Vorrichtung zum Befeuchten der Druckplatte einer Druckmaschine Beim Offsetdrucken muss ein Feuchtmittel auf die Oberfläche der Druckplatte bzw. des Druckplattenzy- linders aufgebracht werden, um das Haften von Druck farbe auf den nicht druckenden Teilen der Platte zu verhindern.
Verschiedene Feuchtwerke sind bereits vorgeschla gen, und die Erfindung befasst sich insbesondere mit einer Verbesserung des in der US Patentschrift 3 168 037 beschriebenen Feuchtwerks, bei dem das Feuchtmittel, unmittelbar bevor es auf den Druckplat ten- oder Formzylinder übertragen wird, auf die mit Druckfarbe überzogene Oberfläche einer Auftragswalze aufgebracht wird.
Wie in dieser Patentschrift im einzelnen beschrie ben ist, wird das Feuchtmittel dem Formzylinder genau zugemessen über eine nachgiebige Zumesswalze und eine besonders behandelte chromplattierte hydrophile Walze zugeführt.
Bei der Verwendung eines derartigen Feuchtwerks haben sich gewisse Probleme ergeben, mit deren Lösung sich die vorliegende Erfindung befasst.
Eines der bei Verwendung eines solchen Feucht werks auftretenden Probleme besteht darin, dass insbe sondere bei Maschinen grosser Breite durch Durchbie gen der Walzen der Anpressdruck an den sich berüh renden Enden der übertragungs- und der Zumesswalze grösser ist, so dass zuviel Feuchtmittel nahe der Längs mitte dieser Walzen vorhanden ist und das Feuchtmittel ungleich auf dem Formzylinder verteilt wird.
Ferner wird durch die schwingende Anordnung der Farbwalzen des Farbwerks die wirksame Breite des Farbwerks vergrössert, so dass mehr Feuchtmittel von den Enden des Druckplattenzylinders aufgenommen wird, so dass der Druck an den Enden der sich berüh renden Zumesswalze und der Übertragungswalze ge genüber dem mittleren Bereich dieser Walzen verrin gert werden muss, damit an den Enden dieser Walzen eine grössere Menge von Feuchtmittel übertragen wer den kann, um das auf Grund der grösseren wirksamen Länge der Farbwalzen an diesen Stellen von der Farb walze aufgenommene Feuchtmittel zu ergänzen.
Die Erfindung betrifft somit eine Vorrichtung zum Befeuchten der Druckplatte einer Druckmaschine, mit einer mit der Druckplatte in Eingriff befindlichen, nachgiebigen Farbauftragswalze und einer Feuchtmit- telübertragungswalze mit glatter, harter Oberfläche, die mit der glatten, nachgiebigen Oberfläche einer die zu geführte Feuchtmittelmenge bestimmenden Zumess- walze in Druckeingriff steht,
Einrichtungen zur Einstel lung des zwischen der Zumesswalze und der übertra- gungswalze und zwischen dieser und der Auftragswalze vorhandenen Anpressdrucks und Einrichtungen zur Regelung der relativen Umdrehungsgeschwindigkeit der sich mit verschiedenen Umfangsgeschwindigkeiten dre henden Auftrags- und Übertragungswalzen.
Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass eine wenigstens das eine Ende der Zumesswalze aufnehmende Halterung um die Längsachse der Übertragungswalze bewegbar ist, um die nachgiebige Oberfläche der Zumesswalze zur Rege lung des zwischen den Enden der sich berührenden Walzenflächen vorhandenen Anpressdrucks in eine relativ zur Übertragungswalze schraubenlinienförmig verwundene Stellung zu bringen.
Vorzugsweise sind die Enden der Zumesswalze in sich selbst ausrichtenden Lagern gelagert.
Einzelheiten ergeben sich aus der folgenden Be schreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung mit Varianten anhand der Zeichnung.
