CH397273A - Temperaturunabhängige, spannungsarme Zentrierung zweier Körper mit verschiedenen Wärmeausdehnungskoeffizienten - Google Patents

Temperaturunabhängige, spannungsarme Zentrierung zweier Körper mit verschiedenen Wärmeausdehnungskoeffizienten

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CH397273A
CH397273A CH82263A CH82263A CH397273A CH 397273 A CH397273 A CH 397273A CH 82263 A CH82263 A CH 82263A CH 82263 A CH82263 A CH 82263A CH 397273 A CH397273 A CH 397273A
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CH
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temperature
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CH82263A
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Blattner Karl
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Kern & Co Ag
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    • G02B7/02Mountings, adjusting means, or light-tight connections, for optical elements for lenses

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Description


  Temperaturunabhängige,     spannungsarme    Zentrierung zweier Körper mit       verschiedenen        Wärmeausdehnungskoeffizienten       In der Technik stellt sich öfters das Problem, zwei  Körper, welche aus verschiedenen Materialien beste  hen und welche demzufolge meist verschiedene       Wärmeausdehnungskoeffizienten        aufweisen,    genau zu  zentrieren.

   Die genaue, temperaturabhängige Zentrie  rung zweier Körper mit verschiedenen     Ausdehnungs-          koeffizienten    bereitet aber grosse Schwierigkeiten und  war bis     anhin        nicht        in        befriedigender    Weise zu er  reichen, weil dabei verschiedene divergierende Ge  sichtspunkte zu berücksichtigen     sind.     



  Betrachtet man beispielsweise die     Herstellung     eines Teleskops, so ist einerseits die Herstellung des  Spiegels und anderseits     die    mechanische Konstruktion  des Teleskops zu     berücksichtigen.     



  Bei der Herstellung des Spiegels ist in erster Linie  zu entscheiden, wie gross der     Wärmeausdehnungs-          koeffizient    des     Materials,    aus welchem dieser Spiegel  hergestellt werden soll, sein soll. Vom     Standpunkt     der Werkstätte, welche den Spiegel     herzustellen    hat,  ist ein möglichst kleiner     Wärmeausdehnungskoeffi-          zient    des Spiegelmaterials erwünscht, denn je kleiner  dieser     Wärmeausdehnungskoeffizient    ist, desto weni  ger Schwierigkeiten treten beim Schleifen des Spie  gels auf.

   Auch der Benützer des Teleskops wird  einen     möglichst    kleinen     Wärmeausdehnungskoeffi-          zienten    des Spiegelmaterials wünschen, weil in die  sem Falle keine starken Bildfehler auftreten, wenn  der Spiegel aus irgend einem     Grunde    nicht genau  die Umgebungstemperatur aufweist.  



       Für    die Werkstätte, welche die     mechanische        Kon-          struktion    des Teleskops auszuführen hat, ergeben  sich aber bei der Wahl eines     Spiegelmaterials        mit     möglichst     kleinem        Wärmeausdehnungskoeffizienten          Schwierigkeiten,        weil    die     meisten    Konstruktionsmate  rialien, aus welchem der     mechanische        Teil    des Instru-         mentes,    das heisst des Teleskops, gefertigt     wird,

       Ausdehnungskoeffizienten besitzen, die wesentlich  grösser sind als die     kleinsten        Ausdehnungskoeffizien-          ten    von Spiegelmaterialien sein können. Neben den  hauptsächlichen     Konstruktionsmaterialien        mit    relativ  grossen     Wärmeausdehnungskoeffizienten,    aus welchen  die mechanischen Teile des Teleskops     gefertigt    wer  den, gibt es     allerdings        einige    andere Materialien,  deren Ausdehnungskoeffizient denjenigen der Spie  gelmaterialien vergleichbar ist.

