CH429391A - Verfahren zum Löten von Bauteilen - Google Patents
Verfahren zum Löten von BauteilenInfo
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Description
Verfahren zum Löten von Bauteilen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Löten von metallischen und metallisierten nicht metallischen Bauteilen, die mit unregelmässigem Lot spalt gegeneinander liegen. Bei Konstruktionen, deren Bauteile derart ausgelegt sind, dass sie unregelmässig mit Fugenspalt gegenein ander stehend verbunden werden sollen, treten in der Klein- oder Grossfabrikation immer wieder Schwierig keiten auf. Dies ist besonders dann der Fall, wo Einzel teile, wie z. B. Rohre und Deckel, aneinander oder in einander gelötet werden müssen. Es betrifft dies meistens Lötoperationen in beliebiger Höhe oder Lage, im Gegen satz zu Operationen auf Anschlag. Es ist bekannt, dass solche Teile für die Lötung speziell gegeneinander geformt, d. h. angepasst werden. Für die Fertigung sind bekannt der einfache Bördel, der Doppelbördel, die Überlappung, das Einrollen usw. Ferner ist es bekannt, solche stumpf zusammenge fügte Teile mittels eines angelegten Runddrahtes zu löten. Versuche in der Serienfabrikation haben aber erge ben, dass diese Verfahren keine genügende Sicherheit gewährleisten, da die Lotverteilung nicht gleichmässig erfolgt. Die Erfindung behebt diese Nachteile. Die Erfindung besteht darin, dass an den Lotspalt als Löthilfe mindestens eine einfache Profildrahtwendel gelegt wird, wodurch die Kapillarkräfte verstärkt und damit die Benetzung des Bauteiles mit dem Lot und das gleichmässige Verschiessen des Lotes und damit des Lötvorganges über die ganze Lötfuge verbessert wird. Dabei können Fugenspalte von mehreren Zehntel millimetern zwischen den senkrecht oder auch schräg aufeinander stehenden, vorwiegend plattenförmigen Bauteilen gelötet werden. Bei dem erfindungsgemässen Verfahren wird eine homogene Lötung erreicht, was ein gleichmässiges und gutes Legieren der festen Metalloberfläche durch das Lot ergibt. Dieser Legierungsreaktion zwischen dem festen und flüssigen Metall muss aber stets eine rasche und sichere Benetzung des Bauteiles vorausgehen. Ist das im Gegensatz zum Verfahren nicht der Fall, d. h. geschieht diese Reaktion langsam und ungleichmässig, so ist keine homogene Lötung zu erwarten. Die Ver- schiesszeit beeinflusst beim Verfahren die Qualität der Lotnaht ausserordentlich. Es kann also gesagt werden, dass die sonst nur ört lich wirkende Kapillarkraft-Konzentration längs des Lot spalts schnell verteilt wird. Praktische Versuche haben ergeben, dass das neu artige Verfahren gegenüber der bekannten Technik, mit einem eingelegten vollen Runddraht, ganz wesentliche Vorteile bietet. Einmal lassen sich mit eingelegten ver drillten Drähten grössere Lotspalte überbrücken. Ferner ist die Gefahr des Ablaufens von Lot durch den Lot spalt kleiner und die Lotzugabemöglichkeit ist merklich höher. Die Lotverteilung ist ausserordentlich gleich- mässig und präzis. Die Lötzeiten am Einzelstück und in der Serie können stark heruntergesetzt werden. Die Si cherheit für einwandfreie Lötung wird stark erhöht. Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Profildraht wendel zur Ausführung des Verfahrens. Die erfindungs gemässe Profildrahtwendel besteht dabei aus einem Me tall, dessen Schmelzpunkt über der Löttemperatur liegt. Die Profildrahtwendel können dabei in verschiedener Art ausgeführt werden. Figur 1 zeigt den einfachsten Fall mit zwei ver drillten Runddrähten als Löthilfe. Bei Verwendung von mehr als zwei Drähten als Löthilfe, z. B. eine vierdrahtige Verdrillung (Fig. 2), lässt sich die gleichmässige und durchgehende Benet zungsfähigkeit verbessern. Als verdrillte Profildrahtwendel im Sinne der Erfin dung lässt sich auch ein verdrillter Vierkantdraht ver wenden (Fig.3). Ferner kommen in Frage ein von einem anderen Profildraht umwickelter Profildraht (Fig. 4) oder ein rohrförmig gewundenes Band (Fig. 5). Das Verfahren kann mit Vorteil auch beim Löten von metallisierten nichtmetallischen Bauteilen verwen det werden. Als solche kommen in Frage: metallisierte Keramik- oder Glasteile. Der verwendete Profildraht kann aus Kupfer ver zinnt, Eisen blank, Eisen verkupfert usw. bestehen. Es können aber auch kupfer- oder messingbelegte Panzer holzplatten gelötet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Löten von metallischen und me tallisierten nichtmetallischen Bauteilen, die mit unregel- mässigem Lotspalt gegeneinander liegen, dadurch ge kennzeichnet, dass an den Lotspalt als Löthilfe minde stens eine einfache Profildrahtwendel gelegt wird, wo durch die Kapillarkräfte verstärkt und damit die Be netzung des Bauteiles mit dem Lot und das gleichmäs sige Verschiessen des Lotes und damit des Lötvorganges über die ganze Lötfuge verbessert wird. II.Profildrahtwendel zur Ausführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass diese aus Metall besteht, dessen Schmelzpunkt über der Löttemperatur liegt. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Profildrahtwendel nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass sie ein verdrillter Vierkant draht ist (Fig. 3). 2. Profildrahtwendel nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass sie ein rohrförmig gewun denes Band ist (Fig. 5). 3. Profildrahtwendel nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass ein Profildraht von einem anderen Profildraht umwickelt ist (Fig. 4).
Priority Applications (5)
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Applications Claiming Priority (1)
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Family
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Family Applications (1)
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