CH435673A - Behälter aus einem Satz von Stahlbetonfertigteilen - Google Patents
Behälter aus einem Satz von StahlbetonfertigteilenInfo
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Description
Behälter aus einem Satz von Stahlbetonfertigteilen Die Erfindung bezieht sich auf einen Behälter aus einem Satz von Stahlbetonfertigteilen, beispielsweise für Abwasserkläranlagen, Wasserspeicher, Siloanlageny Schwimmanlagen, u. dgl., bestehend aus an den:
verti- kalen Stossflächen überfälzten, vorgeformten Stahlbeton- fertigteilen, in deren Falzzwischenraum bügelförnügen Bewehrungseisen aus den Fertigteilen hineinragen und deren Falzzwischenraum ausgegossen ist.
Von einem Durchmesser von etwa 2,50 m an lassen sich zur Herstellung von z. B. zylindrischen Behältern keine geschlossenen Ringe mehr verwenden, weil eine Vorfertigung von Ringen mit so grossem Durchmesser nicht nur grosse herstellungstechnische Schwierigkeiten mit sich bringen würde, sondern weil durch die sehr hohen Stückgewichte auch ihre Handhabung an der Baustelle und ihr Transport schwierig sein würden.
Bei grösseren Behältern werden deshalb die Ringe in mehrere Segmente aufgeteilt, die leicht herzustellen, zu transportieren und einzubauen sind. Es muss in die sem Fall aber dafür gesorgt werden, dass bei Verbin dung der lotrechten und waagerechten Stossfugen ein ab solut sicherer Verband entsteht, der den Flüssigkeitsdruck von innen und den Erddruck von aussen aufnehmen kann. Ausserdem müssen die Fugen wasserdicht sein, und dies auch bei Belastungsänderungen in der Behäl terwand bleiben.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind Be tonfertigteile bekannt geworden, die in ihren den ver tikalen Stosskanten benachbarten Bereichen mit ver- grösserter Wandstärke ausgeführt sind und bei denen die Nut in der einen der beiden gegenüberliegenden Ver stärkung dagegen nach innen offen ist, so dass zwei be nachbarte Fertigteile nach dem Zusammenbau sich mit ihren Verstärkungen klauenartig umfassen und dabei in der Mitte einen Hohlraum bilden,
wodurch die Be- wehrungseisen in den Betonteilen symmetrisch zur neu tralen Zone der Betonteile angeordnet werden können. Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass bei derartigen Ausfüh rungsformen, wie sie zuletzt angeführt sind in manchen Fällen als Nachteil empfunden wird,
dass dieZementbinde- schicht zwischen zwei übereinanderliegenden Segment- teilen nicht in plastischer Form eingebracht werden kann und dass es erforderlich ist, die Unterseite der Segment- steine in einer besonderen Weise auszubilden.
Im Hauptpatent wird ein Behälter aus einem Satz von Stahlbetonfertigteilen beschrieben, dessen Fertig- teile einen Schaft mit rechteckigem Querschnitt sowie ein verbreitertes Kopfende aufweist, das auf der oberen offenen Seite eine im Querschnitt wannenförmige Nut besitzt, wobei diese Nuten eines Kranzes aus zusammen gesetzten Fertigteilen eine Ringnut bilden,
in die Binde- mittel eingegeben und der darüber befindliche Kranz von Fertigteilen eingesetzt ist,
so dass das Kopfteil des Fer tigteiles samt dem Bindemittel den Fuss des vertikal be nachbarten Fertigteiles längs der horizontalen Stossstelle klauenartig umfasst. Die wannenförmige Nut weist hier bei in ihrem Boden eine rinnenförmige Vertiefung auf, in die Armierungsstähle eingesetzt werden.
Durch die wannenförmige Ausbildung der in den Fertigteilen vor gesehen Nut wird das Einbringen der Mörtelverbindun- gen in plastischer Form ermöglicht, wodurch sich eine grössere Sicherheit der wasserdichten Ausbildung der horizontalen Verbindung zwischen oberen und unteren Fertigteilen erzielen lässt.
Bei der Ausführung nach dem Beispiel im Hauptpa tent laufen die in die rinnenförmige Vertiefung der wan- nenförmigen Nut eingelegten Armierungsstähle rund um den ganzen Behälter.