   Diese     Konstruktions-          materialien    mit kleinem     Wärmeausdehnungskoeffi-          zienten    - es handelt sich dabei meistens um     Fe/Ni-          Legierungen    - sind jedoch verhältnismässig teuer und,  was schwerwiegender ist, schlecht     bearbeitbar,    wes  halb höchstens wenige Teile eines Teleskops daraus  hergestellt werden können, so z. B.     die    Spiegelfas  sung, das heisst der Teil, in welchem der Spiegel       möglichst    spielfrei     eingepasst        sein    muss.

   Zwischen  dieser     Spiegelfassung    und den     übrigen        mechanischen          Hauptteilen    des Teleskops gibt es     dann    aber stets  wieder einen Sprung     in    der Wärmeausdehnung, wel  cher umso grösser ist, je kleiner die Wärmeausdeh  nung des     Spiegelmaterials    bzw.

   des     Materials    der       Spiegelfassung        gewählt        wurde.    Dieser Ausdehnungs  sprung hat nun stets     Deformationen    von Teilen des       Instrumentes,    das     heisst    des Teleskops, zur     Forlge.     



  Diese     Deformationen    von     Teilen    eines     Instrumen-          tes,    im angenommenen Falle also des Teleskops,  haben meistens keine merkbare     Bildverschlechterung     zur Folge, ergeben aber messbare Bildverlagerungen.  Wird das     Instrument    nur zu     Beobachtungszwecken     verwendet, stören diese     Bildverlagerungen    nicht oder  doch nur unwesentlich.

   Wird das     Instrument    jedoch  zum Messen von     Richtungen    bzw.     Winkeln    verwen  det, sind diese     Bildverlagerungen        schädlich,    weil sie  in den     meisten    Fällen die Messung auf die verlangte      Genauigkeit erschweren oder sogar unmöglich ma  chen.  



  Diese     überlegungen    zeigen, dass hinsichtlich der  Wärmeausdehnung der Materialien für Spiegel und  dergleichen für     Instrumente,    die nur zu Beobach  tungszwecken verwendet werden, auf die Wünsche  der Hersteller des Spiegels oder dergleichen und der  Benützer des Instrumentes nach einem     möglichst     kleinen     Wärmeausdehnungskoeffizienten    des Spiegel  materials eingegangen werden kann, dass aber bei  der Herstellung von     Messinstrumenten    das Material  des Spiegels oder dergleichen so gewählt werden muss,  dass bei     Temperaturänderungen    der     Sprung    in der  Wärmeausdehnung des Spiegels oder dergleichen bzw.

    seiner Fassung und der mechanischen Konstruktions  teile des     Instrumentes    nicht zu einer unzulässig grossen       Verlagerung    der Zielachse führt.  



  Die Erfindung ermöglicht es nun,     Messinstrumente     für höchste     Anforderungen    herzustellen, für deren  Spiegel oder dergleichen Materialien mit kleinem       Wärmeausdehnungskoeffizienten    verwendet werden,  ohne dass bei     Temperaturänderungen    eine Zielach  senverlagerung infolge     Ausdehnungssprunges    auftritt.  



  Gegenstand der Erfindung ist eine temperatur  unabhängige, spannungsarme     Zentrierung    zweier  Körper mit verschiedenen     Wärmeausdehnungskoeffi-          zienten,    welche dadurch gekennzeichnet ist, dass die  beiden zu zentrierenden Körper durch mindestens  drei lange Lenker, welche so rotationssymmetrisch  um ein den beiden     Körpern    gemeinsames     Zentrum     angeordnet sind, dass sie     tangential    zu irgend einem,  zum vorerwähnten Zentrum     konzentrischen    Kreis ver  laufen, miteinander verbunden sind.  



  Bei einer solchen     Zentrierung    ergeben die Folgen  der Unterschiede der Wärmeausdehnung der beiden  zu zentrierenden Körper und der sie verbindenden  Lenker lediglich eine Verdrehung des einen Körpers  in bezug auf den anderen um das gegebene     Zentrum.     Bei einem     Messinstrument,    z. B. einem Teleskop, er  gibt sich aber keine     Verlagerung    der Zielachse,  welche die Genauigkeit der Messung beeinträchtigen  könnte.

