Korona-Entladungseinheit für photoelektrostatische Reproduktionsgeräte Die Erfindung betrifft eine Korona-Entladungsein- heit für photoelektrostatische Reproduktionsgeräte, wie eine solche im Schweizer Patent No. 423 479 beschrie ben ist, die eine elektrisch leitende Grundplatte sowie ein Paar an entgegengesetzten Seiten der letzteren recht winklig befestigte Isolierplatten aufweist, zwischen denen Korona-Entladungsdrähte angeordnet sind, die im Ab stand voneinander und parallel zueinander in einer Ebene im Abstand von der Grundplatte verlaufen.
Die erfindungsgemässe Korona-Entladungseinheit ist dadurch gekennzeichnet, dass sie einen elektrisch leiten den Schirm mit zwei länglichen, elektrisch leitenden Seitenteilen und einer offenen, das Stabilisierungsgitter aufnehmenden Oberfläche aufweist, welcher Schirm mit seinen Endteilen an den Isolierplatten befestigt und sowohl von der Grundplatte als auch den Korona- Entladungsdrähten elektrisch isoliert ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der Korona Entladungseinheit bei auseinander gezogenen Teilen, Fig. 2 einen Querschnitt der elektrischen Klemme. Aus Fig. 1 geht hervor, dass die Korona-Entladungs- einheit eine rechteckige Grundplatte 10 aus einem elektrisch leitenden Material hat, beispielsweise aus Metall, an der an den entgegengesetzten Enden Halte rungen 11 und 12 für die Drähte mit Hilfe der Schrauben 13 und 14 befestigt sind. Die Klemmenblöcke 11, 12 sind aus einem elektrisch isolierenden Material hergestellt.
Der Block 11 trägt einen Kraftanschluss- klemmenblock 15 (Fig. 2).
Aus Fig. 2 geht hervor, dass dieser Block aus einer Aussenkapsel 16 aus Isoliermaterial besteht, die mit einem Schlitz 17 für die Aufnahme des Klemmenstrei- fens 18 (Fig. 1) ausgerüstet ist. Ein Graphitblock 19, der elektrisch an ein Leistungskabel 20 angeschlossen ist, liegt innerhalb der Kapsel 16 neben dem Schlitz 17, und zwar in einer solchen Lage, dass er auf der Oberfläche des Klemmenstreifens 18 aufliegt, und damit einen elektrischen Kontakt bildet.
Der Graphitblock 19 ist mit der Oberfläche des Klemmenstreifens 18 durch die Spannung der Haltefedern 21 innerhalb des Klemmen blockes 15 in festem Kontakt gehalten.
Gemäss Fig. 1 ist der Klemmenstreifen 18 an dem Klemmenblock 11 mittels Schrauben 22 befestigt und von einem isolierten Klemmenblockdeckel 23 überdeckt, welcher durch Schrauben 24 in der entsprechenden Lage festgehalten ist. Der Klemmenblockdeckel 23 hält den Klemmenblock 15 ebenfalls in der richtigen Lage fest. Das koaxiale Leistungskabel 20 ist an eine nicht darge stellte Hochspannungsgleichstromquelle angeschlossen. Die einen Enden von Korona-Entladungsdrähten 23 sind in Schlitzen 26 im Endblock 12 gehalten und darin durch Spannschrauben 27 festgehalten,.
Die anderen Enden der Korona-Entladungsdrähte 25 sind mit dem Klemmenstreifen 18 verbunden und durch Federn 28 unter Spannung gehalten.
Ein Stabilisierungsgittersatz 30 hat schräge, aus Blech gebildete Seitenwände 31 und einen offenen Oberteil, welcher ein Stabilisierungsgitter 32 trägt, das aus zwei Sätzen paralleler Metalldrähten besteht, welche unter einem Winkel zwischen etwa 90 und etwa 95 zueinander sowie unter Winkeln von mindestens angenä hert 45 in bezug auf die Längen der Korona- Entladungsdrähte 25 angebracht sind. Das Stabilisie rungsgitter 30 befindet sich in einer parallelen Ebene im Abstand zu der Ebene der Korona-Entladungsdrähte 25, die wiederum in einem bestimmten Abstand von der Grundplatte 10 angebracht sind.