In den Zeichnungen ist: Fig.1 eine perspektivische Vorderansicht des Feuchtwerks; Fig.2 eine schematische Ansicht der Anordnung der Zumesswalze, der Übertragungswalze und der Auf tragswalze des Feuchtwerks relativ zum Druckplatten zylinder und zu der vibrierenden Farbwalze; Fig. 3 eine schematische Ansicht, aus der sich er kennen lässt, warum ein Schiefstellen der Zumesswalze relativ zur Übertragungswalze wünschenswert ist;
Fig. 4 eine schematische Ansicht der seitlichen und spiralförmigen Anordnung der Zumesswalze relativ zur Übertragungswalze zur Einstellung des Anpressdrucks in. Längsrichtung dieser Walze; Fig. 5 ein Längsschnitt der übertragungswalze und der Zumesswalze gemäss der Linie 5-5 der Fig. 4, der das gegenseitige Verhältnis dieser in. Eingriff stehenden Walzen nach der Schiefstellung zeigt;
Fig. 6 ein Querschnitt gemäss der Linie 6-6 der Fig. 5; Fig. 7 eine Endansicht vom linken Ende der Fig. 1 gesehen; Fig. 8 eine in grösserem Massstab und teilweise im Schnitt gezeigte Ansicht der Schrägstellungsvorrichtung und des Einstellbolzens dieser Vorrichtung; Fig.9 ein von der in Fig.7 innenliegenden Seite gesehene Endansicht;
Fig.10 eine Seitenansicht einer abgewandelten Form des Lagergehäuses für die Zumess- und die Übertragungswalze; Fig.11 eine auseinandergezogene Darstellung der den Antriebsmotor und die Zumess- und übertra- gungswalzen verbindenden Teile, einschliesslich der an der Getriebewelle angeordneten Bremse; Fig.12 eine auseinandergezogene Darstellung der Bremse;
Fig.13 eine Ansicht einer alternativen Ausfüh rungsform des die Auftragswalze in und ausser Eingriff mit dem Druckplattenzylinder und der Farbwalze brin genden Arms; Fig.14 eine auseinandergezogene Darstellung der Freilaufvorrichtung, die zwischen Antrieb und Zumess- walze vorgesehen sein kann, um diese Walze gegen Beschädigung zu schützen, wenn der Feuchtmittelvor- rat erschöpft ist;
Fig.15 eine perspektivische auseinandergezogene Darstellung des Schaltarms und der Lagerung der Auf tragswalze; Fig. 16 eine Schnittansicht der zur Einstellung von zwischen dem Auftragswalzenlager und der Welle der Auftragswalze vorhandenem Axialspiel dienenden Vor richtungen; Fig. 17 ein Aufriss des zur Einstellung des Auf tragswalzenlagers dienenden Stifts; Fig. 18 eine Seitenansicht des in Fig. 17 gezeigten Stifts;
Fig. 19 eine Seitenansicht des zur Einstellung des Axialspiels der Auftragswalze dienenden Spiels; Fig.20 eine perspektivische Ansicht des Lagerge häuses für die übertragungs- und die Zumesswalze; und Fig.21 eine teils im Schnitt und teils im Aufriss gezeigte Ansicht der zur Einstellung der Exzentrizität der Übertragungswalze dienenden Vorrichtung.
In den Zeichnungen sind stets gleiche Bezugszahlen für dieselben Teile verwendet.
Das die im folgenden beschriebene Befeuchtungs- vorrichtung aufnehmende Gestell besteht aus auf Kon solen 2 abgestützten Stirnplatten 1. Die Konsolen 2 sind am Rahmen der Presse so befestigt, dass die Auf tragswalze in Eingriff mit dem Druckplattenzylinder gebracht werden kann.
Die Stirnplatten 1 werden von Verbindungsstangen 3, 4 und 9 zusammengehalten.
Die Verbindungsstange 3 ist ein U-Profil, in das ein Rohr 3a für elektrische und andere Leitungen einge legt werden kann. Das Gefäss 5 für das Feuchtmittel ist mit seiner Innenkante an der Verbindungsstange 4 mittels auf Abstand stehender Halterungen 6 und 7 aufgehängt, welch letztere durch einen Bolzen 8 miteinander ver bunden sind. Das Gefäss 5 kann höhenmässig dadurch eingestellt werden, dass man die Halterung 6 nach oben verstellt und durch Anziehen einer Schraube 6a festlegt.
Die vordere Kante des Gefässes 5 ist von einer Anzahl von in Längsrichtung in Abstand angeordneten Einstellschrauben 10 abgestützt, die an einer Quer stange 9 sitzen. Das Gefäss 5 kann also nach dem Ein bau des Feuchtwerks in seine Betriebsstellung einge stellt werden.
Die Auftragswalze 11, die übertragungswalze 14 und die Zumesswalze 15 sind zwischen den Stirnplat ten 1 drehbar gelagert.
