vorgesehen, von welchen jeder mit einer Überführungsvorrichtung der vorgenann ten Art zusammenwirkt.
Im Rahmen der nachfolgenden Beschreibung wird ausschliesslich Bezug genommen auf eine Schiffsschraube mit steuerbaren Schaufeln, wobei zur Vereinfachung nur eine der Vorrichtungen der ein gangs genannten Art, von welchen für solche Schiffs schrauben im Regelfall zwei zur Verwendung kommen, näher beschrieben wird. In diesem Zusammenhang sei der Hinweis vorgenommen, dass für Vorrichtungen der im Rahmen der vorliegenden Erfindung angesprochenen Art auch andere Anwendungsbereiche denkbar sind.
Infolge des sehr hohen Druckes der zu überführen den Flüssigkeit und infolge des sehr grossen Durchmes- sers der Welle von Schiffsschrauben sehr grosser Schiffe kann es nicht verhindert werden, dass ein Teil der Flüs sigkeit durch die Gleitlager hindurchgedrückt wird und in die Abführkanäle für diese Leckflüssigkeit kommt. An den Enden des im Regelfall rohrförmigen Gehäuses sind Dichtungen angeordnet, welche mit der drehenden Welle zusammenwirken.
In der vorbekannten Vorrich tung resultiert nun der Druck der zugeführten Flüssig keit und der zwischen der Welle und den Gleitlagern zu entweichen versuchenden Leckflüssigkeit in einer Erhö hung des Durchmessers des rohrförmigen Gehäuses, wo durch das Lagerspiel so gross wird, dass eine nicht mehr zuzugestehende Leckage der Flüssigkeit auftritt. Für die Steuerung der Schaufeln der Schiffsschraube steht also dann nur eine Teilmenge der unter Druck stehenden Flüssigkeit zur Verfügung, was wiederum zur Folge hat, dass die Pumpenkapazität zu überhöhen ist, um erfor derlich werdende Steuerungen vornehmen zu können.
Unter Berücksichtigung der vorstehenden Ausfüh rungen bezweckt die Erfindung, eine Leckage der unter Druck stehenden Flüssigkeit so weit wie möglich zu ver meiden.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsge- mäss eine Ausgleichseinrichtung vorgesehen wird, auf welche die unter Druck stehende Flüssigkeit während ihrer Überführung einwirkt, um nach aussen gerichtete Kräfte auszugleichen, die in den Gleitlagern durch die unter Druck stehende Flüssigkeit in radialer Richtung hervorgerufen werden Mit dieser Massnahme kann verhindert werden, dass das Lagerspiel als Folge der durch die Gleitlager hin- durchfliessenden Flüssigkeit in einem unerwünschten Ausmasse grösser wird.
Es kann zwar nicht verhindert werden, dass eine gewisse Leckage auftritt, eine solche muss aber ohnehin vorhanden sein, um die Gleitlager zu schmieren und zu kühlen, zu welchem Zwecke auch das Lagerspiel nicht zu klein bemessen sein darf, weil an derseits sonst die Temperatur der Gleitlager zu hoch werden würde.
In einer bevorzugten Ausführungsform der erfin- dungsgemässen Vorrichtung besteht die Ausgleichsein richtung aus einem die Aussenfläche des stationären Ge häuses abgedichtet umfassenden Körper, in welchen ein sich wenigstens teilweise radial erstreckender und im wesentlichen mit dem radialen Kanal des Gehäuses fluchtender Kanal vorhanden ist, und aus einer Ring kammer an der Aussenseite des Gehäuses, welche der Ringkammer nach der Innenseite dieses Gehäuses ge genüberliegt und über welche die Kanäle in dem bei rohrförmigem Gehäuse rohrförmig ausgebildeten Körper untereinander verbunden sind.
