<B>Röntgenanlage mit einer Einrichtung zur Steuerung der Emission einer Röntgenröhre</B> Die Erfindung betrifft eine Röntgenanlage mit ei ner Einrichtung zur Steuerung der Emission, einer Röntgenröhre mit einem Steuergitter, zwecks Erzeu gung eines Röntgenstrahlenbildes, mit Mitteln zum Umwandeln dieses Bildes in ein optisches Bild, einer Kamera zur Aufnahme des Röntgenstrahlenbildes, welche eine periodisch betätigte Blende aufweist,
Mit teln zur Erzeugung eines Niederspannungsimpulses be stimmter Dauer bei jeder öffnung der Blende und Mitteln zur Erzeugung von mindestens einem fre- quenz- und phasenmässig mit dem Netz synchronen Impuls auf dem Steuergitter der Röntgenröhre wäh rend der Dauer des genannten Niederspannungsimpul ses, so dass Röntgenstrahlen während der Dauer jedes der netzsynchronen Impulse erzeugt werden.
So ist eine Einrichtung der obengenannten Art bekannt, in welcher die Röntgenimpulse durch ent sprechende Spannungsimpulse auf dem Steuergitter der Röntgenröhre synchron mit dem Netz und zwar frequenz- und phasenmässig erzeugt werden, wobei die Impulsphasen so geregelt sind, dass der einzelne verhältnismässig schmale Impuls während des Span nungsmaximums an der Anode der Röntgenröhre auf tritt. Die Grundimpulse werden in dieser Einrichtung aus dem Netz unter Verwendung eines Differenzier- transformators hergeleitet.
Die Hochspannungsimpulse werden mit Hilfe von Thyratrons und eines Impuls transformators erzeugt. Dieser Transformator besorgt gleichzeitig die Trennung von der Röntgenhochspan nung.
Die Grundimpulse sind in dieser bekannten Ein richtung von der Dauer der Kameraimpulse und von Kontaktprellungen der Kamerakontakte abhängig. Ferner wird nach jedem Steuerimpuls am Gitter der Röntgenröhre ein negativer Spannungsimpuls an das selbe gegeben. Der Impulsbreitebereich ist durch die Verwendung des Impulstransformators beschränkt, sofern man Wert auf eine gute Impulsform legt. Zwi schen dem Hochspannungstransformator und der Röntgenröhre dürfen keine langen Kabel wegen Ver zerrung der Impulsform verwendet werden.
Diese Mängel werden durch die erfindungsgemäs se Röntgenanlage beseitigt. Diese ist dadurch gekenn zeichnet, dass die Mittel zur Erzeugung von Impulsen auf dem Steuergitter der Röntgenröhre einen Hoch spannungsimpulsverstärker aufweisen, welchem die genannten netzsynchronen Impule in Form von Nie derspannungsimpulsen zugeführt werden.
Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel des Er findungsgegenstandes an Hand der beiliegenden Zeich nung beschrieben.
Fig. 1 zeigt ein Blockschema der Röntgenanlage; Fig. 2 zeigt ein Blockschema eines Teiles der Einrichtung, der zur Erzeugung von Niederspannungs- Steuerimpulsen dient;
Fig. 3 zeigt die Schaltung eines Teiles der Ein richtung, der zur Erzeugung von Hochspannungssteu- erimpulsen dient und die Schaltung des Röntgenteiles der Anlage; Fig. 4 zeigt eine graphische Darstellung der rela tiven Phasenlage aller massgebenden Impulse bei nichtsynchronem Betrieb mit freilaufender Kamera; Fig. 5 zeigt eine graphische Darstellung der rela tiven Phasenlage aller massgebenden Impulse bei Synchronbetrieb mit einem Einzelimpuls pro Kamera bild;
Fig. 6 zeigt eine graphische Darstellung der rela tiven Phasenlage aller massgebenden Impulse bei Syn chronbetrieb mit zwei Impulsen pro Kamerabild; Fig. 7 zeigt eine graphische Darstellung der rela tiven Phasenlage der massgebenden Triggerimpulse. Wie Fig. 1 zeigt weist die erfindungsgemässe An lage ein Steuergerät, ein Hochspannungsimpulsgerät, mit einem elektrooptischen Impulswandler und einem Hochspannungsimpulsverstärker,
eine Röntgenein richtung und eine Filmkamera auf. Das Steuergerät erzeugt Niederspannungs-Steuerimpulse mit wählba rer Impulsbreite, welche immer synchron und symme trisch sind gegenüber den Spannungsmaxima der nicht gesiebten Röntgenhochspannung. Diese Impulse wer den über den elektrooptischen Impulswandler dem Hochspannungsimpulsgerät zugeführt und von diesem in entsprechende Hochspannungsgitterimpulse umge wandelt,
wie sie zur Steuerung der Röntgenröhre er forderlich sind. Die Filmkamera besitzt eine mit der Netzfrequenz synchronisierbare Verschlussblende und dient zur Aufnahme der Röntgenstrahlenbilder.
