CH429784A - Druckform für den Spiritusdruck - Google Patents

Druckform für den Spiritusdruck

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CH429784A
CH429784A CH1392863A CH1392863A CH429784A CH 429784 A CH429784 A CH 429784A CH 1392863 A CH1392863 A CH 1392863A CH 1392863 A CH1392863 A CH 1392863A CH 429784 A CH429784 A CH 429784A
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Description


      Druckforen    für den Spiritusdruck    Die Erfindung betrifft eine     Druckform    für den     Spiri-          tusdruck    und ein Verfahren zur     Herstellung    von Druck  formen für den     Spiritusdruck    auf photomechanischem  Wege unter Benutzung eines speziellen     Spritdruckfarb-          blattes.        Spritdruckmatrizen    bestehen bekanntlich aus ei  nem Träger - meist gewöhnlichem Papier - auf dem       spiegelbildlich    die zu     vervielfältigenden        Bild-    und Schrift  zeichen in Form eines  <RTI  

   ID="0001.0013">   efabenen    Reliefs     aus    einer alko  hollöslichen     Wachsfarbstoffmischung    aufgebracht sind.  Bei     Berührung    mit einem mit Alkohol befeuchteten Pa  pier wird dann jeweils ein geringer Teil des Reliefs ab  gelöst. Je nach der Stärke des Reliefs     lassen    sich bis     zu     200 Abzüge herstellen.  



  Es ist bereits bekannt, derartige     Druckformen    auf  photographischem Wege herzustellen. So wurde z. B.  vorgeschlagen,     einer        lichtempfindlichen,    photographi  schen Schicht den     alkohollöslichen    Farbstoff oder dessen  farblose     Leukoverbindung        zuzufügen.    Nach gerbender  Entwicklung und dem Auswaschen der     unbelichteten    Par  tien verbleibt dann direkt - bzw.

   nach     Oxydation    der       Leukoverbindung    - ein den Farbstoff     enthaltendes    Re  lief, das sich, sofern die Bildaufnahme     spiegelbildlich    er  folgte, als     Spritdruckmatrize    eignet.  



  Andere Verfahren gehen so vor, dass man nach der       gerbenden    Entwicklung eines von der Vorlage gezogenen  Positivs die nicht     belichteten    Schichtanteile auf eine den  Farbstoff enthaltende Empfangsschicht überträgt.     Gleich-          zeitig    gehen dabei an den gegerbten Bildstellen     Schicht-          anteile,    die Farbstoffe enthalten, auf das Positiv über, so  dass das     Positiv    nach dem     Abtrennen    des Farbpapiers  eine     Spritdruckmatrize    darstellt.  



  Alle bekannten     photographischen    Verfahren haben  jedoch Nachteile, die vor allem darin bestehen, dass der  Aufbau und die Beständigkeit der Schichten nur für rela  tiv geringe Auflagenhöhen     geeignet    ist, so dass zur Erzie  lung der     nötigen    Klebeeffekte für das Ausreissen von       Farbschichtteilen    an den     Bildstellen    der photographischen  Schicht besondere Bäder     erforderlich    sind, so dass     diese          Verfahren    allein schon durch     die        Anzahl    der Arbeits  gänge für die Praxis zu     aufwendig    werden.

   Der vorlie-         genden    Erfindung liegt die Aufgabe     zugrunde,    ein neues  Verfahren zur Herstellung von     Spiritusdruckformen    zu  entwickeln,     bei    dem die obengenannten Nachteile     ver-          mied@e.n    werden.  



  Es wurde nun ein Verfahren zur photomechanischen  Herstellung von     Spritdruckformen    gefunden, das einfa  cher ist als die bekannten Verfahren und dabei zu Druck  formen führt, die hohe     Auflagen    gestatten.  



  Für das     erfindungsgemässe    Verfahren ist ein licht  empfindliches photographisches Material und ein speziel  les nicht     lichtempfindliches        Spritdruckblatt        erforderlich.     



  Der Aufbau     des    photographischen     Materials    ent  spricht den der üblichen photographischen Papiere, wie       sie    beispielsweise für das     Silbersalzdiffussonsverfahren     angewendet werden. Derartige Materialien     bestehen    aus  einer Unterlage,     vorzugsweise    Papier, und der lichtemp  findlichen     Halogensilberschicht,    wobei bevorzugt     Chlor-          silberemulsionen    geeignet sind, die jedoch auch noch ge  wisse Mengen anderer     Silberhalogenide    enthalten können.

