CH418104A - Verfahren zur Gefügeveränderung bei ungereiftem Weichkäse - Google Patents

Verfahren zur Gefügeveränderung bei ungereiftem Weichkäse

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CH418104A
CH418104A CH870262A CH870262A CH418104A CH 418104 A CH418104 A CH 418104A CH 870262 A CH870262 A CH 870262A CH 870262 A CH870262 A CH 870262A CH 418104 A CH418104 A CH 418104A
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CH
Switzerland
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cheese
gas
inert gas
dispersion
liquefied
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Application number
CH870262A
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English (en)
Inventor
Conrad Hurlburt John
Howard Kraft George
Original Assignee
Nat Dairy Prod Corp
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Publication date
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; MAKING OR TREATMENT THEREOF
    • A23C19/00Cheese; Cheese preparations; Making thereof
    • A23C19/06Treating cheese curd after whey separation; Products obtained thereby
    • A23C19/068Particular types of cheese
    • A23C19/076Soft unripened cheese, e.g. cottage or cream cheese
    • A23C19/0765Addition to the curd of additives other than acidifying agents, dairy products, proteins except gelatine, fats, enzymes, microorganisms, NaCl, CaCl2 or KCl; Foamed fresh cheese products

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Verfahren    zur      Gefügeveränderung   bei    nngereiftem   Weichkäse Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren    zur      Gefügeveränderung   von weichem    urgereiftem      Käse,   wie Rahmkäse    und      Neuenburger   Käse, das dadurch    gekennzeichnet   ist,    dass   man in    verflüssigtem   Käse ein    gegenüber   dem Käse    inertes   Gas im    L7ben-      schus,s   zu der zur    Sättigung   ödes Käses    erforderlichen   Menge    gleichmässig      dispergiert,   um :

  das Gefüge des Käses zu    lockern,   und danach :den Käse verpackt. 



  Weiche,    ungeneifbe   Käse, wie z. B. Rahmkäse und Neuenburger Käse, werden    im      allgemeinten   nach zwei    Verfahren      hergestellt.   Bei    beiden      Verfahren   wird    der.      Rahm:   oder das Gemisch .aus    Milch   und Rahm zuerst    pasteurisiert.   Es wird    :sodann,      falls      erwünscht,      homo-      genisiert,      anschliessend   auf etwa 17 bis 27     abge-      kühlt      und   mit    Milchsäure,      gegebenenfalls      zusammen:

     mit Lab oder    eineu      anderen      Ferment,   das das geeignete    Aroma   und den    Säuregrad   im    fertigen   Käse bewirkt,    versetzt.   Das Gemisch    wird   8 bis 18    Stunden   bei    der      vorgenannten   Temperatur    gehalten4   bis sich der entsprechende Säuregrad entwickelt hat und die Molken sich vom Quark abscheiden. Dieses Gemisch kann sodann    als   .ausreichend gereift    bezeichnet   werden. 



  Nach    seinem      ersten   Verfahren    werden      die   Molken    sodann   vom    gereiften   Quark    abgesondert,   indem    der   Quark    bei      niedriger,      wenig      über      deal      Gefrierpunkt   liegender Temperatur in Filtertaschen o. dgl. gehalten wird. Der Quark kann    .sodann   .auf 2    Arten   verpackt    werden:   Entweder wird er    in      Stücke;      geeigneter   Grösse    geschnitten   und    renngewickelt      (id.   h.

   Kaltverpackung) oder man    erwärmt   ihn auf 60 bis 82  (d. h. bis    zur      Verflüssigung)   und    giesst   ihn so    2n      Schachteln   oder andere    geeignete      Verpackungsmittel      (Heissver-      paclmng),   in    :denen   er    unter      Bildung      einer      festen   Masse abgekühlt    wind.      Dias      zweite      Verfahren   ist in der    U.S.      Patentschrift   2 387 276 beschrieben.

   Es besteht    darin,      dass   man das Gemisch: auf    etwa   57 .bis 72     erwärmt      und      zentri-      fugiert,   um den    verflüssigtem   Käse von    den      Molken   abzutrennen:. Der Käse fliesst aus    der      Zentrifuge   und kann sofort geformt und    verpackt      werden.   



