CH412072A - Schnellimpedanzrelais - Google Patents
SchnellimpedanzrelaisInfo
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
- H02H3/40—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to ratio of voltage and current
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Description
Schnellimpedanzrelais Im Schweizer Patent 396175 wird ein Schnellim- pedanzrelais vorgeschlagen, dem zur Bildung eines Auslösekriteriums die Spannung an der Leitungs schleife und die Spannung an einer Vergleichsimpe danz zugeführt und in dem die Differenzspannung ge bildet wird. Im folgenden soll die Spannung an der Leitungsschleife mit u, die Spannung an der Ver gleichsimpedanz mit u, und die Differenzspannung u" - u mit C# u bezeichnet werden.
Bei der vorgeschlagenen Anordnung werden die Polaritäten der genannten Spannungen oder daraus abgeleiteter Grössen in jeder Stromhalbwelle nur innerhalb einer im folgenden mit to bezeichneten Zeitspanne ausgewertet, in der der Schleifenstrom i und dessen zeitliche Ableitung di/dt gleiches Vorzeichen haben.
Der Vorteil eines derartigen Schnellimpedanzrelais ist darin zu sehen, dass es bereits bei Bruchteilen einer Periode der zu überwachenden elektrischen Grössen ein Auslösekriterium zu gewinnen gestattet, ohne dass hierbei durch das Auftreten von Störimpul sen eine nennenswerte Beeinträchtigung der Arbeits weise auftritt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des be schriebenen Schnellimpedanzrelais wird ein Auslöse- befehl nur dann nicht erteilt, wenn irgendwann inner halb der Auswertezeit to entweder die Spannung u an der Leitungsschleife oder die Differenzspannung Au oder beide mindestens während eines vorgegebenen Zeitintervalls ein anderes Vorzeichen als der Schlei- fenstrom aufweisen. Eine derartige Anordnung besitzt den Vorteil, dass beim Auftreten verlagerter Kurz- Schlussströme keine störende Ausweitung des Aus lösegebietes des Schnellimpedanzschutzes auftritt.
Der Erfindung Fliegt die Aufgabe zugrunde, Mass- nahmen zur Beeinflussung des Auslösegebietes des Schnellimpedanzschutzes nach dem älteren Vorschlag anzugeben.
Dabei ist beispielsweise an Fälle gedacht, in denen es erwünscht ist, eine Auslösung auch bei Kurzschlüssen auf den Sammelschienen der Station, in der das Schnellimpedanzrelais eingebaut ist, zu erhal ten, obwohl dann die vom Schnellimpedanzrelais ge messene Impedanz im dritten Quadranten der Impe- danzebene Liegt und somit das durch die Scheifenspan- nung u bestimmte Richtungskriterium eine Auslösung verhindern würde,
zumal die beschriebene Anordnung einen ausserordentlich scharfen Richtungsentscheid erlaubt, d. h. die Grenze des Auslösegebietes praktisch durch den Ursprung der Impedanzebene geht.
Die Lösung dieser Aufgabe erfordert also eine Verschie bung der Auslösegebietsgrenze um ein kleines Stück in den dritten Quadranten. Dies wird erfindungsge- mäss dadurch erreicht, dass dem Schnellimpedanzre- lais neben der Spannung u an der Leitungsschleife die zwei Spannungen u" und u1 an zwei vom Leitungs strom durchflossenen Vergleichsimpedanzen Z" und Z1 zugeführt werden, und dass der Auslösebefehil am Ende der Auswertezeit to nur dann nicht erteilt wird,
wenn irgendwann innerhalb der Auswertezeit to we nigstens .eine der Spannungen Au = u. - u und Su = u1 -I- u mindestens während eines vorgegebenen Zeitintervalls ein anderes Vorzeichen aufweist als der Schleifenstrom i.
Die Erfindung ist tim folgenden anhand der Figuren 1 bis 3 näher erläutert, von denen die Fig. 1 ein Aus- führungsbeispiel des erfindungsgemässen Schnellim- pedanzrelais zeigt, und die Figuren 2 und 3 mit dem erfindungsgemässen Schnellimpedanzrelais erzielbare Auslösegebiete wiedergeben.
Fig. 1 zeigt eine einphasige, zweiseitig gespeiste Leitung. 1 und 2 sind die beiden Kraftwerke, 3 und 4 zwei Unterstationen. Der Betrachtung wird der in der Station 3 eingebaute Schutz zugrunde gelegt, der die Leitungsstrecke bis zur Station 4 schützen soll. Auf dieser Leitungsstrecke trete ein Fehler 5 auf, wobei für die allgemeinen Betrachtungen der Widerstand des Fehlers vernachlässigt wird. Dann ist die Impedanz zwischen dem Fehler und der Station 3 gegeben durch die Leitungsimpedanz; bestehend aus der ohmschen Komponente R und der induktiven Komponente wL. Der Fehlerstrom i durchfliesst diese Impedanz und ergibt in der Station 3 die Schleifenspannung u.
Fer ner durchfliesse der Fehlerstrom i noch eine Ver gleichsimpedanz Ra, wL, sowie eine Vergleichsimpe danz R1, wLl, die normalerweise auf der Sekundär seite von Stromwandlern angeschlossen werden.
