Versenkvorrichtung Die Erfindung betrifft eine Versenkvorrichtung, mit der ein Gegenstand, z. B. eine Lampe, wahlweise in ei nem Schacht, insbesondere einem Bodenschacht ver senkt bzw. aus demselben heraus in eine Gebrauchs stellung gebracht werden kann. D--rartige Versenkvor- richtungen werden beispielsweise für Lampen verwen det, die zur Markierung von Flugpisten dienen, und die bei Nichtgebrauch vollständig im Boden verschwinden sollen. Bekannte Versenkvorrichtungen dieser Art haben den Nachteil, dass ziemlich viel Zeit notwendig ist, um d--n Gegenstand, z.
B. die Lampe, in die Gebrauchsstel lung zu bringen, bzw. wieder im Schacht zu versenken. Zur Vermeidung dieses Nachteils zeichnet sich die Ver- senkvorrichtung nach der Erfindung aus durch einen in ortsfesten, vertikalen Führungen verschiebbaren Schlit ten, auf dem der genannte Gegenstand b; festigt ist;
durch zwei um Scharnierachsen aufklappbare, in der Versenkstellung das obere Ende des Schachtes ver- schliessende Halbdecke-1; durch ein mixt dem Schlitten fest verbundznes Organ, das in der Versenkstellung durch einander Randausnehmungvn der Halbdeckel hindurch gefasst werden kann, um den Schlitten nach oben zu ziehen;
durch einen mit dem Schlitten fest verbundenen oberen Gleitbügel, der beim Hinaufziehen des Schlittens in eine erste Höhenlage die Halbdeckel in eine erste Öffnungslage mitnimmt, aus welcher sie, bei einem weiteren kleinen Anheben des Schlittens in ihre Schliesslage zurückfallen, wobei sich dann der Gegenstand über den Halbdeckeln in Ge brauchsstellung befindet und auf den Rändern von deren Randausnehmungen abgestützt ist;
durch einen eben falls mit dem Schlitten fest verbundenen, unteren Gleit- bügel, der beim Hinaufziehen des Schlittens aus der Ge brauchsstellung die Halbdeckel wieder öffnet, worauf beim weiteren Hinaufziehen des Schlittens in eine zweite, höhere Höhenlage eine an denselben befestigte Traverse zwei Stäbe nach oben mitnimmt, die durch Rastvorrich tungen in ihrer gehobenen Lag-- festgehalten werden und ihrerseits die Halbdeckel so weit offen halten, dass die Gleitbügel und der Gegenstand wieder in den Schacht abgesenkt werden können;
und durch mit dem oberen Gleitbügel solidarische Anschläge, welche bei .dieser Ab senkbewegung schliesslich auf an den Stäben ange brachte Anschläge treffen, und dadurch letztere nach unten in die Versenkstellung zurückbringen, wobei die Halbdeckel wieder in ihre Schliesslage kommen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Er findungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 links einen Schnitt und rechts eine Ansicht ei ner in einem Bodenschacht angeordneten Versenkvor- richtung, mit der eine zur Beleuchtung einer Flugzeub piste dienende Lampe aus dem Schacht heraus gezogen und in demselben versenkt werden kann,
Fig. 2 links einen Schnitt gemäss Linie II-II und rechts eine Ansicht gemäss Pfeil 1I von Fig. 1 unter Weglassung einiger Teile, u. a. der Lampe, Fig. 3 bis 6 je einen Schnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 1 und 2 in einer anderen bei ihrer Bedienung vorkommenden Lage, unter Weglassung des Schachtes.
Gemäss Fig. 1 ist ein Bodenschacht 1 mit einem Ze mentrohr 2 ausgekleidet, auf dessen oberem Rand ein zur Versenkvorrichtung gehöriger Ring 3 ruht, der in einer entsprechenden Ausnehmung des Bodens 4 unter gebracht ist und der einen auf ihm liegenden, oberen Ring 5 peripherisch umschliesst. Die oberen Flächen 6 und 7 der Ringe 3 und 5, sowie die oberen Flächen 9 zweier Halbdeckel 8,
die je mittels eines Scharnieres 10 mit der Scharnierachse 11 am Ring 55 anscharniert sind, liegen in der Bodenebene 12. Der Ring 5 ist unten mit mehreren kreis- oder spiralförmig verlaufenden Nuten 13 versehen, in denen z. B. zwei parallel oder in Serie geschaltete, elektrische Heizkabel 14 untergebracht sind.