  Nach den beiden, beschriebenen    Verfahren      zum,   Verpacken von    verflüssigtem   Käse    erhält   man pasteurisierten Käse von    erhöhter      Lagerbeständig-      keit.   Nach Odem    Kaltverpackungsverfahren      hergestell-      ter,   Käse erhält im    .allgemeinen      stein      Aroma      und   seine Frische nur    kürzere   Zeit.

   Der    beissverpackte   Käse ist    irre      al'lgem      einendicht      und   hat ein    festes   Gefüge,    währ      rend   der kaltverpackte Käse lockerer u    nd   damit besser    streichfähig   ist.    Gelegentlich   wäre .es.    erwünscht,      urgereiften   Weichkäse    mit   der    guten      Lagerbeständig-      keit   der    heissverpackten   Käse    und   der lockeren    Struktur   der kaltverpackten    Käste      herzustellen:.   



  Gemäss vorliegender    Erfindung      wurde      nun.   ein Verfahren    zur      Gefügeveränderung   von    unigereiftem      Weichkäse   gefunden,    !das   dem    fertigen      Käse.      die   vorgenannten    erwünschten      Eigenschaften      verleiht.   Bei    (dies=   Verfahren    wind      edler   :auf    geeignete      Weise,   z.

   B. wie vorstehend    beschrieben,   hergestellte Käse einer Behandlung    unterworfen,   die ihm ein    lockereres   Gefüge    verleiht,   als es bisher    ibei   dieser    Käseherstellung      üblich   war. 



  Ziel    oder      Erfindung   ist daher die    Bereitstelliunig   eines    Verfahrenes   zur    Gefügeveränderung   bei    unge-      neiften      Weichkäsen,   wie    Rahmkäse      arid   Neuenburger Käse, die vor dem    Verpacken   verflüssigt    werden,   bei    welchem   dem    Käse   in    kontrollkrtier      Weisse      ein   lockereres Gefüge    verliehen   wird. 



  Das    Verfahren   wird nun anhand    der      beiliegenden      Zeichnung   näher    erläutert,   .die die    erfindungsgemäs-      sen      Verfahrensstufen      schematisch   wiedergibt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Beim erfindungsgemässen    Verfahren      wird   in verflüssigten,    urgereiften      Weichkäse   ein    Inertgas   eingearbeitet unter    Bildung      einer   gleichmüssigen Dispersion, wobei das Gas    im;

        Überschuss   über    ,hie      zur   Sättigung des Käses    erforderliche   Menge und ferner in einer zur    Herstellung,einer   lockeren    Struktur   ausreichenden Menge    vorhanden:   ist.

   Die    Dispersion      wird      während;   dem    Verpacken      aufrecht      erhalten,   so    dass      man      ein      Produkt   erhält, das    nicht   nur    eine   erhöhte    Lagerb:eständägkeit,   sondern auch ein    lockereres.      Ge-      fäge      :aufweist.   



     Die      Verfahrensstufen   körnen wie im    breiliegenden      Fliessdiagramm   gezeigt    ausgeführt   werden,    indem   Rahmkäse,    Neuenburger   Käse oder einanderer    ur-      gereifter   Weichkäse, der nach einem üblichen Herstellungsverfahren erhalten wurde, verflüssigt wird.

   Das Verflüssigen kann    (durch      Erwärmen   des Käses auf eine    entsprechende      Temperatur,   im    allgemeinen      zwischen      etwa   57 und 82 , leicht erzielt    wenden.      An-      dererseits   kann der Weichkäse auch auf andere Weise, z. B. durch entsprechend langes Schlagen der    festen   oder plastischen    Käsemasse,   auch bei    Tempe-      raturen,   die    unter      d!em   oben genannten    Bereich   liegen,    verflüssigt   werden.

   Das    Schlagen      kann   in    einer   beliebigen    geeigneten      Vorrichtung   durchgeführt werden, z.    B.   in    einer      Oakes-Schlagmaschine.   



