Blitzlichtvorrichtung Blitzlichtvorrichtungen herkömmlicher Art, sei es, dass sie als Einzelgeräte ausgebildet und dabei vornehm lich an Kameras ansteckbar sind, oder dass sie von vorn- herein mit einer Kamera vereinigt und in diese ein gebaut sind, arbeiten mit Lampeneinheiten, die nur einmalig zündbar sind und nur einen einzigen Blitz abzugeben vermögen.
Neuerdings sind Blitzlampeneinheiten auf den Markt gekommen, ,die mehrere Einzellampen in sich vereinigen. Ein würfelförmiges Gehäuse enthält vier Lampen mit je einem zugehörigen Reflektor in gebündelter Anord nung und nach vier rundum aneinandergrenzenden Würfelseiten hin ausgerichtet.
Zentrale steckerförmige Fortsätze am Würfel dienen zum mechanischen und elektrischen Anschliessen an eine geeignete Halterung. Diese ist bei der bisher bekanntgewordenen Ausführung Teil einer in eine Kameraeingebauten Blitzvorrichtung und sitzt an einer stehend angeordneten Schaltachse, die von Aufnahme zu Aufnahme selbsttätig einsinnige Vierteldrehungen vollführt.
Dadurch kommt jeweils die nächste Einzellampe eines aufgesteckten Blitzwürfels in die der Aufnahmeszenerie zugewandte Zündbereit- schaftss!tiellung, wobei die Pole dieser Lampe mit kameraseitig fest angeordneten Kontakten zusammen- treten, die über den Synchronschalter des Kameraver schlusses mit dem Zündstrom gespeist wenden.
Diese bekannte Anordnung befähigt den Blitzwürfel lediglich für die eine Blitzart direktes Blitzen , bei dem der abgegebene Leuchtstrahl auf die Aufnahmeszenerie gerichtet ist.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Blitzlichtvorrich- tung für drehbeweglich gehalterte Ansteck-Blitzeinhei- ten, z. B. ider vorgeschilderten Art, die drehbeweglich gehaltert sind und mehrere nacheinander zündbare Ein zellampen nebst diesen zugeordneten Reflektoren ent halten.
Nachfolgend sind derartige Blitzeinheiten der Einfachheit halber als Blitzwürfel bezeichnet; es können aber auch Bauformen verwendet werden, die vom Wür- fel körperlich sowie nach Zahl und Anordnung ihrer Einzellampen abweichen.
Die erfindungsgemässe Blitzlichtvorrichtung ist da durch gekennzeichnet, dass sie durch eine Verlegbarkeit ihres Orts für die Zündspannungsüberleitung in eine angesteckte Blitzeinheit wahlweise für direktes oder indirektes Blitzen eingerichtet ist.
Beim indirekten Blitzen , das sich im wesentlichen für Innenaufnahmen durchgesetzt hat, wird der Leucht- strahl am aufzunehmenden Objekt vorbei ausgesandt. Er wirkt aufhellend durch Reflexion aus der Umgebung, insbesondere von .der Decke seines Innenraumes, wenn in der üblichen Weise nach oben abgestrahlt wird. Indirekt kann aber auch durch Abstrahlen nach der Seite geblitzt werden.
Die angegebene Verlegbarkeit des Orts der Zünd- ispannungsüberleitung lässt sich auf verschiedene Weise verwirklichen. Es können dazu in der Blitzlichtvorrich- tun;
g nebeneinander mehrere ortsfeste Überleitungs kontakte (-kontaktpaare) in Gegenanordnung zu den Polen mehrerer Einzellampen eines angesteckten Blitz- würfels vorgesehen sein, wobei die Zündspannung mit tels eines Schalters wahlweise an einen der überleitungs- kontakte anlegbar ist.