   Wenn man dabei die Winkel, welche die  Lenker mit den durch ihre     Endpunkte    gehenden  Radien bilden, mit den Ausdehnungskoeffizienten der  beiden Körper und der Lenker in eine bestimmte  mathematische Beziehung bringt, kann erreicht wer  den, dass die beiden Körper bei einer Temperaturän  derung weder     dezentriert    noch gegeneinander ver  dreht werden.  



  In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungs  beispiele der     temperaturunabhängigen,    spannungs  armen     Zentrierung    zweier Körper mit verschiedenen       Wärmeausdehnungskoeffizienten    gemäss der Erfin  dung schematisch dargestellt.

   Es zeigen:       Fig.l    die     Zentrierung    einer Spiegelfassung im  Rohr eines Teleskops,       Fig.2    die geometrischen     Verhältnisse    der Zen  trierung nach der     Fig.l,    das heisst einer solchen,  bei welcher der Körper mit dem kleineren     Wärme-          ausdehnungskoeffizienten        innerhalb    des Körpers mit    grösserem     Wärmeausdehnungskoeffizienten    angeord  net ist,       Fig.3    die geometrischen Verhältnisse bei einer       Zentrierung    zweier Körper,

   bei welcher der Körper  mit dem kleineren     Wärmeausdehnungskoeffizienten     ausserhalb desjenigen mit grösserem     Wärmeausdeh-          nungskoeffizienten    angeordnet ist,       Fig.4    eine andere     Ausführung    der     Zentrierung     zweier Körper, bei welcher der Körper mit dem  kleineren     Wärmeausdehnungskoeffizienten    innerhalb  des Körpers mit dem grösseren     Wärmeausdehnungs-          koeffizienten    angeordnet ist, und       Fig.5    eine dritte     Ausführung    der Zentrierung  zweier Körper,

   bei welcher der Körper mit kleinerem       Wärmeausdehnungskoeffizienten    ausserhalb des Kör  pers mit dem grösseren     Wärmeausdehnungskoeffi-          zienten    angeordnet ist.  



  Prinzipiell ist festzuhalten, dass die     Lagerung    des  Spiegels eines Teleskops zwei     Forderungen    erfüllen  muss, damit die optische Achse des Spiegels stabil  bleibt,     nämlich:     1. Muss die Ebene des Spiegels fixiert sein, das  heisst die Richtung seiner optischen Achse muss ge  halten sein, und  2. muss der Spiegel zentriert sein, das heisst die  Lage seiner optischen Achse muss gehalten sein.

    Verschiedene Ausdehnungskoeffizienten des Spie  gels bzw. seiner Fassung und der mechanischen Teile  des Teleskops stören die erste dieser     Bedingungen     nicht, denn zwei genau ebene Platten, welche ver  schiedene Ausdehnungskoeffizienten besitzen und auf  einander liegen, können bei jeder Temperatur auf  einandergeschoben werden, ohne dass die eine oder  andere Platte aus ihrer Ebene gekippt wird. Dagegen  stehen verschiedene     Ausdehnungskoeffizienten    des  Spiegel- bzw.     Spiegelfassungsmaterials    und des Mate  rials der mechanischen Teile des Teleskops der Er  füllung der zweiten Bedingung entgegen.  



  In der     Fig.    1 ist mit a eine Spiegelfassung be  zeichnet, welche aus einem Material besteht, das min  destens     angenähert    den gleichen Ausdehnungskoeffi  zienten besitzt wie das Material eines in ihr spielfrei  gefassten Spiegels eines Teleskops. Diese Spiegelfas  sung a ist im Rohr b des Teleskops durch drei gleich  lange Lenker 1     zentriert    gehalten, so dass die Achse  O des Rohres b und die optische Achse des Spiegels  zusammenfallen.