Die Einrichtung gestattet die folgenden Betriebs arten: 1. Synchron-Impulsbetrieb mit einem Synchron- impuls pro Hellsektor der-Kamera (Synchron-Einfach- impulsbetrieb).
2. Synchron-Impulsbetrieb mit zwei Synchronim pulsen pro Hellsektor der Kamera (Synchron-Doppel- impulsbetrieb).
3. Manuelle Auslösung eines synchronen Einzel- impulses ohne Kamera (Synchron-Einzelimpulsbe- trieb).
4. Synchroner Freilauf ohne Kamera.
5. Betrieb mit freilaufender, nichtsynchronisierter Kamera.
Den grundsätzlichen Aufbau des Steuergerätes zeigt Fig. 2. Es besteht aus einer Phasenkorrektur einrichtung 1, einem wahlweise auf Einweg- oder Zweiwegbetrieb umschaltbaren Gleichrichter 2, einem Impulswandler 3, einem Koinzidenztor 4, einem mo nostabilen Multivibrator 5, einer Impulsbreitenwahl- einrichtung 6, einer Einzelimpulseinrichtung 7, einem Impedanzwandler 8 und einem Netzwerk 9.
Zur Um schaltung des Steuergerätes auf die verschiedenen Be triebsarten dienen die miteinander gekoppelten Um schalter S1, S2. Die notwendigen Betriebsspannungen liefert ein nicht dargestellter Netzteil. Die in Fig. 2 gezeichnete Kontaktstellung a der Umschalter<B>S l,</B> S2 gilt für die Betriebsart Synchron-Impulsbetrieb . Die Kontaktstellung b gilt für die Betriebsart Synchroner Freilauf ohne Kamera .
Bei der Betriebsart Synchro ner Einzelimpulsbetrieb bzw. beim Betrieb mit frei laufender nichtsynchronisierter Kamera befinden sich die Umschalter<B>S</B> I, S2 in der Kontaktstellung c bzw. in der Kontaktstellung d.
Im folgenden wird die Funktion der einzelnen Stu fen des Steuergerätes zunächst für die Betriebsart Synchron-Impulsbetrieb erläutert und dabei eine mit der Netzfrequenz synchronisierbare Filmkamera vorausgesetzt.
Die Stufen 1 bis 3 des Steuergerätes dienen zur Erzeugung einer aus dem Netz abgeleite ten, mit der Netzfrequenz synchronen Rechteckim- pulsfolge. Zu diesem Zweck wird eine als Referenz- spannung für die Gitterimpulse der Röntgenröhre dienende Wechselspannung dem Netz entnommen und der Phasenkorrektureinrichtung 1 zugeführt. Diese besitzt Mittel für eine kontinuierliche Phasenverschie bung der Phase der Bezugswechselspannung,
welche die phasenkorrekte Justierung der Gitterimpulse zur Röntgenhochspannung gestatten und zwar so, dass die Gitterimpulse immer symmetrisch zu den Spannungs- maxima der ungesiebten Röntgenhochspannung sind. Zur Erhaltung dieser Symmetrie bei den verschiede nen Impulsbreiten der Gitterimpulse, sind in der Pha- senkorrektureinrichtung 1 weitere Mittel vorgesehen,
welche mittels eines mit dem Impulsbreiteschalter ge koppelten Phasenkorrekturschalters zusätzliche fixe Phasenverschiebungen der Bezugswechselspannung ge statten und zwar so, dass die für eine Impulsdauer einmal eingestellte Symmetrie der Gitterimpulse gegen über der Röntgenhochspannung auch bei allen an deren Impulsbreiten erhalten bleibt.
