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Rollenzählwerk mit parallelen senkrechten Achsen und stetigem Antrieb Die Erfindung bezieht sich auf ein Rollenzählwerk, insbesondere für Elektrizitätszähler, mit parallelen senkrechten Achsen und stetigem Antrieb. Derartige Rollenzählwerke zeichnen sich durch sehr einfachen konstruktiven Aufbau aus. Sie haben weiterhin den grossen Vorteil, dass sie eine besonders geringe und konstante Reibung besitzen. Nachteilig ist aber, dass infolge der kontinuierlichen Drehbewegung der Rollen die Ablesung der aufgedruckten Ziffern Schwierigkeiten bereitet.
Dieser Nachteil kann gemäss der Erfindung dadurch beseitigt werden, dass jede Rolle zur Anzeige ihrer Stellung auf dem Umfang mit einer eingängigen spiralförmigen Kurve konstanter Steigung derart versehen ist, dass ihre jeweilige Stellung durch den Abstand von einer waagrechten Bezugslinie entlang einer bestimmten Mantellinie der Rolle gegeben ist. Um die Ablesung zu erleichtern, kann der unter oder über der spiralförmigen Kurve liegende Teil der Rolle eingeschwärzt sein.
Die erfindungsgemässe Ausbildung hat den weiteren Vorteil, dass sich Zwischenachsen vermeiden lassen, wenn die spiralförmigen Kurven von Dekade zu Dekade abwechselnd rechts- und linksläufig angeordnet sind.
Um die Rollenstellung leichter ablesen zu können, ist vorzugsweise den Rollen eine Skala zugeordnet, mit deren Hilfe der Abstand der spiralförmigen Kurve von einer waagrechten Bezugslinie entlang der Mantellinie, vorzugsweise ziffernmässig ablesbar ist. Die Skala kann beispielsweise derart ausgebildet sein, dass die Ablesung mit Hilfe einer waagrechten, sich über die Breite aller Anzeigerollen erstreckenden Zehnerteilung erfolgt. Diese Teilung kann seitlich mit Ziffern 0 bis 9 beschriftet sein.
Durch senkrechte Schlitze in der Skala, die den Mantellinien der Rollen zugeordnet sind, sind die Rollenstellungen in bezug auf die spiralförmigen Kurven leichter ablesbar. Unter Umständen ist es vorteilhaft, dass die spiralförmi- gen Kurven nach Art einer Treppenkurve ausgebildet sind. Dadurch wird die Ablesung von Zwischenstellungen der Rollen erleichtert. Der Treppenschritt in Umfangsrichtung trägt Iho des Rollenumfanges oder ein Vielfaches davon.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die schlitzförmigen Fenster mit einem durchscheinenden Werkstoff ausgefüllt und mit einer Bezifferung solcher Art versehen, dass die Ziffern durch entsprechende Einfärbung des unter oder über der spiralförmigen Kurve liegenden Teiles der Rollen sichtbar werden. Vorzugsweise sind die Ziffern auf einer Glas- oder Kunststoffplatte durch Ätzen oder Einfärben, z. B. durch Aufdrucken, aufgebracht.
Die erfindungsgemässe Anzeigeart bietet die Möglichkeit, das Zählwerk automatisch, z. B. mittels photoelektrischer Abtastung, ablesen zu können. Um die Ablesung z. B. eines Elektrizitätszählers zu vereinfachen, kann der Zählerstand photographiert und später in der Zentrale automatisch z. B. photoelektrisch in Ziffern umgesetzt werden. In diesem Falle -wird zweckmässig auch die Zählernummer in der gleichen Amplitudenschrift auf dem Ziffernblatt angebracht.
Anhand der Zeichnung, in der mehrere Ausführungsbeispiele schematisch dargestellt sind, wird die Erfindung näher erläutert. Es sind nur die zum Verständnis der Erfindung wesentlichen Teile dargestellt.
In Fig. 1 sind mit 1, 2 und 3 die Ziffernrollen für die Einer, Zehner und Hunderter bezeichnet. Ihre Achsen 4 bis 6 stehen über 10:1 untersetzte Zahnräderpaare 7 und 8 bzw. 9 und 10 miteinander in Verbindung. Mit 11 ist das eintreibende Zahnrad bezeichnet. Mit 12 und 13 ist zin weiteres Zahnräder-
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paar _ angedeutet, das zum Antrieb einer Tausenderstelle geeignet ist.
