Leistenförmiger Profilkörper, insbesondere zur Herstellung von Mehrfachglasscheiben Der Erfindung bezieht sich auf einen leistenförmigen Profilkörper, insbesondere zur Herstellung von Mehr fachglasscheiben, mit einem, einen Hohlraum besitzen den Distanzteil und mehreren, daran angeordneten Sei tenflanschen. Derartige leistenförmige Profilkörper wer den in aller Regel aus Blei gefertigt. Sie sind daher nicht nur teuer in der Herstellung, sondern haben auch ein sehr grosses Gewicht.
Darüber hnaus ist die Verbindung von mehreren aus Blei gefertigten Profilkörpern nicht einfach.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, leisten- förmige Profilkörper der eingangs näher gekennzeichne ten Art weiter zu verbessern, wobei insbesondere die angeführten Nachteile bekannter Ausführungsformen be seitigt werden sollen. Dieses Ziel ist erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der leistenförmige Profilkörper wenigstens in den nach dem Anbringen der Glasschei- ben frei zugänglichen Bereichen mit einer metallischen Verkleidung versehen ist.
Ein solcher leistenförmiger Profilkörper kann in einfacher und wohlfeiler Weise beispielsweise im Strangpressverfahren hergestellt wer den. Von einem fortlaufend gefertigten Strang werden dann den Abmessungen der herzustellenden Mehrfach glasscheiben entsprechende Längen abgetrennt. Das An bringen der auf der Aussenfläche befindlichen metalli schen Verkleidung kann dabei sowohl am Strang als auch nach dem Abtrennen erfolgen. Die metallische Ver kleidung kann in unterschiedlicher Weise auf die Aussen fläche des Profilkörpers aufgebracht werden.
So ist es beispielsweise möglich, die metallische Verkleidung als galvanischen überzug zu gestalten. Die Galvanisierung kann dabei nach an sich bekannten Verfahren durchge führt werden. Aber auch ein Aufbringen einer metalli schen Aussenverkleidung durch ein Flammspritzverfah- ren oder auch durch Sintern von Metallkörnchen ist mög lich.
Obwohl der erfindungsgemässe leistenförmige Pro filkörper in sehr wirtschaftlicher Weise aus einem Kunst- Stoff gefertigt ist, erhält er durch die metallische Verklei dung das Aussehen eines Metallkörpers. Dabei ergibt sich zusätzlich der Vorteil, dass man das Aussehen ei nes leistenförmigen Profilkörpers durch Aufbringen unterschiedlicher metallischer Verkleidungen verändern kann, so dass eine Anpassung an unterschiedliche gege bene Verhältnisse möglich ist.
Einige der bekannten Kunststoffe, die sich zwar strangpressen lassen, können nicht ohne weiteres mit ei ner metallischen Verkleidung versehen werden. Um auch hier die Möglichkeit der Anbringung einer metallischen Verkleidung herbeizuführen, wird z.B. auf die Aussen fläche eines aus Kunststoff gefertigten leistenförmigen Profilkörpers zunächst eine Zwischenschicht aufgebracht.
Diese kann durchaus auch aus Kunststoff bestehen, nur handelt es sich dabei um einen solchen, der sich ohne weiteres mit einem galvanischen überzug oder derglei chen versehen lässt.
Die freien Enden des Profilkörpers sind vorteilhaft mit, eine Verbindung mit anderen Profilkörpern zulas senden Kupplungen versehen. Solche Kupplungen kön nen beispielsweise Nut und Feder sein. Mit Hilfe die ser Kupplungen lassen sich ohne weiteres mehrere lei- stenförmige Profilkörper zu einer längeren Baueinheit zusammenfügen.
Hinsichtlich der Anordnung der Seitenflansche in be- zug auf den Distanzteil des Profilkörpers ergeben sich mehrere Möglichkeiten. Nach einem ersten Vorschlag verbleiben die Seitenflansche zunächst in einer Ebene, die senkrecht zu den aufrechten Wandungen des Distanz teiles verläuft. In diesem Falle werden nach dem Anord nen der Glasscheiben die freien Enden der Seitenflan sche um etwa 900 umgebogen, damit sie an den Aussen flächen der Glasscheiben zu liegen kommen.