Schrauben 15 (Fig. 2) dienen zur Befestigung des oberen Ringes 5 auf einer Schulter 16 des unteren Ringes 3. Zwei diametral einander gegenüber liegende Platten 17 sind mittels Schrauben 18 unter dem oberen Ring 5 befestigt und haben von dem unteren Ring 3 einen klei nen Abstand.
An der Innenkante 19 einer jeden Platte 17 ist eine vertikale U-Schiene 20 in der Nähe ihres oberen Endes angeschweisst. Die beiden vertikalen U-Schienen 20 sind an ihren unteren Enden durch eine transversale U-Schiene 21 miteinander verbunden und bilden einen vom oberen Ring 5 in den Schacht 1 herab hängenden, ortsfesten Führungsrahmen.
Zwei um 90 gegenüber den Platten 17 versetzte Platten 22 (Fig. 1) sind mittels Schrauben 23 am oberen Ring 5 befestigt und an der Innenkante 24 jeder dieser Platten 22 ist das obere Ende eines vertikalen Führungs rohres 25 von rechteckigem Querschnitt angeschweisst.
In dem Führungsrohr 25 ist ein Flachstab 26 geführt, der an seinem unteren Ende mit einem U-förmigen An schlagstück 27 versehen ist, dessen Schenkel 28 nach innen gerichtet sind. Am oberen Ende ist ,der Flachstab 26 mit einer Anschlagnase 29 versehen, die in der in Fig. 1 und 2 gezeigten Versenk- oder Ruhestellung der Versenkvorrichtung auf dem oberen Rand des Füh rungsrohres 25 ruht.
Der Flachstab 26 ist mit zwei übereinanderliegen- den, als Rasten dienenden Vertiefungen 30 und 31 ver sehen, die mit einer unter der Platte 22 angeordneten Rastvorrichtung 32 zusammenarbeiten, die im wesent lichen aus einer an der Platte angeschweissten Hülse 33, und einem in derselben unter der Einwirkung einer Druckfeder 34 stehenden Rastbolzen 35 besteht. In der Ruhestellung greift das freie Ende des Rastbolzens 35 in die obere Raste 30 des Flachstabes 30, in der Ge brauchsstellung dagegen in dessen untere Raste 31 ein.
In dem vertikalen Führungsrahmen 20, 21 ist ein rechteckiger Schlitten 36 (Fig. 2) geführt, der aus zwei horizontalen U-Schienen 37 und zwei in den U- Schienen 20 geführten, vertikalen T-Schienen 38 besteht.
Ein vertikales Rohr 39, das durch zentrale Löcher 40 der horizontalen U-Schienen 37 hin durch geht, ist mittels Stellringen 41 am Schlitten 36 befestigt. Unter dem Schlitten 36 ist an demselben noch eine Traverse 42 von U-förmigem Querschnitt ange- schweisst. Das Rohr 39 ragt vom Schlitten 36 nach oben und ist an seinem oberen Ende mit einem Gewinde 43 versehen, das in ein entsprechendes Gegengewinde des Sockels 44 einer Lampe 45 eingeschraubt ist, in der sich ein nicht dargestellter, elektrischer Leuchtkörper befin det.
Die Lampe 45 :ist oben mit einer Kappe 46 verse hen, über welcher vorzugsweise noch ein strichpunktiert angedeutetes gewölbtes Schutzblech 47 (nur in Fig. 1 ge zeichnet) angebracht ist, an welchem Regenwasser ab laufen kann, um eine Verschmutzung der Lampe 45 zu vermeiden. Durch entsprechende Farbgebung kann das Blech so besser zur Pistenmarkierung am Tage dienen. Das Regenwasser kann durch einander gegenüberlie gende Randausnehmungen 48 der Halbdeckel 8 ein dringen, in welche Ausnehmungen 48 eine zum Hinaus ziehen der Lampe 45 dienende Öse 49 hineinragt.
Zwischen dem Lampensockel 44 und einer Mutter 50 ist ein aus Flacheisen bestehender Stützbügel 51 auf dem Rohr 39 festgeklemmt, der zwei symmetrische, auf wärts ragende Arme 52 aufweist, an deren oberen En den die unteren Enden der Schenkel 53 eines aus Halb rundeisen bestehenden U-förmigen oberen Gleitbügels 54 befestigt sind, dessen Lochteil 55 etwa halbkreisför mig nach oben gewölbt ist. Zur Befestigung des oberen Gleitbügels 54 am Stützbügel 51 sind Schrauben 56 und Muttern 57 vorgesehen. Diese Schrauben erlauben das einfache Herunterklappen dieses Gleitbügels 54 um die einfache Auswechslung der nicht gezeichneten Licht quelle zu ermöglichen.