Die an der Aussenseite des Gehäuses liegende Ringkammer weist zweckmässig eine solche axiale Länge nach zwei Richtungen auf, dass sie sich wenigstens teilweise über die Länge der Gleit- Lager erstreckt. Diese zweite Ringkammer braucht sich also nicht unbedingt über die ganze Länge der Gleit lager zu erstrecken, weil in diesem Zusammenhang da von ausggeangen werden kann, dass der zur Beaufschla- gung der Innenseite des Gehäuses kommende Flüssig keitsdruck nicht konstant über die volle Länge jedes Gleitlagers ist.
Dieser Flüssigkeitsdruck besitzt gegen das Ende des Gleitlagers in der Nähe des radialen Ka nals in der Welle einen Maximalwert, während er am anderen Ende einen Minimalwert besitzt, so dass die nach aussen gerichtete, resultierende Kraft, in einem Längsschnitt gesehen, kleiner ist als das Produkt aus Flüssigkeitsdruck und Länge der Gleitlager. Anderseits herrscht in der gesamten zweiten Ringkammer der ma ximale Flüssigkeitsdruck vor, so dass die resultierende, nach innen gerichtete Kraft gleich dem Produkt aus Flüssigkeitsdruck und Länge dieser zweiten Ringkam mer ist. Die zweite Ringkammer muss nun weiterhin eine grössere Länge aufweisen als die erste Ringkammer, weil sonst ein ausreichender Ausgleich nicht erhalten werden könnte.
Diese grössere Länge ist also die eigent liche Ursache dafür, dass das Lagerspiel bei der Über führung von Flüssigkeit unter Druck verringert wird.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nach folgend anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erste Ausfüh rungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung, Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine zweite Ausfüh rungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung und Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine dritte Ausfüh rungsform derselben.
Fig. 1 zeigt im Längsschnitt ein Gehäuse zur Zufüh rung von Öl unter Druck, welches mit der Vorrichtung versehen ist. Die Bezugsziffer 1 bezeichnet die Welle einer Schiffsschraube, in welcher ein axialer Kanal 2 vorgesehen ist, der zu der Steuervorrichtung der steuer baren Schaufeln der Schraube führt und an einen radia len Kanal 3 angeschlossen ist. Es sind noch weitere Ka näle vorhanden, die jedoch in der Zeichnung nicht dar gestellt sind. Das rohrförmige Gehäuse ist mit 4 be zeichnet, es ist mit vier Gleitlagern 5 und zwei Dichtun gen 6 ausgerüstet, von welchen nur zwei Gleitlager 5 und eine Dichtung 6 in der Zeichnung gezeigt sind.
Zwi schen den Gleitlagern 5 ist in dem Gehäuse 4 eine Aus- nehmung in der Form einer Ringkammer 7, dem radia len Kanal 3 gegenüberliegend, ausgeformt. In derselben Radialebene, in welcher der Kanal 3 liegt, erstreckt sich ein radialer Kanal 8 durch das Gehäuse 4 hindurch, die ser mündet in der Ringkammer 7. Über das andere Ende des Kanals 8 ist ein zylindrischer Ring 9 geschoben, der mittels O-Ringen 10 abgedichtet mit dem Gehäuse 4 verbunden ist. Durch diesen Ring 9 hindurch erstreckt sich ein radialer Kanal 11, welcher mit dem Kanal 8 fluchtet.
An der Aussenseite des Kanals 11 ist die zu einer nicht dargestellten Flüssigkeitspumpe, wie einer Ölpumpe, führende, gleichfalls nicht dargestellte Druck leitung angeschlossen. Das innere Ende des Kanals 11 mündet in einer zweiten Ringkammer 12, die als eine Ausnehmung in der äusseren Umfangsfläche des Ge häuses 4 angeordnet ist. Diese Ringkammer 12 besitzt eine grössere Länge als die Ringkammer 7 und erstreckt sich über eine Teillänge der Gleitlager 5. Das an den La gern 5 an beiden Seiten der Ringkammer 7 vorbeiströ- mende Öl kann über Leckageleitungen 13 und 14 abge leitet werden.