Die Spannungen an diesen Vergleichsimpedanzen betra gen u, und u1. Der Schnellimpedanzschutz nach dem älteren Vorschlag wird nun erfindungsgemäss dadurch abgewandelt, dass an Stelle der Spannung u für den Richtungsentscheid eine Spannung 8u = u1 -I- u ge- mäss folgender Beziehung verwendet wird:
EMI0002.0028
Für R < -R1 und L < -L1 hat die Spannung 8u ein anderes Vorzeichen als -i und -
EMI0002.0032
Wird jetzt der Auslösebefehl im Strommaximum nur dann nicht erteilt, wenn irgendwann innerhalb der Auswertezeit to entweder die Spannung /\u oder die Spannung 8u oder beide während eines vorgegebenen Zeitintervalls ein anderes Vorzeichen als der Schlei- fenstrom aufweisen, so ergibt sich ein Auslösegebiet gemäss der Fig. 2,
bei dem der charakteristische Punkt der durch das Richtungskriterium gegebenen Auslö- segebietsgrenzen aus dem Ursprung in den Endpunkt des Zeigers -Z1 (-R1, -wLl) gewandert ist. Damit können auch Sammelschienenkurzschlüsse in der Sta tion 3 durch den dort eingebauten Distanzschutz mit erfasst werden.
Ersetzt man bei der Bildung von 8u u1 durch (-u1), so fällt der charakteristische Punkt sinngemäss in den Endpunkt des Zeigers Z1 (Rh wLl).
Eine zweckmässige Weiterbildung des Schnellim- pedanzreIais nach dem älteren Vorschlag ist dadurch gekennzeichnet, dass das Zeitintervall für die Span nung u an der Leitungsschleife grösser als das Zeit- intervall für die Differenzspannung /\u ist. Als Zah lenwerte werden für das Zeitintervall für die Spannung u der Bereich von 1,5 bis 1,7 ms und für das Zeitin- tervall für die Differenzspannung Du der Bereich von 0,2 bis 0,6 ms genannt.
Diese Massnahme dient der sicheren Auslösung auch in dem Falle, dass in der Nähe der Einbaustation des Schutzes ein Lichtbo- genkurzschluss auftritt, der von beiden Seiten der Lei tung gespeist wird und bei dem die beiden Speise ströme eine Phasenverschiebung gegeneinander auf weisen. Zweckmässigerweise werden auch bei der vor liegenden Erfindung die Zeitintervalle t und t für Au $u die Spannungen Au und 8u verschieden gewählt.
Im folgenden wird ein weiterer Fall behandelt, der Massnahmen zur Beeinflussung des Auslösegebietes erfordert.
Die praktischen Erfahrungen beim Bau eines Schnellimpedanzrelais gemäss dem älteren Vorschlag haben in Übereinstimmung mit der Theorie gezeigt, dass die untere Ansprechgrenze des dort vorgesehenen Nullverstärkers für die Differenzspannung Au zu einer Vergrösserung des Auslösegebietes bei kleinen Strömen führt, so dass sich für Ströme J unterhalb des Nennstromes J" beispielsweise Auslösegebiete nach Fig. 3 ergeben.
Durch Wahl der Ansprechempfind- lichkeit der Nullverstärker, die für aus den Grössen i und
EMI0002.0081
- gewonnene Spannungen vorgesehen sind, kann man erfindungsgemäss die untere Stromgrenze, bei der überhaupt noch ein Auslösesignal erzeugt wird, beispielsweise auf 0,3fachen Nennstrom festlegen; damit ist auch die maximal mögliche Vergrösserung des Auslösegebietes gegeben.
Durch die Vergrösserung des Auslösegebietes wird eine Verkleinerung des Sicherheitsabstandes zur nächsten Station hervorgerufen. Dies wird bei einer zweckmässigen Weiterbildung der Erfindung dadurch vermieden, dass die Vergleichsinduktivität L" des Abbildes stromabhängig verkleinert wird, so dass für kleinere Ströme die Vergrösserung des Auslösege- bietes mindestens teilweise kompensiert wird.
Auf ein fache Weise erreicht man das durch Aufbau der Ver- gleichsinduktivität L" aus einem Eisenkern mit Luft spalt, wobei die Grösse des Luftspaltes und das Eisen des Kernes so aufeinander abgestimmt sind, dass die Verminderung der Permeabilität des Eisens für kleine Ströme die Vergrösserung des Auslösege- bietes in L-Richtung zumindest teilweise kompensiert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schnellimpedanzrelais, bei dem die Polaritäten der ihm zugeführten Spannungen in jeder Stromhalbwelle nur innerhalb einer Zeitspanne, während der der Schleifenstrom und dessen zeitliche Ableitung gleiches Vorzeichen haben, ausgewertet werden, dadurch ge kennzeichnet, dass dem Schnellimpedanzrelais neben der Spannung u an der Leitungsschleife die zwei Spannungen u" und u1 an zwei vom Leitungsstrom durchflossenen Vergleichsimpedanzen Zo und Z1 zu geführt werden,und dass der Auslösebefehl am Ende der Auswertezeit t. nur dann nicht erteilt wird, wenn irgendwann .innerhalb der Auswertezeit to wenigstens eine der Spannungen Au = u" - u und 8 u = ul+u mindestens während eines vorgegebenen Zeitintervalls ein anderes Vorzeichen aufweist als der Schleifen strom i. UNTERANSPRÜCHE 1. Schnellimpedanzrelais nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Zeitinterval t für au die Spannung au grösser als das Zeitintervall t für ,'u die Spannung Du ist.2. Schnellimpedanzrelais nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass durch die Wahl der An sprechempfindlichkeit von für aus den Grössen i und - EMI0003.0007 gewonnene Spannungen vorgesehenen Nullver stärkern eine untere Stromgrenze festgelegt ist, unter halb der kein Auslösebefehl mehr erteilt wird.3. Schnellimpedanzrelais nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Induktivität der Ver gleichsimpedanz Z" derart stromabhängig ist, dass für kleine Ströme die Vergrösserung des Auslösegebietes mindestens teilweise kompensiert wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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