Die Auftragswalze 11 besteht aus einem rohrförmi- gen Kern 12 aus Metall, an dessen Enden sich nach aussen erstreckende Lagerzapfen 48 angeordnet sind, die in die weiter unten beschriebenen Lager für diese Walze eingeführt werden. Ein aus an seiner Aussen seite glattem und vorzugsweise nicht absorbierendem nachgiebigen Material bestehender Überzug 13 umgibt den rohrförmigen metallischen Kern 12.
Die übertragungswalze 14 besteht aus Metall und ist vorzugsweise mit einer harten, fein bearbeiteten und polierten Chromoberfläche versehen, die in bekannter Weise so behandelt ist, dass sie hydrophil ist, wobei hier unter hydrophil verstanden wird, dass die Ober fläche Feuchtmittel annimmt und beim Vorhandensein von Feuchtmittel Druckfarbe abstösst.
Die übertragungswalze 14 ist mit Einsätzen 14a und14b versehen, deren Enden in die für diese Walze vorgesehenen Lager einfassende Lagerzapfen bilden. An einem dieser Zapfen ist ein angetriebenes Zahnrad 85 angeordnet.
Die Zumesswalze 15 hat einen starren rohrförmi- gen Kern 16 aus Metall, der von einem glatten nach giebigen Überzug 17 aus Gummi oder dgl. umgeben ist, das vorzugsweise nicht absorbierend ist.
In den Enden des rohrförmigen Kerns 16 einge setzte Einsätze 15a und 15b sind an ihren Enden mit in die Lager der Zumesswalze 15 einfassenden Lager zapfen versehen.
Wie in Fig. 2 gezeigt, dreht sich die übertragungs- walzc 14 in dem Vorratsgefäss 5 in Berührung mit der Oberfläche der Zumesswalze 15 und der nachgiebigen Oberfläche der Auftragswalze 11. Die Oberflächen der Zumesswalze 15 und der Auftragswalze 11 werden so aneinandergedrückt, dass zwischen ihnen ein Film von Feuchtmittel vorhanden ist, der, auf dem auf der Auf tragswalze 11 befindlichen Duckfarbenfilm aufliegend, auf die Oberfläche des Druckplattenzylinders A über tragen wird.
Die Druckfarbe wird auf die Oberfläche der Auf tragswalze 11 mittels einer in ihrer Längsrichtung be weglichen Farbwalze B aufgebracht.
Eine im folgenden im einzelnen beschriebene Wal zenhalterung 18 ist bei 19 (Fig. 9) schwenkbar in den Stirnplatten des Feuchtwerks gelagert. Pneumatisch betätigbare Zylinder 20 sind schwenkbar zwischen den sich von den Stirnplatten 1 nach oben erstreckenden Ansätzen 21 mittels sich durch an den Enden der Zylinder 20 angeordnete Vorsprünge 22 hindurcher- streckenden Gelenkbolzen 21 gelagert (Fig. 1 und 7).
Die Enden der Kolbenstangen 23 der Zylinder 20 sind schwenkbar an einer sich zwischen den Halterun gen 18 erstreckenden Verbindungsstange 24 bei 25 ge lagert.
Anschläge 26, die die Verbindungsstange 24 umge ben, sind an den Halterungen 18 mittels Bolzen 27 befestigt.
Die Lager 28 für die Auftragswalze sind exzen trisch in einem Lagergehäuse 29 (Fig. 15) gelagert, wie dies später noch näher beschrieben wird.
Der kreisförmige Ansatz 30 des Gehäuses 29 fasst in die halbkreisförmige Ausnehmung 31 der Halterung 18 ein und wird in dieser durch eine mittels der Schrauben 33 befestigte Klammer 32 gehalten (Fig. 9 und 15).
Am Boden der Ausnehmung 31 ist in einer Boh rung 35 ein Einstellstift 34 angeordnet, der an gegen überliegenden Seiten mit Diagonalschlitzen 36 verse hen ist, deren Angriffsflächen mit 37 bezeichnet sind.
Eine in der Wandung der Halterung 18 vorgese hene Querbohrung 38 schneidet die Bohrung 35.
Die Querbohrung 38 ist mit einer Ausbohrung 39 versehen, die eine Auflageschulter für eine Verzöge rungsfeder 40 bildet.