    Als     Bindemittel    ist insbesondere     Gelatine    zu     empfehlen,     die jedoch     ganz    oder teilweise durch andere bekannte     hy-          drophile,        wasserdurchlässige    und     härtbare    Schichtbildner       ersetzt    werden kann.  



  Da .nach einer bevorzugten     Ausführungsform    des er  findungsgemässen     Verfahrens    die Entwicklung in Gegen  wart gerbender Entwickler     durchgeführt    wird, sind solche  photographischen Materialien besonders vorteilhaft, die  in der     lichtempfindlichen    Schicht gerbende Entwickler  oder solche     Substanzen,    aus denen im Laufe der Ent  wicklung bildmässig gerbende oder härtende Substanzen  in Freiheit gesetzt werden, enthalten.  



  Ein     derartiges    lichtempfindliches Material ist in der       Fig.    1     skizziert,    wobei die Unterlage     mit    2 und die licht  empfindliche Schicht mit 1     bezeichnet    sind.  



  Das für das     erfindungsgemässe    Verfahren     erforder-          11che        Spritdruckfarbblatt,    das in     Fsg.    2 dargestellt ist, hat  folgenden     Aufbau:    Auf einer     Unterlage    5, die im allge  meinen aus einem     geeigneten    Papier besteht, befindet     sich     eine einen alkohollöslichen Farbstoff enthaltende     Schicht     4.     Derartige        Farbstoffe    sind von der     Herstellung    üblicher           Spiritusdruckfarbblätter    bekannt;

   an sie sind     lediglich    die  Forderungen zu     stellen,    dass sie     eine        geeignete    Farbe,  vorzugsweise dunkelblau oder schwarz, besitzen, in Alko  hol ausreichend löslich sind und     sich    in geeigneter Weise  mit dem Bindemittel verarbeiten     lassen.    Geeignete Farb  stoffe sind     beispielsweise        Kristallviolett,        Rhodanin,        Vik-          toriablau,        Viktoriagrün.     



  Als Bindemittel für diese     Farbstoffschicht    sind  die     bekannten    Substanzen oder     Mischungen        geeignet,     die für die     Herstellung        üblicher        Spiritusdruckfarb-          blätter        beziehungsweise    von Kohlepapieren     verwendet     werden.

   Bei der Entwicklung eines geeigneten     Binde-          mittels    ist     selbstverständlich.    auf die     Eigenheiten        des     erfindungsgemässen     Verfahrens    zu achten.

   Es ist  dem     durchschnittlichen        Fachmann    jedoch ohne     wei-          teres    möglich, bei     Kenntnis    der     Verfaihhrensibedihgun-          gen,    insbesondere der weiter unten     dargelegten    Forde  rungen an die     Hafteigenschaften    der verschiedenen  Schichten,

   durch     einfaches        Ausprobieren    eine     geeignete     Mischung     aufzufinden.    Die     erforderlichen    Eigenschaften  lassen sich durch     Mischung        verschiedener        Bind'emittel-          komponenten        unschwer    erreichen. Als Grundkompo  nente     für    diese Schicht kann auf die üblichen Wachse  zurückgegriffen werden, wobei auf dem Markt     eine    grosse  Anzahl von Wachstypen vorhanden     äst,    die speziell für  dieses Anwendungsgebiet empfohlen werden.

   Man wird  aber Wachse     verwenden,    die zwischen     etwa    70 und 100        schmelzen    und die .in einer relativ     harten,        feinkristallinen          Form.    anfallen.

   Im     allgemeinen    enthalten     dies;.    Schichten  Wachsstoffe in verschiedenen     Kombinationen,    wie mikro  kristallines Wachs, Paraffinwachs,     Ozokerit,        Carnauba-          wachse    oder dergleichen, allein oder im Gemisch mit an  deren     Substanzen.    Dabei sind     Synthesewachse    oder zu  mindest aufgearbeitete Wachse schon wegen der geringe  ren Qualitätsschwankungen bevorzugt.

   Es können     grund-          sätzlich    jedoch auch natürliche Wachse, wie     Carnauba-          wachse    eventuell im Gemisch mit anderen Wachsen ver  wendet werden. Das Wachsbindemittel kann zur Errei  chung optimaler Eigenschaften der     Schicht        variiert    wer  den durch andere Zusätze, hier sind     insbesondere    Kunst  stoffe, zu erwähnen, die     den    Schichten eine grössere     Fle-          xibilität    und mechanische Festigkeit verleihen.