Praktisch lässt sich dies nur da durch verwirklichen, dass einzelne Stücke des Armie- rungsstahls verwendet werden, die an ihren Enden mit Haftrillen oder sonstig:
Sonderprofilen zur Erzielung einer verstärkten Haftung gegenüber dem umgebenden Mörtel versehen sind. Derartige Armierungsstähle sind aber nur aus besonders hochwertigem Stahlmaterial er- hältlich, dessen Festigkeit sich bei der Anwendung auf Stahlbetonbehälter überhaupt nicht ausnutzen lässt,
so dass die Verwendung eines solchen hochwertigen Stahls eine unnötige Verteuerung mit sich bringt. Auch er schwert die nicht ausnutzbare höhere Festigkeit des Stahls die erforderlichen Biegearbeiten. Aufgabe der Erfindung ist eine Abwandlung des Stahl- betonhälters nach dem Hauptpatent derart,
dass man normalen Baustahl mit Endhaken für die Armie- rung in der rinnenförmigen Vertiefung der wannenför migen Nut verwenden kann.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass in jedem Fertigteil ein von der rinnenförmi- gen Vertiefung im Boden der wannenförmigen Nut aus gehender, nach unten verlaufender Schlitz vorgesehen. ist, in den die Endhaken der Armierungsstähle eingelegt und durch Vermörteln verankert sind.
Auf diese Weise ist es möglich, in entsprechende Längen zugeschnitte- nen normalen, mit Endhaken versehenen Baustahl zu verwenden.
Diese Armierungsstähle werden sodann bei der Herstellung des Betonbehälters derart in die rinnen- förmigen Vertiefungen eingelegt, dass ihre Endhaken in die vertikalen Schlitze der Betonfertigteile hineinragen, und werden dann in diesen Schlitzen durch Vermörte- lung verankert.
Der Schlitz wird zweckmässig in jedem Fertigteil in die Mitte der Umfangserstreckung desselben angebracht. Aus fertigungstechnischen Gründen ist es ausserdem zweckmässig, die Schlitze nicht nur etwa in Länge der Endhaken der Armierungsstäbe oder etwas grösser aus zuführen, sondern vielmehr über die gesamte Höhe jedes Fertigteiles durchlaufen zu lassen.
Bei dem Behälter gemäss der Zeichnung im Haupt patent steht das verbreiterte Kopfende jedes Fertigteiles gegenüber dessen Schaft radial sowohl nach innen wie auch nach aussen vor, so dass sich bei dem fertigen Be hälter sowohl an der Aussenseite wie auch an der Innen- seite an den Stossstellen vorstehende Ringwulste erge ben.
Die innen liegenden Ringwulste sind insofern nach teilig, als es infolgedessen nicht oder nur in sehr er schwerter Weisemöglichist, auf die Behälterinnenwand eine elastische Beschichtung mit Kunststoffmassen durch Auf spritzen, Aufkleben, Aufschweissen u. dgl. aufzubringen, um auf diese Weise den Betonkörper des Behälters gegen chemisch aggresive Einflüsse zu schützen.
Auch bereitet bei dieser Ausbildung eines Bausatzes für Stahlbeton- behälter die Abdichtung der horizontalen Trennfugen mittels Spachtehnasse gewisse Schwierigkeiten, weil der Fugenmörtel hier nur schräg ohne Druckwirkung auf getragen werden kann, und auch das nur im Bereich der zwischen der Verbreiterung der Stirnseiten liegenden Zo ne,
während im Bereich der verbreiterten Kopfenden überhaupt keine zusätzliche Dichtungsmöglichkeit be steht, weil sich die Verbreiterung unmittelbar auf die des darunterliegenden Fertigteiles aufsetzt, so dass die schräg angetragenen Mörtelmassen an diesen Stellen überhaupt gänzlich unterbrochen sind.
Diese Nachteile können in sehr einfacher Weise da durch behoben werden, dass das verbreiterte Kopfende jedes Fertigteiles gegenüber dessen Schaft nur radial nach aussen vorsteht und am unteren Ende jedes Fertig- teiles am Innenrand eine Aussparung vorgesehen ist,
de ren Querschnitt etwa dem Querschnitt des am oberen Ende des Fertigteiles zwischen der wannenförmigen Nut und der Innenmantelfläche des Fertigteiles stehenblei benden Randes entspricht. Hierdurch ergibt sich eine völlig glatte Innenwandfläche des fertigen Behälters, die ohne Schwierigkeiten mit elastischen Kunststoff-Folien u. dgl. ausgekleidet werden kann.
Ausserdem entstehen beim Zusammenbau der Fertigteile auf der Innenseite der Ringschüsse ringsum laufende, dreiseitig umschlos sene Horizontalnuten, die durch Einpressen von flüssig- keitsdichtenden Spachtelmassen zuverlässig ausgefugt werden können.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Er- findung dargestellt.
Fig. 1 zeige eine Draufsicht auf einen Teil eines Be- tonfertigteiles des Bausatzes nach der Erfindung.
Fig. 2 zeige einen vertikalen Schnitt durch die Be hälterwand entlang der Linie II-11 in Fig. 1.
Fig. 3 zeigt in verkleinertem Massstab einen hori- zontalen Schnitt durch einen fertigen, kreiszylindrischen Behälter aus einem Bausatz nach der Erfindung.