Ein mit einem flachen Kopf 42 versehener Einstell stift 41 erstreckt ich durch die Feder 40 hindurch und ist an seinem mit einem Schlitz 43 versehenen Ende mit einer diagonal verlaufenden Angriffsfläche 44 ver sehen. Der Kopf 42 liegt an dem Ansatz 47 einer Ein stellschraube 45 an, die in eine sich an die Ausbohrung 39 anschliessende Gewindebohrung 46 eingeschraubt ist.
Beim Drehen der Einstellschraube 45 nach innen kommen die Flächen 37 und 44 miteinander in Ein griff, bewegen dabei den Stift 34 nach oben (Fig. 16) und drücken dadurch das Lagergehäuse 29 gegen die im Lager 28 gelagerte Auftragswalze. Hierdurch wird zwischen den Lagerzapfen 48 der Auftragswalze und deren Lagern vorhandenes Endspiel beseitigt. Diese Einstellung kann nach dem Einbau des Feuchtwerks oder dann, wenn sich Endspiel einstellen sollte, schnell vorgenommen werden. Es ist von Wichtigkeit, dass sich die Auftragswalze im Betrieb nicht seitlich bewe gen kann.
Die Auftragswalze 11 kann durch Betätigen der Zylinder 20 in und ausser Eingriff mit der übertra- gungswalze gebracht werden, wobei sich die Halterung 18 um ihren Schwenkpunkt 19 bewegt und die Auf tragswalze gleichzeitig mit der Übertragungswalze und dem Druckplattenzylinder in und ausser Eingriff bringt. Die Bewegung der Auftragswalze 11 in Eingriff mit dem Plattenzylinder und der Übertragungswalze ist durch eine einstellbare Anschlagschraube 49 begrenzt (Fig. 7), während die grösstmögliche Bewegung dieser Walze vom Zylinder und der Übertragungswalze weg durch die einstellbare Anschlagschraube 50 begrenzt ist.
Die Schrauben 49 und 50 sitzen an den Stirnplat ten 1. Die Anschläge 26 kommen dabei mit den Anschlagschrauben 49 und 50 zur Begrenzung der Be wegung der Auftragswalze 11 in Berührung.
Da das Lager 28 in bezug auf das Lagergehäuse 29 nicht zentrisch angeordnet ist (siehe Fig. 15), kann die axiale Stellung der Auftragswalze 11 in bezug auf die Farbwalze 8 durch Lösen der Klammer 32 und durch Drehen des Gehäuses 29 und durch anschliessendes Wiederfestziehen der Klammer 32 richtig eingestellt werden. Zur Aufnahme der Lager für die Zumesswalze 15 und die Übertragungswalze 14 dient ein gemeinsames Gehäuse 51 (Fig.20 und 21), das ein gemeinsames Einstellen dieser Walzen ermöglicht.
In diesem Gehäuse 51 ist ein Lagerblock 52 für ein sich selbst ausrichtendes Walzlager 53 verschieblich angeordnet. Unter Selbstausrichtung ist hier zu verste hen, dass das Lager 53 im Lagerblock nach Art eines Kugelgelenks in Querrichtung drehbar gelagert ist, so dass das Lager sich axial zur Walze 15 ausrichten kann, wenn diese in der zuvor beschriebenen Weise verstellt wird.
Eine Einstellschraube 52a erstreckt sich durch eine Gewindebohrung in der oberen Wand des Gehäuses 51. Das innere Ende dieser Schraube liegt an dem an seiner anderen Seite durch Federn 54a (Fig. 9) abge stützten Lagerblock 52 an, so dass der Anpressdruck zwischen den Oberflächen der Zumesswalze 15 und der Übertragungswalze 14 mittels dieser Schraube ein gestellt werden kann.
Das den Lagerzapfen 14a der Übertragungswalze aufnehmende Wälzlager 55 ist in einer Ausnehmung 51a am anderen Ende des Gehäu ses 51 angeordnet und wird durch eine am Gehäuse mittels Schraube 54b und Passstiften 54c befestigtes Passstück 54 in seiner Stellung gehalten.
In dem Lagergehäuse 51 ist ein Exzenter 58 dreh bar angeordnet, der mit einem sich durch eine Bohrung 56a der Stirnplatte 1 erstreckenden Einstellbolzen 56 versehen ist.