Es genügen zwei ortsfeste über- lzitungskontakte abständig nebeneinander in Gegen anordnung zu den Polen zweier nacheinander zur Zün dung kommender Einzellampen eines angeschlossenen Blitzwürfels. Je nachdem die Zündspannung an den einen oder anderen überleitungskontakt angelegt ist, erfolgt bei der Aufnahme ein direktes Blitzen mittels .der der Aufnahmeszenerie zugewandten Einzellampe des Blitzwürfels oder ein indirektes Blitzen mittels einer be nachbarten Einzellampe, die senkrecht dazu abstrahlt.
Ob sodann nach oben oder nach der Seite indirekt ge blitzt wird, hängt davon ab, ob in der vorgegebenen Gebrauchshaltung der Blitzlichtvorrichtung die Dreh achse des Blitzwürfels liegend oder .stehend ausgerichtet ist.
Eine Ausführungsform der Blitzlichtvorrichtung kann auch ein zugleich direktes und indirektes Blitzen ermöglichen. Zum Beispiel kann der Wahlschalter so ausgebildet sein, dass .er in einer Schaltstellung einen Üb-,rleitungskontakt für direktes Blitzen spannungsfüh rend macht, in einer zweiten Schaltstellung den anderen Überleitungskontakt für indirektes Blitzen und in einer dritten Schaltstellung beide überleitungskontakte für eine gleichzeitig direkte und indirekte Blitzabgabe.
In anderer Weise lässt sich die Ortsverlegbarkeit oder Zündspannungsüberleitung mittels eines überleitungs- kontakts verwirklichen, der bahnkonform zu den Lam penpolen eines angesteckten Blitzwürfels ortsverstellbar ist. Dabei kann die Anordnung so sein, :dass der über leitungskontakt für sich allein verstellbar ist und beim Verstellen von den Polen einer Einzellampe eines an gesteckten Blitzwürfels zu den Polen der nächsten, in den Raum anders ausgerichteten Einzellampe Über wechselt.
Vorteilhafter ist eine Ausgestaltung, bei der ein angesteckter Blitzwürfel die Verstellung des über- 1eitungskontakts mitmacht. Dann kommen beim norma len einsinnigen Fortschalten (Drehen) des Blitzwürfels, seine Einzellampen auch dann der Reihe nach in Zünd- b.-reitschaft und zum Zünden, wenn zwischendrin durch Verstellen des Überleitungskontakts zwischen direktem und indirektem Blitzen gewechselt wird.
Um auch hier eine gleichzeitige direkte und indirekte Blitzabgabe zu ermöglichen, kann noch ein zusätzlicher überleitungs- kontakt vorgesehen :sein, der den Polen einer anderen Einzellampe eines angesteckten Blitzwürfels zugeordnet ist als der ortsverstellbare Überleitungskontakt, und an dem die Zündspannung wahlweise zu- oder abschalt bar ist.
Die Blitzlichtvorrichtung kann ein Einzel- oder An steckgerät sein oder auch eine Vorrichtung, die durch Anbau oder Einbau mit einer Kamera eine Einheit bildet. Für das Fortschalten eines Blitzwürfels von Auf nahme zu Aufnahme kann Handbetätigung mit direktem Anfassen und Drehen vorgesehen sein, oder es kann ,in bekannter Weise selbsttätig, etwa in Abhängigkeit vom Filmtransport oder der Verschlusstätigkeit in der Ka mera, fortgeschaltet werden.
Anhand der Zeichnung werden nachstehend Aus führungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 in Vorderansicht .eine photographische Ka mera mit aufgesetzter Blitzlichtvorrichtung und an -dieser angesliecktem Blitzwürfel, Fig. 2 in grösserem Massstab einen Längsschnitt durch die Halterung des Bliitzwürfels,
Fig. 3 ebenfalls in grösserem Massstab eine Drauf sicht auf die Blitzwürfelhalterung in Pfeilrichtung A der Fig. 1 mit einem Schaltungsschema der Kontaktanord nung und Fig. 4 eine Blitzwürfelhalterung anderer Ausführung. Di- dargestellte Blitzlichtvorrichtung ist als Ansteck gerät ausgebildet. Ihr Gehäuse 1 enthält die betriebs- notwendige elektrische Ausrüstung mit Batterie und Kondensator als Stromquelle.
