CH412183A - Verfahren zum Hydrophobieren von fasrigen nichttextilen Materialien - Google Patents

Verfahren zum Hydrophobieren von fasrigen nichttextilen Materialien

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CH412183A
CH412183A CH760161A CH760161A CH412183A CH 412183 A CH412183 A CH 412183A CH 760161 A CH760161 A CH 760161A CH 760161 A CH760161 A CH 760161A CH 412183 A CH412183 A CH 412183A
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CH
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leather
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hydrophobing
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textile materials
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CH760161A
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Bruno Dr Zorn
Klaus Dr Damm
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Bayer Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes

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Description


  Verfahren zum     Hydrophobieren    von fasrigen     nichttextilen        Materialien       Die     vorliegende    Erfindung betrifft ein     Verfahren     zum     Hydrophobieren    von fasrigen, nichttextilen Ma  terialien, welches sich vor allem zum     Hydrophobie-          ren    von Leder eignet.

   Das Verfahren ist dadurch  gekennzeichnet, dass man die faserigen     Materialien     mit einer     wässrigen    Flotte     behandelt,    die folgende       Komponenten    enthält:  a) ein     Organopolysil'oxanöl    mit der Viskosität von  50 bis 100 000     cSt    bei 200;  b) ein     Methylpolysiloxancopolymerisat,    das aus       (CH3)3Si01,2-    und     Si02-Einheiten    aufgebaut ist  und in dem das Verhältnis der     Methylgruppen     zu den     Siliciumatomen.    - 0,3 : 1 bis 1,4: 1 be  trägt;

    c) ein organisches     Lösungsmittel    für b), z. B.     einen          aliphatischen,    gegebenenfalls     halogenierten    Koh  lenwasserstoff,     insbesondere        Testbenzin        oder    Per  chloräthylen;

    d) ein durch Einwirkung von Ammoniak oder  Aminen auf     Sulfochloride    von gegebenenfalls  chlorierten     höhermolekularen    Paraffinkohlen  wasserstoffen hergestelltes     Amid    und  e)     einen        Emulgator,    der die     Benetzbarkeit    des     zu.          behandelnden    Materials durch Wasser nicht er  höht, vorzugsweise     Dialkylaminsalze    der     Stearin-,     der     Palmitin-    oder der Ölsäure, insbesondere das       Diäthylaminsalz    der Ölsäure,

   ferner     Dinatrium-          N-alkylsulfosuccinamat,        insbesondere    das     Octa-          decylsulfosuccinamat.     



  Als     Organopolysiloxanöle    kommen lineare und  verzweigte     Polysiloxane    in Betracht, vorzugsweise  solche, die     Alkylgruppen    mit 1 bis 20 Kohlenstoff  atomen, z. B.     Methyl-        oder        Oetadecylgruppen,    ent  halten und eine Viskosität von 50 bis<B>100000</B>     eSt,     vorzugsweise etwa 1000     cSt,    bei 20  C besitzen.  



  Geeignete     Methylpolysiloxancopolimerisate    sind  z. B. durch Hydrolyse von     Mischungen    aus Tri-         methylchlorsilan    und     Tetraäthylsilikat        erhältlich.     Diese Verbindungen sind fest oder zähflüssig und  dadurch mit der Komponente a)     nicht    oder nur  schlecht mischbar. Durch die Anwendung des     Lö-          sungsmittels    werden die Komponenten a) und b)  miteinander gut mischbar.  



  Die unter d) erwähnten     Amide    sind z. B.     in,    der  deutschen     Patentschrift    Nr. 767 853 beschrieben.  Die     Mengenverhältnisse    der in Betracht kom  menden Komponenten     können    in weiten Grenzen  schwanken.

   Zweckmässig     verwendet    man auf 100  Gewichtsteile     Organopolysiloxanöl    etwa 5 bis     100          Gewichtsteile        Methylpalysiloxancopolymerisat,    gelöst       in,    etwa 5 bis     100        Gewichtsteilen    Lösungsmittel,

    und etwa 20 bis 200 Gewichtsteile     Amid        sowie    20  bis 200 Gewichtsteile     Emulgator.    Dieses Gemisch  wird     mit        beliebigen    Mengen Wasser     emulgiert.     Zweckmässig     verwendet        man,    zunächst nur so viel  Wasser, dass     eine        Emulsibn        mit    40 bis 60     Gew.%     an den Komponenten a), b), d) und e)     erhalten        wird,     und     verdünnt    diese Emulsion dann vor Gebrauch so  stark mit Wasser,

   dass     eine    Emulsion     mit    etwa 2 bis  10     Gew.        ö    an den Komponenten a), b), d) und e)       gebildet        wird.     



  Die     erfindungsgemässe        Behandlung    der faserigen       Materialien;    mit den     wässrigen        Flotten    kann an an  sich bekannter Weise erfolgen, z. B. durch Tränken  und     Abquetschen,    durch     Einwalken    und dergleichen;  anschliessend     können    die behandelten     Materialien    in  der     üblichen    Weise fertiggestellt werden.