Diese diagonale Anord nung der Drähte des Stabilisierungsgitters 32 ist insofern von Vorteil, als jede Möglichkeit ausgeschlossen ist, dass ein Rand eines Kopierblattes, welches versehentlich fallen gelassen werden sollte, wenn es über das Gitter hinweg bewegt wird, von dem Gitter aufgefangen wird oder dass es das Gitter durchdringt und mit den Korona-Entladungsdrähten 25 unterhalb des Gitters in Berührung kommt.
Der Stabilisierungsgittersatz 30 ist an den Isolier- blöcken 11, 12 mittels Schrauben 33 befestigt und von den Korona-Entladungsdrähten 25, von ihren elektri schen Anschlüssen und von der Grundplatte 10 elek trisch isoliert. Der Stabilisierungsgittersatz 30 ist über einen nicht gezeichneten Widerstand geerdet und sam melt eine elektrische Ladung aus der Korona-Entladung, welche von den Korona-Entladungsdrähten 25 während des Betriebes der Korona-Entladungseinheit ausgestrahlt wird. Die Grundplatte 10 ist direkt an Erde gelegt.
Beim Betrieb des Gerätes für die photoelektrostati sche Reproduktion von Bildern, in das die beschriebene Korona-Entladungseinheit eingebaut ist, wird ein pho toelektrostatisches Blatt mit seiner photoelektrostati schen Schicht nach abwärts gerichtet durch eine Va kuum- oder Saugtragplatte über die Korona-Entladungs- einheit geführt, wobei die Schicht aufgeladen und an- schliessend in einer optischen Bildebene mit dem opti schen Bild des Gegenstandes belichtet wird, das reprodu ziert werden soll.
Das Stabilisierungsgitter besteht, wie erwähnt, aus zwei Sätzen paralleler Drähte, die in einem Winkel zueinander angeordnet sind. Die erwähnte Winkellage bietet zwei Vorteile. Der erste dieser Vorteile liegt in der Erhöhung der Gleichmässigkeit der elektrostatischen Ladung, welche auf die Oberfläche eines photoelektro statischen Blattes aufgebracht wird, das mit Hilfe der Vakuum- oder Saugtragplatte über die Korona-Entla- dungsanlage hinweggeführt wird.
Diese Gleichmässigkeit entsteht daraus, dass bei winkelförmig angeordneten Drähten kein einzelner Draht einen kontinuierlichen Schatten auf das photoelektrostatische Blatt werfen kann, wenn es sich über die Korona-Entladungsanlage bewegt. Der zweite dieser Vorteile ergibt sich daraus, dass durch die Winkellage des Stabilisierungsgitters verhindert wird, dass ein Blatt, welches zufällig von der Vakuum- oder Saugtragplatte durch eine Störung des Gerätes fallengelassen wird, mit den Hochspannung führenden Drähten der Korona-Entladungsanlage in Berührung kommt, welche infolge ihrer kleinen Durch messer zerbrechlich sind.
In dieser Weise wird durch die Winkellage der Drähte des Stabilisierungsgitters die Feuergefahr durch gefährliche elektrische Kurzschlüsse und die Gefahr einer möglichen Beschädigung des Korona-Entladungsgitters beseitigt.
Die Anordnung der Korona-Entladungseinheit ist im genannten Reproduktionsgerät im Arbeitsweg der Va kuum- oder Saugtragplatte angeordnet, und zwar zwi schen dem Vorratsbehälter und der optischen Bildebene, wobei ihr Stabilisierungsgitter auf der Oberseite liegt, so dass die Korona-Entladung des Gerätes nach oben gerichtet ist.
Diese Korona-Entladungsanlage wird von der elektrischen Anlage des Gerätes gespeist, wenn der Führungsrand der Vakuum- oder Saugdruckplatte, wel che ein photoelektrostatisches Blatt auf ihrem Wege von oberhalb des Behälters für die Blätter bis zu der optischen Ebene des Gerätes trägt, einen Punkt oberhalb der Vorderkante der Korona-Entladungsanlage er reicht.
