CH409375A - Spritzgussmaschine mit Kniehebel - Google Patents
Spritzgussmaschine mit KniehebelInfo
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- B29C45/00—Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor
- B29C45/17—Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
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Description
Spritzgussmaschine mit Kniehebel Die Erfindung bezieht sich auf eine Spritzgussmaschine mit einem Kniehebel zur Verarbeitung thermoplastischer Kunststoffe, wobei sowohl zur Schliess- und Öffnungsbewegung der Werkzeugform als auch zum Arbeits- und Rückhub des Spritzkolbens nur ein Antrieb vorgesehen ist, dessen Antriebsschubstange gelenkig an zwei Kniehebelpaaren unterschiedlicher Hebellänge angreift, von denen das längere Hebelpaar an einer Quertraverse angreift, die zwei, die Formträgerplatte tragende Längsholme zur starren Verriegelung der Form verbindet, während das kürzere Hebelpaar an der Kolbenträgerplatte angelenkt ist, wobei durch das in die Kolbenträgerplatte eingebaute Druckkissen die Bewegung des Spritzkolbens verzögert wird, so dass die Spritzgussform starr verriegelt wird, ehe die Bewegung des Spritzkolbens beendet ist. Von einer Kniehebel-Spritzgussmaschine nach dem Gattungsbegriff zur Verarbeitung thermoplastischer Kunststoffe unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand zunächst in vorteilhafter Weise im wesentlichen dadurch, dass einerseits alle drei Lager der beiden Kniehebelpaare gegenüber dem Antrieb beweglich angeordnet sind, und dass andererseits bei Beginn der Formschliessbewegung die Antriebsschubstange und das längere, an der Längsholm Quertraverse angreifende Hebelpaar im allgemeinen in einer Richtung liegt und drückend zunächst auf dieses wirkt, während zu Beginn der Öffnungsbewe gung der Form die Antriebsschubstange mit dem kürzeren, an der Kolbenträgerplatte angreifenden Hebelpaar etwa in einer Richtung liegend zunächst ziehend auf dieses einwirkt. Durch das erfindungsgemäss vorgeschlagene Antriebssystem wird es mit einem Antrieb erreicht, dass die Spritzgussform erst vollständig geschlossen wird, ehe der eigentliche Spritzvorgang beginnt und mechanisch verriegelt wird, ehe der Spritzvorgang beendet ist, und zwar dadurch, dass erst das das Schliessen der Spritzgussformteile bewirkende längere Kniehebelpaar durch die Antriebsschubstange verschiebend betätigt wird, und erst nach dem Schliessen der Spritzgussform der Arbeitshub des Kolbenträgers einsetzt. Da die Kraft des in dem Kolbenträger eingebauten Druckkissens geringer eingestellt wird als die Kraft, mit der der Kolbenträger be wegt wird, entsteht durch den Widerstand der Spritzgussmasse im Plastifizierzylinder eine verminderte Bewegungsgeschwindigkeit des Spritzkolbens gegen über dem Kolbenträger, so dass der Einspritzvorgang durch das Entspannen des Druckkissens nach dem Verriegeln der Spritzgussform und Stillstand des Antriebssystems vollendet wird und der erforderliche Nachdruck aufrecht erhalten wird. Überdies wird hierbei beim Offnungsvorgang zuerst das an der Kolbenplatte angreifende Hebelpaar ziehend betätigt, so dass der Kolben eher zurückgeht, als die Form sich öffnet. Es kann zweckmässig sein, einen Kurbeltrieb zu verwenden, dessen Antriebspleuel am Mittelgelenk der beiden Kniehebelpaare angreift, wobei die Mittelachse der Antriebskurbel spritzgussformseitig in einer Ebene etwas vor dem Mittelgelenk der Kniehebelpaare liegt. