CH412183A - Verfahren zum Hydrophobieren von fasrigen nichttextilen Materialien - Google Patents
Verfahren zum Hydrophobieren von fasrigen nichttextilen MaterialienInfo
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Description
Verfahren zum Hydrophobieren von fasrigen nichttextilen Materialien Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Hydrophobieren von fasrigen, nichttextilen Ma terialien, welches sich vor allem zum Hydrophobie- ren von Leder eignet.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man die faserigen Materialien mit einer wässrigen Flotte behandelt, die folgende Komponenten enthält: a) ein Organopolysil'oxanöl mit der Viskosität von 50 bis 100 000 cSt bei 200; b) ein Methylpolysiloxancopolymerisat, das aus (CH3)3Si01,2- und Si02-Einheiten aufgebaut ist und in dem das Verhältnis der Methylgruppen zu den Siliciumatomen. - 0,3 : 1 bis 1,4: 1 be trägt;
c) ein organisches Lösungsmittel für b), z. B. einen aliphatischen, gegebenenfalls halogenierten Koh lenwasserstoff, insbesondere Testbenzin oder Per chloräthylen;
d) ein durch Einwirkung von Ammoniak oder Aminen auf Sulfochloride von gegebenenfalls chlorierten höhermolekularen Paraffinkohlen wasserstoffen hergestelltes Amid und e) einen Emulgator, der die Benetzbarkeit des zu. behandelnden Materials durch Wasser nicht er höht, vorzugsweise Dialkylaminsalze der Stearin-, der Palmitin- oder der Ölsäure, insbesondere das Diäthylaminsalz der Ölsäure,
ferner Dinatrium- N-alkylsulfosuccinamat, insbesondere das Octa- decylsulfosuccinamat.
Als Organopolysiloxanöle kommen lineare und verzweigte Polysiloxane in Betracht, vorzugsweise solche, die Alkylgruppen mit 1 bis 20 Kohlenstoff atomen, z. B. Methyl- oder Oetadecylgruppen, ent halten und eine Viskosität von 50 bis<B>100000</B> eSt, vorzugsweise etwa 1000 cSt, bei 20 C besitzen.
Geeignete Methylpolysiloxancopolimerisate sind z. B. durch Hydrolyse von Mischungen aus Tri- methylchlorsilan und Tetraäthylsilikat erhältlich. Diese Verbindungen sind fest oder zähflüssig und dadurch mit der Komponente a) nicht oder nur schlecht mischbar. Durch die Anwendung des Lö- sungsmittels werden die Komponenten a) und b) miteinander gut mischbar.
Die unter d) erwähnten Amide sind z. B. in, der deutschen Patentschrift Nr. 767 853 beschrieben. Die Mengenverhältnisse der in Betracht kom menden Komponenten können in weiten Grenzen schwanken.
Zweckmässig verwendet man auf 100 Gewichtsteile Organopolysiloxanöl etwa 5 bis 100 Gewichtsteile Methylpalysiloxancopolymerisat, gelöst in, etwa 5 bis 100 Gewichtsteilen Lösungsmittel,
und etwa 20 bis 200 Gewichtsteile Amid sowie 20 bis 200 Gewichtsteile Emulgator. Dieses Gemisch wird mit beliebigen Mengen Wasser emulgiert. Zweckmässig verwendet man, zunächst nur so viel Wasser, dass eine Emulsibn mit 40 bis 60 Gew.% an den Komponenten a), b), d) und e) erhalten wird, und verdünnt diese Emulsion dann vor Gebrauch so stark mit Wasser,
dass eine Emulsion mit etwa 2 bis 10 Gew. ö an den Komponenten a), b), d) und e) gebildet wird.
Die erfindungsgemässe Behandlung der faserigen Materialien; mit den wässrigen Flotten kann an an sich bekannter Weise erfolgen, z. B. durch Tränken und Abquetschen, durch Einwalken und dergleichen; anschliessend können die behandelten Materialien in der üblichen Weise fertiggestellt werden.
Bei der Be handlung von mineralgarem Leder hat es sich als vorteilhaft erwiesen, den pH-Wert des Leders zuvor auf 4 bis 6 einzustellen und das Einwalken dann bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei 40 bis 60 , vorzunehmen.