An den Gleitbügelschenkeln 53 sind U-förmige Anschlagstücke 58 -angebracht, deren Schenkel 59 nach aussen in den Weg der Schenkel 28 der Anschlagstücke 27 ragen. Die Öse 49 ist an der obersten Stelle des Gleitbügels 54 angeschweisst. Ein unterer Gleitbügel 60, der ebenfalls nach oben gewölbt ist, und aus Flacheisen besteht, ist an einem Stellring 61 angzschweisst, mit dem er unmittelbar über dem Schlit ten 36 einstellbar am Rohr 39 befestigt ist.
Die beschriebene Versenkvorrichtung arbeitet wie folgt: Um die Lampe 45 aus der Ruhestellung nach Fig. 1 und 2 in die Gebrauchsstellung zu bringen, fasst man die Öse 49 von aussen mit einem Haken, den man in die Ausnehmungen 48 der Halbdeckel 9 einführen kann, die hierzu mit schmalen Verlängerungen 48' versehen sind. Wenn man die Öse 49 nach oben in eine erste, in Fig. 3 gezeigte Höhenlage zieht, wird dadurch über die Bügel 54 und 51 und das Rohr 39 der Schlitten 36 in den Füh rungen 20 nach oben gezogen.
Die inneren Ränder der Halbdeckel 8 werden durch den oberen Gleitbügel 54, an dem sie gleiten, mitgenommen, so dass diese Halb deckel 8 in die in Fig. 3 dargestellte Öffnungslage kom men. Wenn die Öse 49 noch etwas weiter nach oben ge zogen wird, dann fallen die Halbdeckel 8 zunächst auf den unteren Gleitbügel 60 und dann, wenn man die Öse 49 nach unten führt oder loslässt, wieder in ihre Schliesslage zurück, in welcher sie auf einer Ringschulter 62 des oberen Ringes 5 abgestützt sind, Die Vorrichtung kommt auf diese Weise in die in Fig.4 gezeigte Ge brauchsstellung, wobei die Mutter 50 auf den Rändern der Ausnehmungen 48 der Halbdeckel 8 abgestützt ist.
Wenn man die Lampe 45 wieder versenken will, fasst man die Öse 49 mit dem Haken und zieht damit die mittels des Rohres 39 auf dem Schlitten 36 befestigte Lampe 45 wiederum nach oben, aber diesmal in eine zweite, wesentlich höhere Höhenlage als beim Verbrin gen in die Gebrauchsstellung, nämlich so weit nach oben, dass die Enden der unteren Traverse 42 auf die unteren Anschläge der Flachstäbe 26 treffen und da durch letztere in den Führungsrohren 25 nach oben ver schieben. Infolgedessen treffen die oberen Enden der Flachstäbe 26 von unten auf die Halbdeckel 8, die vor her durch den unteren Gleitbügel 60 geöffnet worden sind, und öffnen dieselben noch weiter.
Die Flachstäbe 26 müssen so weit gehoben werden, dass die Rastbolzen 35, die aus den oberen Rasten 30 hinausgedrängt wor den sind, in die unteren Rasten 31 einschnappen. Führt man nun die Öse 49 nach unten zurück oder lässt man sie los, so halten die durch Rastbolzen 35 gehaltenen Flachstäbe 26 die Halbdeckel 8 offen, so dass alle über dem Schlitten 36 an demselben befestigte Teile, insbe sondere die beiden Gleitbügel 60 und 54, zwischen den selben in den Schacht 1 zurück gelangen können.
Fig. 6 zeigt eine Stellung der Vorrichtung, in welcher der Schlitten 36 noch nicht seine unterste Lage erreicht hat und die Halbdeckel 8 noch durch die Flachstäbe 26 offen gehalten werden. Bei einem weiteren Absenken des Schlittens 36 treffen die Anschläge 58 des oberen Gleit- bügels 54 auf die unteren Anschläge 27 der Flachstäbe 26 und nehmen dadurch letztere nach unten mit, wobei die Rastbolzen 35 aus den unteren Rasten 31 ausrasten. Schliesslich werden die oberen Anschläge 29 der Flach stäbe 26 durch die Halbdeckel 8 wieder auf die oberen Ränder der Führungen 25 gedrückt und rasten die Rast bolzen 35 wieder in die oberen Rasten 30 ein.
Damit ist dann die Ruhe- oder Versenkstellung nach Fig. 1 und 2 wieder erreicht.
