CH428247A - Verfahren zur Anzeige eines Flüssigkeitspegels und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Anzeige eines Flüssigkeitspegels und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zur Anzeige eines Flüssigkeitspegels und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Anzeige eines Flüssigkeitspegels,
worunter hier der vertikale Ab stand eines Flüssigkeitsspiegels von einem festen Be- zugsniveau zu verstehen ist.
Dabei soll das Verfahren ohne körperlichen Kontakt zwischen Fühler und Flüs sigkeit vor sich gehen, welche Forderung beispielsweise bei :der Steuerung des Zuflusses flüssiger Giessmasse beim automatisierten Vergiessen elektronischer .Bauteile mit Giessharz .erhoben wird, weil Abmessungen und Ge staltdes Fühlers durch das zähflüssige, rasch erhärtende Harz verändert und die Anzeige verfälscht würden.
Die genannte Aufgabe soll nach der Erfindung auf pneuma tischem Wege gelöst werden, indem man Gas auf die Flüssigkeitsoberfläche bläst und die Höhe :des Spaltes, durch welchen :das Gas zwischen Düsenende und Flüs sigkeitsoberfläche in radialer Richtung entweicht, und damit die Abhängigkeit des Ausströmwiderstandes vom Abstand :zwischen Flüssigkeitsspiegel und Fühler zur Anzeige des Pegels heranzieht.
Dieses Prinzip wurde bereits für die Anzeige des Abstandes eines festen Kör pers von einer Düse vorgeschlagen; seine Anwendung auf die Anzeige eines Flüssigkeitspegels ist jedoch da durch wesentlich erschwert, ,dass man mit niedrigem Gasüberdruck arbeiten muss, weil die Flüssigkeitsober fläche nicht zu unregelmässigen Kräuselungen aufge- rührt werden darf, denn dadurch würde die Genauigkeit der Anzeige hinfällig;
wenn die zulässige Vertiefung der Giessharzoberfläche unter dam Staudruck beispielsweise unter 0,1 mm bleiben soll, wird auch der zulässige Gas- überdruck in der Grössenordnung von nur 0,1 mm Flüs- sigkeitssäule liegen dürfen.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist nun dadurch gekennzeichnet, dass ein Gasstrom aus einer Düse unter so kleinem Druck auf den Flüssigkeitsspiegel geblasen wird, dass auf diesem keine welligen Oberflächenstörun- gen erregt werden,
.und dass man einen durch ein Mess- rohr geleiteten Gasstrom in Abhängigkeit vom mit dem Flüssigkeitspegel veränderlichen Ausströmwiderstand ,der Düse sich einstellen lässt, um ihn :
in einer Mess- brücke zur Anzeige des Flüssigkeitspegels heranzuzie- heu, indem man den elektrischen Widerstand .eines vom Gasstrom .im Messrohr umspülten Heizdrahtes mit dem elektrischen Widerstand eines Heizdrahtes mit zumin dest annähernd- gleicher Temperatur-Widerstand-Cha- rakteristik vergleicht,
welcher in einem Bezugsrohr einem vom Gasstrom im Messrohr .unbeeinflussten Gas ausgesetzt ist.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens, gekennzeichnet durch eine Düse, durch welche aus einer Druckgasquelle ein Gasstrom auf den Flüssigkeitsspiegel :geblasen werden kann, zwei Heizdrähte mit zumindest annähernd gleicher Temperatur-Widerstand-Charakteristik, deren einer sich in einem Messrohr und :deren .anderer sich in einem Be zugsrohr befindet, wobei der durch die Düse geleitete Gasstrom den :
durch das Messrohr geleiteten Gasstrom in Abhängigkeit vom Ausströmwiderstand ,der Düse be- einflusst, und -durch mit den Heizdrähten und einem Spannungsanzei,ger zu einer Messbrücke zum Vergleich :der beiden Heizdrahtwiderstände zusammengeschaltete Widerstände. .
In der einzigen Figur ist weitgehend schematisiert ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vor richtung dargestellt, und anderen Arbeitsweise soll nun auch das erfindungsgemässe Verfahren erläutert werden.
Die Vorrichtung dient dazu, die Zufuhr der einer Giessform 1 zufliessenden Giessmasse zu -unterbrechen, sobald deren Spiegel einen vorgeschriebenen Pegel er reicht. Zu diesem Zwecke wird eine senkrecht nach un ten gerichtete Düse 2 in ,der durch Versuche als richtig ermittelten Höhe fixiert und aus einer nicht gezeigten Druckluftquelle gespeist.
Als Druckluftquelle kommt etwa ein auf wenige Zehntel Millimeter Luftüberdruck eingestellter Luftkessel in Betracht, in welchen eine han delsübliche kleine Pumpe fördert, wie .man sie z.
B. zur Belüftung :eines Aquariums verwindet. Die Düse 2 ist mit einer Drossel 3 und an der Düsenspitze mit einer Blende 4 versehen; dazwischen liegt ein Entnahmestut- zen 5, aus welchem .ein Teil der durch die Drossel 3 ein strömenden .Luft ,durch eine Leitung 6 nach einem Mess- gerät 7 abgezweigt wird.