Nach dem Lösen der Mutter 57 kann durch Dre hen des Bolzens 56 das Lagergehäuse 51 zum Einstel len des Oberflächendrucks zwischen übertragungs- walze 14 und Auftragswalze 11 um das Lager 53 ver- schwenkt werden. Nach dem Einstellen wird die Mut ter 57 wieder angezogen.
Das Lagergehäuse 51 kann um den Mittelpunkt 70 des Exzenters 58 verschwenkt werden und dann mittels eines durch einen Schlitz 61 der Stirnplatte 1 hin durchgesteckten, mit einer Unterlegscheibe 61a verse- henen Bolzens 60 an der Stirnplatte 1 festgelegt wer den (Fig.7). Auf diese Weise kann das Gehäuse 51 mit den Walzen 14 und 15 in eine schräggestellte Lage gebracht werden, wie dies später noch näher erklärt werden wird.
In der Stirnplatte 1 ist ferner ein bogenförmiger Schlitz 63 vorgesehen, durch den sich ein am oberen Ende des Lagergehäuses befestigter Stift 65 erstreckt, der mit einem Handgriff 64 versehen ist.
An der Stirnplatte 1 ist ferner mittels eines Zapfens 66a ein Ansatz 66 angeordnet, der mit einer Bohrung 66 versehen ist, in der ein mit Gewinde versehener Feststellbolzen 67 gleitend geführt ist, der mit einer am Ansatz 66 anliegenden Klemmutter 68 versehen sein kann. Der Bolzen 67 ist auf einem Vorsprung 69 abge stützt, mit dem der Handgriff 64 verbunden ist (Fig. 8).
Zur Schrägstellung (d. h. zur Einstellung der schraubenlinienförmigen Verwindung) zwischen der Übertragungswalze 14 und der Oberfläche der Zumess- walze 15 wird der Bolzen 60 gelöst, damit der Stift 65 entlang des bogenförmigen Schlitzes 63 mittels des Handgriffs 64 bewegt werden kann.
Das gegenüberlie gende Ende der Walze 15 ist in einem sich selbst aus richtenden Lager der im vorstehenden beschriebenen Art befestigt, so dass das in dem mit dem Handgriff 64 versehenen Gehäuse 51 angeordnete Ende dieser Walze sich seitlich auf einer bogenförmigen Bahn rela- tiv zur Achse der Walze 14 bewegt und dadurch die nachgiebige Oberfläche der Walze 15 um die Achse der Walze schraubenlinienförmig verwindet. Hierdurch wird der Druck in der Längsmitte der sich berühren den Walzen 14 und 15 erhöht und der Druck an den Enden dieser Walzen verringert.
Dies ist in den Fig. 4, 5 und 6 gezeigt, in denen die mittlere Stelle mit erhöh tem Druck mit 98 und die Endstellungen mit 99 be zeichnet sind. Diese Einstellung gestattet, dass zwi schen den Endberührungsflächen der Walzen 14 und 15 ein dickerer und in der Mitte der Walzen ein dün nerer Flüssigkeitsfilm hindurchgeht. Die Dicke dieses Films vergrössert sich allmählich von der Mitte aus nach den Enden.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, hat die ser Feuchtmittelfilm die Kontur eines von der Mitte nach den Enden verlaufenden Bogens, dessen Form sich ändern lässt. Die Einstellung wird so lange vorge nommen, bis die gewünschte Verteilung des auf den Druckplattenzylinder zu übertragenden Feuchtmittels erreicht wird, die der zur Kompensierung der auf Grund der oszillierenden Bewegung der Farbwalze B an den Enden der übertragungswalze erforderlichen grösseren Menge von Feuchtmittel entspricht.
Bei dieser Einstellung wird das Lagergehäuse 51 um das es abstütztende Exzenter 58 gedreht. Nach Erreichen der gewünschten Einstellung wird der Bol zen 60 angezogen, um das Gehäuse in seiner ge wünschten Stellung festzulegen. Ferner wird dann die Klemmutter 68 in feste Anlage am Ansatz 66 angezo gen.
An dem zur Befestigung des Handgriffs 64 dienen den Vorsprung 69 ist ein Zeiger 127 vorgesehen, der den Grad der Verstellung auf einer Skala 126 anzeigt und die Einstellung für verschiedene Arten von Druck vorgängen erleichtert.
