Führungsvorrichtung für mit Magnettonspur ausgestatteten Tonfilm in einem Tonfilmgerät Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Führung eines mit einer Magnettonspur ausge statteten Tonfilms im Tonteil, der mindestens einen Magnetkopf aufweist, eines Tonfilmgeräts, insbesondere Schmalfilmprojektors.
Es sind Filmführungen bekannt, bei denen der Film durch eine ihm aufgetragene Spannung oder durch federnd angedrückte Gleitkufen in seiner Lage zu den Magnetköpfen fixiert wird. Es wirkt sich mit derartigen Führungen nachteilig aus, dass der Film mit seinen ungleichmässigen Gleiteigenschaften die Laufruhe des Films an der Abtaststelle ungünstig beeinflusst.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Tonqualität des Laufwerkes zu erhöhen, indem der Film mit möglichst kleinen Reibungsverlusten geführt wird.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass Mit tel vorgesehen sind, um den Tonfilm an der der Magnet spur nicht benachbarten Kante V-förmig zu führen, welche derart ausgebildet sind, dass zwischen eine V-Form bildenden schrägen Flächen eine senkrecht zur Filmfläche verlaufende Führungsfläche verbleibt, die der maximalen Filmdicke entspricht, und dass die Kanalbreite die Filmbreite um 0,05 bis 0,1 mm über trifft. Dabei soll der Ausdruck maximale Filmdicke gegebenenfalls auch Klebestellen und sonstige betriebs mässig auftretende Verdickungen einschliessen.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Er findung liegt die gesamte, senkrecht zur Filmfläche verlaufende Führungsfläche im ortsfesten, den bzw. die Magnetköpfe tragenden Führungsteil, während das ge genüberliegende Führungsteil als Klappe um eine zur Filmlaufrichtung parallele Achse entgegen der Kraft einer Anlegefeder vom Film abschwenkbar ist.
Nach einer anderen Weiterbildung der Erfindung ist die schräge Fläche an dem ortsfesten Führungsteil so gross bemessen, dass der Filmabstand von der im wesentlichen parallel zum Film verlaufenden Führungs fläche dieses Teils an dieser Stelle grösser ist als im Bereich des bzw. der Magnetköpfe. Um den Film bei Bedarf besonders leicht von Hand herausnehmen oder in den Tonteil einlegen zu können und um einen leichten Zugriff für das Reinigen des Filmkanals und der Magnetköpfe zu schaffen, dient gemäss einer anderen Weiterbildung der Erfindung ein als Schwenkachse für die bewegliche Führungsklappe dienender ortsfester Bolzen gleichzeitig zum Einrasten beim Einsetzen der Klappe.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im folgenden beschrieben und in der Zeichnung dargestellt. Dabei zeigt: Fig. 1 ein Einstreifen-Tonlaufwerk in einem Schmal filmprojektor, Fig. 2 einen Schnitt A-B durch Fig. 1, Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung bei geöffneter Klappe, Fig. 4 eine Variante zu Fig. 2, Fig. 5 einen Teil der Vorrichtung nach Fig. 4 bei durch den Tonteil laufender Filmklebestelle.
In Fig. 1 ist ein Einstreifen-Tonlaufwerk in einem Schmalfilmprojektor abgebildet. Dieser ist für die Wie dergabe von Filmen geeignet, bei denen Tonspur und Bild auf einer gemeinsamen Trägerschicht aufgetragen sind.
Der Film, dessen Bildwiedergabe über das Objektiv 21 erfolgt, tritt aus dem Filmkanal 1 der Bildführung des Projektors heraus und läuft über eine Rolle 2 in das Tonlaufwerk ein. Im Tonlaufwerk wird der Film durch die beiden zur Führung ausgebildeten Teile 3 und 4 an den Magnetköpfen 5 und 6 vorbeigeführt und von der Gummiandruckrolle 7, die in dem ab schwenkbaren Hebel 22, dessen Drehpunkt an dem Lagerstift 25 liegt, gelagert ist, über eine Feder 8 gegen die zur Stabilisierung der Laufgeschwindigkeit mit einer Schwungmasse 9 starr verbundene Schwungbahnwelle 10 gedrückt.
Die Anlage des Films an den Magnet köpfen wird durch die beiden drehbar gelagerten An druckhebel 13 und 14 sichergestellt. Über zwei Um- lenk-rollen 29 und 30 wird der Film einer nicht darge stellten, im Projektor angeordneten Zahntrommel zu geführt, die ihrerseits den Film in Pfeilrichtung 12 durch das Laufwerk zieht, wobei der Film die Ton welle 10 schleppt, die ihrerseits nach Erreichen der Nenndrehzahl durch die in der Schwungmasse 9 ge speicherte Energie Geschwindigkeitsschwankungen des Films ausgleicht. Bei Stillstand des Gerätes sind die Andruckhebel 13 und 14 und die Gummiandruckrolle 7 durch entsprechende Steuerglieder im Projektor abge schwenkt.