Das Massgerät 7 weist einen Metallblock 8 auf, worin zwei parallele Bohrungen, nämlich ein Messrohr 9 und ein Bezugsrohr 10, vertikal und mit übereinstim menden Abmessungen angebracht -sind, und zwar in kleinem Abstand, um durch gute Wärmeleitung die Wandtemperaturender oben offenen Rohre 9, 10 einan der möglichst anzugleichen.
In den beiden Rohren 9, 10, sind Heizdrähte 11, 12 .aufgespannt, beispielsweise Glühlampenwendeln aus Wolfram, die so ausgewählt wurden, dass ihre Temperatur-Widerstand-Charakteri- stiken möglichst ;
genau übereinstimmen, .allenfalls noch durch nicht dargestellte Parallelwiderstände korrigiert. Die Heizdrähte 11 .und 12 sind zum Vergleich ihrer elektrischen Widerstände .mit in Reihe dazu geschalteten Widerständen 13 und 14 zu einer Messbrücke zusam- mengeschaltet,
welche von einer durch eine Batterie 15 angedeuteten und auch die Energie zur Heizung der Heizdrähte 11, 12 (auf etwa 200 bis 300 C bei Betrieb der Wolframwendeln in Luft) liefernden Stromquelle gespeist wird; zur Anzeige der Brückenspannung dient ein Galvanometer 16.
Die Leitung 6 mündet in das Messrohr 9 nahe bei dessen .unterem Ende, sodass die aus der Düse 2 abge zweigte Luft das Messrohr 9 von unten nach oben durchströmt.
Damit möglichst wenig andere Luft durch die Rohre 9 und 10 aufsteigen kann, sind die Heizdrähte 11 und 12 unten auf isolierenden, die Rohre 9 und 10 luftdicht verschliessenden Distanzhaltern 17 montiert. Das Messgerät 7 wird zweckmässig so aufgestellt,
dass die Umgebungsluft ausser durch die Luftzüge durch die Rohre 9 und 10 von keiner störenden Bewegung getrof fen wird.
Die durch die Leitung 6 abgezweigte Luftmenge hängt nun vom Flüssigkeitspegel in der Giessform 1 ab, indem der Ausströ.mwiderstand der Blende 4 in Abhän gigkeit vom Pegelstand zunimmt:
je höher der Flüssig- keitsspiegel steigt, desto mehr verengert sich der Luft spalt, durch -den die der Blende 4 entströmende Luft, wie durch Pfeile .angedeutet, seitlich radial abfliessen kann, und je weniger Luft deshalb der Blende 4 entweicht, umso mehr strömt den Pfeilen 19 nach durch die Lei tung 6 dem Messrohr 9 zu.
Liesse man den Spiegel so weit ansteigen, dass die Flüssigkeit die Blende 4 ganz verschliesst, würde deren Ausströmwiderstand unend lich gross, die ganze durch :die Drossel 3 eindringende Luft nähme .den Weg durch die Leitung 6 und das Mess- rohr 9.
Der in Abhängigkeit vom Flüssigkeitspegel verän derliche Luftstrom. durch das Messrohr 9 wird nun zur Anzeige des Pegels in oder Giessform 1 herangezogen, indem der Heizdraht 11 .desto mehr gekühlt und sein Widerstand @dadurch umso mehr gesenkt wird, je grösser die,aus ,der Düse 2 abgezweigte Luftmenge ist.
Nachdem sich der Beharrungszustand der Luft- und Temperatur- verhältnisse eingespielt hat, kann man das dem Ver gleich der Widerstände !der Heizdrähte 11 und 12 die nende Galvanometer 16 so eichen, dass es den Pegelstand unmittelbar anzeigt, und zwar bleibt die Eichung bei guter Wärmeleitung zwischen dem Mess- rohr 9 und dem Bezugsrohr 10 auch dann richtig,
wenn sich Temperatur und Feuchtigkeit der Umgebungsluft oder die Spannung der Batterie 15 in mässigen Grenzen ändern.
Wenn die Pegelanzeige automatisiert werden soll, wird man anstelle des Galvanometers 16 einen Trigger verwenden, welcher bei der dem verlangten Pegelstand entsprechenden Brückenspannung ein Ventil schliesst, um den;
weiteren Zufluss der Flüssigkeit zu sperren. Da bei wird man die Schliesszeit um einen Betrag vorzustel- len-haben, welcher der Zeit .entspricht,
welche die Luft zum Durchströmen der Leitung 6 benötigt und die in folge der thermischen Trägheit des Messgerätes 7 zwi schen der Überschreitung eines Pegelstandes und der entsprechenden Spannungsanzeige verstreicht.