Von der Phasenkorrektureinrichtung 1 gelangt die phasenkorrigierte Bezugswechselspannung in den Gleichrichter 2, der kein Siebglied besitzt und bei der Betriebsart Synchron-Einfachimpulsbetrieb als Zweiweggleichrichter und bei der Betriebsart Syn- chron-Doppelimpulsbetrieb unabhängig von der Ka- merabildzahl als Einweggleichrichter geschaltet ist.
Die am Ausgang des Gleichrichters 2 auftretende pulsie rende Gleichspannung mit der einfachen bzw. doppel ten Frequenz der Bezugswechselspannung gelangt in den Impulswandler 3, welcher diese in eine fre- quenz- und phasengleiche synchrone Rechteckimpuls- folge mit etwas weniger als 1 ms Impulsdauer um formt.
Das folgende Koinzidenztor 4 dient zur Synchro nisierung der Gitterimpulse mit den Hellsektoren der Kamera und mit dem Netz. Die Synchronimpulse vom Impulswandler 3 gelangen über den Kontaktor des Umschalters S1 an den Eingang I des Koinzidenztores 4.
Die von der mit dem Netz synchron laufenden Kamera kommenden Bereitschaftsimpulse, welche den Beginn der netzsynchronen Kamera-Hellsektoren an zeigen, werden als Triggerimpulse dem monostabilen Multivibrator 5 zugeführt, welcher bei der Betriebs art Synchron-Einfachimpulsbetrieb einen Rechteck impuls von 8 ms Dauer und bei der Betriebsart Syn- chron-Doppelimpulsbetrieb einen Rechteckimpuls von 38 ms Dauer erzeugt.
Diese Impulse werden als Öffnungsimpulse dem Eingang II des Koinzidenztores 4 zugeführt.
Die während der Zeitdauer der Öffnungsimpulse vom Impulswandler 3 an den Eingang I des Koinzi- denztores 4 gelangenden Synchronimpulse können das Tor 4 passieren und an dessen Ausgang gelangen.
Die am Ausgang des Tores 4 auftretenden Synchronimpul se besitzen nun alle Informationen für den richtigen Beginn der Gitterimpulse und gelangen über den Kon takt a des Umschalters S2 an den Eingang der Impuls- breitenwahleinrichtung 6.
Diese Einrichtung bestimmt die Zeitdauer der Git terimpulse und damit die Dauer der Röntgenstrahlung und besteht im wesentlichen aus einem monostabilen Multivibrator, dessen Kippzeitkonstante mittels eines Impulsbreitenwahlschalters auf die richtigen Gitter impulsbreiten für die einzelnen Betriebsarten und die verschiedenen Bildzahlen der Kamera einstellbar ist.
Der Impulsbreitenwahlschalter ist dabei mit dem Pha- senkorrekturschalter der Phasenkorrektureinrichtung 1 derart gekoppelt, dass bei einmaliger Phasenkorrek- turjustierung der Gitterimpulse einer Impulsbreite mittels der kontinuierlichen Phasenverschiebungsmit- tel der Phasenkorrektureinrichtung 1, auch die Gitter impulse mit den anderen Impulsbreiten immer symme trisch zu den Spannungsmaxima der Röntgenhoch spannung sind.
Die am Ausgang der Impulsbreitenwahleinrichtung 6 auftretenden Synchronimpulse, welche nun alle für den richtigen Beginn und die richtige Zeitdauer der Gitterimpulse notwendigen Informationen besitzen, gelangen in den Impedanzwandler 8 und von diesem über das koaxiale Kabel als Steuerimpulse in das Hochspannungsimpulsgerät. Der Impedanzwandler 8 besizt eine niedere Ausgangsimpedanz und gestattet dadurch lange koaxiale Verbindungsleitungen zwi schen dem Steuergerät und dem Hochspannungsim- pulsgerät.