   Die Zu  mischung von Kunststoffen ist auf dem vorliegenden Ge  biet der     Druckformtechnik    an sich bekannt. Vorzugsweise  wird man thermoplastische     Kunststoffe    verwenden,     die     sich im     Temperaturbereich    von 60 bis l50  verarbeiten  lassen und in diesem Temperaturbereich wachslöslich  sind; so dass homogene Schmelzen erhalten werden.

   Diese       Eigenschaften    der Kunststoffe sind im allgemeinen dann  zu fordern, wenn     die    Farbschicht aus der     Schmelze,    bei  spielsweise     unter    Benutzung     einer        Rakeleinrichtun:g     aufgebracht wird.     Verwendet    man eine     Griesslösung,    so  ist selbstverständlich nur die Löslichkeit in einem geeig  neten Mittel erforderlich.

   Bei Ausarbeitung     einer    Rezep  tur kann im     allgemeinen    auf die Kunststoffe     zurückge-          griffen    werden, die speziell     als        verträglich    mit Wachsen       empfohlen    werden. Hierzu     ,gehören        Polymerisate    von       Vinylder'vaten,        Mischpolymerisate    verschiedener     Vinyl-          monomerer,    z.

   B. von Äthylen und     Vinylestern    oder     Poiy-          äthylen    oder Polytuten. Es können aber auch Konden  sationsharze     wie        Alkydharze    oder natürliche Harze wie       Schellack    oder Kolophonium zugesetzt werden.  



  Als weitere Zusätze können     Weichmachungsmittel     wie Mineralöle, beispielsweise Produkte vom Typ der be  kannten     Spindelöle,    Fettsäuren und dergleichen verwen  det werden. Erfindungsgemäss ward nun auf diese     Farb-          schicht    eine dünne Schicht 3     eines        Metallei,    vorzugsweise    Aluminium oder     Zink,    aufgebracht. Die Schichtdicke  soll ungefähr 0,01-1     ic    betragen.

   Das entspricht einem  Metallauftrag von etwa     10-'-1    g pro     m9.    Hierbei ist je  doch zu     berücksichtigen,    dass das Metall im allgemeinen       nicht    in einer zusammenhängenden Schicht, sondern  in  selartig , etwa in Form     eines     statistischen Rasters  vor  handen ist, wobei die Rasterelemente     mikroskopisch     klein sind.     Diese    Schichtstruktur wird nach einer bevor  zugten Ausführungsform der vorliegenden     Erfindung     durch Aufdampfen des Metallei im Hochvakuum erhal  ten.

       Geeignet    sind aber auch zusammenhängende     Auf-          d'ampfschichten,    so fern diese so dünn     sind,        d'ass    die Bin  dekräfte     innerhalb    der Metallschicht     kleiner    sind als die  Haftung der Metallschicht 3 an der     farbstoffhaltigen     Schicht 4. Für den vorliegenden Zweck sind beispiels  weise     die    folgenden Metalle brauchbar: Silber, Kupfer,  Titan, Cadmium, Zink oder Aluminium.  



  Die oben beschriebenen Materialien werden, wie in  den     Fig.    3 und 4 schematisch     dargestellt    ist, in folgender  Weise verarbeitet: Zunächst     wird    das lichtempfindliche       Material    so belichtet, dass nach der     Entwicklung    ein nega  tives, seitenverkehrtes Bild der Vorlage     entsteht.    Die be  lichteten Teile sind in der     Fig.    1 in der Schicht 2 durch       eine    weite Schraffierung gekennzeichnet.

   Nach der Be  lichtung wird das     photographische        Material    in einem Ent  wickler üblicher Zusammensetzung, jedoch mit einem  Gehalt an     Silberhalogenidlösungsmittel,    wie z. B.     Alkali-          oder        Ammoniumthiosulfat,    oder     -rhodanid        entwickelt.     Während oder nach der Entwicklung wird, wie in     Fig.    3  dargestellt, das photographische Material     mit    dem     Sprit-          druckfarbblatt    so in Kontakt gebracht,

       d'ass    die dünne  Metallschicht 3     die        lichtempfindliche    Schicht 2 berührt.  Der     Kontakt    kann beispielsweise durch Zusammenpres  sen der     beiden    Materialien zwischen zwei     Rollen    herbei  geführt werden. Anschliessend werden die beiden Mate  rialien getrennt, wobei infolge der besseren Haftung zwi  schen Metallschicht und den unbelichteten Bildteilen der  photographischen Schicht die entsprechenden Teile der  Farbschicht aus dieser bildmässig herausgerissen werden.