Da man zum Herausziehen und Wiederversenken der Lampe 45 lediglich die Öse 49 in verschiedenem Masse nach oben ziehen muss, was man z. B. ohne aus einem Kraftfahrzeug auszusteigen, einfach mittels eines Hakens besorgen kann, geht dies sehr rasch. Falls man dabei die Öse 49 in der obersten Stellung des Schlittens 36 (Fig. 5) einfach loslässt, ergibt sich in Ermangelung weiterer Massnahmen ein harter Stoss beim Zurückfal len des Schlittens 36 und der damit verbundenen Teile in die Ruhestellung. Um diesen Stoss zu vermeiden, wird vorzugsweise in der unteren Schiene 21 des ortsfesten Führungsrahmens 20, 21 eine nur in Fig. 1 schematisch angedeutete Puffervorrichtung 63 angeordnet, auf die z.
B. das untere Ende des Rohres 39 (oder die untere Schiene 37 des Schlittens 36) beim Herabfallen trifft. Die Puffervorrichtung 63 kann z. B. Federn und/oder eine Dämpfungsflüssigkeit enthalten.
Es ist noch zu erwähnen, dass zwischen dem oberen Ring 5 und dem unteren Ring 3, an denjenigen Stellen, an denen sich nicht die Platten 17 und 22 befinden, eine Wärmeisolation angeordnet ist. Es wird dadurch ver mieden, dass ein zu grosser Teil der mittels der Heiz kabel 14 dem oberen Ring 5 zugeführten Wärme un nötigerweise auf den unteren Ring 3 übertragen wird. Dagegen findet eine gute Wärmeübertragung über die Platten 17 und 22 auf die Führungen 20 und 25 statt.
Die Heizkessel 14 werden über nicht dargestellte Anschlussleitungen von einem unterirdisch in den Schacht 1 eingeführten Spzisekabel aus gespeist, das auch zur Speisung des in der Lampe 45 enthaltenen elektrischen Leuchtkörpers dient. Die Anschlussleitung für diesen Leuchtkörper sind durch das Rohr 39 hin durch geführt und über Schleppleitungen mit dem Spei sekabel verbunden. Wenn Vereisungsgefahr besteht, wird das Speisekabel einige Zeit vor dem beabsichtigten Herausziehen der Lampe 45 von einer Zentralstelle aus unter Spannung gesetzt. Durch die im Heizkabel 14 und im Beleuchtungskörper entwickelte Wärme wird dann eine allfällige Vereisung der Scharniere 10 und der Füh rungen 20 und 25 behoben.
Es ist klar, dass der Schacht 1, dessen Boden in Fig. 1 nicht gezeigt ist, an einen Entwässerungskanal ange schlossen sein muss.
Die beschriebene Versenkvorrichtung kann auch für andere Gegenstände benützt werden, als für die darge stellte Lampe 45. Anstelle dieser Lampe 45 kann z. B. eine spezielle, unter der Bezeichnung Nato-Leuchte bekannte, insbesondere für Militärflugplätze entwickelte Lampe am oberen Ende des Rohres 39 befestigt werden. Anstelle von Lampen, kann man aber auch elektrische Anschlussorgane, insbesondere Steckdosen, für Stark- oder Schwachstromleitungen, z. B. Telephonleitungen, oder Anschlussorgane für Öl-, Wasser- oder Druckluft leitungen vorsehen.
Anstelle der Lampe kann auch un mittelbar ein Telephonapparat selbst angeordnet sein, oder ein in besonderen Fällen zur Verkehrsregelung dienender, mit einem lichtreflektierenden Belag versehe- ner, kurzer Signalpfosten, oder irgend ein anderer Ge genstand, der normalerweise versenkt sein soll, um nicht zu stören, und zeitweise in Gebrauchsstellung gebracht werden muss.
Der Schacht 1 kann auch in dem den Boden 4 bildenden Deck eines Flugzeugträgers oder in einem als Landeplatz für Helikopter dienenden grossen Flachdach vorgesehen sein. Auch ist es klar, dass die beschriebene Vorrichtung an sich auch verwendbar ist, falls der Schacht 1 bzw. dessen Verkleidung 2 teilweise aus dem Boden 4 herausragen sollte, obwohl derartige Anwen dungen nur selten interessant sein dürften.
Es ist möglich, zum Aufstellen und Versenken der Lampe auch zusätzlich noch eine motorbetätigte, pneu matische oder hydraulische Antriebsvorrichtung im Schacht vorzusehen, die durch Fernsteuerung in Betrieb gesetzt werden kann.
Um die Einrichtung auch bei extremer Kälte ein wandfrei betreiben zu können, kann ein zusätzlicher Heizkörper zur Heizug der Führungsschiene 20 vorge sehen werden.