Streifen-Vorschubeinrichtung für Lochstreifen-Schreiber Die Erfindung betrifft eine Streifen-Vorschubein- richtuntg für Lochstreifen-Schreiber.
Wie bekannt, spielt der genaue Vorschub des Strei fens bei den Lochstreifen-Schreibern eine grosse Rolle. Die bisher bekannten Einrichtungen führen das Vor schieben mit Hilfe eines durch Sperrwerk betätigten Ritzels so aus, dass die Vorschubstifte in die Transport löcher des Streifens eingreifen und diesen vorschieben. Da bei dem Lochstreifen-Schreiber zum Zeichen einer jeden Lochkombination, also auch zum Vorschieben des Streifens, ein entsprechender Impuls erforderlich ist, werden bei den bekannten Einrichtungen elektromagne tische oder Federkupplungen zwischen die Vorschub einrichtung und den Antrieb eingebaut. Diese Kupplun gen haben aber einen komplizierten Aufbau und sind wegen der gewünschten Lebensdauer überdimensioniert.
Die Trägheit der Einrichtungselemente ist wegen ihrer grossen Masse gross, wodurch die maximale Betriebs frequenz der Einrichtung bei 15-20 Zeichens liegt.
Das Ziel der Einrichtung ist die Beseitigung obigen Mangels und die Schaffung einer solchen Streifen-Vor- schubeinrichtung einfacher Bauart, die eine Leistung von 30 Zeichens ermöglicht. Die Einrichtung gemäss der Erfindung hat weiterhin die Vorschubgenauigkeit und die entsprechende Lebensdauer zu sichern.
Zum Erreichen des Obengesagten ist die Einrichtung gemäss der Erfindung, die ein Klinkensperrwerk be sitzt, zum Bewegen des Sperrwerkes mit einer Exzenter scheibe, mit einem die Bewegung des von der Exzen- terscheibe betätigten Klinkenhebels hemmenden, sich mit der Exzenterscheibe bewegenden Arretierhebel und mit einem idcn Arrotierhebel :steuernden Elektroma- gneten versehen.
Zum Zwecke der geringeren Reibung kann an der Exzenterscheibe eine den Arretierhebel stützende Rolle angebracht werden.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung löst also die Aufgaben mit recht einfachen Elementen und ermöglicht die Erhöhung der Betriebsgeschwindigkeit auf 30 Zei chens. Die Einrichtung wird anhand einer Zeichnung von einem Ausführungsbeispiel eingehend erläutert. In der Zeichnung wird die achsometrische Darstellung der Ein- richtung skizzenhaft abgebildet.
Auf einer sich gleichmässig drehenden Welle 1 ist eine Exzenterscheibe 2 verkeilt. Auf die Exzenterscheibe stützt sich durch eine Rolle 6 ein zweiarmiger, um einen Bolzen 4 kippender Hebel 5. Auf dem, dem mit der Rolle 6 versehenen Ende gegenüberliegenden Ende des zweiarmigen Hebels 5 ist eine Klinke 8 um eine Welle 7 kippbar gelagert, wobei die Klinke von einer Feder 9 in die Verzahnung eines Klinkenrades 10 gedrückt wird. Der zweiarmige Hebel 5 hat durch eine Feder 3 das Be streben, sich mit der Rolle 6 auf der Exzenterscheibe abzustützen. Das Klinkenrad 10 ist auf der Welle eines mit in die Perforation eines Lochstreifens 19 reichenden Stiftes 16 versehenen Ritzels 17 verkeilt.
Zur Siche- rung des Feststellrens vom Klinkenrad 10 ist ein Kranz rad 15 mit dem Klinkenrad 10 drehfest angebracht, in dessen Verzahnung von einer Feder 12 eine auf um eine Achse 11 kippbar gelagertem Hebel 13 angebrachte Rolle 14 gedrückt wird. Der Lochstreifen 19 wird von einer Platte 18 auf das Ritzel 17 gedrückt.