Der Anschluss zum Syn chronschalter in der Kamera 2 kann in bekannter Weise durch einen Mittienkontakt :im Steckfuss 3 ödes Gerätes erfolgen, der in den Kamerasteckschuh 4 :einschiebbar ist. Das Gehäuse 1 hat längliche Aussenform und nimmt an einer Stirnseite den Blitzwürfel 5 um seine Mittel achse 6 drehbar auf.
Im Querschnitt kann das Gehäuse dem des Blitzwürfels 5 angepasst sein, so dass auch bei anges;ecktem Würfel eine schlanke Gesamtform gewahrt bleibt. Der seitliche Steckfuss 3 gibt dem Gerät für den Gebrauch eine Lage, in der es sich längs der Kamera- oberseite erstreckt und in der die Drehachse 6 eines an gesteckten Blitzwürfels parallel zur Kameraoberseite ausgerichtet ist.
Die Halterung für den Blitzwürfel 5 befindet sich meinem Ring 7, der drehbar um die Achse 6 im Ge häuse 1 lagert. Sie besteht, wie Fig. 2 und 3 zeigen, aus einer Spannzange mit vier federnden Klemmbacken 8 in gleichmässiger Verteilung um einen im Gehäuse be festigten Zapfen 9, der in Verkörperung der Achse 6 das Drehlager für den zentralen Fuss 10 des angesteckten Blitzwürfels 5 bildet. Jeder Würfelseite ist am Fuss 10 ein Vorsprung 11 zugeordnet. Beim Anstecken eines Blitzwürfels spreizen seine Fussvorsprünge 11 die federn den Klemmbacken 8 zunächst etwas auseinander,
um nach Vorbeigang von deren zurückfedernden Innen wülsten 12 gefasst zu werden, wodurch die Würfelstirn fläche 13 an einen ringförmigen Vorsprung 14 des Rings 7 gezogen und gespannt wird. Einmal ist dadurch ein angesteckter Blitzwürfel gegen ungewolltes Abziehen ausreichend gesichert, er bleibt aber zum andern in der Halterung an sich drehbeweglich entgegen .nur gering fügigem Widerstand. Die Schlitze 15 zwischen den ein zelnen Klemmbacken 8 der Halterung sind schmäler als die Fussvorsprünge 11 der Blitzwürfel und bilden somit Rastmittel, .in die ein angesteckter Blitzwürfel bei seinem Drehen merkbar einschnappt. Dadurch ist der Blitz würfel in seinen betriebsgerechten Drehlagen ausrei chend gesichert.
Vorteilhaft ist der Ring 7, der die Blitzwürfelhalte- rung 8, 12, 14, 15 einschliesst, zusammen mit dieser einstöckig aus, Kunststoff hergestellt. Weiterhin ist er zwecks der schon erwähnten Drehbarkeit um die Achse 6 ebenfalls auf dem Zapfen 9 zwischen einem Bund 16 und der Gehäusewandung 17 gelagert.
Beim gezeichneten Ausführungsbeispiel ist eine Drehbeweglichkeit des Rings 7 um 90 zwischen zwei Endstellungen angenommen, die durch Anschläge be stimmt sein können und in denen der Ring gegen Aus wandern durch Verrastung, etwa mittels einer Kugel rast 18, gesichert ist. Es können auch für Zwischen stellungen Verrastungen vorgesehen sein.
Die Verrastung eines angesteckten Blitzwürfels 5 ,in der Halterung 8, 12, 14, 15 ist auf die Verrastun;g des Rings 7 im Gehäuse 1 logenmässig abgestimmt, und zwar derart, dass zumindest in den um 90<B>'</B> voneinander abweichenden Endstellungen des Rings 8 der Blitz würfel 5 seinerseits in der Halterung unter Ausrichtung einer seiner Einzellampen auf die Aufnahmeszenerie ebenfalls verrasbet ist.