Man kann aber auch nach einem zweiten Vorschlag den leisten- förmigen Profilkörper so herstellen, dass die freien En den der Seitenflansche von vornherein schon abgewin kelt sind. In diesem Falle braucht nur ein geringfügiges weiteres Abwinkeln oder Umbiegen der freien Enden zu erfolgen, um sie in ihre Endlage zu überführen.
Um die Herstellung von Mehrfachglasscheiben zu ver einfachen, wird zweckmässig aus mehreren Profilkörpern ein rahmenartiger Träger gebildet, der bis auf eine Ein führungsöffnung für die Glasscheiben geschlossen ist. Nach dem Einführen der Glasscheiben durch die Öffnung hindurch wird ein solcher vorbereiteter Rahmen geschlossen. Dies geschieht in einfacher Weise dadurch, dass die der Öffnung zugekehrten freien Enden des Rah mens Kupplungen aufweisen. die in ihre Schliesslage überführt werden.
Bei den bisher angeführten Ausführungsformen dient die metallische Verkleidung im wesentlichen der Ver zierung. Im Gegensatz dazu übernimmt die metallische Verkleidung bei den nachfolgend zu nennenden Aus führungsformen weitere Funktionen. Diese Aus führungsformen kennzeichnen sich dadurch, dass die metallische Verkleidung als ein in sich formhaltender Körper ausgebildet ist, der wenigstens ein sein Festlegen am Profilkörper zulassendes Befestigungselement auf weist.
Wie schon gesagt, hat bei derartigen leistenförmi- gen Profilkörpern die metallische Verkleidung nicht mehr allein die Aufgabe, das Aussehen zu verbessern, sondern durch die angegebene Art der Verkleidung werden auch die Eigenschaften, insbesondere die Festigkeitseigen schaften des leistenförmigen Profilkörpers verbessert. Ein weiterer wesentlicher Vorteil dieser Ausbildung ist darin zu erblicken,
dass man nach Fertigstellung beispiels weise einer Mehrfachglasscheibe die Anbringung der me tallischen Verkleidung vornehmen kann, d. h. zu einem Zeitpukt, an welchem die Verschweissung oder Ver- klebung der Stosstellen bereits erfolgt ist. Damit ist die metallische Verkleidung beim Verschweissen oder Verkleben nicht hindernd im Wege. Ausserdem worden die Schweiss- oder Klebestellen nach aussen hin abge deckt.
Hinsichtlich der Art der Verbindungsmittel der metal lischen Verkleidung mit dem leistenförmigen Profilkör per ergeben sich mehrere Möglichkeiten. Nach einem ersten Vorschlag weist die metallische Verkleidung Ra sten auf, die in Gegenrasten des Profilkörpers eingreifen. Zweckmässig werden dabei die Rasten der metallischen Verkleidung unmittelbar angeformt. Sofern die Rasten am Ende der metallischen Verkleidung vorgesehen sind, können sie in einfacher Weise durch Einrollen der Enden gebildet werden.
Nach einem weiteren Vorschlag kann man aber auch die metallische Verkleidung mit dem Profilkörper verkleben oder aber durch Krampen, Heft klammern oder dergleichen festlegen.
Es empfiehlt sich, die metallische Verkleidung als einstückigen Hohlkörper auszubilden, der die gesamte Aussenfläche des Profilkörpers mit Ausnahme des zwi schen den Glasscheiben liegenden Bereiches abdeckt. Man kann aber auch bei einer anderen Ausführungs form die metallische Verkleidung aus zwei Teilen be stehen lassen, die die Aussenfläche des Profilkörpers un ter Freilassung mindestens eines Bereiches abdecken.