Als lösbare Verbindung zwischen der Vorschubein- richtung und dem Antrieb dient ein von einem Elektro magneten 29 gesteuerter um eine Achse 20 kippbarer Hebel 21, der durch eine Feder 22 gegen einen An schlag 23 gezogen wird. Am unteren Ende des zweiarmi gen Hebels 21 ist eine Nase 24 angebracht, die sich da durch über einem Klotz 25 des zweiarmigen Hebels 5 befindet. Der zweiarmige Hebel 5 liegt also mit dem Klotz 25 infolge der Federkraft der Feder 3 auf der Nase 24 auf. Der zweiarmige Hebel 28 ist an dem dem Elek tromagneten 29 entgegen liegenden Ende mit einem Weicheisen 28 versehen.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung funktioniert wie folgt: In der auf der Abbildung dargestellten Stel lung, wo die Feder 22 den zweiarmigen Hebel 21 gegen den Anschlag 23 zieht, erreicht die Rolle 6 mit dem Klotz 25 auf der Nase 24 abstützenden zweiarmigen Hebel 5 nicht die Exzenterscheibe 2, die sich wie be reits erwähnt, gleichförmig dreht. So führt der Hebel 5 selbstverständlich keine Kipp-Bewegung aus und er gibt keinen Streifenvorschub. Wenn eine auf Kreisbahn um laufende, auf der Exzenterscheibe angebrachte Rolle 26 die an dem zweiarmigen Hebel 21 ausgebildete Bahn 27 erreicht, kippt sie den zweiarmigen Hebel 21 aus der Stellung, d. h. sie drückt das Weicheisen 28 gegen die Kerne des Elektromagneten 29.
Falls im Sinne der Steu erung ein Vorschub des Streifens erforderlich ist, be kommt der Elektromagnet 29 Strom und hält gegen die Feder 22 den zweiarmigen Hebel 21 über das Weich eisen 28 angezogen, wobei die Nase 24 nicht mehr das Abstützen der Rolle 6 von dem zweiarmigen Hebel 5 auf der Exzenterscheibe verhindert. In diesem Falle kippt der zweiarmige Hebel 5 durch die Verdrehung der Exzenterscheibe 2 und er bewegt über die Klinke 9 das Klinkenrad 10 und damit selbstverständlich das Ritzel 17 um eine Teilung fort.
Im entsprechenden Augenblick lässt der Elektromagnet 29 das Weicheisen auf ein elek trisches Synchronsignal hin los und so hält der zwei armige Hebel 21 durch die Feder 22 über die Nase 24 die Rolle 6 des zweiarmigen Hebels 5 von der Exzenter scheibe 2 entfernt.
Bei einem weiteren Vorschubimpuls erhält der Elek tromagnet 29 erneut Strom und er hält den ausgelenkten zweiarmigen Hebel 21 mit Hilfe der Rolle 26, wodurch der weitere Streifentransport ermöglicht wird. Bekommt der Elektromagnet 29 keinen Strom, kippt der durch die Rolle 26 gekippte zweiarmige Hebel 21 mit der Nase 24 über den Klotz 25 des zweiarmigen Hebels 5 zurück, bevor die auf der Exzenterscheibe 2 gestützte Rolle 6 von der aushebenden Bahn abläuft. In diesem Falle erfolgt selbstverständlich kein Streifenvorschub. Das nächste Fortbewegen wird erst nach einer erneuten Erregung des Elektromagneten 29 ermöglicht.
Die Welle 1 der Vorschubeinrichtung steht in me chanischer Zwangsverbindung mit der Antriebswelle des Schreibers, die Synchronsignale werden von einem elek trischen Impulsgeber gegeben, der an der Welle 1 oder an einer mit der in Zwangsverbindung stehenden ande ren sich drehenden Welle angebracht ist.