CH411367A - Verfahren zur Abscheidung reinerer Stoffe im Elektrolysebad - Google Patents
Verfahren zur Abscheidung reinerer Stoffe im ElektrolysebadInfo
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- C25C—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
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Description
Verfahren zur Abscheidung reinerer Stoffe im Elektrolysebad Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Abscheidung reinerer Stoffe im Elek- trolysebad, das vorzugsweise für Schmelzflusselek- trolyse in Frage kommt, und zwar bei solchen Schmelzflusselektrolyseverfahren, bei denen die zu gewinnenden Stoffe in fester Form an der Kathode abgeschieden werden.
Bei dieser Art der Abscheidung liessen sich bis her die zu gewinnenden Stoffe nicht in reiner Form an der Kathode abscheiden. Vielmehr waren in den abgeschiedenen Stoffen Einlagerungen der Schmelze insbesondere an der Oberfläche enthalten, so dass zur Gewinnung der reinen Stoffe ein weiteres Um schmelzen notwendig war.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgaben stellung ist nun, diese unerwünschten Einlagerungen zu vermeiden und die Stoffe in reinerer Form an der Kathode abzuscheiden.
Erfindungsgemäss wird das mit einem Verfahren zur Abscheidung reinerer Stoffe im Elektrolysebad dadurch erreicht, dass der Elektrolysezelle ein zeit lich veränderlicher Strom zugeführt wird, dessen Stromrichtung zeitweise umgekehrt wird.
Vorzugsweise wird der Elektrolysezelle dabei ein Gleichstrom zugeführt, dem ein Wechselstrom über lagert wird. Der Gleichstrom kann entweder in Form eines konstanten Stromes oder in. Form von Gleichstromimpulsen zugeführt werden. Im letzteren Falle ist der Elektrolysezelle vorzugsweise jeweils während der positiven Halbwelle des Wechselstro mes ein positiver Gleichstromimpuls zuzuführen und während der negativen Halbwelle eine Impulspause einzuschalten. Es ist aber auch möglich, der Elektro- lysezelle vorzugsweise abwechselnd positive und ne gative Gleichstromimpulse zuzuführen.
In umgekehrter Stromrichtung ist dabei vorzugs weise ein mindestens so grosser Strom zuzuführen, dass jeweils im Zeitintervall dieser umgekehrten Stromrichtung die obere, unreine Schicht des Nieder schlages auf der Kathode wieder abgetragen wird. Anderseits ist in umgekehrter Stromrichtung vor zugsweise höchstens ein so grosser Strom zuzufüh ren, dass in, dem Zeitintervall dieser umgekehrten Stromrichtung höchstens 20 % der in dem vorausge gangenen Zeitintervall der normalen Stromrichtung an der Kathode niedergeschlagenen Stoffmenge wie der abgetragen wird.
Es wurde nämlich gefunden, dass sich die Ein lagerung von Schmelze in den auf der Kathode abge schiedenen zu gewinnenden Stoff ganz wesentlich verringert, wenn während der Durchführung der Elektrolyse kurzzeitig Stromstösse in umgekehrter Stromrichtung - bei denen also die Kathode der Elektrolysezelle positiv und die Anode negativ wird - eingeschaltet werden. Dabei werden offenbar die Spitzen des fest niedergeschlagenen, zu gewinnen den Stoffes wieder abgetragen, iso dass die Schmelze ihren Halt verliert und sich keine oder nur sehr ge ringfügige Einlagerungen bilden können.
Denn der Grund dafür, dass eine derart starke Einlagerung von Schmelze in den zu gewinnenden Stoff stattfindet die Verunreinigungen durch Schmelze liegen bei dem normalen Verfahren in der Grössenordnung von 70 % -, liegt offenbar darin, dass bei einer rauhen, aus einer Vielzahl einzelner Krater bestehenden Ober fläche die innerhalb der Krater befindliche Schmelze durch Anlagerung weiteren festen Stoffes eingeschlos sen wird.
Wenn nun die hervorragenden Teile der rauhen Oberfläche durch einen Strom in umgekehrter Stromrichtung wieder abgetragen werden, so ent steht eine wesentlich glattere Oberfläche, die weniger Möglichkeit zur Einlagerung von Schmelze bietet.
Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Verfahrens näher erläutert: In einer Elektrolysezelle wurde aus Aluminium- Alkali-Halogeniden Aluminium an der Kathode der Elektrolysezelle abgeschieden.
Die Strombeaufschlagung der Kathode war 0,5 A pro cm2, die Spannung betrug 2,1 V. Der Gleich strom wurde in Impulsen mit einer Impulsdauer von 10 Millisekunden und einer Impulsfolgefrequenz von 50 Hz zugeführt. Synchron mit den Gleichstromim pulsen wurde ein Wechselstrom von 50 Hz und ;einer Strombeaufschlagung von 0,05 Aeff/cm2 zu geführt, dessen positive Halbwelle mit den Gleich stromimpulsen zusammenfiel und dessen negative Halbwelle in die Impulspausen fiel.
Die negative Halbwelle des Wechselstromes bildete den in um gekehrter Stromrichtung fliessenden Strom.
Nach Abschluss des Versuches wurde in dem auf der Kathode niedergeschlagenen Aluminium eine Verunreinigung von<B>21,3</B> % durch Schmelze festge stellt. Bei einem zweiten Versuch mit höherem Wech- selstrom von 0,lAeff/cm2 wurde nach Abschluss des Versuches in dem auf der Kathode niederge schlagenen Aluminium noch eine Verunreinigung von 12,7 % durch Schmelze festgestellt.
Zum Vergleich wurde ein Versuch ohne Wechsel- strom durchgeführt. Dabei ergab sich, dass von der auf der Kathode niedergeschlagenen Stoffmenge nur 30 % Aluminium und 70 % Verunreinigungen durch Schmelze waren.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Abscheidung reinerer Stoffe im Elektrolysebad, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrolysezelle ein zeitlich veränderlicher Strom zu geführt wird, dessen Stromrichtung zeitweise umge kehrt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch. dadurch ge kennzeichnet, dass der Elektrolysezelte ein Gleich strom zugeführt wird, dem ein Wechselstrom über lagert wird. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrolysezelle jeweils wäh rend der positiven Halbwelle des Wechselstromes ein positiver Gleichstromimpuls zugeführt wird und dass die negative Halbwelle des Wechselstromes jeweils in die Impulspause fällt. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Elektrolysezelle positive und negative Gleichstromimpulse .zugeführt werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der in umgekehrter Stromrich tung zugeführte Strom mindestens so gross gemacht wird, dass jeweils im Zeitintervall dieser umgekehrten Stromrichtung die obere Schicht des Niederschlages auf der Kathode wieder abgetragen wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der in umgekehrter Stromrich tung zugeführte Strom höchstens so gross gemacht wird, dass in dem Zeitintervall dieser umgekehrter Stromrichtung höchstens 20 % der in dem vorausge gangenen Zeitintervall der normalen Stromrichtung an der Kathode niedergeschlagenen Menge des zu gewinnenden Stoffes wieder abgetragen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH609362A CH411367A (de) | 1962-05-19 | 1962-05-19 | Verfahren zur Abscheidung reinerer Stoffe im Elektrolysebad |
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| CH411367A true CH411367A (de) | 1966-04-15 |
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Country Status (1)
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| CH (1) | CH411367A (de) |
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1962
- 1962-05-19 CH CH609362A patent/CH411367A/de unknown
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