Die Verrastung des Rings 7 gegenüber dem Ge häuse 1 isst stärker wirkend ausgebildet als<I>die</I> Var- rastung des Blitzwürfels 5 gegenüber seiner Halterung 8, 12, 14, 15. Dadurch lässt sich der Blitzwürfel ,zum Fortschalten auf eine andere Einzellampe allein drehen, ohne dass der Ring 7 mitgenommen wird.
Der Ring 7 ist ein handverstellbarer Umschalter für die Wahl der Blitzart - direktes oder indirektes Blitzen und steuert dazu die Überleitung der Zündspannung in einen angesteckten Blitzwürfel hinein. Am Würfel 5 sind die beiden Pole 19 jeder Einzellampe über einen zum Würfelfuss 10 zentrischen Ringvorsprung 20 nach aussen gezogen unter jeweiliger Ausrichtung eines Pol paares auf 2i-.; zugehörige Würfelseite und damit auch auf einen Fussvorsprung 11. Für das Zusammenarbeiten mit den Würfelpolen 19 ist im Ring 7 ein Kontaktpaar 21 fest angeordnet.
Seine federnden Enden in der Steck- seite des Rings 7 bilden den Überleitungskontakt für die Zündspannung; an der Rückseite des Rings 7 findet das Kontaktpaar 21 Anschluss an die Stromversorgung aus dem Gehäuse 1, und zwar über Schleifkontaktanord- nungen 22 mit einer Kontaktlänge, die dem Drehbereich ,des Rings 7 angepasst ist.
Das Kontaktpaar 21 ist im Ring 7 lagermässig auf die Rastmittel der Halterung 8, 12, 14, 15, d. h. also auf einen Schlitz 15 zwischen zwei Klemmbacken 8 ausgerichtet.
Es kann sich somit von einem angesteckten Blitzwürfel jeweils nur eine Einzellampe in Zündbereitschaft befinden und nur dann, wenn der Würfel in der Halterung auch verrastet ist. Die Wirkungsweise wird wie folgt beschrieben: Ist eine Aufnahme mit Blitzlicht vorgesehen, so wird ein Blitzwürfel 5 an den Umschalter (Ring 7) axial angesteckt und bis zur fühlbaren Verrastung in der Haltierung 8, 12, 14, 15 ,gegebenenfalls etwas gedreht.
Normalerweise wird sich :dabei der Ring 7 in seiner in Fig. 1 dargestellten Endstellung für direktes Blitzen befinden, und die der Aufnahmeszenerie zugewandte Einzellampe des Blitzwürfels ist in Zündbereitschaft. Soll nun indirekt geblitzt werden, so wird der Ring 7 in seine andere Endstellung übergeführt.
Diese Drehung macht der angesteckte Blitzwürfel mit, so dass seine in Zündbereitschaft verbliebene Einzellampe jetzt für in- .direktes Blitzen nach oben gerichtet ist. Nach einem Blitzen wird der Blitzwürfel unter Erfassen zwischen zwei Fingern von Hand ,bis zum nächsten fühlbaren Verrasten gedreht.
Bei dieser Drehung des Würfels bleibt der Ring 7 in Ruhe, so dass die nächste Würfel lampe in Zündbereitschaft tritt. Die Vorrichtung kann somit durch blosses Drehen des Rings 7 wahlweise auf direktes Blitzen eingestellt werden oder auf eindirektes Blitzen mit unterschiedlicher Abstrahlung nach oben, wenn im Drehbereich ,des Rings 7 verrastete Zwischen- stellungen vorgesehen sind,
und unbeschadet eines gleichsinnigen Fortschaltens des angesteckten Blitzwür fels.
