Automatische Waschmaschine Die vorliegende Erfindung betrifft eine automati sche Waschmaschine, bei welcher der dem jeweils eingestellten Waschprogramm entsprechende Be triebsablauf durch W ertmarkeneinwurf ausgelöst wird.
Automatische Waschmaschinen dieser Art sind bekannt und sind besonders dort von Vorteil, wo die Maschine einer Vielzahl von Benutzern zur Verfü gung stehen soll, z. B. in sogenannten Münz-Wasch- salonen und Waschküchen von Mehrfamilienhäu sern.
Die bekannten Maschinen haben doch noch einen erheblichen Nachteil insofern, als mit der jeweils ein geworfenen Münze bzw. Wertmarke der Betriebsab lauf für jedes am Programmwähler jeweils einge stellte Waschprogramm ausgelöst werden kann. Da die einzelnen Waschprogramme nun aber sehr unter schiedlich sind, unterschiedlichen Wasserverbrauch und unterschiedlichen Stromverbrauch mit sich brin gen, dazu auch unterschiedliche Zeiten im Pro grammablauf erfordern, ist es erwünscht, dass die einzelnen Waschprogramme vom Benutzer der Maschine .entsprechend bezahlt werden, beispiels weise das erste und billigste Waschprogramm mit nur einer Münze bzw. mit nur einer Wertmarke, das nächstteurere Programm mit zwei Münzen bzw.
zwei Wertmarken usw. Die Erfindung bezweckt diese Auf gabe zu lösen.
Die erfindungsgemässe Waschmaschine ist da durch gekennzeichnet, dass eine der Vielzahl der wählbaren Waschprogramme entsprechende Vielzahl von Mikroschaltern im Stromkreis des Antriebsmo tors des Programmsteuergeräts vorgesehen ist, und zwar in solch einer Anordnung übereinander neben dem Wertmarken-Aufnahmeschacht, dass sie mit ihren federnden Kontakthebeln in den erwähnten Schacht freibeweglich hineinragen, dass weiterhin im Nebenschluss zu jedem dieser Mikroschalter, ausser dem zuunterst sitzenden Mikroschalter,
je ein mittels des Programmwählers beeinflussbarer Schalter vor gesehen und am unteren Ende des Wertmarken-Auf- nahmeschachtes eine gegen Ende des jeweiligen Waschprogrammverlaufs mittels des Programmsteu ergerätes ausrückbare, die Wertmarken freigebende Sperre angebacht ist. Nachfolgend wird anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes beschrieben. Dargestellt sind nur die zum Verständnis der Erfindung notwendigen Teile.
Fig. 1 veranschaulicht den an sich bekannten An triebsmotor des Programmsteuergerätes und eine dazu vorgesehene Schaltung zu seiner Ingangsetzung, abhängig von der Vielzahl der für das jeweils ge wählte Waschprogramm erforderlichen Wertmarken, Fig. 2 veranschaulicht den Wertmarken-Einwurf bzw. -Aufnahmeschacht und die daran vorgesehenen Mikrosdhalter. Zunächst sei auf die Fig. 2 Bezug ge nommen. Mit 1 ist der Wertmarken-Einwurf- bzw. -Aufnahmeschacht bezeichnet.
Ml, M2, M3 und M4 sind an sich bekannte Mikroschalter, die an dem Schacht 1 einer über dem anderer angebracht sind und mit ihren federnden Kontakthebeln H in den Schacht 1 bzw. in den Wertmarken-Fallbereich hin einragen, und zwar freibeweglich durch einen mit 2 bezeichneten Schlitz des Schachtes 1.
Unten am Fall schacht ist eine elektromagnetische Sperre 3 vorgese hen, und zwar als Mittel zu dem Zwecke, die in den Schacht eingeworfenen Wertmarken im Schacht bis gegen Ende des jeweiligen Programmablaufes zu rückzuhaIten und spätestens bei Programmablauf zum Hineinfallen in einen dem Schacht 1 unterge bauten, in der Zeichnung nicht dargestellten Sammel- behälter freizugeben. In Fig. 1 ist M der Antriebsmotor des an sich be kannten Programmsteuergerätes. Dem Motorstrom kreis a-b sind die bereits erwähnten Mikroschalter Ml, M2, M3 und M4 in Hintereinanderschaltung einbezogen.
Im Nebenschluss zu jedem der Mikro schalter M2, M3, M4 ist je ein Schalter P2, P3 und P4 vorgesehen. Die Schalter P2, P3 und P4 sind durch irgendwelche Mittel vom Programmwähler her beeinflussbar; im vorliegenden Ausführungsbeispiel so, dass bei der Wahl des zweiten Waschprogramms, das den Einwurf zweier Wertmarken in den Schacht 1 erfordert, der Schalter P2 in Offenstellung gebracht wird.
Bei der Wahl des dritten Waschprogrammes, das zwecks seiner Durchführung den Einwurf dreier Wertmarken erfordert, wird vom Programmwähler her der Schalter P3 in Offenstellung gebracht. Der Schalter P4 wird vom Programmwähler her in Offen stellung gebracht, sobald das vierte Waschprogramm gewählt wird.