Wenn ein photoelektrostatisches Blatt von der Saug tragplatte, wobei die photoelektrostatische Schicht des Blattes nach unten gerichtet ist, aus dem Behälter in die optische Bildebene getragen wird, wandert dieses Blatt oberhalb der Korona-Entladungsanlage durch, wobei die Flächen seiner photoelektrostatischen Schicht auf der der Saugtragplatte entgegengesetzten Seite eine elektro statische Ladung aufnehmen. Die Saugtragplatte wird oberhalb der Korona-Entladungsanlage in einer Ebene getragen, welche zu der Ebene ihrer Korona-Ausstrah- lungsdrähte parallel liegt.
Die Korona-Entladung wird eingeschaltet, wenn sich der vordere Rand des photo elektrostatischen Blattes dem rückwärtigen Rand der Korona-Entladungsanlage nähert, und die Korona-Ent- ladungsanlage wird abgeschaltet, wenn der rückwärtige Rand des Blattes einen Punkt oberhalb des vorderen Randes der Korona-Entladungsanlage erreicht. Die Ein schaltung und die Ausschaltung der Korona-Entladungs- anlage werden automatisch von der elektrischen Anlage des Gerätes gesteuert, überwacht und zeitlich geregelt.
Bei der Ausführungsform des Gerätes, welches für die Verwendung von elektrostatischen Kopierblättern bestimmt ist, sind Grenzflächen einer begrenzten Leitfä higkeit vorhanden, wobei die Breite des Elektronenaus- strahlungsbereiches der Korona-Entladungsanlage quer zu der Richtung des Arbeitsweges des photoelektrostati schen Blattes ist wünschenswerterweise aber nicht not wendigerweise genauso gross wie die Breite des elektro statischen Bildes, das reproduziert werden soll,
und zwar durch entsprechende Wahl der Länge der Korona- Entladungsanlage. Dieser Elektronenausstrahlungsbe- reich ist die offene Fläche auf dem Schirm des Gerätes, welches das Stabilisierungsgitter trägt. In ähnlicher Wei se ist die Fläche des photoelektrostatischen Blattes in der Richtung des Arbeitsweges der Saugtragplatte, die der Elektronenausstrahlung ausgesetzt wird, wünschenswer- terweise aber nicht notwendigerweise auf die Länge des zu reproduzierenden elektrostatischen Bildes beschränkt.
Dies wird durch Synchronisierung der Zeitperiode, wäh rend welcher die Korona-Entladungsanlage Elektronen ausstrahlt, mit der Vorwärtsbewegung des photoelektro statischen Blattes erreicht. In dieser Weise wird die Korona-Entladungsanlage in dem Augenblick an Hoch spannung gelegt, in welchem der vordere Rand der Bildfläche des photoelektrostatischen Blattes den rück wärtigen Rand des Elektronenausstrahlungsbereiches erreicht, und die Korona-Entladungsanalge wird in dem Augenblick abgeschaltet, in welchem die hintere Kante der Bildfläche den hinteren Rand des Elektronenaus- strahlungsbereiches erreicht.
Auf diese Weise erhält nur die Fläche des photoelektrostatischen Blattes, das ein latentes elektrostatisches Bild aufnehmen soll, eine volle elektrostatische Ladung, während die Ränder des Blattes verhältnismässig ungeladen bleiben. Dadurch wird die elektrostatische Restladung auf einen Mindestwert her abgesetzt, der in den Grenzflächen in dem Zeitpunkt zurückbleibt, wenn das elektrostatische Bild getönt oder gefärbt wird. Hierdurch wird das Bestreben des restli chen Pigmentfarbstoffes, an den Randflächen hängen zu bleiben, auf ein Mindestmass herabgesetzt, da durch dieses Hängenbleiben die Randflächen ein schmutzi ges Aussehen erhalten würden.