Der mit veränderlicher Geschwindigkeit antreib- bare Motor 71 (Fig.21) dreht über ein Getriebe 72 eine Antriebswelle 75, an der eine Reibungsbremse 73 (Fig. 11 und 12) angreift. Diese Bremse 73 weist eine Bremstrommel 74, einen Bremsbelag 76 und ein diesen umgebendes Bremsband 77 auf. Das Bremsband 77 wird durch eine aus einem Bolzen, einer Mutter und einer Feder bestehende Befestigungsvorrichtung 78 an einer an der Abstützung des Motors vorgesehenen Hal terung 78a befestigt.
Durch in einem an der Stirnplatte 1 mittels Schrau ben 80a befestigten Lagergehäuse 80 angeordnetes Lager 79 erstreckt sich eine Welle 81, die über eine Kupplung 82 mit der Welle 75 gekuppelt ist.
Ein mittels Schrauben 81b an dem Flansch 81a der Welle 81 befestigtes Antriebsrad 83 steht mit dem am Ende der Welle der Zumesswalze 15 befestigten Zahn rad 84 in Eingriff, das seinerseits mit dem am Ende der Welle der übertragungswalze 14 angeordneten Zahnrad 85 kämmt.
Die Bremse 73 kann so eingestellt werden, dass sie den Motor 71 zur besseren Regelung der Motordreh zahl und dadurch auch der Drehzahl der Walzen bela stet und dabei verhindert, dass der Motor von der Druckpresse über die Walzen angetrieben werden kann.
Die Auftragswalze 11 wird durch Berührung mit dem Druckplattenzylinder A und mit der Farbwalze B angetrieben. Die Drehgeschwindigkeit der übertra- gungswalze 14 kann durch Änderung der Drehge schwindigkeit des Motors 71 geändert werden, damit diese Walze 14 sich mit einer von der Umfangsge- schwindigkeit der Auftragswalze unterschiedlichen Ge schwindigkeit dreht.
Ein derartiger Schlupf zwischen der Übertragungswalze 14 und der Auftragswalze 11 ist deshalb statthaft, weil tatsächlich zwischen dem Farbüberzug der Walze 11 und der Walze 14 eine hydraulische Trennung vorhanden ist, die zur Schmie rung dient. Durch diesen Schlupf wird auch der Feuchtmittelfilm geglättet. Es wurde bereits darauf hin gewiesen, dass die Walzen 11 und 14 relativ zueinan der einstellbar sind.
In der alternativen Ausführungsform nach Fg. 14 ist das Zahnrad 86 am Flansch 87 des Wellenstumpfs 88 der Walze 15 befestigt. Das Rad 86 ist im Durch messer grösser als das an der übertragungswalze 14 befestigte Zahnrad, mit dem es in Eingriff steht. Hier durch wird eine Untersetzung erzielt, und die Walze 15 dreht sich zur Erzielung des weiter unten beschriebe nen Zwecks langsamer als die Walze 14.
Innerhalb des Zahnrads 86 ist ein an einem in die sem Zahnrad vorgesehenen Flansch 86a anliegender Kupplungsring 89 vorgesehen, der am Flansch 87 mit tels einer Platte 90 befestigt ist, die durch sich durch die Löcher 92 und 93 der Platte 90 und des Ringes 89 erstreckende Schrauben 91 gehalten wird, die in Ge windebohrungen 94 des Flansches 87 eingeschraubt sind.
Durch Federn 96 abgestützte Freilaufrollen 95 können frei an den am Umfang des Rings 89 angeord neten geneigten Flächen 97 abrollen. Auf Grund des grösseren Durchmessers des mit dem kleineren Rad 85 der übertragungswalze in Eingriff stehenden Rads 86 wird sich die Zumesswalze 15 langsamer als die über tragungswalze 14 drehen. Dies ist deshalb erwünscht, weil so ein Spritzen des dem Gefäss 5 entnommenen Feuchtmittels verhindert wird.
Da sich ein kontinuier licher Film von Feuchtmittel zwischen den Berüh rungsflächen der Zumesswalze 15 und der übertra- gungswalze 14 befindet, dient das Feuchtmittel auch als Schmiermittel, das ohne Beschädigung der Walzen einen Schlupf zwischen diesen gestattet. Normalerweise werden, solange ein Feuchtmittelfilm zwischen den Oberflächen dieser Walzen vorhanden ist, die Freilauf rollen an den Flächen aufwärts rollen und dadurch das Rad 86 und den Kupplungsring 89 miteinander verbin den, so dass die Walze 15 sich zusammen mit dem Rad 86 dreht.