Bei zweckmässiger Einstellung oder elektrischen und Strö- mungswidercstände und nicht zu langer Leitung 6 lässt sich diese Zeit unter eine Sekunde senken, selbst wenn der Luftüberdruck hinter der Drossel 3 so niedrig ist, dass die Flüssigkeitsoberfläche vom Staudruck nur um etwa 0,
1 mm eingedrückt. wird und der Luftdrucksatz nur wenige Millimeter je Minute beträgt.
Wenn die Giessform 1 .mit einer sehr zähflüssigen Masse gefüllt wenden soll, ist das Abwarten des Flüssig- keitsanstieges und der Ausbildung eines .glatten Flüssig keitsspiegels zeitraubend, und dann wird man das Vor gehen .zweckmässigerweise so abändern, dass man,
wäh rend der Messung nicht die Flüssigkeit .ansteigen lässt, sondern die Höhenlage der Düse 2 verändert. Man füllt zunächst die Giessformen 1 der Reihe nach je mit einem Quantum Giessmasse, das so abgemessen ist, dass nur noch eine kleine individuell zu dosierende Restmenge nachzugeben bleibt.
Erst nachdem sich in. einer Giess- form 1 eins Spiegel gebildet hat, benützt man :die Düse 2 zur. Bemessung dieser Restmenge.
Von einer fest einge- stellten Höhenlage aus senkt man dieDüse 2 unter Beob achtung des Galvanometers 16, bis sich dort ,
die einem bestimmten Abstand der Blende 4 vom Flüssigkeitsspie- RTI ID="0002.0229" WI="5" HE="4" LX="1130" LY="1321"> gel entsprechende Anzeige einstellt. Aus dem Betrag der Absenkung lässt sich dann die noch erforderliche Rest menge Giessmasse ermitteln. Auch dieses Vorgehen lässt sich automatisieren, indem ,man statt des Galvano meters 16 einen. Trigger verwendet,
welcher bei .einer fest :eingestellten Brückenspannung den Absenkmecha- nismusanhält; die beim Absenken der Düse 2 zurückge- legte Höhendifferenz wird mechanisch oder elektrisch registriert, beispielsweise :
als Stellung eines Potentiomie- ters von einem danach geeichten Abfüllgerät lässt man als dann die noch fehlende Restmenge Giessmasse ab messen und :der Giessform 1 zugiessen. Auf diese Weise wird das Messgerät 7 nur jeweils wenige Sekunden .zur Messung des Flüssigkeitspegels benötigt und kann da durch wirtschaftlicher ausgenützt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren .zur Anzeige -eines Flüssigkeitspegels, da durch gekenrnzeichnet,dass ein Gasstrom aus einer Düse (2) unter so kleinem Druck auf :den Flüssigkeitsspiegel geblasen wird, @diass auf diesem keine welligen Oberflä chenstörungen erregt werden, und dass man einen durch ein Messrohr (9) geleiteten Gasstrom in Abhängigkeit vom mit dem Flüssigkeitspegel veränderlichen Aus- strömwiderstand (18) der Düse (2) sich einstellen lässt,um ihn in einer Messbrücke (13, 14, 16) zur Anzeige des Flüssigkeitspegels heranzuziehen, indem man den elek trischen Widerstand eines vom Gasstrom im Messrohr umspülten H-izdrahtes (11) mit dem elektrischen Widerstand eines Heizdrahtes (12).mit zumindest annä- hernd gleicher Temperatur-Widerstand-Charakteristik vergleicht, welcher in einem Bezugsrohr (10) einem vom Gasstrom im Messrohr unbeeinflussten Gas ausgesetzt ist. UNTERANSPRUCH 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass man vom der Düse (2) zugeleiteten Gasstrom einen Teilstrom (5, 6) abzweigt und durch das Messrohr (9) leitet.PATENTANSPRUCH II Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine Düse (2), durch welche aus einer Druckgasquelle ein Gasstrom auf den Flüssigkeitsspiegel geblasen werden kann, zwei Heizdrähte (11, 12) mit zumindest annähernd gleicher Temperatur-Widerstand-Charakteristik,deren einer sich in einem Messrohr (9) und deren anderer sich in einem Bezugsrohr (10) befindet, wobei der durch d ie Düse ge- leitete Gasstrom den durch das Messrohr geleiteten Gas strom in Abhängigkeit vom Ausströmwiderstand -(18) der Düse beeinflusst, und durch mit den Heizdrähten und einem Spannungsanzeiger (16)zu einer Messbrücke zum Vergleich der beiden Heizdrahtwiderstände zusam men, esohaltete Widerstände (13, 14).UNTERANSPRUCH 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch ge- kennzeichnet, dass von der Leitung zwischen Druckgas- quelle und Düse eine Leitung (6) nach dem Messrohr (5) abgezweigt ist.
Priority Applications (2)
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| AT46366A AT278385B (de) | 1965-12-29 | 1966-01-18 | Meßgerät zur Anzeige eines Flüssigkeitspegels |
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| CH428247A true CH428247A (de) | 1967-01-15 |
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- 1966-01-18 AT AT46366A patent/AT278385B/de active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| AT278385B (de) | 1970-01-26 |
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