    Dadurch     erhält    man ,ein photographisches     Material    mit  einem     seitenverkehrten,    positiven     Farbschichtrelief,    das       als    Druckform im     Spritdruck    verwendet wird.     Das    Ergeb  nis dieses Verfahrensschrittes ist in     Fig.    4 dargestellt.  



       Materialien,    die für das erfindungsgemässe Verfahren  brauchbar sein sollen, müssen in bezug auf die Haftung  zwischen     den    verschiedenen Schichten in der in     Fig.    4       dargestellten    letzten Verfahrensstufe folgende Bedingun  gen erfüllen:

   Die Haftung der Metallschicht 3 an den un  belichteten, nicht     entwickelten    Stellen der photographi  schen Schicht 2 muss grösser sein als die     Haftung    der  Farbschicht 4 an der Unterlage 5 des     Spiritusdruckfarb-          blattes,    und diese wiederum muss grösser sein als die Haf  tung der     Metallgchicht    3 an den belichteten     und    ent  wickelten Stellen der     photographischen    Schicht 2.

   Ausser  dem müsste die     photographische    Schicht 2 an der Unter  lage 1 und die     Metallschicht    3 an der Farbschicht 4 fester  haften als die     übrigen        Grenzflächen.    Die Haftung der  Metallschicht 3 an der     farbstoffhaltigen    Schicht 4 kann  gegebenenfalls durch     Zwischenlegen    einer dünnen     Haft-          .Schicht    erhöht werden. Als spezielle Haftschichten eignen  sich z. B. andere Wachs- oder     Kunststoffschichten,    die  gegebenenfalls durch     Vakuumbedampfung    aufgebracht  werden können.

   Bewährt haben sich beispielsweise  Wachse vom Typ des      Appreturwachs    WL      (Handels-          name    der Farbwerke     Hoechst).    Eine derartige Haftschicht  erhöht ausserdem noch  in        vorteilhafter    Weise die     Abf'ärb-          festigkeit    der Farbschicht beim     Berühren.    Bei Berück-           sichtigung    der oben beschriebenen Haftbedingungen ist  es ohne     Schwierigkeiten    möglich,

   unter     Zugrundelegung          bekannter    Materialien und bekannter Erkenntnisse über  die Herstellung von Farbschichten in der     Druck-    oder       Kohlepapiertechnik    durch systematisches Ausprobieren       gezignete    Substanzen oder Substanzkombinationen zu  finden.  



  Zur Erhöhung der Haftunterschiede der metallischen  Schicht des     Spiritusdruckfarbblattes    zwischen den belich  teten und entwickelten     Schichtteilen    der photographi  schen Schicht einerseits und den nichtbelichteten und  nichtentwickelten Teilen dieser Schicht     anderseits    wird  nach einer bevorzugten     Ausführungsform    der Erfindung  die Entwicklung .in     Gegenwart    gerbender Entwickler  durchgeführt.

   Hierzu gehören beispielsweise aromatische  Verbindungen, die     zwei        Hydroxylgruppen    enthalten, wie       Hydrochinon,        Brenzkatechin,        2,3-Di'hydroxynaphthalin,          3,4-Dihydroxydiphenyl    oder     ähnliche.     



  Anstelle der gerbenden Entwickler können auch  solche Stoffe verwendet werden, die bei     der    Entwicklung  bildmässig Substanzen mit gerbender oder     härtender    Wir  kung abspalten. Hierzu gehört beispielsweise die     Form-          aldehyd-BisulfitVerbindung,    aus der bei der Entwick  lung Formaldehyd abgespalten wird, so     d'ass    die photo  graphische Schicht, die     härtbare    Proteine wie Gelatine  als Schichtbindemittel enthält, an diesen Stellen gehärtet  wird.