Bei der Betriebsart Synchroner Einzelimpuls ist der Gleichrichter 2 auf Einwegbetrieb geschaltet, so dass die Frequenz der Synchronimpulse 50 Hz beträgt. Ferner befinden sich jetzt die miteinander gekoppelten Umschalter S1, S; in der Kontaktstellung C, so dass die Synchronimpulse jetzt vom Impulswandler 3 an den Eingang I der Einzelimpulseinrichtung 7 gelan gen.
Diese ist so ausgelegt, dass wenn an ihrem Ein gang II ein Triggerimpuls durch manuelle Betätigung der Taste T eingespeist wird, der nächstfolgende Syn chronimpuls am Eingang I und nur dieser allein, die Einzelimpulseinrichtung 7 passieren und an deren Ausgang gelangen kann. Vom Ausgang der Einzel impulseinrichtung 7 gelangt der synchrone Einzelim puls über den Umschalter S2 in die Impulsbreitenwahl- einrichtung 6 und über den Impedanzwandler 8 und das Koaxialkabel als Steuerimpuls in das Hochspan nungsimpulsgerät.
Bei der Betriebsart Synchroner Freilauf ohne Ka- mera"> ist der Gleichrichter 2 ebenfalls auf Einweg betrieb geschaltet, so dass die Frequenz der Synchron- Impulsfolge am Ausgang des Impedanzwandlers 50 Hz beträgt, während die Umschalter S, S2 sich jetzt in der Kontaktstellung b befinden. Die Synchronimpulse gelangen jetzt direkt vom Impulswandler 3 in die Im pulsbreitenwahleinrichtung 6 und vom Ausgang der selben über den Impedanzwandler 8 und das Koaxial kabel als Steuerimpulse in das Hochspannungsimpuls gerät.
Bei der Betriebsart Nichtsynchroner Freilauf der Kamera befinden sich die Umschalter S, S2 in der Kontaktstellung d und die Kamerabereitschaftsimpulse der nicht netzsynchronisierten Kamera werden dem Netzwerk 9 zugeführt. Dieses behebt unerwünschte elektrische Effekte wie sie durch Kontaktprellungen des Kamerakontaktes auftreten können.
Vom Ausgang des Netzwerkes 9 gelangen die Bereitschaftsimpulse über den Kontakt d des Umschalters S2, die Impuls breitenwahleinrichtung 6, den Impedanzwandler 8 und das Koaxialkabel als Steuerimpulse in das Hoch- spannungsimpulsgerät.
Das Hochspannungsimpulsgerät weist als elektro optischen Wandler eine elektrisch steuerbare Licht quelle, weiter einen Lichtleiter, eine Photomultiplika- torröhre, einen Hochspannungsimpulsverstärker und ein Netzgerät auf. Der aus elektrisch isolierendem Ma terial (z.
B. Plexiglas ) bestehende Lichtleiter trennt den elektrooptischen Wandler und damit das Nieder- spannungs-Steuergerät völlig von der Hochspannungs seite der Einrichtung. überdies sind die genannten Teile des Hochspannungsimpulsgerätes zur zusätzli chen Isolierung in einem mit Isolieröl gefüllten Behäl ter untergebracht. Durch die vorstehend beschriebe nen Vorkehrungen ist das Bedienungspersonal bei der Bedienung des Steuergerätes vor der Röntgenhoch spannung völlig geschützt.
Die vom Steuergerät kom menden Niederspannungs-Steuerimpulse gelangen über das Koaxialkabel zum Steuerorgan der Licht quelle, welche eine praktisch vernachlässigbare Licht anstiegs- und Lichtabfallzeitkonstante aufweist, so dass die erzeugten Lichtimpulse der Phase, der Impulsdau er und dem Intensitätsverlauf nach praktisch gleich den Niederspannungs-Steuerimpulsen sind.