Es- ist schon gesagt, dass der leistenförmige Profil- körper, welcher aus einem Kunststoff gefertigt ist, einen in der Regel einen Hohlraum besitzenden Distanzteil auf weist.
Es ist bei dieser Ausführungsform insbesondere dann, wenn gewichtsmässig schwere Glasscheiben zu halten sind, möglich, dass sich die Breitenabmessungen des aus Kunststoff bestehenden Distanzteiles ändern, bei spielsweise dadurch, dass ein teilweises Zusammendrük- ken des Distanzteiles erfolgt. Um dieses mit Sicherheit auszuschalten, wird nach einem weiteren Vorschlag der zwischen den Glasscheiben auf der Aussenfläche des Profilkörpers angebrachte Teil der metallischen Verklei dung zugleich als Abstandhalter ausgebildet.
Ein solcher Abstandhalter garantiert dafür, dass der Distanzteil seine Breitenabmessungen in allen Fällen beibehält. Hinsicht lich der Art und Weise der Anbringung der Abstand halter ergeben sich wiederum mehrere Möglichkeiten, wobei im einfachsten Falle ein Ankleben des Abstand halters erfolgt. An dieser Stelle sei eingeschaltet, dass der Abstandhalter Durchbrüche aufweist, die mit den in den Hohlraum des Distanzteiles einmündenden Kanälen fluchten.
Dadurch ist die Gewähr dafür gegeben, dass die im Hohlraum meist untergebrachten Chemikalien in dem Raum zwischen den beiden Glasscheiben wirksam werden und somit ein Beschlagen der Innenseiten der Glasscheiben verhindern können.
Man kann aber auch dem Abstandhalter bolzenarti- ge Verbindungselemente zuordnen, die in einige der er wähnten Kanäle des Distanzteiles des Profilkörpers ein greifen. Zweckmässig werden dabei derartige Verbin- dungselemente als Hohlstifte oder Hohlniete ausgebildet, deren Bohrung in einfacher Weise einer Verbindung zwischen dem Hohlraum des Distanzteiles und dem Raum zwischen den beiden Glasscheiben herstellt.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 einen Querschnitt durch eine erste Auführungs- form eines erfindungsgemässen leistenförmigen Profil körpers, zur Verwendung bei der Herstellung von Dop pelglasscheiben, vor dem Anbringen der Glasscheiben und vor dem Umbiegen der Seitenflansche.
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel eines leisten- förnugen Profilkörpers, ebenfalls im Querschnitt, je doch nach dem Einsetzen der Glasscheiben sowie bei anliegenden Seitenflanschen.
Fig. 3 einen Querschnitt durch eine dritte Aus führungsform eines erfindungsgemässen leistenförmigen Profilkörpers bei fehlenden Glasscheiben.
Fig. 4 und 5 vorbereitete Rahmen aus mehreren lei- stenförmigen Profilkörpern.
Fig. 6 im vergrösserten Masstab eine Verbindungs stelle zweier aneinandergefügter leistenförmiger Profil körper.
Fig. 7 einen Querschnitt durch eine vierte Aus- fülirungsform eines erfindungsgemässen leistenförmigen Profilkörpers zur Verwendung bei der Herstellung von Doppelglasscheiben, nach dem Anbringen der Glasschei ben, und die Fig. 8 - 10 jeweils einen Querschnitt durch je ein wei teres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen ]ei- stenförmigen Profilkörpers.
Der leistenförmige Profilkörper ist in allen Figuren der Zeichnung generell mit 10 bezeichnet. Es handelt sich dabei um einen solchen Profilkörper. der aus einem Kunststoff gefertigt ist, dessen Aussenfläche mindestens bereichsweise mit einer noch anzugebenden metallischen Verkleidung versehen ist. Ein solcher leistenförmiger Profilkörper -10 kann beispielsweise im Strangpressver- fahren hergestellt werden.