Die im nachfolgenden Beispiel angegebenen Teile sind GewiehtsteÜe. <I>Beispiel</I> 100 Teile chromgares, gefalztes, gefärbtes, unge- fettetes Rindleder mit einem pH-Wert von etwa 5 werden 2 Stunden bei 50 in einer Flotte aus 200 Teilen. Wasser gewalkt, die 15 Teile der nachstehend beschriebenen Stammemulsion enthält. Nach etwa 2 Stunden ist die Flotte klar. Nach dem Spülen, Trock nen und Stollen wird ein Leder erhalten, das flecken frei, weich, auffallend narbenfest und hervorragend hydrophobiert ist.
Die Stammemul'snon war in folgender Weise her gestellt: Eine Mischung aus 2,1 Teilen Trimethyl- chlorsilan und 8 Teilen Tetraäthylsilicat wurde unter Rühren zu einer Mischung aus 4,5 Teilen Toluol und 4 Teilen Wasser hinzugegeben;
nach dem Abtrennen der wässrigen Schicht wurde aus der Tolüollösung das Toluol abdestilliert. 2 Teile des so erhaltenen Methylpolysiloxancopolymerisats, das 5,5 (CHs)3SiOo,ä Einheiten auf je 11 Si02-Einheiten enthielt und ein Verhältnis CHs : Si = 1 :
1 besass, wurden in 2,5 Teilen Testbenzin gelöst und mit 4 Teilen eines Dimethylpolysiloxanöles, das aus 97 Molrö (CH3)2Si0- und 3 Mol% (CH3)sSi0o,5- Ein heiten bestand und eine Viskosität von etwa 1400 cSt bei 20 besass, gemischt; hierauf wurden 2,3 Teile eines nach dem Verfahren. der deutschen Patent schrift Nr. 767 853 hergestellten Amids der durch schnittlichen Zusammensetzung C15H2sC12S02NH2 und 1,7 Teile Diäthylaminsalz der Ölsäure hinzu gefügt.
Dieses Gemisch wurde dann durch Emulgie- ren mit 7,5 Teilen Wasser in eine 50 % ige Emulsion übergeführt.
Von den wässrigen Emulsionen von Polysiloxanen, die zum Imprägnieren von Leder oder auch andern faserigen, nichttextilen Materialien bereits vorgeschla gen sind, zeichnen sich die erfindungsgemäss in Be tracht kommenden Polysiloxanemulsionen dank ihres Gehaltes an den angegebenen Amiden und Emulga- toren durch einen besonders starken Hydrophobier- und Weichmachungseffekt aus;
hervorgehoben sei ferner, dass bei Anwendung des erfindungsgemüssen Verfahrens auf Leder ausserdem die erwünschte Narbenfestigkeit erhalten bleibt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Hydrophobieren von nichttexti- le'n, faserigen Materialien, insbesondere von Leder, dadurch gekennzeichnet, dass man die Materialien mit einer wässrigen Flotte behandelt, die a) ein Organopolysiloxanöl mit der Viskosität von 50 bis 100 000 cSt bei 20 ;b) ein Methylpolysiloxancopolymerisat, das aus (CH3)3Si012- und Si0=-Einheiten aufgebaut ist und in dem das Verhältnis der Methylgruppen zu den Siliciumatomen = 0,3 : 1 bis 1,4: 1 be trägt; c) ein organisches Lösungsmittel für b);d) ein durch Einwirkung von Ammoniak oder Aminen auf Sulfochloride von gegebenenfalls chlorierten höhermolekularen Paraffinkohlen wasserstoffen hergestelltes Amid und e) einen Emulgator, der die Benetzbarkeit des zu behandelnden Materials durch Wasser nicht er höht, enthält.UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch zum Hydropho- bieren von mineralgarem Leder, dadurch gekenn zeichnet, dass man das pH des Leders auf 4 bis 6 einstellt und die wässrige Flotte bei erhöhten Tempe raturen, z. B. bei 40 bis 60 , einwalkt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF28978A DE1266920B (de) | 1959-07-18 | 1959-07-18 | Verfahren zum Hydrophobieren von Leder |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH412183A true CH412183A (de) | 1966-04-30 |
Family
ID=7093104
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH760161A CH412183A (de) | 1959-07-18 | 1960-06-27 | Verfahren zum Hydrophobieren von fasrigen nichttextilen Materialien |
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|---|---|
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Families Citing this family (1)
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| US2588366A (en) * | 1950-03-09 | 1952-03-11 | Dow Corning | Method of rendering fabrics waterrepellent and composition therefor |
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-
1960
- 1960-06-27 CH CH760161A patent/CH412183A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1266920B (de) | 1968-04-25 |
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