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass der das Pleuel mit der Antriebsscheibe verbindene Kurbelzapfen bei Beginn der Schliessbewegung auf der dem kürzeren Hebelpaar zugekehrten Seite der Antriebsscheibe liegt, so dass das Pleuel mit dem längeren Hebelpaar annähernd in gleicher Richtung liegt, womit erreicht wird, dass dieses Hebelpaar zuerst verschoben und somit auch die Form zuerst geschlossen wird, ehe der Spritzvorgang durch den Spritzkolben beginnt. Andererseits liegt der Kurbelzapfen bedingt durch die Drehung der Antriebsscheibe - bei Beginn der Öffnungsbewegung auf der dem längeren Hebelpaar zugekehrten Seite der Antriebsscheibe, so dass das Pleuel und das kürzere Hebelpaar etwa in einer Richtung liegen, wodurch erreicht wird, dass erst dieses ziehend beeinflusst wird, also der Spritzkolben zuerst zurückgezogen wird, ehe die Form öffnet. Im übrigen wird die Erfindung samt ihrer Wirkungsweise am besten anhand der nachfolgenden Beschreibung des auf der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispiels verstanden; und zwar zeigen: Fig. 1 eine Darstellung der Maschine im Längsschnitt, und zwar bei Beginn der Schliessbewegung. Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung der Maschine mit geschlossener Form und vollendetem Spritzvorgang. Fig. 3 eine Draufsicht auf die Maschine mit geschlossener Form und vollendetem Spritzvorgang. Fig. 4 eine vergrösserte Teildarstellung im Bereiche des Spritzkolbens, ebenfalls in der Spritzstellung, und Fig. 5 eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung in der Voll-Öffnungsstellung. Dabei ist in einem mit 10 bezeichneten Maschinengestell ein Kurbeltrieb vorgesehen, dessen bei 11 gelagerte Antriebsscheibe 12 durch ein Schneckenrad 13 angetrieben wird. Das Antriebspleuel 14, das über den Kurbelzapfen 15 mit der Antriebsscheibe 12 verbunden ist, greift gelenkig an einem Mittelgelenk 16 zweier Kniehebelpaare 19 und 20 an, von denen das Hebelpaar 19 länger ist, als das Hebelpaar 20. Das Hebelpaar 19 seinerseits ist über das Gelenk 17 mit einer Quertraverse 21 verbunden, die zwei Längsholme 22 starr miteinander verbindet. Diese Längsholme 22 sind in Lagern 23 verschiebbar geführt und tragen an der Quertraverse 21 gegenüberliegenden Enden eine Formträgerplatte 25. Bei der Drehbewegung der Antriebsscheibe 12 im Uhrzeigersinn wird die Quertraverse 21 in Pfeilrichtung der Fig. l verschoben, wobei die Formträgerplatte 25 mit der Form 26 gegen die spritzseitige Werkzeugträgerplatte 27 bewegt und die Form ge schlossen wird. Dabei dichtet die Düse 28 gegen die heizzylinderseitige Spritzform ab. Die Schliessbewegung wird durch Anschlag der Düsenplatte 27 ab dem Heizzylinderträger 29 begrenzt. Da jetzt der Kurbelzapfen 15 noch nicht seine höchste Stellung erreicht hat, bewegt sich die Kolbenträgerplatte 30, in die ein hydraulisch-pneumatisches Druckkissen eingebaut ist, in der Pfeilrichtung B. Der Spritzkolben 31 presst das vor ihn gefallene Spritzgut durch den Plastifizierungszylinder 32 in die Spritzform. Da nun bei diesem ganzen Vorgang die Bewe gungsgeschwindigkeit des Antriebes in der Pfeilrichtung B grösser ist, als die Bewegung des Spritzkolbens 31, weicht der Kolben 31a des Druckkissens aus. Bei vollendeter Antriebsbewegung befinden sich die Gelenke 18, 16, 17 der Kniehebelpaare 19, 20 in einer in der Fig. 2 dargestellten Strecklage, so dass die Form