In den ringsegmentförmigen Fertigteilen 1 sind Be- wehrungseisen 2 in Form von horizontal verlaufenden, in sich geschlossenen Schleifen vorgesehen. Die verti kalen Stossstellen zwischen den einzelnen Fertigteilen 1 sind in der Fig. 1 des Hauptpatents dargestellten Art und Weise ausgebildet.
Die Fertigteile 1 weisen, wie Fig. 2 erkennen lässt, einen Schaft mit rechteckigem Querschnitt sowie ein ver breitertes Kopfende 3 auf, das aber, im Gegensatz zu der Ausbildung nach dem Beispiel im Hauptpatent nur radial nach aussen vorsteht.
In diesem verbreiterten Kopfende 3 befindet sich eine wannenförmige Nut 4, in die beim Zusammenbau eine plastische Bindeschicht ein- gegeben wird, wonach von oben ein weiteres Fertigteil 1 eingesetzt wird.
Im Bereich der vertikalen Stosskanten umfassen sich zwei in der Horizontalen benachbarte Fer tigteile 1 klauenartig. Im Boden der wannenförmigen Nut 4 ist eine rinnenförmige Vertiefung 5 vorgesehen, in die Armierungsstähle 6 eingesetzt werden.
In Mitte der Um fangserstreckung jedes Fertigteiles 1 ist ein von der rin- nenförmigen Vertiefung 5 ausgehender Schlitz 7 vorge- sehen, der über die gesamte Höhe jedes Fertigteiles 1 durchläuft und in den die Endhaken 8 der Armierungs- stähle 7 eingelegt sind.
Anschliessend werden diese End haken und damit die Armierungsstähle durch Eingeben von Mörtel in die Schlitze 7 in diesen Schlitzen veran kert.
Am unteren Ende jedes Fertigteiles 1 ist, wie Fig. 2 zeigt, am Innenrand eine Aussparung 9 vorgesehen, de ren Querschnitt etwa dem Querschnitt des am oberen Ende des Fertigteiles 1 zwischen der wannenförmigen Nut 4 und der Innenmantelfläche 10 des Fertigteiles ste- hen bleibenden Randes 11 entspricht. Infolgedessen ent steht an der horizontalen Stosskante, d. h.
also am Ring- RTI ID="0002.0215" WI="10" HE="4" LX="1146" LY="1907"> schuss, eine ringsumlaufende, dreiseitig umschlossene Horizontalnut 12, die durch Einpressen von flüssigkeits- dichtenden Spachtelmassen zuverlässig und dicht aus gefugt werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Behälter aus einem Satz von Stahlbetonfertigteilen, z. B. für Abwasserkläranlagen, Wasserspeicher, Siloan- lagen, Schwimmanlagen u.dgl., bestehend aus an den vertikalen Stossflächen überfälzten, vorgeformten Stahl betonfertigteilen, in deren Falzzwischenraum bügelför- mige Bewehrungseisen aus den Fertigteilen hineinragen und deren Falzzwischenraum ausgegossen ist, wobei jedes Fertigteil einen Schaft mit rechteckigem Querschnitt so wie ein verbreitertes Kopfende aufweist,das auf der obe ren, offenen Seite eine im Querschnitt wannenförmige Nut besitzt, wobei diese Nuten eines Kranzes aus zu sammengesetzten Fertigteilen eine Ringnut bilden, in die ein Bindemittel eingegeben und der darüber befindliche Kranz von Fertigteilen eingesetzt ist,so dass das Kopf teil des Fertigteiles samt dem Bindemittel den Fuss des vertikal benachbarten Fertigteiles längs der horizontalen Stossstelle klauenartig umfasst, und wobei im Boden der wannenförmigen Nut eine rinnenförmige Vertiefung zur Aufnahme von Armierungsstählen vorgesehen ist, da durch gekennzeichnet, dass in jedem Fertigteil (1)eist von der rinnenförmigen Vertiefung (5) im Boden der wannenförmigen Nut (4) ausgehender, nach unten ver laufender Schlitz (7) vorgesehen ist, in den die Endhaken (8) der Armierungsstähle (6) eingelegt und durch Ver- mörteln verankert sind. UNTERANSPRÜCHE 1.Behälter nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das verbreiterte Kopfende (3) gegenüber dem Schaft nur radial nach aussen vorsteht und am un- teren Ende jedes Fertigteiles (1) am Innenrand eine Aus sparung (9) vorgesehen ist, deren Querschnitt etwa dem Querschnitt des am oberen Ende des Fertigteiles (1) zwi schen der wannenförmigen Nut (4)und der Innenmau telfläche (10) des Fertigteiles (1) stehenbleibenden Ran des (11) entspricht. z. Behälter nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Schlitz (7) in jedem Fertigteil (1) in der Mitte der Umfangserstreckung desselben angebracht ist. 3.Behälter nach Patentanspruch, dadurch gekennr zeichnet, dass der Schlitz (7) über die gesamte Höhe jedes Fertigteiles (1) durchläuft.
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1962
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