Von einem so gefertigten Strang können dann den herzustellenden Mehrfachglas scheiben entsprechende Längen abgetrennt werden. An den Stosstellen mehrerer Abschnitte kann eine Ver- schweissung oder Verklebung vorgenommen werden. Auch sei erwähnt, dass der Profilkörper 10 entweder so fort die dargestellte Querschnittsform erhalten kann oder aber eine Zwischenform, die erst später, beispielsweise nach dem Einsetzen der Glasscheiben, in ihre endgültige Gestalt überführt wird.
Wie die Figuren erkennen lassen, besitzt der Profil körper 10 einen mit ihm einstückigen Distanzteil 11, dessen Breitenabmessungen den gegenseitigen Abstand zweier Glasscheiben bestimmen. In seinem unteren Be reich geht der Distanzteil 11 über in zwei Seitenflansche 12, die auf unterschiedlichen Seiten des Distanzteiles 11 liegen und im Ausführungsbeispiel gleich gestaltet sind. Die Enden der Seitenflasche 12 sind mit 16 bezeichnet. Bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 der Zeich nung wird der leistenförmige Profilkörper so hergestellt, dass die Seitenflansche 12 zunächst rechtwinklig zu den aufrechten Wandungen des Distanzteiles 11 verlaufen.
Wenn die Glasscheiben eingesetzt werden, dann kommen sie unmittelbar an den Distanzteil 11 zu liegen, und zwar an diametral gegenüberliegenden aufrechten Wan dungen desselben. Danach können die freien Enden 16 der Seitenflansche 12 um 900 abgewinkelt werden, so dass sie mit den Aussenflächen der Glasscheiben in Wirkver bindung treten. Auf diese Weise werden zwei im Quer schnitt U-förmige Aufnahmen 25 im leistenförmigen Pro filkörper 10 geschaffen, in die Randteile der Glasschei ben 14 eingesetzt sind (Fig. 7-10).
Der Distanzteil 11 hat, wie beispielsweise aus der Fig. 1 ersichtlich, einen Hohlraum 13. Dieser ist aus unter schiedlichen Gründen vorgesehen. Einmal dient er der Werkstoffersparnis, zum anderen der Erzielung gleicher Wanddicken der Wand des Distanzteiles und auch zur Erzielung einer höheren Biegeelastizität des leistenförmi- gen Profilkörpers 10. Schliesslich wird der Hohlraum 13 in an sich bekannter Weise dazu benutzt, ihn mit einem Trockenmittel anzufüllen. Als Trockenmittel seien bei spielsweise Chlorkalzium oder Silikagel genannt. Diese Stoffe sind stark feuchtigkeitsaufsaugend und dienen da zu, ein Beschlagen der Innenseiten der Glasscheiben 14 zu verhindern.
Damit diese Stoffe in dem Zwischenraum zwischen zwei Glasscheiben wirksam werden können, wird eine Verbindung zwischen dem Hohlraum 13 und dem nicht näher bezeichneten Zwischenraum zwischen den beiden Glasscheiben hergestellt. Im gewählten Aus führungsbeispiel ist hierfür eine Vielzahl von Kanälen 15 vorgesehen. Einer dieser Kanäle ist in -der Fig. 1 dar gestellt. Die Kanäle münden etwa in die Mitte des Hohl raumes ein und sind in der Längsmittellinie des Profil körpers 10 hintereinander angeordnet. Im übrigen sind die Kanäle 15 in ihren Abmessungen so gehalten, dass das meist körnige Trockenmittel nicht durch sie hindurch und in den Zwischenraum zwischen den beiden Glas scheiben gelangen kann.
Es ist ohne weiteres möglich, die Kanäle 15 in an sich bekannter Weise nachträglich in dem bereits fertigen Profilkörper 10 anzubringen. Es wird noch zu beschreiben sein, dass einige der Kanäle noch eine andere Funktion zu erfüllen haben.
Die Fig. 1 zeigt, dass die gesamte Aussenfläche des leistenförmigen Profilkörpers 10 mit einer metallischen Verkleidung 17 versehen ist. Es werden zur Herstellung dieser metallischen Verkleidung vor allem solche Metalle benutzt, die die Aussenfläche des Profilkörpers dichtend abschliessen. Das Aufbringen der metallischen Verklei dung 17 kann durch an sich bekannte galvanische Ver fahren erfolgen.