mechanisch verriegelt ist. Die Kolbenträgerplatte 30 kommt dann an dem Anschlag 33 der Heizzylinderplatte zum Stillstand, so dass die erwähnte starre Verriegelung zustande kommt. Ist nun die mechanische Verriegelung erreicht, vollendet der Spritzkolben unter Einwirken des Druckkissens oder auch durch Federkraft die Formfüllung. Bei richtiger Dosierung durch die Dosiereinrichtung 34 wird ein Materialüberschuss im Plastifizierungszylinder 32 vorhanden sein, so dass das Druckkissen nicht an dem kolbenseitigen Anschlag anliegt und dadurch für den Spritzvorgang den erforderlichen Nachdruck aufrecht erhält. Nach der Formfüllung läuft der Kurbelzapfen 15 der Antriebsscheibe 12 aus seiner Höchststellung wieder abwärts, jedoch jetzt auf der Gegenseite, so dass das Pleuel 14 mit dem kürzeren Hebelpaar 20 etwa in einer Richtung liegt, dieses also bei der zu :) Öff- nungsbewegung zuerst ziehend beeinflusst und die Kolbenträgerplatte zurückgezogen wird, während bei der Schliessbewegung umgekehrte Verhältnisse vorliegen, so dass dann erst das längere Hebelpaar 19 betätigt wird. Es versteht sich von selbst, dass die dargestellte und beschriebene Ausführungsform nur ein Beispiel für die Verwirklichung der Erfindung ist, das jedoch keinesfalls allein hierauf beschränkt ist, vielmehr sind im Rahmen der Erfindung noch mancherlei andere Ausführungen und Anwendungen möglich. Dies bezieht sich insbesondere auf die Ausführung des Antriebes, der auch als Hydraulik-Antrieb gestaltet werden könnte, wichtig ist nur, dass die Antriebsschubstange in zwei Richtungen wirksam werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Spritzgussmaschine zur Verarbeitung thermoplastischer Kunststoffe mit einem Kniehebel, wobei sowohl zur Schliess- und Öffnungsbewegung der Werkzeugform als auch zum Arbeits- und Rückhub des Spritzkolbens nur ein Antrieb vorgesehen ist, dessen Antriebsschubstange gelenkig an zwei Kniehebelpaaren unterschiedlicher Hebellänge angreift, von denen das längere Hebelpaar an einer Quertraverse angreift, die zwei, die Formträgerplatte tragende Längsholme zur starren Verriegelung der Form verbindet, während das kürzere Hebelpaar an der Kolbenträgerplatte angelenkt ist, wobei durch das in die Kolbenträgerplatte eingebaute Druckkissen die Bewegung des Spritzkolbens verzögert wird, so dass die Spritzgussform starr verriegelt wird, ehe die Bewegung des Spritzkolbens beendet ist, dadurch gekennzeichnet, dass einerseits alle drei Lager der beiden Kniehebelpaare (19, 20)gegenüber dem Antrieb beweglich angeordnet sind, und dass andererseits bei Beginn der Formschliessbewegung die Antriebsschubstange (14) und das längere, an der Längsholm-Quertraverse (21) angreifende Hebelpaar (19) im allgemeinen in einer wirkt, während zu Beginn der Öffnungsbewegung der Richtung liegt und drückend zunächst auf dieses Form die Antriebsschubstange mit dem kürzeren, an der Kolbenträgerplatte (30) angreifenden Hebelpaar (20) etwa in einer Richtung liegend zunächst ziehend auf dieses einwirkt.UNTERANSPRUCH Spritzgussmaschine nach Patentanspruch mit einem Kurbelantrieb, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebspleuel (14) am Mittelgelenk (16) der beiden Kniehebelpaare (19, 20) angreift und die Mittelachse (11) der Antriebskurbel (12) spritzgussformv seitig in einer Ebene etwas vor dem Mittelgelenk (16) der Kniehebelpaare (19, 20) liegt.
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