   Die Ausdehnungskoeffizienten     a1     und ab der Materialien, aus welchen die Lenker 1  und das Rohr b bestehen, können     verschieden    sein,  sind aber in den meisten Fällen aus herstellungstech  nischen und konstruktiven Gründen grösser als der       Ausdehnungskoeffizient        aa    der Spiegelfassung a.

   Die  Lenker 1, deren innere Enden an einem Flansch der  Spiegelfassung a und deren äussere Enden an einem  Flansch im Rohr b mittels durchgehender,     eingepass-          ter    Schraubenbolzen in in der     Fig.1    nicht dargestell  ter Weise gelagert sind, sind derart rotationssymme  trisch zur Achse O des Rohres b angeordnet, dass  ihre Richtungen     tangential    an einen zu dieser Achse      O konzentrischen Kreis C verlaufen. Der Durchmes  ser dieses Kreises C kann beliebig sein und er wird  den Verhältnissen, das heisst den verschiedenen Aus  dehnungskoeffizienten entsprechend gewählt.

   Der  Winkel, welchen die Lenker 1 mit den durch ihre       Anlenkpunkte    an der Spiegelfassung a gehenden  Radien bilden, ist mit a und der Winkel zwischen  den durch die     Anlenkpunkte    der Lenker 1 an der  Spiegelfassung     p    gehenden Radien und den durch die       Anlenkpunkte    der Lenker 1 am Rohr b gehenden  Radien mit     f)    bezeichnet.  



  Die geometrischen Verhältnisse, welche sich hier  bei für einen Lenker 1 ergeben, sind in der     Fig.2,     in welcher mit     r1    der durch den     Anlenkpunkt    des  Lenkers 1 am Rohr b gehende Radius und mit     r2     der durch den     Anlenkpunkt    des Lenkers 1 an der  Spiegelfassung a gehende Radius bezeichnet sind, dar  gestellt. In gleicher Weise sind in der     Fig.    3 die geo  metrischen Verhältnisse gezeigt, welche sich ergeben,  wenn ein Körper aus Material mit grösserem Aus  dehnungskoeffizienten innerhalb eines Körpers aus  Material mit     kleinerem    Ausdehnungskoeffizienten  zentriert gelagert werden muss.

   Ein prinzipieller Un  terschied besteht     zwischen    diesen beiden     Fällen    nicht.  



  Im allgemeinen wird sich die     Spiegelfassung    a,  das heisst der innere der beiden durch die Lenker  1 miteinander verbundenen Teile, bei     einer    Änderung  der Temperatur in bezug auf das Rohr b, das     heisst     den äusseren Teil, drehen, aber sie behält ihre zen  trierte Lage im Rohr b bei, das heisst die optische  Achse des Spiegels fällt auch bei geänderter Tem  peratur mit der Achse O des Rohres b     zusammen.     Jede     Deformation    der Spiegelfassung a, des Rohres b  und der Lenker 1 infolge einer Temperaturänderung  ist dabei vermieden.  



  In gewissen Fällen ist jedoch eine Drehung des  inneren Teiles, das heisst im beschriebenen Falle der  Spiegelfassung a und damit des Spiegels, um seine  optische Achse nicht     erwünscht.    Es lässt sich nun  rechnerisch nachweisen, dass es möglich ist, bei Tem  peraturänderungen nicht nur, wie vorstehend erwähnt,  die zentrierte Lage der optischen Achse des Spiegels  zu bewahren, sondern auch eine Drehung des inneren  Teiles, das heisst im beschriebenen Falle der Spiegel  fassung a mit dem Spiegel, in bezug auf den äusseren  Teil, das heisst also das Rohr b, zu vermeiden, wenn  die     Wärmeausdehnungskoeffizienten        aa,    ab und     a1     der Spiegelfassung a, des Rohres b bzw.

   der Lenker  1 und die Winkel a und     ss    in eine besondere mathe  matische gegenseitige Beziehung gebracht werden.  