Man kann aber auch ein Flammspritz- verfahren oder auch ein Sintern von Metallkörnchen be nutzen, um die metallische Aussenschicht auf den lei- stenförmigen Profilkörper 10 aufzubringen. An dieser Stelle sei eingefügt, dass infolge des Aufbringens der me tallischen Schicht vorzugsweise nur solche Kunststoffe Verwendung finden, deren Erweichungspunkt höher liegt als der Schmelzpunkt der aufzubringenden Metalle oder Metallgemische.
Die Ausführungsform nach .der Fig. 2 der Zeichnung unterscheidet sich von der bisher geschilderten zunächst dadurch, dass die Seitenflansche 12 von vornherein etwa rechtwinklig agbebogene freie Enden 16 haben. Auf diese Weise ist ein im Querschnitt etwa U-förmiger Auf nahmeraum geschaffen, in welchen das Ende einer Glas scheibe 14 eingesetzt wird.
Ferner unterscheidet sich die se Ausführungsform dadurch von .der zuerst geschilder ten, :dass die metallische Verkleidung 17 nicht unmittel bar auf den Kunststoff des leistenförmigen Körpers 10 aufgebracht ist, sondern auf eine zwischengeschaltete Schicht 18. Dieser Weg wird deshalb gewählt, weil nicht auf jeden Kunststoff eine metallische Verkleidung aufge bracht werden kann. Andererseits haben solche Kunst stoffe aber den grossen Vorteil, dass sie sich wirtschaft lich herstellen lassen. Um nun auch auf diese Kunststoffe eine metallische Verkleidung aufbringen zu können, wird die schon genannte Zwischenschicht 18 benutzt.
Hier bei kann es sich durchaus auch um einen Kunststoff han deln, nur wird dieser so ausgewählt, dass man auf ihn in einfacher und wohlfeiler Weise die metallische Verklei- dung 17 aufbringen kann. Die Zwischenschicht 18 selbst kann nach irgend einem bekannten Verfahren auf den leistenförmigen Körper 10 aufgebracht werden.
An die ser Stelle sei eingeschaltet, dass der Einfachheit halber in der Fig. 2 nicht angegeben ist, dass ein Klebemittel be nutzt wird, um den unteren Teil der Glasscheiben 14 auf nehmenden Raum feuchtigkeitssicher abzudichten. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Raum zwischen den beiden Glasscheiben 14 mit der Atmosphäre in Ver bindung steht. Dies ist erforderlich, um die Bildung von Kondenswasser an den Innenflächen der Glasscheiben 14 oder um das Eindringen von Staub oder dergleichen in den Zwischenraum zwischen den Glasscheiben zu ver hindern.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 3 der Zeichnung sind die freien Enden 16 der Seitenflansche 12 nur um etwa 60-70 umgebogen. Es entsteht auf die se Weise ein etwa trapezförmiger Zwischenraum, in wel chen das freie Ende der Glasscheiben 14 eingesetzt wird. Ist dies geschehen, dann brauchen die freien Enden 16 nur noch um einen kleinen Winkelbetrag geschwenkt zu werden, um an den ihnen zugekehrten Flächen der Glas scheiben in Anlage zu kommen.
Ferner ist bei diesem Ausführungsbeispiel bemerkenswert, dass die metallische Verkleidung 17 nur die nach dem Anbringen der Glas scheiben frei zugängliche Aussenfläche des leistenförmi- gen Profilkörpers 10 erfasst.
Man kann in unterschiedlicher Weise mehrere lei- stenförmige Profilkörper 10 miteinander verbinden. Dies kann beispielsweise durch Verschweissen oder Verkle ben geschehen. Hierzu können sowohl bekannte Ver fahren als auch bekannte Mittel benutzt werden. In der Fig. 6 der Zeichnung ist noch eine andere Verbindungs- möglichkeit dargestellt. Dort ist die Trennfuge mit 20 bezeichnet.