   Bei der Be  handlung von     mineralgarem    Leder hat es sich als  vorteilhaft     erwiesen,    den     pH-Wert    des Leders zuvor       auf    4     bis    6     einzustellen    und das     Einwalken        dann          bei    erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei 40 bis  60 ,     vorzunehmen.     



  Die im     nachfolgenden    Beispiel     angegebenen        Teile     sind     GewiehtsteÜe.         <I>Beispiel</I>  100 Teile chromgares,     gefalztes,    gefärbtes,     unge-          fettetes    Rindleder mit einem     pH-Wert    von etwa 5  werden 2 Stunden bei 50  in einer     Flotte    aus 200  Teilen. Wasser gewalkt, die 15 Teile der nachstehend  beschriebenen Stammemulsion enthält. Nach etwa 2  Stunden ist die Flotte klar. Nach dem Spülen, Trock  nen und Stollen wird ein Leder erhalten, das flecken  frei, weich, auffallend narbenfest und hervorragend       hydrophobiert    ist.  



  Die     Stammemul'snon    war in folgender Weise her  gestellt: Eine Mischung aus 2,1 Teilen     Trimethyl-          chlorsilan    und 8 Teilen     Tetraäthylsilicat    wurde unter  Rühren zu einer Mischung aus 4,5 Teilen     Toluol     und 4 Teilen Wasser     hinzugegeben;

      nach dem  Abtrennen der     wässrigen    Schicht wurde aus der       Tolüollösung    das     Toluol        abdestilliert.    2 Teile des  so erhaltenen     Methylpolysiloxancopolymerisats,    das  5,5     (CHs)3SiOo,ä    Einheiten auf je 11     Si02-Einheiten     enthielt und ein Verhältnis     CHs    :     Si    = 1 :

   1 besass,  wurden in 2,5 Teilen Testbenzin gelöst und mit  4 Teilen eines     Dimethylpolysiloxanöles,    das aus  97     Molrö        (CH3)2Si0-    und 3     Mol%        (CH3)sSi0o,5-    Ein  heiten bestand und eine Viskosität von etwa 1400     cSt     bei 20  besass, gemischt; hierauf wurden 2,3 Teile  eines nach dem Verfahren. der deutschen Patent  schrift Nr. 767 853 hergestellten     Amids    der durch  schnittlichen Zusammensetzung     C15H2sC12S02NH2     und 1,7 Teile     Diäthylaminsalz    der     Ölsäure    hinzu  gefügt.

   Dieses Gemisch wurde dann durch     Emulgie-          ren    mit 7,5 Teilen Wasser in eine 50 %     ige    Emulsion  übergeführt.  



  Von den     wässrigen        Emulsionen    von     Polysiloxanen,     die zum Imprägnieren von Leder oder auch andern  faserigen,     nichttextilen    Materialien     bereits    vorgeschla  gen sind, zeichnen sich die     erfindungsgemäss    in Be  tracht kommenden     Polysiloxanemulsionen    dank ihres    Gehaltes an den angegebenen     Amiden    und     Emulga-          toren    durch einen besonders starken     Hydrophobier-          und        Weichmachungseffekt    aus;

   hervorgehoben sei  ferner, dass bei Anwendung des     erfindungsgemüssen     Verfahrens auf Leder ausserdem die erwünschte  Narbenfestigkeit erhalten bleibt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Hydrophobieren von nichttexti- le'n, faserigen Materialien, insbesondere von Leder, dadurch gekennzeichnet, dass man die Materialien mit einer wässrigen Flotte behandelt, die a) ein Organopolysiloxanöl mit der Viskosität von 50 bis 100 000 cSt bei 20 ;
    b) ein Methylpolysiloxancopolymerisat, das aus (CH3)3Si012- und Si0=-Einheiten aufgebaut ist und in dem das Verhältnis der Methylgruppen zu den Siliciumatomen = 0,3 : 1 bis 1,4: 1 be trägt; c) ein organisches Lösungsmittel für b);
    d) ein durch Einwirkung von Ammoniak oder Aminen auf Sulfochloride von gegebenenfalls chlorierten höhermolekularen Paraffinkohlen wasserstoffen hergestelltes Amid und e) einen Emulgator, der die Benetzbarkeit des zu behandelnden Materials durch Wasser nicht er höht, enthält.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch zum Hydropho- bieren von mineralgarem Leder, dadurch gekenn zeichnet, dass man das pH des Leders auf 4 bis 6 einstellt und die wässrige Flotte bei erhöhten Tempe raturen, z. B. bei 40 bis 60 , einwalkt.
CH760161A 1959-07-18 1960-06-27 Verfahren zum Hydrophobieren von fasrigen nichttextilen Materialien CH412183A (de)

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