   Die gerbenden Entwickler oder die Verbindungen       mit    gerbender Wirkung überhaupt können entweder dem  Entwickler zugesetzt oder der photographischen Schicht       einverleibt    werden. Die zuletzt genannte Ausführungs  form ist vorzuziehen.    <I>Beispiel 1</I>  a) Negativmaterial:  Eine     Chlorsilberemulsion,    wie sie in     photographischen     Materialien für die Herstellung von Bürokopien üblich  ist, wird auf eine     Papierunterlage    aufgebracht. Danach  wird das     Material    in üblicher     Weise    getrocknet.  



  b) Positivmaterial:  Ein     normales,        feinfaseriges    Papier wird mit einer       Farbstoffpaste    bestrichen, die aus 40 Teilen     Klistallviolett     und 60 Teilen eines     Bindemittels    folgender Zusammen  setzung besteht:

    42 Teile mikrokristallines Wachs, beispielsweise das  unter der Bezeichnung KP-Wachs von den Farbwerken       Hoechst    AG vertriebene Produkt,  40 Teile     Spindelöl,     18 Teile eines     Mischpolymerisates    aus Äthylen und       Vinylacetat,    mit einem Gehalt von 25-35 %     Vinylacetat.     Die Herstellung eines     derartigen        Mischpolymerisates    ist  in der DAS 1 126 613 beschrieben.  



  Die Zusammensetzung des genannten     Bindemittels     kann innerhalb der folgenden Bereiche     variiert    werden:    30 - 45 Teile des Wachses  40 Teile     Spind'elöl     30 - 15 Teile     Mischpoiymerisat.       Auf diese Pigmentschicht wird im     Hochvakuum    eine  Aluminiumschicht aufgedampft. Der     Aluminiumauftrag     beträgt etwa     10-i    g pro     m2.    Das würde einer Schicht  dicke von etwa     0,05,u    entsprechen.

   Hierbei ist jedoch zu       berücksichtigen,    dass die aufgedampfte     Aluminiumschicht     nicht homogen ist, sondern aus mikroskopisch     kleinen     Aluminiuminseln besteht, die als     statistisches    Raster auf  zufassen sind.    Das Negativmaterial wird bildmässig     belichtet    und mit  einem Entwickler der folgenden Zusammensetzung be  handelt:  26 g     NaOH     160 g     Nag-S03        sicc.     27 g     Hydrochinon     2 g     p-Methylaminophenol     18 g     Na2S203        krsst.     



  8 g     Athylend'iamintetraessigsäure,    aufgefüllt     mit     Wasser auf 21.    Für die bisherige Verarbeitung können     Entwickler-          vorrichtungen,    wie sie üblicherweise im Rahmen des     Sil-          bersalzdiffusionenverfahrens,    verwendet werden, benutzt  werden. Nach einer Kontaktzeit von 30 Sek. werden die  beiden Materialien     voneinander    getrennt.  



       Die        Druckform    wird getrocknet und dann in einer  üblichen Spiritusdruckmaschine     verwendet.    Es können  etwa 250     Vervielfältigungen    vorzüglicher Qualität erhal  ten werden.  



  <I>Beispiel 2</I>  a)     Negativmaterial:     Eine Papierunterlage wird mit einer     Gelatineschicht     versehen und auf dieser eine     Chlorsilbergelatineschicht,     die für das grüne     Spektralgebiet    sensibilisiert ist, aufge  tragen. Das so hergestellte     Material    wird in üblicher       Weise    getrocknet.  



  b) Positivmaterial:  Es wird ein Material verwendet, das dem in Beispiel  1     beschriebenen    Typ entspricht. Statt einer     Aluminium-          Schicht    wird jedoch eine Zinkschicht aufgedampft in der  gleichen Oberflächenkonzentration von 0,1 g pro     m2.     



  Das     Negativmaterial    wird bildmässig belichtet und mit       folgendem    Entwickler verarbeitet:    25 g     NaOH     180 g     Na2S03        sicc.     30g     Hydrochinon     2 g     1-Phenylpyrazolidon-(3)     20 g     Na2S203        krist.     



  8 g     Äthylendiamintetraessigsäure,    aufgefüllt mit  Wasser auf 2 1.    Nach der Entwicklung wird das Negativ- und Positiv  material für etwa 30 Sekunden in Kontakt gebracht und  anschliessend     auseinandergerissen.    Dabei wird eine Druck  form erhalten, die in üblichen     Spritdruckmaschinen    ver  arbeitet werden kann.  



  <I>Beispiel 3</I>  a)     Negativmaterial:     Es wird ':ein photographisches Material verwendet,  das eine     Chlorsilberemulsionsschicht        mit    einem Silber  gehalt von etwa 2 g pro     m9    enthält. Die     lichtempfindliche     Schicht enthält ferner die     Formaldehyd-Bisulfit-Verbin-          dung    in einer Konzentration von etwa 0,8     g/m2.       b) Positivmaterial:  Es wird ein Material     verwendet,    das dem in Beispiel  1 beschriebenen Typ entspricht.  