Diese Lichtimpulse gelangen durch den Lichtleiter zu der mit stabilisierter Gleichspannung betriebenen Pho- tomultiplikatorröhre, werden von dieser wieder in elektrische Impulse umgewandelt und gelangen in den Hochspannungsimpulsverstärker, welcher für eine ma ximale Arbeitsphase von 0,5 und für eine maximale Impulsdauer von 10 ms ausgelegt ist. Die Photomulti plikatorröhre und der Hochspannungsimpulsverstär- ker liegen an der Kathode der Röntgenröhre 120 (Fig. 3), sind also mit der Röntgenhochspannung verbunden.
Der Hochspannungsverstärker besteht aus einem un symmetrischen Impuls-Spannungsverstärker, einem unsymmetrischen Impuls-Leistungsverstärker und ei ner Leistungskathodenfolgestufe mit einer Verstärkung von ca. 0,95 und sehr niederer Ausgangsimpedanz. Diese niedere Ausgangsimpedanz ermöglicht die Ver wendung langer Verbindungsleitungen, die eine ge trennte Aufstellung des Steuergerätes und des Hoch spannungsimpulsgerätes vom Röntgenarbeitsplatz er möglichen.
Aus Fig 3 ist die Schaltung des Impuls- Leistungsverstärkers (110), der Leistungskathodenfol- gestufe (111) und des Netzteiles des Hochspannungs gerätes ersichtlich. Der Transformator Tr 1 des Netz teiles dient gleichzeitig als Isoliertransformator zwi schen dem Netz und der Röntgenhochspannung.
Die von der Photomultiplikatorröhre kommenden Steuer impulse werden im unsymmetrischen Impuls-Span- nungsverstärker auf die zur Aussteueriuig des nach folgenden unsymmetrischen Impuls-Leistungsverstär- kers notwendige Impulsspannung verstärkt und im Leistungsverstärker in leistungsstarke Hochspannungs- Gitterimpulse umgewandelt.
Die Amplitude der auf der Anode der Leistungsverstärkerröhre 110 auftre tenden positiven Impulse, welche auf das Gitter der Kathodenverstärkerröhre 111 geführt werden, über steigt den am Gitter der Röntgenröhre 120 notwendi gen Sperrwert um einige<B>100</B> V. Die Diodenschaltung 107 im Gitterkreis der Kathodenfolgestufe 111 behebt unerwünschte Zeitkonstanteeinflüsse der Kopplungs glieder.
Die an der Kathode der Kathodenfolgestufe 111 er zeugten Impulse werden indirekt über den Kontakt des Relais 119 auf das Gitter der Röntgenröhre geführt. Die Verwendung einer Kathodenfolgestufe als Aus gangsstufe des Hochspannungsimpulsverstärkers hat den Vorteil, dass bei einem Heizfadenbruch der Katho- denfolgeröhre <B>111,
</B> das Gitter der Röntgenröhre 120 seine Vorspannung nicht verliert. Weder der Patient noch die Röntgenröhre werden also durch einen sol chen, etwaigen Defekt gefährdet. Die Kathode der Röntgenröhre 120 ist gemäss Fig. 3 an einem Abgriff am Hauptspannungsteiler 112-114 geführt. Da nor malerweise, wenn keine Gitterimpulse vorhanden sind,
das Potential der Kathode der Kathodenverstärker röhre und damit auch das Gitter der Röntgenröhre gegenüber der Masse eine positive Spannung aufweist und da am Ausgang der Kathodenfolgestufe <B>111</B> Git terimpulse, die das Potential des Abgriffes überstei gen, erzeugt werden, würde das Gitter der Röntgen röhre 120 während der Impulsdauer der Gitterimpulse stark positiv, was u. a.
auch den Brennfleck der Rönt genröhre ungünstig beeinflussen würde. Zur Vermei dung dieses Effektes ist zwischen der Kathode der Kathodenfolgestufe und der Kathode der Röntgen röhre die Diodenkette <B>116</B> geschaltet, diese leitet nun in dem Moment da das Gitter der Röntgenröhre das Potential Null Volt erreicht, d. h. die überschüssige Impulshöhe der Gitterimpulse wird abgeschnitten.
Die Hauptdiodenkette 116 ist dabei nicht direkt mit der Kathode der Röntgenröhre verbunden, sondern liegt an einem um 2 bis 3 V niedrigerem Punkt des Span- nungsteilers 112-114 als die Kathode der Röntgen röhre.