  Meist wird das Verflüssigen jedoch durch Erwärmen des Käses auf die    .entsprechende   Temperatur vorgenommen.    Der   verflüssigte    Käse      kann      sodann      erfindungsgemüss   mit .dem    Inertgas   ,gemischt    werden.   Ferner kann er im    verflüssgten      Zustand      umgepumpt   und dabei mit verschiedenen.    Zusätzen   versehen werden. 



  Der verflüssigte Käse    kann,   über eine    Zahnrad-      oder      Flügelpumpe   o. dgl. zu oder    zur      Einführung   des    Inertgases   unter    Druck      geeigneten   Vorrichtung, in der die    Dispensierung   von Gas und    verflüssigtem   Käse vorgenommen wird, geleitet wenden.

   Das    Dis-      pergien,n   des    Inerbgases      im      verflüssigten   Käse    wind   so    ausgeführt,      dass   die    resultierende      Dispersion   bis zur Beendigung des    Verpackungsvorgangs   gut aufrecht erhalten wenden    kann.   



  Zum Mischen vorn Gas und verflüssigtem Käse können beliebige    geeignete      Mischivonichtungen   verwendet werden. Z. B.    kann      man   eine Pumpe    verwenr   den, die die    Einrführung   des    Inertgases.   in den Käse während dem Pumpen    erlaubt.   Auch eine    B-Einheit   oder ein     Votator       können;      verwendet   werden. Ferner eignet sich    eine      Homogenisiervorrichbung,   wie z. B. ein     Viscolyzer .   



  Zur Durchführung dieser    Verfahrensstufe   eignet sich jedes Gas.,    Idas   gegenüber    denn      verflüssigten   Käse    inert   ist, d. h.    damit   weder physikalisch noch    chemisch   reagiert, keinen Geruch abgibt, keine Farb- änderungen bewirkt oder sonstige Nachteile mit sich    bringt.      Stickstoff   .ist für Käse das    bevorzugte      Inert      gas.   Der    Stickstoff   kann jedoch auch durch andere    Inertgase   wie Helium, Argon, Krypton,    Xenon   und dgl. ersetzt oder    damit   gemischt    wenden.   



  Das    Inertgas      wird      in   Ader    Mischvorrichtung   mit    dem      verflüssigten   Käse in    einer      bestimmten   Menge Druck vorzugsweise    unter      einem   Druck von    minde-      stens   3,5    at      dispergiert.   Der Druck in der Mischvorrichtung stellt die    Bildung   einer    Dispersion   sicher, in    d-.r   -das    Inertgas   in genügend    feindisperser   Form vorliegt,

   um die    gewünschten   Gefügeveränderung des Käses ohne Bildung    einer      bröckligen   Masse,    zu      erzie-      len.   Zum    Öffnen      des      Gefüges   ist eine    ausreichende   Menge an    Inertgas   in    d      iem   Käse zu    dispergieren.      Es   wurde    gefunden,      dass      die   zu diesem Zweck erforderliche Menge .an    Inertgas   so    gross   sein    muss,

     dass der verflüssigte Käse    gesättigt      und      mindestens   ein    17ber-      schu.ss      von   1    Vol.      %      des      Käses      vorgesehen      wind,      d.      h.   dass das    Gesamtvolumen   des Käses nach der    Einfüh-      rung      des      Inertgases      um      mindestens   1    %      gestiegen      sein   muss.

   Die    entsprechenden      Volumina   werden bei    Normaldruck   gemessen. Es wurde ferner gefunden, dass der    überschuss   im    allgmeinen   nicht mehr als    etwa   5    Vol.      %      betragen      soll,      da      grössere      Mengen      an      Inertgas   zu eine    Endprodukt   führen können, das eine bröckelige, im allgemeinen    unerwünschte      Textur      aufweist.      Mit      einem      Überschuss      von;

        3,      %      werden      im      allgemeinen   die besten Ergebnisse erzielt. 