Hier sind den miteinander zusammenwirken den Enden zweier leistenförmiger Profilkörper 10 Kupp lungen 21 bzw. 22 zugeordnet, die nach Art von Nut und Feder ausgebildet sind. Auf diese Weise wird ein formschlüssiges Ineinandergreifen beim Zusammenkup peln erreicht.
Die Fig. 4 und 5 zeigen einige Anwendungsmöglich keiten der erfindungsgemässen leistenförmigen Profilkör per 10. Bei dem Anwendungsbeispiel gemäss der Fig. 4 sind Profilkörper. 10 zu einem rahmenartigen Gebilde 19 zusammengesetzt. Dieser Rahmen ist jedoch nicht geschlossen, sondern besitzt eine Öffnung 23, die so gross bemessen ist, dass man eine Glasscheibe 14 durch sie hindurchführen kann.
Nach dem völligen Einführen der Glasscheibe 14 in den Rahmen 19 werden die freien En den 24, die im Bereich der Öffnung 23 liegen, miteinan der vereinigt. Dabei kommen die zunächst noch entfernt von der Glasscheibe liegenden Teile des Rahmens 19 mit der Glasscheibe 14 in Wirkverbindung. Die freien Enden 24 können dann in einer der angegebenen Weisen mit einander vereinigt werden.
Auch beim Ausführungsbeispiel nach der Fig. 5 der Zeichnung ist ein solcher Rahmen 19 gebildet, der auch wiederum eine Einführungsöffnung 23 für eine Glasschei be 14 besitzt. Jedoch ist, wie die Fig. 5 erkennen lässt, nur die dort linke Seite des Rahmens zunächst abgewin kelt, während die gegenüberliegende rechte Seite schon im wesentlichen ihre Endlage einnimmt.
Dies bedeutet, dass bei diesem Ausführungsbeispiel nur der linke Teil des Rahmens 19 nach dem Einsetzen der Glasscheibe 14 in seine Endlage überführt zu werden braucht. Im An schluss daran werden die beiden freien Enden 24 wieder um miteinander vereinigt.
Die spezielle Ausführungsform der metallischen Ver kleidung nach der Fig. 7 ist mit 26 bezeichnet. Sie um- schliesst den leistenförmigen Profilkörper 10 völlig, mit Ausnahme desjenigen Bereiches der Aussenfläche, wel cher zwischen den Glasscheiben 14 zu liegen kommt.
Die metallische Verkleidung besitzt an ihren Enden Rasten 27, die durch Einrollen der Enden gebildet sind und die mit irn Profilkörper 10 vorgesehenen nutenartigen Ge genrasten 28 zusammenwirken. Es ist somit ein ein- stückiger Hohlkörper als metallische Verkleidung 26 be- nutzt, der so 'dunensioniert ist, dass ein Aufbiegen der Schenkel möglich ist.
Dies wird dazu ausgenutzt, um die metallische Verkleidung 26 am Profilkörper 10 anbrin gen zu können. Bei dem danach erfolgenden Zurück biegen der freien Enden werden die Rasten 27 in die Gegenrasten 28 eingedrückt, so dass ein sicheres Fest halten der metallischen Verkleidung 26 am Profilkörper 10 gewährleistet ist.
Bei der Ausführungsform nach der Fig. 8 der Zeich nung sind ein und demselben Profilkörper 10 zwei un tereinander gleich gestaltete, jedoch spiegelbildlich an geordnete metallische Verkleidungen 29 zugeordnet.
Je de dieser Verkleidungen wird im Bereich der Seitenflan- sche 12 wiederum durch Rasten 27, die in Gegenrasten 28 eingreifen, gehalten. Auf der gegenüberliegenden an deren Seite sind dagegen die Enden der metallischen Verkleidung 29 nach innen abgewinkelt, so dass Abwink- lungen 30 entstehen, die in den Raum zwischen der In- nenwand der Aufnahme 25 und der Glasscheibe 14 ein greifen.