Es ist somit eine kleine permanente negative Gittervorspannung von 2 bis 3 V auch während der Impulsdauer der Gitterimpulse am Steuergitter der Röntgenröhre vorhanden, welche auf den Fokussier- fleck keinen Einfluss hat und die Röntgenröhre auch bei starkem Anodenstrom vor Gitterstrom schützt, welcher sehr störend sein kann.
Diese beiden Abgriffe des Spannungsteilers 112-114 sind gegenüber der Masse, d. h. dem Chassis des Hochspannungsimpuls- verstärkers entkoppelt und eine Diode 115 überbrückt in Sperrichtung den Widerstand 114, welcher die ne gative Gittervorspannung von 2 bis 3 V erzeugt. Zweck der Diode 115 ist, das Gitter der Röntgenröhre 120 keinesfalls positiv werden zu lassen, sowie die teil weise Ableitung von Stromstössen, welche durch Gas entladungen in der Röntgenröhre 120 auftreten kön nen.
Den Hauptschutz gegen solche Entladungen bie tet jedoch die Kombination von spannungsabhängigen Widerständen 122, welche direkt am Ausgang des Impulsverstärkers das Gitter der Röntgenröhre 120 mit deren Katode verbindet. Diese Widerstandskom bination 122 zieht normalerweise einen kleinen Strom bei der nominellen Gittervorspannung an der Rönt genröhre.
Sie kann bei internem Kurzschluss der Rönt genröhre 120 kurzzeitig einen sehr grossen Strom be wältigen, wobei die Spannung zwischen Gitter und Kathode der Röntgenröhre nur ca. den dreifachen Normalwert der Gittervorspannung erreicht.
Bei Nichtbetrieb des Hochspannungs-Impulsver- stärkers ist das Relais 118 stromlos und der Kontakt dieses Relais ist geschlossen, wodurch das Gitter der Röntgenröhre 120 auf deren Kathode geschaltet ist. Die Röntgenröhre kann in diesem Fall normal d. h. ohne Gittersteuerung betrieben werden. Beim Ein schalten des Hochspannungs-Impulsverstärkers öffnet sich der Kontakt des Relais 118 sofort.
Das Relais 117 ist eine Schutzeinrichtung und verhindert das Ein schalten der von der Quelle 121 gelieferten Röntgen hochspannung von 150 kV bei Nichtvorhandensein der für die Röntgenröhre notwendigen Gittervorspan- nung. Das Relais 119 dient der schnellen Umschal tung vom Durchleuchten auf den Aufnahmeimpuls- betrieb mit Filmkamera.
Nachstehend sind die Figuren 4 bis 7, welche die relativen Phasenlagen der einzelnen Impulsarten bei den verschiedenen Betriebsarten zeigen, näher erläu tert.
Fig. 4 zeigt die relative Phasenlage: a. des Gitterimpulses an der Röntgenröhre b. des von der Kamera gelieferten Bereitschafts impulses (hier als Triggerimpuls verwendet) c. des Hellsektors der Kamera beim Betrieb mit einer freilaufenden nicht netzsyn- chronisierten Filmkamera, die einen Hellsektor von 180 aufweist und auf eine Bildzahl von 50 pro Se kunde eingestellt ist, sowie für eine Gitterimpulsbreite von 4 ms. Die Situation für Gitterimpulse von 1 und 8 ms Dauer ist gestrichelt gezeichnet.
Bei Verwendung einer mit dem Netz synchron laufenden Kamera, die es gestattet 100; 50; 25; 12,5; 6,25; (bei einer Netzfrequenz von 50 Hz) bzw. 120; 60; 30; 15; 7,5 (bei einer Netzfrequenz von 60 Hz) Bilder pro Sekunde aufzunehmen, erzeugt die Ein richtung netzsynchrone Gitterimpulse gleicher Fre quenz wie die Bildzahl pro Sekunde, die unabhängig von der gewählten Impulsbreite, immer genau sym metrisch zu den Spannungsmaxima der Röntgenhoch spannung liegen, was für Vier-Ventilanlagen von gros ser Bedeutung ist.