Wenn aber der Flüssigkeitsvorrat im Gefäss 5 erschöpft ist, so dass kein schmierender Flüs sigkeitsfilm zwischen den Oberflächen der Walzen 14 und 15 vorhanden ist, wird die Reibungsberührung zwischen den Oberflächen der Walzen 14 und 15 dazu führen, dass die Walze 15 sich mit derselben Gschwin- digkeit wie die Walze 14 bewegt, so dass sich der Kupplungsring 89 schneller als das Rad 86 dreht, weil die Rollen 95 sich auf den Flächen 97 entgegen dem Druck der Federn 97 nach unten bewegen.
Auf diese Weise wird die Walze 15 dagegen geschützt, dass sie durch bei unterschiedlicher Geschwindigkeit auftre tende Gleitreibung beschädigt wird, wenn sich kein Feuchtmittel zwischen den Walzenflächen befindet.
Wenn wieder Feuchtmittel zugeführt wird, so dass wieder ein Schlupf zwischen den Walzen 14 und 15 zulässig ist, wird der Kupplungsring 89 wieder mit dem Rad 86 in Eingriff gelangen, so dass die Walze 15 sich langsamer als die Walze 14 drehen kann.
In Fig. 3 ist der sich aus der Schrägstellung der Zumesswalze gegenüber der Übertragungswalze erge bende Vorteil gezeigt. In dieser Figur ist die Gesamt- breite des Druckplattenzylinders mit 100 und die der Walze 11 entsprechende Auftragswalze mit 101 be zeichnet. An einer anderen Stelle des Zylinders liegt an diesem eine Farbwalze 102 an, die mit einer oszil lierenden Farbübertragungswalze 103 in Eingriff steht, der Druckfarbe von einer Verteilerwalze 104 zugeführt wird.
Aus dieser schematischen Ansicht ergibt sich, dass die oszillierende Walze sich über die Enden der Farbwalze 102 hinausbewegt und dabei eine übermäs- sig grosse, normalerweise dem Druckplattenzylinder wieder zugeführte Menge von Feuchtmittel von der Auftragswalze mit sich führt, absorbiert und dessen Verdampfung gestattet.
Dies führt zu einer Verringe rung der an den Kantenbereichen des Druckplattenzy- linders zugeführten Feuchtmittehnenge und zu einer grösseren Feuchtmittelkonzentration in der Mitte des Zylinders, so dass mehr Feuchtmittel in den Kantenbe reichen des Zylinders benötigt wird.
Die im vorstehenden beschriebene Schrägstellungs- anordnung kompensiert diese Verringerung der Feucht mittelzuführung zu den Kantenbereichen der Druck platte und ermöglicht eine genaue Einstellung und gleichmässige Verteilung von Feuchtmittel über die Druckplatten in. Form einer gleichförmigen Kurve, die den unterschiedlichen und sich ändernden Erfordernis sen an Feuchtmittel von der Mitte zu den Kanten der Druckplatte entspricht.
Bei der in Fig. 10 gezeigten abgewandelten Ausfüh rungsform einer Lagerung weist das Lagergehäuse 105 an einer Seite eine mit einem bogenförmigen Einstell schlitz 106 versehene Halterung 105a auf. Durch die sen Schlitz 106 greift eine am Schlitz durch eine Un- terlegscheibe 107a gehaltene Schraube 107, die in eine Gewindebohrung der Stirnplatte 1 eingeschraubt ist.
In dem Lagergehäuse 105 ist ein Lagerblock 108 verschiebbar gelagert, der sich an einem weiteren Lagerblock 109 mittels Federn 110 abstützt. Der Anla gedruck zwischen den Walzen 14 und 15 der Fig. 10 kann durch eine Einstellschraube 112 geändert werden, die die Walze 15 in Richtung auf die Walze 14 bewegt. Der Anlagedruck zwischen Auftragswalze 11 und Übertragungswalze 14 kann durch eine Einstellschraube 111 geregelt werden, mittels der das Gehäuse 105 um die Welle der Walze 15 verschwenkt wird, wobei sich der Schlitz 106 relativ zur Einstellschraube 107 be wegt. Nach dieser Einstellung wird die Schraube 107 zum Festlegen des Gehäuses 105 in seiner eingestellten Lage angezogen.