  Die    Bedeutung      der      Inertgasmengen   bei urgereiftem Weichkäse wurde erst jetzt    erkannt.   Es ist bereits    bekannt,      geschlagene   Butter, Margarine und andere Fettprodukte mit hohem    Gasgehalt   von    etwa   50 0/0    Überschuss      herzustellen.   Solche Überschüsse sind jedoch bei der    Herstellung   von Weichkäsen wie    Rahmkäse   und    Neuenburger   Käse absolut    unbefrie-      digend.   Ferner    wurden      verschiedene   Käsesorten bereits in    bestimmten   Gasatmosphären    verpackt,

     jedoch trat    bei   diesen    Verpackungsverfahren   keine    Gefüge-      veränderung      beim   Käse    ein.,   was bei dem .erfindungsgemässen    Verfahren      neben      (der   Erzielung einer erhöhten Lagerbeständigkeit in bisher unbekannter Weise erfolgt. 



  Das    Inertgas   muss in    dem      verflüssigten   Käse    in   Dispersion    gehalten      wenden,   bis dieser sich verfestigt hat. In vielen Fällen    wind   jedoch    die   Dispersion im Laufe des    Verfahrens   vor    idem      Verfestigen   noch bearbeitet. So wird sie z. B.    beim:      Übergang   in die Abfüll- und    Verpackungsvorrichtung   im allgemeinen stark bearbeitet,    ferner   beim Durchgang    durch   wie in der Zeichnung dargestellte Siebplatten (z. B. mit Sieb- öffnungen von ca. 0,5 mm).

   Bei dieser Bearbeitung der Dispersion: kann    ein   Verlust an    Inertgas   eintreten und damit ein Rückgang    des,      prozentualen      über-      schusses   und der    Gefügeveränderung   des Käses. 



  Es ist    daher   erwünscht    und/oder      notwendig,   in dein    die   Dispersion    enthaltendien   System einen erhöhten Druck    aufrecht      zu,erhalten      und   zwar    minder      sbens   von    der   Stelle der    Bildung   der    Gas-Käse-Dis-      persion   bis zum    Eintritt   der Dispersion in die    Abfüll-      vorrichtung,   d. h.

   indem    Teil      der   Anlage, in welchem die Dispersion im    wesentlichen   fertig    bearbeitet   ist, um    übermässigen   Verlust .an    Inertgas   zu    vermeiden.   Durch den erhöhten Druck    wirr,   das Gas in    feind-is-      perser   Form im Käse gehalten. Sobald jedoch    die   Bearbeitung ,des Käses im    wesentlichen   beendet ist, 

 <Desc/Clms Page number 3> 

    kann   die Dispersion ohne    wesentlichen   Verlust    -an      Inertgas   dem    Atmo@sphärzn & uck   ausgesetzt    werden.   So kann der Käse z.

   B. in eine    hei      Normaldruck   arbeitende Abfüllvorrichtung geleitet werden, falls er in    dieser   Vorrichtung nicht stark bearbeitet    wird.   



  Der zu    verwendende   Druck    ändert   sich je    nach;   Käseart, Temperatur und    @dgl.   In    vieleng      Fällen   ist ein    Druck   von    .etwa   3,5    at   oder mehr    befriedigend.      Bei   geringeren Drucken    schliessen   sich beim Bearbeiten der Dispersion im    allgemeinen      Gasblasen      zusammen   und verursachen die    Bildung      eines      Käses   von bröckliger Konsistenz.

   Der erhöhte    Druck   in der Zone    stärkerer      Bearbeitung   oder    Dispersion   kann auf beliebige geeignete Weise, z.    B.durch   ein    Druckventil,   das einen    Staudruck   in    dem   System erzeugt, erzielt werden. Das Ventil ist oberhalb der Abfüllvorrichtung und unterhalb der .beschriebenen Mischapparatur anzubringen.

   Die besten, Ergebnisse in bezog auf den Gasverlust    werden   ,im    allgemeinen   bei einem Druck von    etwa   5    at   während der Bearbeitung der Dispersion    erhalten.      Idas      erfindungsgemässe   Verfahren    wurde   jedoch auch mit Drucken bis zu 70    at      und   dar- über mit Erfolg durchgeführt. 