Fig. 5 zeigt die relative Phasenlage: a. des Gitterimpulses an der Röntgenröhre b. des phasenkorrekten aus dem Netz abgeleiteten Triggerimpulses zum Triggern der Impulsbrei- tenwahleinrichtung c. des Öffnungsimpulses am Koinzidenztor 4 d. des Kamerabereitschaftsimpulses e. des Hellsektors der Kamera f. der nicht gefilterten Röntgenhochspannung g. der Netzspannung bei Synchron-Einfachimpulsbetrieb mit einer Kamera mit einer Bildzahl von 50 pro Sekunde und einem Hellsektor von 180 .
Der Hellsektor der Kamera läuft netzsynchron (oder subsynchron), wobei seine Phasenlage nach einmaliger Einstellung auch nach dem Umschalten auf andere Bildgeschwindigkeiten durch eine entsprechende Vorrichtung gewährleistet ist. Der von der Kamera gelieferte mit dem Verschluss synchronisierte Bereitschaftsimpuls d löst den Öff nungsimpuls c zu Beginn des Hellsektors e aus. Die Phasenlage des aus dem Netz abgeleiteten Triggerim- pulses b ist so, dass die erzeugten Gitterimpulse a un abhängig von ihrer Impulsbreite immer symmetrisch zu den Spannungsmaxima der Röntgenhochspannung sind.
Die in a und b gestrichelt gezeichneten Impulse zeigen die relative Verschiebung derselben gegenüber den Impulsen c, d und e, wenn Gitterimpulse von 1 oder 8 ms Dauer gewählt sind.
Bei langsamer Bildfolge (12,5 und 6,25 Bilder pro Sekunde, Netzfrequenz 50 Hz) können Doppel impulse pro Bild erzeugt werden. Die Fig. 6 zeigt die relative Phasenlage des 180 Hellsektors e und aller massgebenden Impulse a bis d gegenüber der Netz spannung g und den Spannungsmaxima der Röntgen hochspannung f bei Synchron-Doppelimpulsbetrieb. Die relative Phase des Hellsektors und des Kamera bereitschaftsimpulses ist dieselbe wie in Fig. 5.
Dank dem langen Öffnungsimpuls von 38 ms gegenüber den 8 ms in der Fig. 5 spielt es keine Rolle aus welcher der beiden Halbwellen der Netzspannung die Trigger- impulse hergeleitet sind. Da die Haupttriggerimpulse b nur ca. 0,8 ms lang sind, ist eine dreifache Triggerung pro Öffnungsimpuls ausgeschlossen. Die Gitterimpul se a sind auch bei dieser Betriebsart immer phasen korrekt zu den Spannungsmaxima der Röntgenhoch spannung f.
Die Fig. 7 zeigt die relative Phasenlage der Netz- spannung g, der aus dem Netz hergeleiteten Trigger- impulse b bei 50 Hz und c bei 100 Hz und der Gitter impulse a an der Röntgenröhre. Die Netz- oder Refe- renzspannung g, welche so justiert ist, dass ihre Phase dieselbe ist wie die der Spannungsmaxima der Rönt- genhochspannung, wird in der Phasenkorrekturein- richtung einer weiteren Phasenverschiebung (p unter worfen.
Diese ist je nach der gewählten Impulsbreite verschieden, damit die erzeugten Triggerimpulse b bzw. c die Gitterimpulse a (nur für den Fall von 100 Hz dargestellt) immer phasenkorrekt auslösen. Aus der Kurve d, welche das Signal am Ausgang des Gleichrichters bei Einwegbetrieb, bzw. aus der Kurve e, welche das Signal am Ausgang des Gleichrichters bei Zweiwegbetrieb (Frequenzverdopplung) zeigen, ist ersichtlich, wie durch Einweg- bzw. Zweiweggleich- richtung die netzsynchronen Triggerimpulse b bzw.
c erzeugt werden, aus welchen dann zusammen mit dem Öffnungsimpuls die Haupttriggerimpulse für die Im pulsbreitenwahleinrichtung erzeugt werden.