Sollte es mittels des Programmwählers mehr als vier preislich unterschiedliche Waschprogramme zu wählen geben, so können dem Stromkreis a-b des Motors M noch weitere Mikroschalter in Hinterein- anderschaltung einbezogen und am Wertmarken-Ein- wurf bzw. -Aufnahmeschacht 1 angebracht werden, so wie es in der Fig. 2 bei M5 und M6 gestrichelt an gedeutet ist. Selbstverständlich wären dann auch die sen Mikroschaltern je ein mittels des Programmwäh lers beeinflussbarer Schalter im Nebenschluss zuzu ordnen.
Die Wirkungsweise ist wie folgt: Wird mittels des Programmwählers das erste und billigste Waschpro gramm eingestellt und die entsprechende Wertmarke W1 in den Schacht 1 eingeworfen, so fällt die Wert marke bis auf die Sperre 3 und indem dies geschieht, wird der Kontakthebel H des Mikroschalters Ml im Sinne der Schliessung dieses Schalters beeinflusst. Der Stromkreis des Motors M, der von a über P4, P3, P2 und über den geschlossenen Mikroschalter Ml nach b verläuft, ist also durch den Einwurf der Wertmarke W1 geschlossen worden, so dass der Motor M das Programmsteuergerät in Gang setzt.
Kurz vor Ende des Programmablaufes gibt das Programmsteuergerät auf die elektromagnetische Sperre 3 einen elektrischen Impuls in dem Sinne, dass die Wertmarke W 1 freigegeben wird und einem dem Schacht 1 untergesetzten Sammelbehälter zufal len kann. Dabei öffnet sich der Mikroschalter Ml ganz von selbst, so dass der_Motor M zum Stillstand gelangt und damit der Programmablauf der Wasch maschine sein Ende erreicht.
Wird beispielsweise das nächstteurere Waschpro gramm gewählt, so wird dabei von dem entsprechend betätigten Programmwähler aus der Schalter P2 in Offenstellung gebracht. Zur Ingangsetzung der Maschine bedarf es in diesem Falle zweier Wertmar ken. Bei Einwurf der ersten Wertmarke W 1 wird der Mikroschalter Ml geschlossen, aber noch nicht der Stromkreis des Motors M, eben weil bei der Wahl des zweiten Waschprogramms der Schalter P2 vom Pro grammwähler her in Offenstellung gebracht ist.
Erst wenn die zweite Wertmarke W2 eingeworfen und da durch der Mikroschalter M2 geschlossen worden ist, ist der Stromkreis des Motors über P4, P3, M2 und Ml: geschlossen und damit eine Ingangsetzung der Waschmaschine bzw: ihres Programmsteuergerätes ermöglicht. Wird das dritte Programm gewählt, so wird der Schalter P3 geöffnet. Die übrigen Schalter, beispielsweise P2 und P4 bleiben dabei unbeeinflusst, also geschlossen. Zur Auslösung des Betriebes bzw.
Ingangsetzung des Programmsteuergerätes sind ins gesamt drei Wertmarken einzuwerfen. Die erste Wertmarke schliesst den Mikroschalter Ml, löst da mit den Betrieb des Motors M aber noch nicht aus. Die zweite Wertmarke W2 schliesst den Mikroschal ter M2, löst damit aber auch noch nicht den Betrieb des Motors M aus. Erst wenn die dritte Wertmarke W3 eingeworfen und mit ihr der Mikroschalter M3 geschlossen worden ist, ist der Stromkreis des Motors M über den Mikroschalter M3 und über die Mikro schalter M2, M1 geschlossen, so dass die Maschine in Gang kommt und das eingestellte dritte Waschpro gramm anzulaufen vermag.
Beim Waschen des vierten Waschprogramms bleiben die Schalter P2, P3 vom Programmwähler unbeeinflusst; beeinflusst wird bzw. in Offenstellung gelangt jedoch beim Wählen des vierten Programms der Schalter P4. Zum Ingangsetzen der Maschine bzw. des Motors M für den Antrieb des Programm steuergerätes bedarf es jetzt des Einwurfes von insge samt vier Wertmarken. Die erste Marke W1 schliesst den Mikroschalter Ml, die zweite den Mikroschalter M2, die dritte den Mikroschalter M3.
Der Stromkreis des Motors M erfährt seine Schliessung erst mit der Schliessung des Mikroschalters M4, d. h. nach dem Einwurf der vierten Wertmarke W4. Nach obigen Darlegungen dürfte verständlich sein, dass jedes Waschprogramm nur durch Einwurf einer entspre chenden Anzahl von Wertmarken in den Schacht 1 auslösbar ist.
Gleichgültig wie viele Wertmarken in den Schacht 1 eingeworfen werden, bleiben sie auf jeden Fall stets bis zum Ablauf des jeweiligen Waschprogramms im Schacht und werden erst bei Programmende zum Herausfallen aus dem Schacht in einen dem Schacht 1 untergesetzten Sammelbehälter freigegeben, indem mittels des Programmsteuergerä tes die Sperre 3 aus der Wertmarken-Fangstellung herausgerückt wird.