  Wird das Gas so innig mit dem Käse vermischt, dass es auf    Grund,   des    intensiven      Mischvorgangs,   z. B.    Homogenisieren,   bei hoher Tourenzahl o. dgl.    in   Form feiner Bläschen vorliegt, so kann der Druck von etwa 3,5    at   oder mehr gegebenenfalls überflüssig sein, um das Gas in der Dispersion    zu      halten.   



     Erfindungsgemäss   wird die Dispersion aus    Inert-      gas   und verflüssigtem Käse    sodann      verpackt.   Diese    Verfahrensstufe   kann unter    Verwendung   einer    belie-      bigen      geeigneten      Vorrichtung   vorgenommen werden, in der jedoch, falls bei Atmosphärendruck    gearbeitet   wird, keine    wesentliche      Bearbeitung   des Käses erfolgen soll. Die    Vorrichtung      .sollte      selbstverständlich   das    dispergierte   Gas    in;   keiner Weise aus dem Käse austreiben.

   Die Dispersion kann zuerst in eine übliche Abfüllmaschine für    Rahmkäse   o.    dIgl.   geleitet    wenden,   die entweder ohne    wesentliche      Bearbeitung   des Käses mit    Normaldruck   arbeitet, oder bei Bearbeitung    des   Käses unter erhöhtem    Druck   steht. Der    flüssige   Käse kann von dieser Abfüllvorrichtung in bestimmten Mengen direkt an    geeignete      Behälter,      Metallfolien   o.    dgl.   abgegeben werden, die nahe an der Austritts- öffnung der Abfüllmaschine vorbeigeführt werden.

   Die    gefüllten      Behälter   werden sodann in einer an sich    bekannten      Vorrichtung      verschlossen,      wobei   ,der Käse nachdem    Verpacken)   unter    Bil;dlung,des   verbesserten    Endprodukts   fest wind. Dieses Produkt ist pasteurisiert und hat somit eine verbesserte Lagerbeständigkeit, gleichzeitig aber auch ein lockeres Gefüge. Somit wenden die    .durch      Heissverpackung      und   Kaltverpackung    erzielten   Merkmale    erfindungsgemäss   vereinigt. 



  Beispiel 1 Nach einem üblichen Verfahren    zur   Herstellung von Rahmkäse    erhaltener,      pasteurisierter   Käse    wurde   durch Erwärmen auf 71 bis 74     verflüssigt   und    durch   einen Schneckengang    einer   Mischvorrichtung zuge- führt. Dabei wurden    Johannisbrot      Gummi   und    Salz   zugesetzt.

   Der Käse    wurde   kurze Zeit    bei   etwa 71 bis 74  in ,der    Mischvorrichtung   gehalten und dann mittels eines Getriebes    (Waukesha   Pumpe)    einer   zweistufigen     Luftmisch: -Pumpe      zugeführt,   deren    zweite   Stufe die dreifache Kapazität der 1. Stufe    besass.   In dieser Vorrichtung wurde Stickstoff in genau bemessener Menge dem,    heissen   Käse (noch    etwa   71') zugeführt, sodass    ein      Überschuss   von 3    Vol.       /o   des Käsevolumens erzielt wurde.

   Heisser Käse und Stickstoff' wurden unter    Druck   innig    vermischt      unter      Bildung   einer beständigen,    gleichmässigen   Dispersion, die die Pumpe bei einem    Druck   von etwa 6,5    at      verliess   und noch in flüssigem Zustand durch eine Siebplatte (Sieb- öffnungen ca.

   0,5 mm)    geführt   wurde, um das Gas gleichmässig im Käse    verteilt   zu halten und Käseklumpen zu    eliminieren.   Ein    Rückschlagventil   war    in   der Leitung unterhalb der Siebplatte vorgesehen, um die    GasrKäse-Dispersion   solange, bis sie    Dur      Verpak-      kung   bereit war, unter einem    Druck   von etwa 5    at      zu   halben.

   Die    flüssige      Gas-Käse-Dispersion      wurde   über das    Rücksch:lab      entil   und in    den   Fülltrichter    einer      Käseabfüllmaschine      geleitet,   die    Packungen   mit je    1/4   kg    produzierte.   Die Maschine arbeitete bei    Nor-      maldruck,   wobei    der   Käse nicht    wesentlich   bewegt wurde. Der in den gefüllten Behältern befindliche Rahmkäse wurde eingewickelt    und   abgekühlt unter Bildung    eines   festen Produkts.