Die einzelnen Rollen sind mit je einer spiralförmigen Kurve 15, 16 bzw. 17, z. B. durch Aufdruk- ken, versehen. Diese Kurven werden gebildet durch die Hypotenuse eines rechtwinkligen Dreieckes mit der Basis entsprechend dem Rollenumfang und der Höhe entsprechend der Rollenlänge durch Aufwik- keln desselben auf den Rollenmantel. Da sich die Rolle 2 entgegengesetzt zu den Rollen 1 und 3 dreht, läuft die Spirale 16 entgegengesetzt zu den Spiralen 15 und 17. Um die Ablesung zu erleichtern, ist der untere Teil der Rollen geschwärzt.
_ _ Zur. Ablesung .der Rollen ist eine sich über sämtliche Rollen erstreckende Skala 18 vorgesehen, die von unten nach oben in zehn gleiche Felder unterteilt ist. Die Skala 18 hat an den den Mantellinien der Rollen 1 bis 3 entsprechenden Stellen Schlitze 19, 20, 21, durch die der Abstand der Spirale von der Grundlinie abgelesen werden kann. Die Ablesung kann dadurch erleichtert werden, dass die Skala 18 mit waagrechten Linien 22 versehen ist.
Durch _ die erfindungsgemässe Ausbildung des Rollenzählwerkes entsteht eine Art Amplituden- schrift, die insbesondere auch die Möglichkeit bietet, das Zählwerk automatisch ablesen zu können. Mit Hilfe einer photoelektrischen Abtasteinrichtung kann die Amplitudenhöhe analog oder digital abgefragt werden.
Um die Auswertung später in einer Zentrale vornehmen zu können, kann der Zählerstand auch photographiert werden. Ferner ist es zweckmässig, dass auch die anderen Angaben des Zählers, wie z. B. die Zählernummer, in der gleichen Amplitudenschrift auf dem Ziffemblatt angebracht sind.
Anstelle einer kontinuierlichen Linie kann man auch eine treppenförmige Spirallinie verwenden, damit Zwischenstellungen besser erfasst und abgelesen werden können. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, anhand der Treppenschritte Zwischenstellungen zu bestimmen.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem die schlitzförmige Öffnung 19 der Ziffernrolle 1 mit einem durchscheinenden Werkstoff, z. B. Glas, abgedeckt ist. Der durchscheinende Werkstoff ist mit einer eingeätzten Bezifferung 23 versehen, und zwar derart, dass durch den eingeschwärzten Teil 24 der Skala die eingeätzten Ziffern sichtbar werden. Sie sind auf weissem Grund nicht sichtbar. Anstelle der Ziffern kann auch ihre Umgebung eingefärbt werden.
In diesem Falle würden die Ziffern 19 bei dunkler Unterlage nicht weiss, wie zuvor, sondern schwarz, wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3, hervortreten.
In Fig. 3 ist ein anderes Ausführungsbeispiel dargestellt, wobei gleiche Teile mit gleichen Bezugsziffern wie in Fig. 1 und 2 versehen sind. Im Gegensatz zu Fig. 2 ist nicht der unter der spiralförmigen Treppenkurve 15 liegende Teil, sondern der darüberlie- gende Teil eingefärbt. Die schlitzförmige Öffnung 19 ist wiederum mit einem durchscheinenden Werkstoff ausgefüllt. Auf dem Werkstoff sind Ziffern 25 gemalt oder gedruckt, die bei heller Unterlage sichtbar sind. Die Farbe der Ziffern und des eingefärbten Teiles der Ziffernrolle 1 kann beliebig sein, muss aber stets übereinstimmen.
Sie kann also bei den verschiedenen Ziffernrollen unterschiedlich sein, damit man auf diese Weise sofort die Ordnungszahl der jeweiligen Ziffernrolle erfassen kann.
Vorzugsweise wird man für den Raster ein durchscheinendes Material, wie Glas, Kunststoff oder dgl., wählen, das entsprechend (Fig. 2 oder 3) geätzt oder eingefärbt wird.