Zur Kenntlichmachung der jeweils eingestellten Blitzart ist eine Anzeigeeinrichtung vorgesehen. Es kön nen zum Beispiel Schauzeichen in Gestalt geeigneter Symbole angeordnet sein, die je nach Einstellung des Umschalters (Ring 7) einzeln sichtbar werden. Zweck mässiger ist es, mit dem Ring 7 einen Richtungsweiser in Bewegungsverbindung zu bringen, der jeweils in die Richtung zeigt, in der beim Blitzen der Leuchtstrahl abgegeben wird. So kann der Ring 7 etwa einen Rich tungspfeil tragen,
der bei Einstellung auf direktes Blitzen vorn steht und beim indirekten Blitzen nach oben zeigt. Eine Grifffläche oder ein vorstehenden- Griffteil zum Betätigen des Rings 7 kann dann hinten an diesem sitzen. Besonders einfach ist es,
wenn entsprechend der Anordnung im gezeichneten Ausführungsbeispiel ein vorstehender Betätigungsgriff 23 des Rings 7 die Eigen schaft des Richtungsweisers übernimmt. Der Griff 23 zeigt mit seiner Stellung stets die Blitzrichtung an; ein Pfeil 24 an ihm kann dies noch verdeutlichen. Ein körperlicher Richtungsweiser wie der Griff 23 hat den Vorteil, abtastbar zu sein und somit bei Dunkelheit auch eine Gefühlskontrolle zu erlauben.
Im übrigen kann die Erkennbarkeit von Schauzeichen oder Richtungsweisem durch selbstleuchtende Stellen noch erhöht sein.
Im Schaftbild gemäss Fig. 3 ist zusätzlich zu dem ortsverstellbaren überleitungskontaktpaar 21 noch ein weiteres überleitungskontaktpaar 25 vorgesehen.
Es ist den Polen einer anderen Einzellampe eines angesteckten Blitzwürfels zugeordnet als das Kontaktpaar 21, und zwar -so, dass bei der dargestellten Einstellung des- Um- schaltrings 7 auf direktes Blitzen, in der das Kontaktpaar 21 mit den Polen 19 der .auf die Aufnahmeszenerie gerichteten Einzellampe zusammengetreten ist, das zu sätzliche Kontaktpaar 25 mit den Polen 19' der näch sten Einzellampe zusammenarbeiten kann, die nach oben gerichtet ist.
Das Kontaktpaar<B>25</B> dient dazu, wahl weise auch ein gleichzeitiges direktes und indirektes Blitzen zu ermöglichen. Es ist im Ring 7 und mit diesem verbunden angeordnet und erhält glaich dem Kontakt- paar 21 die Zündspannung über eine Schleifkontakt anordnung. Im Ausführungsbeispiel ist ein Kontakt des Kontaktpaares 25 in Berührung .mit einem Lampen pol 19' und hat einen eigenen Schleifkontakt 26 zur Spannungsabnahme.
Der andere .Kontakt des Kontakt- paares 25 ist an einen der Schleifkontakte 22 an geschlossen und kann mittels eines im Ring 7 angeord neten Schalters 27 wahlweise in oder ausser Berührung mit dem andern Lampenpol 19' gebracht werden.
Dargestellt ist die Einstellung des Rings 7 auf di rektes Blitzen unter Abschaltung eines Kontakts 25 vom Pol 19'. Bei einer jetzt vorgenommenen Aufnahme wird somit nur direkt geblitzt. Für ein gleichzeitiges -direktes und indirektes Blitzen wird der Schalter 27 in Pfeilrichtung B umgelegt.
Jetzt ist das Kontaktpaar 25 in Berührung mit beiden Lampenpolen 19' und bei einer Aufnahme wird sowohl die auf die Aufnahme- szenerie gerichtete Einzellampe des Blitzwürfels ge zündet als auch die nächste, die senkrecht dazu nach oben abstrahlt;. Soll nur indirekt geblitzt werden, so wird der Umschaltring 7 im Uhrzeigersinn um 90 oder etwa nur in eine Zwischenstellung gedreht.