   Zahlreiche Packungen wurden später    ,geöffnet;   der    Käse      wunde   gebrochen und optisch. sowie durch eine Geschmacksprobe auf seine Textur untersucht. Das Gefüge dieses Käses war lockerer und    vorteilhafter   als das Gefüge von    Vergleichsproben,   die ohne    Einführung   von Gas hergestellt worden    waren.      Sämtliche   Proben zeigten    eine   erhöhte Lagerbeständigkeit (etwa 4 Wochen). 



  Beispiel 2 Eine Anzahl von    '/.,      kb      Probe      n   von    Rahmkäse,   die durch übliche Käseherstellungsverfahren    erhalten   worden waren,    wunden      erfindungsgemäss   behandelt (falls nichts anderes angegeben).

   Die so    behandelten   Proben wurden optisch und    durch.   Geschmacksprobe untersucht und .ergaben, die in der folgenden Tabelle angegebenen    Werte.   
 EMI3.184 
 
<tb> Tabelle
<tb> Probe <SEP> Nr. <SEP> Druck <SEP> auf <SEP> die <SEP> überschoss <SEP> Textur
<tb> Käse-Gas-Dispersion <SEP> (Vol. <SEP> %)
<tb> zwischen <SEP> Bildung
<tb> und <SEP> Abfüllung <SEP> (at)
<tb> A <SEP> 5 <SEP> 3 <SEP> offen
<tb> B <SEP> 3,8 <SEP> 3 <SEP> offen
<tb> C <SEP> 2.8* <SEP> 5 <SEP> offen
<tb> * <SEP> Homogenisiervorrichtung <SEP> (Viscolyzer)
<tb> anstelle <SEP> der <SEP>  Luftmischa-Pumpe. 
 Aus der    vorstehenden   Tabelle. und den, Ergebnissen von    Beispiel   1 ist    zu,ers:

  ehen,      .dass      durch   das    er-      findungsigemüsse      Verfahren   ein lockerer,    urgereifter      Weichkäse   erhalten werden kann. Dieser Käse    besitzt   ferner eine erhöhte Lagerbeständigkeit. 

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    Erfindungsgemäss   wird somit    ein;   verbesserter pasteurisierter Weichkäse mit einer    Lagerbeständig      keit   bis    zu   4 Wochen und mehr und    einem   verbesserten offenen Gefüge erhalten.

   Obgleich sich das erfindungsgemässe    Verfahren      insbesondere      zur      Struktur-      veränderung   bei    heissverpacktem   Käse    eignet,      kann   es jedoch .auch zur    Strukturierung   von durch andere    Verpackungsverfahren      verpackten,      umgereiften,   Käsen    verwendet   werden..

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Gefügeveiän!de-rung bei urgereif- tem Weichkäse, dadurch gekennzeichnet, dass man in verflüssigtem Käse ein gegenüber dem Käse inertes Gas im Überschuss zu der zur. Sättigung des Käses erforderlichen Menge gleichmässig dnspergiert, um das Gefüge des Käses zu lockern, und ;
    danach den Käse verpackt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren. nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man .das Inertgas unter Druck .in dem verflüssigten Käse dispergiert und den Käse un- ter Aufrechterhaltung der Gas-Käse-Dispersion verpackt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man das Inertgas meiner im Überschuss zu. ider zur Sättigung ides Käses erforderlichen und in einer zur Bildung eines Überschusses von mindestens 1 Vol. % ausreichenden, Menge verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch., dadurch ge- kennzeichnet, dass man Idas Inertgas, im Überschuss zu der zur Sättigung edles Käses erforderlichen und, in einer zur Bildung eines Überschusses von mindestens 1 und höchstens 5 Vol. % .ausreichenden Menge ver- wendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Idas Inertgas unter einem Druck von mindestens 3,5 at im Käse dispergiert. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, idass man Aden ,Käse bei erhöhten Tem- peraturen tverpackt.
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