Wenn Öl unter Druck durch die nicht dargestellte Druckleitung von der Ölpumpe zugeführt wird, dann strömt die grössere Menge dieses Öls durch den Kanal 11, die zweite Ringkammer 12, den Kanal 8, die erste Ringkammer 7 und den Kanal 3 zu dem Kanal 2 hin und von diesem zu der nicht dargestellten Steuervorrich tung der Schiffsschraube. Eine kleinere Ölmenge bis maximal 15 % strömt durch die Gleitlager 5 zu den Leitungen 13 und 14 hin. Der Druck dieses Leckageöls versucht das Lagerspiel zu vergrössern und weiterhin das rohrförmige Gehäuse 4 radial auszudehnen. Dieser Ausdehnung wirkt jedoch der in der Ringkammer 12 vorherrschende, radial nach innen wirkende Öldruck entgegen.
Die nach aussen gerichteten Drücke sind nicht gleich über die Gesamtlänge der beiden Gleitlager 5, sie wechseln vielmehr von einem Maximalwert zu einem Minimalwert. Der Maximaldruck herrscht am Ende je des Gleitlagers 5 nahe der Ringkammer 7 vor, während der Minimaldruck am anderen Ende vorherrscht. Die nach aussen gerichtete, resultierende Kraft in der Achse des Kanals 8, in einem Längsschnitt gesehen, ist also kleiner als das Produkt aus Öldruck und Gesamtlänge der beiden Gleitlager. In der Ringkammer 12 herrscht überall der volle Öldruck vor, so dass die resultierende, nach innen gerichtete Kraft gleich dem Produkt aus die sem Druck und der Länge der Ringkammer 12 ist.
Aus diesem Tatbestand resultiert die Feststellung, dass zum Erreichen eines ausreichenden Ausgleiches die Länge der Kammer 12 grösser sein muss als die Länge der Kammer 7, jedoch kleiner als der Gesamtabstand zwi schen den Enden der Gleitlager, die in bezug aufeinan der sich in verschiedenen Richtungen erstrecken. Durch eine geeignete Wahl der Länge der Ringkammer 12 kann also selbst für einen übermässigen Ausgleich vor gesorgt werden, was zur Folge hat, dass der Druck des zugeführten Öls eine radiale Zusammendrückung des Gehäuses hervorruft.
In der in Fig. 2 dargestellten zweiten Ausführungs form der erfindungsgemässen Vorrichtung sind für gleiche Teile gleiche Bezugsziffern gewählt. In Unter scheidung zu der vorbeschriebenen Ausführungsform ist hier die zweite Ringkammer in dem Gehäuse 4 selbst ausgeformt und mit der Bezugsziffer 15 bezeichnet. Diese Kammer 15 grösserer Länge geht in die Kammer 7 über, wobei Lippen 4a und 4b die Kammer 15 teil weise von der Welle 1 abtrennen.
Der einen Ausgleich bewirkende Öldruck wirkt nunmehr auf diese Lippen 4a und 4b ein, wodurch die nach aussen gerichtete Kraft auf diese Lippen als ein Ergebnis des Druckes des Leck öls ausgeglichen wird. Die Länge der Kammer 15 ent spricht im wesentlichen der Länge der Kammer 12 in Fig. 1. In der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform fin det ein Ring 16 für den Ausgleich Verwendung, der innerhalb des Gehäuses 4 angeordnet ist und die Gleit lager 5 lagert. Dieser Ring 16 ist durch O-Ringe 17 ge genüber dem Gehäuse 4 abgedichtet, er ist in einer Aus- nehmung 18 der Innenwand des Gehäuses 4 angeordnet, wodurch um den Ring 16 herum die zweite Ringkammer 19 geformt wird.