Um die Ausgleichskraft der Schwungmasse durch starke Reibungskräfte nicht unnötig zu beanspruchen und wechselnd auftretende Bremswirkungen der unter schiedlichen Reibverhältnisse des Films und dadurch auftretende Rauhigkeiten bei der Tonwiedergabe weitest gehend herabzusetzen, ist die Filmführung wie folgt ausgeführt: Fig. 2 zeigt die im Schnitt A-B aus Fig. 1 darge stellte, aus zwei Teilen 3 und 4 bestehende Führung in geschlossenem Zustand.
Die seitliche Führung erfolgt durch die beiden fest angeordneten Seitenflächen 15 und 16, wobei die der Magnetspur 19 nicht benachbarte Seite mit zwei Schrägen 17 und 18 als V-Kanal aus geführt ist. Die Breite a der seitlichen Führungskanten ist so ausgeführt, dass sie mindestens um 0,05 mm und nicht über 0,1 mm über der grösstauftretenden Breite des Films beträgt. Das dadurch auftretende seitliche Spiel ist so gering, dass die Spurlage ausreichend ein gehalten wird. Seitliche Schwankungen treten nicht auf, da der Film durch seine Spannungen sich stets gleich mässig gegen eine der beiden Kanten 15 oder 16 anlegt.
Das Mass b für die Kante 16 ist breit genug bemessen, dass Filmdickenschwankungen, grössere Dicken durch Auftragen einer Ausgleichsspur sowie Klebestellen un gehindert passieren können. Wiederum durch Eigen spannungen im Film wird dieser mit seiner Kante sich je nachdem an eine der beiden Schrägen 17 oder 18 anlegen. Das Spiel des Films in Pfeilrichtung Z auf der V-förmigen Kanalseite wird so gering gehalten, dass ein satter Kontakt der Tonspur 19 am Magnet kopfbügel 20 gewährleistet bleibt.
Damit wird der we sentliche Vorteil erreicht, dass der Film mit der ver hältnismässig geringen Kraft gegen eine der seitlichen Führungsflächen 15 und 16 und in dem V-Kanal nur mit den Kanten des Films anliegt. Damit bleiben die umdefinierten Reibungskräfte der Filmanlage an den Führungsflächen im Verhältnis zu der definierten Rei bungskraft an den Magnetkopfbügeln 20, erzeugt durch die mit definiertem Andruck auf den Film in Höhe der Tonspur 19 wirkenden Andruckhebel 13 und 14 so gering, dass sie, mit der gewollten Reibungskraft über lagert, nicht mehr ins Gewicht fallen.
Zum manuellen Einlegen bzw. Herausnehmen des Films ist das Führungsteil 4 in Richtung X abschwenk- bar und zum Reinigen des Filmkanals und der Magnet köpfe in Richtung V herausnehmbar angeordnet. Eine geöffnete Stellung ist in Fig. 3 abgebildet, in der der Film in abgeschwenkter Stellung des klappenartig aus gebildeten Teils 4 herausgenommen werden kann. Die Führung ist so aufgeteilt, dass in dem festen Teil 3 die Schräge 18 und die seitliche Führung 16 angeordnet sind.
In dem beweglichen Teil 4 der Führung ist die Schräge 17 angeordnet, die in einer Rundung 24 aus läuft und damit gewährleistet, dass der Film nach dem Einlegen beim Schliessen der Klappe nicht einklemmt und bei nicht richtiger Lage des Films nach Anlauf des Gerätes in den Kanal hineinrutschen kann. Für das als Klappe ausgebildete Teil 4 ist als Lagerstelle der Bolzen 23 festgelegt, gegen den die Klappe durch die Feder 26 gedrückt wird. Dieser Stift dient einmal als Drehachse, zum anderen zum Einrasten und Fixieren beim Einsetzen der Klappe.
Für das Abschwenken und Herausnehmen der Klappe ist in dem Teil 4 die Grifffläche 27 eingear= beitet.
Gemäss Fig. 4 und 5 ist es auch möglich, die beweg liche Führungsklappe 34 für den Film bogenförmig auszubuchten. Ferner ist bei diesem Ausführungsbei- spiel die Fläche 16 bis unter die ebenfalls abgerundete Kante 34a verlängert. Der die Fläche 16 bildende Vor sprung im Führungsteil 33, das im übrigen ganz ähnlich wie das Teil 3 ausgebildet ist, greift dadurch mäander- förmig mit dem benachbarten Teil der Klappe 34 ineinander.
Bei Fig. 5 ist angenommen, dass eine Klebe stelle, bei der ein grosser abnormaler seitlicher Versatz der Filmenden auftritt, durch das Tonteil geführt wird. In diesem Fall kann der Film tonnenförmig im Bereich des Filmkanals ausweichen. Dabei ist das Mass für den Kopfbügeldurchtritt c etwas kleiner als die Höhe h der Schräge 18.
Dadurch wird das sofortige Ab heben des Films von den Magnetköpfen bei Geräte stillsetzung noch begünstigt. Um den Film von Hand einlegen und herausnehmen zu können, ist der beweg liche Teil 34 des Filmkanals um den Stift 23 entgegen der Kraft der Blattfeder 26 ebenfalls abschwenkbar.