Beim Ausführungsbeispiel nach der Fig. 9 der Zeich nung ist dagegen eine einstöckige metallische Verklei- dung gewählt, die nunmehr mit 31 bezeichnet ist. Sie unterscheidet sich von der Ausführungsform nach der Fig. 7 vor allem dadurch, dass die Verbindungsstellen zwischen ihr und dem Profilkörper 10 in einiger Entfer nung von den Glasscheiben 14 liegen.
Daher kann in die sem Falle keine Bildung von Rasten durch Einrollen der Enden erfolgen. Vielmehr besitzt die Innenwandung - vgl. dazu die Fig. 9 - angeformte Rasten 33, die in hinterschnittene Nuten, die als Gegenrasten 32 wirken, eingreifen. Damit ist auch in diesem Falle eine Art Rast- verschluss vorgesehen.
Bei der Ausführungsform nach der Fig. 10 der Zeich nung ist die metallische Verkleidung mit 34 bezeichnet. Sie besitzt nach aussen ragende Abwinklungen 35, die sich an die Aussenseiten der Glasscheiben 14 anlegen. Das Anbringen der metallischen Verkleidung 34 erfolgt wiederum durch zeitweises Aufbiegen und nachfolgen des Zurückbiegen der Schenkel der metallischen Ver kleidung. Das Festhalten kann in diesem Falle durch be reichsweises Verkleben mit der Aussenfläche des Profil körpers erfolgen.
Zusätzlich können Krampen oder Heft- klammern 36 zum Festlegen der metallischen Verklei dung 34 benutzt werden. Nebenbei gesagt kann unter Fortfall der Verklebung das Festlegen einer metallischen Verkleidung am Profilkörper 10 auch ausschliesslich durch die Krampen oder Heftklammern 36 erfolgen.
Bisher ist bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 7 - 10 von einer Abdeckung desjenigen Bereiches der Aussenfläche des Profilkörpers überhaupt nicht gespro chen, die sich zwischen den beiden Glasscheiben 14 be findet.
Hierauf wird jetzt eingegangen. Dabei sei gene rell vorausgeschickt, dass die in diesem Bereich vorgese hene Verkleidung bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 7 - 10 zusätzlich die Aufgabe hat, für die Ein haltung eines bestimmten Abstandes zwischen den bei den Glasscheiben 14 zu sorgen, oder anders ausgedrückt, dieser Bereich der metallischen Verkleidung dient zu gleich als Abstandhalter.
Bei der Ausführungsform nach der Fig. 7 der Zeich nung ist ein streifenförmiger Abstandhalter 37 auf die Aussenfläche des Profilkörpers 10 aufgeklebt. Er be sitzt, was in der Zeichnung nicht ohne weiteres sicht bar ist, eine Reihe von Durchbrüchen, die mit den Ka nälen fluchten, so dass letztere nach wie vor die ihnen zugedachte Aufgabe erfüllen können. Der Abstandhal ter 37 ist so dimensioniert, dass er auch grössere Kräfte aufnehmen kann.
Da der Abstandhalter bei der Ausfüh- rungsform gemäss der Fig. 9 der Zeichnung im wesentli chen die gleiche Ausbildung und Gestaltung aufweist, wie im bisher geschilderten Ausführungsbeispiel, ist er ebenfalls mit 37 bezeichnet.
Beim Ausführungsbeispiel gemäss der Fig. 8 der Zeichnung ist ein mit 38 bezeichneter Abstandhalter auf die Aussenfläche des Profilkörpers 10 im Zwischenraum zwischen den beiden Glasscheiben 14 gelegt. Er ist jedoch abweichend von den bisher geschilderten Ausführungs formen durch mehrere Hohlstifte oder Hohlniete 39 mit dem Profilkörper 10 verbunden.