Die Feder 113 wirkt einem Auseinan- derbewegen der eingestellten Walzen 14 und 15 entge gen und verhindert ein Springen der Walzen.
Bei der in Fig. 13 gezeigten abgewandelten Ausfüh rungsform ist der Halterungsarm 114 für die Auftrags walze an jedem Ende der Vorrichtung schwenkbar an Teilen 115 des Gestells gelagert. Die Auftragswalze 11 ist in dem gezeigten Halterungsarm 114 mittels eines Lagers 114a gelagert, das auf einem Exzenter 114b angeordnet ist, mittels dem diese Walze relativ zur Farbwalze 116 eingestellt werden kann.
Die Anschlagschraube 117 für die Anlagestellung der Auftragswalze 11 am Zinder A und die Anschlag schraube 119 für die abgehobene Stellung sind in am Gestell vorgesehene Ansätze 118 und 120 einge schraubt.
Pneumatisch betätigbare Zylinder 121 sind am Gestell für das Feuchtwerk vorgesehen. Ihre Kolben stangen 122 sind bei 123 schwenkbar mit den Halte rungsarmen 114 verbunden. Das Wälzlager 114a ist am Arm 114 mittels eines Stützkörpers 124 und eines Lagergehäuses 125 abgestützt.
Der im vorstehenden beschriebene Bauteil lässt sich als Ganzes mit den in Fig.7 gezeigten, an den Stirnplatten angeordneten Halterungen 128 transportie ren, die mit Bohrungen 128a versehen sind, durch die zur leichteren Handhabung ein Haken oder ein Kabel hindurchgeführt werden kann.
Die pneumatischen Zylinder 20 und 121 und der Motor 71 können von einem Schaltkasten 129 (Fig. 1) ferngesteuert werden, der am Rahmen des Feuchtwerks oder an einer entfernt liegenden Stelle angeordnet ist.
Am Schaltkasten 129 ist ein Ein- und Ausschalter 130 für den Antriebsstrom, eine beim Einschalten auf leuchtende Kontrollampe 131 und eine Skalenscheibe 132 für ein die Geschwindigkeit des die Walzen 14 und 15 treibenden Motors 71 steuerndes Potentiometer angeordnet.
Ferner ist am Schaltkasten ein die Umdre hungsgeschwindigkeit der Zumesswalze und der über tragungswalze anzeigendes Gerät 133 und Knöpfe 134, <B>1.35</B> zum Ein- und Abschalten der zum In- und Aus- sereingriffbringen der Auftragswalze mit dem Druckplat- tenzylinder A dienenden Luftzylinder 20 oder 121 vor gesehen.
Wenn das Feuchtwerk in Betrieb genommen wer den soll, wird der Motor 71 eingeschaltet und dreht die übertragungswalze 14 und die Walze 15. Dadurch wird Flüssigkeit von der Übertragungswalze 14 aus dem Gefäss 5 angehoben und zu den sich berührenden Flächen der Walzen 14 und 15 gefördert. Nachdem diese Walzen genügend lange leer gelaufen sind, um diese ausgiebig anzufeuchten, kann der Einschaltknopf 134 gedrückt werden, um die Auftragswalze 11 in Ein griff mit dem Formzylinder A und der übertragungs- walze 14 zu bringen, wie dies in gestrichelten Linien in Fig. 7 gezeigt ist.
Die Auftragswalze 11 ist dabei stän dig mit der oszillierenden Farbwalze Bin Berührung. Auf den Druckfarbenfilm der Auftragswalze 11 wird dann ein Feuchtmittelfilm von der Oberfläche der hydrophilen Übertragungswalze 14 aufgebracht, wenn sich diese beiden Walzen in Eingriff miteinander dre hen. Der auf die mit Druckfarbe überzogene Walzenflä che übertragene Feuchtmittelfilm wird dann auf den Formzylinder zur Befeuchtung der nicht druckenden Flächen dieses Zylinders übertragen.
Die Betriebsstellung der Auftragswalze 11 und die Ausserbetriebsstellung dieser Walze sind bei der Aus führungsform nach Fig.7 und 9 durch die Einstell schrauben 49 und 50 und bei der Ausführungsform nach Fig. 13 durch die einstellbaren Anschlagschrau ben 117 und 119 vorgegeben.