Der angesteckte Blitzwürfel, der Schalter 7 und die LUber- leitungskontaktpaare 21, 25 machen diese Drehung gemeinsam mit, wobei die Kontakte 22, 26 auf den ortsfesten Kontaktbahnen schleifen. Jedoch verlässt der Kontakt 26 alsbald @seine Gegenbahn und die Strom führung zum zusätzlichen Überleitungskontaktpaar 25 mkt unterbrochen, gleich in welcher Stellung sich der Schalter. 27 befindet und gleich ob er eine Kontaktgabe 25, 19' vermittelt oder nicht.
Bei einer Aufnahme wird sodann indirekt nur mittels der Einzellampe des Blitz würfels geblitzt, die auch das direkte Blitzen besorgen kann, und Störungen durch einen Zusatzblitz in nicht- gewünschter Abstrahlrichtung sind ausgeschaltet.
Vorauf sind zum Verrasten des Umschaltringes 7 sowie eines angesteckten Blitzwürfels 5 jeweils in ihren Drehstellungen besondere Rastmittel 18 und 15 vor gesehen worden. Es können aber auch spannungsfüh rende Kontakte wie 22, 26, 21, 25 als zusätzliche oder alleinige Rastmittel wirkend ausgebildet sein. Bei spielsweise werden die Berührungsflächen der überlei tungskontakte 21 und 25 mit Kerben versehen, die sich über die drahtförmigen Pole 19, 19' der Einzellampen eines angesteckten Blitzwürfels legen.
Auch können die spannungsiabnehmenden Schleifkontakte 22 und 26 etwa mit Vertiefungen ein ihren Gegenkontaktbahnen zus.am- mentreten und dadurch in den bevorzugten Drehlagen des Umschaltrings 7 (Endstellungen, Zwischenstellun gen) die Verrastung unterstützen oder ganz überneh men.
Durch ein Abstimmen der Kontaktformen und -drücke aufeinander lässt sich die erwünschte stärkere Rastwirkung des Umschaltrings 7 in seinem Lager gegenüber jener. -,eines Blitzwürfels im Umschaltring erzielen.
Die Halterung 8, 12, 14, 15 gemäss den Fig. 1 bis 3 ist zum Anstecken eines Blitzwürfels in Richtung seiner Drehachse 6 ausgebildet. Fig. 4 zeigt in Abweichung .davon eine Halterung, die den Blitzwürfel in einer zur Richtung seiner Drehachse :senkrechten Ebene anstecken lässt. Hierbei ruht ein scheibenförmiger Umschalter 7' mittels des Zapfens 9' drehbar und gegen Abziehen gesichert an der Gehäusewandung 17.
Zwei auf der Scheibe 7' stehende Backen 8', die gegeneinander aus- federbar sind und zwischen sich eine kreisrunde Öffnung 28 mit anschliessender Eintrittsöffnung 29 belassen, bilden die Halterung für den Blitzwürfel. Die lichte Weite der Öffnung 28 entspricht, gegebenenfalls mit geringem Abmass, der Stänke des Ansteckfusses 10 eines Blitzwürfels. Die Eintrittsöffnung 29 ist etwas enger,
und die Dicke der Backen 8' entspricht in dem von den Fussvorsprüngen 11 eines Blitzwürfels beten. Anstecken und beim Drehen bestrichenen Bereich, gegebenenfalls mit leichtem Übermass, dem Abstand 30 (siehe Fig. 2), den die Fussvorsprünge 11 von der Kon taktebene der Lampenpole 19 haben. In ihrem übrigen Teil können die Backen 8' dicker ausgeführt sein. Dem Ausfederungsvermögen (der Backen 8' gegeneinander dient der Schlitz 31.
Ein bogenförmiger Schlitz 32 im. der einen Backe 8' belässt zur Öffnung 28 hin einen Steg 33 von Diner Breite, die etwa der radialen Länge eines Fussvorsprungs 11 :des Blitzwürfels entspricht. Der Steg 33 ist zweckmässig so ausgebildet, dass er sich auf einer Seite der, Backe 8' aus deren Oberfläche her auswölbt.