Die Hohlniete oder Hohlstifte 39 sind einfach in die Kanäle 15 eingeführt, und zwar unter Druckanwendung, so dass sie einen fe sten Halt erhalten. Die Bohrung jedes Hohlnietes 39 stellt eine Verbindung zwischen dem Hohlraum 13 und dem Zwischenraum zwischen den beiden Glasscheiben 14 her.
Beim Ausführungsbeispiel gemäss der Fig. 10 der Zeichnung ist schliesslich ein streifenförmiger Abstand- halter 40 vorgesehen, der krallen- oder krampenartige Verlängerungen 41 aufweist, die entweder direkt in den Profilkörper 10 eindringen oder zunächst ein Stück seit lich in der U-förmigen Aufnahme 25 geführt werden und erst danach von der Seite her in den Distanzteil <B>11</B> ein dringen.
Auf diese Weise wird eine sichere Festlegung des Abstandhalters 40 am Profilkörper 10 erreicht.
Wie bereits erwähnt, sind die dargestellten Ausfüh rungen nur beispielsweise Verwirklichungen der Erfin dung und diese nicht darauf beschränkt. Vielmehr sind noch mancherlei andere Ausführungen und Anwendun gen möglich. So kann zunächst die Gestalt und Ausbil dung des leistenförmigen Profilkörpers 10 von den Aus führungsbeispielen abweichen. Um die Festigkeitseigen- schaften des Profilkörpers 10 zu verbessern, kann dessen Distanzteil 11 auch mit Verstärkungseinlagen, beispiels weise mit Armierungen, versehen sein. Auch kann die Ausbildung und Anordnung der Befestigungselemente der metallischen Verkleidung abweichend von den darge stellten Ausführungsbeispielen gewählt werden.
Ferner ist es möglich, anstelle der Hohlstifte 39 Vollstifte zu be nutzen. Nur dürfen dann nicht alle Kanäle 15 ver schlossen werden, weil sonst :die Chemikalien im Innern des Hohlraumes 13 nicht wirksam werden könnten. Wenn man bei der Ausführungsform der metallischen Verkleidung 29 nach der Fig. 8 auf den freien Bereich 42 verzichten will, dann kann man diesen nachträglich noch mit einer weiteren streifenförmigen Verkleidung abdecken, die beispielsweise aufgeklebt werden kann.
Es ist bisher in aller Regel üblich gewesen, unter- schiedliche leistenförmige Profilkörper zu verwenden, beispielsweise solche, die bei der fertiggestellten Mehr fachglasscheibe unten liegen und solche, die bei der glei chen Mehrfachglasscheibe oben liegen.
Eine solche unter- schiedliche Herstellung hat man bisher für erforderlich angesehen, weil man verhindern wollte, dass bei den oben liegenden Profilkörpern die im Hohlraum befindlichen Chemikalien nach unten durchfallen. Abweichend davon wird vorgeschlagen,
nur nach einen einzigen leistenför migen Profilkörper für die Herstellung einer Mehrfach glasscheibe zu verwenden. Dieser Profilkörper kann oh ne weiteres in seinem Hohlraum mit Chemikalien ange füllt werden. Wenn dann ein auf Länge geschnittener Profilkörper bei der herzustellenden Mehrfachglasscheibe oben zu liegen kommt, dann nimmt man einfach eine Verschiebung des Abstandhalters 37 bzw. 38 vor (vgl. Fig. 7-9).
Allerdings ist dabei zu beachten, dass die Durchbrüche in einem derart verschiebbar gelagerten Abstandhalter übereinstimmen müssen mit den Kanä len 15 im Profilkörper. Ist dies der Fall, dann kann man durch geeignete Verschiebung des Abstandhalters sämt liche Kanäle im Profilkörper verschliessen, so dass mit Sicherheit ein Herausfallen von Chemikalien aus dem Hohlraum 13 des Profilkörpers ausgeschlossen ist.
Damit wird die Herstellung der leistenförmigen Profilkörper wesentlich vereinfacht, weil nur noch ein einziges Her stellungswerkzeug erforderlich ist.