In dieser Ausführungsform wirkt der dem Ausgleich dienende Öldruck über diese Kammer 19 auf die äussere Umfangsfläche des Ringes 16 und gleicht damit dessen radiale Ausdehnung aus. Die Länge der Kammer 19 entspricht auch hier wiederum der Länge der Kammer 15 bzw. der Kammer 12 in den Ausführungsformen nach den Fig. 2 bzw. 1.
Unter den dargestellten Ausführungsformen wird der Ausführungsform gemäss Fig. 1 der Vorzug zu geben sein. Die beschriebene Vorrichtung eignet sich insbeson dere für solche Anwendungsbereiche, wo mit sehr ho hen Öldrücken gearbeitet wird und wo die Wellendurch messer sehr gross sind, wie dies insbesondere bei sehr grossen Tankern der Fall ist. Abschliessend sei darauf hingewiesen, dass bei niedrigen Öldrücken und Wellen kleinen Durchmessers eine Ausdehnung des Gehäuses kaum feststellbar ist und deshalb für solche Fälle ein solcher Ausgleich nicht vorzusehen ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum abgedichteten Überführen einer unter Druck stehenden Flüssigkeit, insbesondere von Drucköl, von einem stationären Teil zu einem sich dre henden Teil oder umgekehrt, wobei der sich drehende Teil innerhalb eines Gehäuses gelagert ist, das minde stens eine Ringkammer aufweist, die an ihrer inneren Seite durch einen Teil der Umfangsfläche des sich dre henden Teils begrenzt ist, in welcher ein radialer Kanal desselben mündet, während in der Aussenseite dieser Ringkammer ein sich gleichfalls radial erstreckender Kanal mündet, der sich weiter wenigstens teilweise durch das stationäre Gehäuse hindurch erstreckt und der mit dem anderen radialen Kanal über die Ringkam mer verbunden ist und wobei zu beiden Seiten der Ring kammer Gleitlager für den sich drehenden Teil angeord net sind,gekennzeichnet durch eine Ausgleichseinrich tung, auf welche die unter Druck stehende Flüssigkeit während ihrer Überführung einwirkt, um nach aussen gerichtete Kärfte auszugleichen, die in den Gleitlagern durch die unter Druck stehende Flüssigkeit in radialer Richtung hervorgerufen werden. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Ausgleichseinrichtung aus einem die Aussenfläche des stationären Gehäuses abgedichtet umfassenden Körper, in welchem ein sich wenigstens teilweise radial erstreckender und im wesentlichen mit dem radialen Kanal des Gehäuses fluchtender Kanal vorhanden ist, und aus einer Ringkammer an der Aus senseite des Gehäuses besteht, welche der Ringkammer an der Innenseite dieses Gehäuses gegenüberliegt und über welche die Kanäle im Körper und Gehäuse unter einander verbunden sind. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die an der Aussenseite des Gehäuses liegende Ringkammer eine solche axiale Länge nach zwei Richtungen aufweist, dass sie sich wenigstens teil weise über die Länge der Gleitlager erstreckt. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Ausgleichseinrichtung aus einer völlig in dem stationären Gehäuse angeordneten Ring kammer besteht, deren gegen den sich drehenden Teil gerichtete Seite im mittleren Bereich mit der Aussenseite der Gehäuse-Ringkammer nahe der Umfangsfläche des sich drehenden Teils zusammenfällt, während die übri gen Bereiche dieser Seite sich wenigstens teilweise über die Länge der Gleitlager erstrecken. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Ausgleichseinrichtung aus einem zwischen dem sich drehenden Teil und dem stationären Gehäuse angeordneten zylindrischen Ringkörper besteht, welcher die Ringkammer und die Gleitlager aufnimmt, wobei an der Aussenseite dieses Ringkörpers eine wei tere Ringkammer liegt, die eine solche axiale Länge nach zwei Richtungen aufweist, dass sie sich wenigstens teil weise über die Länge der Gleitlager erstreckt. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringkammer der Ausgleichseinrichtung eine grössere axiale Länge als die Gehäuse-Ringkammer aufweist.
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