  Es wird wie in Beispiel 1     beschrieben    verarbeitet.  Man erhält eine     Druckform    mit einem     hervorragend     scharfen     Farbschichtrelief.     



  <I>Beispiel 4</I>       Die        verwendeten    Materialien entsprechen denen in  Beispiel 2 beschriebenen; auch     die    Verarbeitung wird in      der dort angegebenen Weise durchgeführt,     wobei    jedoch  ein gerbender     Entwickler    der folgenden     Zusammenset-          zung    verwendet     wird:     45 g     NaOH     30g     Brenzkatechin     2 g     1-Phenylpyrazolidon-(3)     18 g     Na2S20a        krist.     



  4 g     KBr     8 g     Äthylendiamintetraessigsäure,        aufgefüllt    mit  Wasser auf 21.  



  Man     erhält    eine Druckform     mit    einem     hervorragend     scharfen Farbbild.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Druckform für den Spiritusdruck, bestehend aus einer auf einer geeigneten Unterlage aufgebrachten verarbeite ten photographischen Schicht und einer bildmässig ver- teilten Farbreliefschicht,
    die sich nur auf den nichtent wickelten Teilen der photographischen Schicht befindet und' die aus einer dünnen metallischen Schicht und einer einen alkohollöslichen Farbstoff enthaltenden Schicht be steht.
    PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung von Druckformen nach Patentanspruch I für den Spiritusdruck, dadurch gekenn- zeichnet, dass man ein lichtempfindliches, photographi sches Material, das aus mindestens einer auf einer Unter lage befindlichen lichtempfindlichen Halogensilberemul- sionsschicht besteht,
    bildmässig belichtet, mit einem ein Silberhalogenidlösungsmittel enthaltenden photographi schen Entwickler entwickelt, während oder nach der Ent wicklung mit einem Spiritusdruckfarbblatt in Kontakt bringt, das umfasst eine Unterlage, eine darauf angeord nete Schicht, die einen alkohollöslichen Farbstoff enthält, und eine dünne metallische Schicht,
    wobei die beiden Materialien in der Weise in Kontakt gebracht werden, dass die metallische Schicht und: die entwickelte Schicht des photographischen Negativmaterials einander berüh ren und dass man anschliessend die beiden Materialien auseinanderreässt,
    wobei die metallische Schicht und die daran haftende Farbstoffschicht der Kopierfolie auf den unbelichteten und nicht entwickelten Stellen des photo- graphischen Materials im Gegensatz zu den belichteten und entwickelten Stellen als Farbschichtrelief bildmässig haften bleibt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch II, gekennzeich net durch die Verwendung eines Spiritusfarbdruckblattes,
    das als metallische Schicht im Hochvakuum aufgedampf tes Aluminium oder Zink und als Bindemittel für die Farbschicht ein Gemisch aus einem feinkristallinen Wachs und einem thermoplastischen Kunststoff enthält. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I und Unteran spruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Spiritusdiuckfarbblattes, das zwischen der metallischen Schicht und der Farbschicht eine zusätzliche Haftschicht aus einem Wachs enthält. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch II und den Unter- ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das photographische Material, in Gegenwart eines gerbenden Entwicklers oder einer Substanz entwickelt wird, die bei der Entwicklung einen das Schichtbindemittel bildmässig gerbenden oder härtenden Stoff abspaltet.
    PATENTANSPRUCH III Mittel zur Ausübung des Verfahrens nach Patent anspruch II in Form eines Spiritusdruckfarbblattes zur Herstellung von Druckformen nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine Unterlage, eine darauf be findlichen Farbschicht mit einem alkohollöslichen Farb- stoff und eine darüber angeordnete dünne metallische Schicht. UNTERANSPRÜCHE 4.
    Mittel nach Patentanspruch 11I, gekennzeichnet durch eine zusätzliche Haftschicht aus Wachs, die zwi- schen der metallischen Schicht und der Farbschicht an geordnet ist.
    5. Mittel nach Patentanspruch 11I, enthaltend eine Papier- oder Kunststoffunterlage, eine Farbschicht, die als alkohollöslichen Farbstoff Kristallviolett und als Bin demittel ein Gemisch aus einem mikrokristallinen Wachs und einem thermoplastischen Kunststoff enthält und eine dünne im Hochvakuum aufgedampfte Aluminiumschicht.
CH1392863A 1962-11-21 1963-11-13 Druckform für den Spiritusdruck CH429784A (de)

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