In dieser Auswölbung befändet sich eine Nut 34 von einer Breite, die jener eines Fussvorsprungs. 11 des Blitzwürfels entspricht. Eine gleiche Steganordnung mit Nut könnte auch in der zweiten Backe 8' vorgesehen sein. Diese trägt das federnde Überleitungskontaktpaar, , 21',
das mit den Lampenpolen des Blitzwürfels zusam menarbeitet und in der beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 näher geschilderten Weise an ,die Stromversor- gung angeschlossen ist. In der Scheibe 7 sind Lappen 35 ausgebildet, die federbar gegen die Gehäusewand 17 vortreten und mit Ausnehmungen 36 in dieser zusam- menarbeiten können.
Das Einführen eines Blitzwürfels in die Halterung erfolgt durch Einschieben seines Fusses 10 in die öff- nung 29 zwischen den zweckmässig etwas zuggeschärften und ausgerundeten Enden der beiden Backen 8'.
Beim Durchschieben werden diese zunächst etwas auseinan- dergedrückt, um unter Zurückfedern dem Blitzwürfel Halt zu geben und ihn ,gegen Zurückwandern zu sichern, wenn sein Fuss 10 in die Öffnung 28 ,getreten eist. Die Backen 8' befinden ,sich jetzt zwischen der Kontakt ebene der Lampenpole und den Fussvorsprüngen des.
Blitzwürfels, wobei .die federbare Auswölbung des Stegs 33 einen strammen Sitz des Blitzwürfels in Richtung seiner Drehachse 6 gewährleistet, die durch den Mittel- punkt der kreisrunden Öffnung 28 gegeben ist. Nach Vollendung des Einschiebens (Ansteckens) wird der Blitzwürfel bis zum fühlbaren Einrasten eines seiner Fussvorsprünge in die Nut 34 gegebenenfalls etwas gedreht.
Gleichzeitig mit diesem Verrasten sind die beiden Pole einer Einzellampe des Blitzwürfels in Berührung mit dem überleitungskontaktpaar 21 gekommen und diese Einzellampe befindet sich in Zündbereitschaft. Angenommen, die Lampe sei nun auf die Aufnahme szenerie gerichtet, dann nimmt der Umschalter 7 seine Endstellung für direktes Blitzen ein,
in der er durch den Eintritt seiner Lappen 35 in die Gehäuseausneh- mung 36 verrastet ist. Für indirektes. Blitzen wird der Umschalter 7 durch Drehen um seinen Zapfen 9 bis zu einer anderen. Verrastung verstellt.
Der angesteckte Blitzwürfel schwenkt mit und seine in Zündbereitschaft befindliche Einzellampe gibt bei der Aufnahme einen indirekten Blitz ab nach oben oder nach Ader Seite, je nachdem die Drehachse des Umschalters 7 in der An ordnung liegend oder stehend vorgegeben war.
Zum Fortschalten auf die nächste Einzellampe wird der Blitz- würfel um seine Drehachse 6 gedreht, bis. sich nach 90 Umdrehung erneut Verrastung und Zündbereit schafb einstellt.
In Abweichung von der Ausführung nach den Fig. 1 und 2, bei der die Drehachse des Umschalters 7 und die eines angesteckten Blitzwürfels 5 zusammenfallen, ver laufen diese Achsen bei der Ausführung nach Fig. 4 senkrecht zueinander. Füreinen Gesamtkörper aus Um schalter und Blitzwürfelhalterung in Kunststoffausfüh rung ergibt sich dadurch eine Bauform, die eine ein fachere und somit vorteilhaftere Spritzgussform ermög licht.
Im Gebrauch kann das seitliche Einführen des Blitzwürfels durch eine nach aussen erweiterte Eintritts öffnung hindurch zumal bei Dunkelheit bequemer sein als das axiale Anstecken in eine Halterung, die durch eine Kreisöffnung zugänglich ist.