  Wie erwähnt, ist bei der vorstehend beschrie  benen Ausführung angenommen, dass die Lenker 1  an der Spiegelfassung<I>a</I> und am Rohr<I>b</I> mittels durch  gehender,     eingepasster    Schraubenbolzen     angelenkt     seien. Dies bedingt eine sehr genaue Bearbeitung aller  dieser Teile. In der     Fig.4    und 5 sind zwei Ausfüh  rungen der Zentrierung     zweier    Körper     dargestellt,     welche es ermöglichen, eine mindestens     annähernd     ebenso gute     Zentrierung        mit        wesentlich    geringerem  Bearbeitungsaufwand zu erreichen.

      In der     Fig.    4 ist     mit    a wiederum der innere Teil,  z. B. die Spiegelfassung eines Teleskops, und     mit    b  der äussere Teil, z. B. das Rohr des Teleskops be  zeichnet. Anstelle der einfachen Lenker 1 des vor  stehend beschriebenen     Ausführungsbeispiels    sind bei  der Ausführungsform nach der     Fig.4    drei     zwei-          schenklige    Lenker f, g und h vorgesehen. Die freien  Enden der beiden Schenkel jedes dieser Lenker f, g  und h sind mit     einem    Flansch im Rohr b verschraubt.

    Die Durchgangslöcher<I>i</I> für die Schrauben<I>k</I> sind je  doch keine     Passlöcher    mehr, weil die Lenker f, g  und h aussen im Radius     r,'    zentriert sind. Nach der  Zentrierung der äusseren Enden der Schenkel der  Lenker<I>f,</I> g und<I>h</I> im Radius     r1'    und     ihrer    Befesti  gung am Flansch des Rohres b mittels der Schrau  ben<I>k</I> werden die inneren Kontaktflächen     f,    g' und  <I>h'</I> aussen am Knie der Lenker<I>f,</I> g und<I>h</I> zum Radius       r,'    rundlaufend bearbeitet.

   Zwischen diesen Kontakt  flächen     f,    g' und<I>h'</I> der Lenker f, g und<I>h</I> ist nun  der innere Teil, das heisst im vorliegenden Falle die  Spiegelfassung a zentriert, das heisst mit genügend  spielfreier Passung gehalten. Die dank einer Nute  f", g" bzw. h" in der Kehle des Knies jedes Lenkers  f, g und h verhältnismässig schwache Verbindung der  beiden Schenkel jedes der Lenker<I>f,</I> g und<I>h</I> über  nimmt dabei die Funktion eines Gelenkes.

   Die bei  den Schenkel der Lenker<I>f,</I> g und<I>h</I> sind festigkeits  mässig so gestaltet, dass sie sich an ihren auf den  Radien     r,    und     r2    liegenden Stellen     etwas    deformie  ren lassen, wobei jedoch die     Elastizitätsgrenze    auf       keinen    Fall erreicht wird, und die bei Temperatur  änderungen auftretenden     geringfügigen    Änderungen  der Winkel ss möglich sind, ohne dass     unzulässig    hohe  Spannungen, welche eine Deformation der Spiegel  fassung<I>a</I> und/oder des Rohres<I>b</I>     zur    Folge haben  könnten, auftreten.  



  Bei der Ausführung nach der     Fig.    5 ist angenom  men, dass der innere Körper a einen grösseren Aus  dehnungskoeffizienten aufweise, als der äussere Kör  per b, in welchem er durch die     zweischenkligen    Len  ker f, g und h     zentriert    gehalten ist.

   Die     zweischenk-          ligen    Lenker f, g und h sind bei der     Ausführung    nach  der     Fig.    5 umgekehrt angeordnet, das     heisst    die freien  Enden ihrer Schenkel sind mittels der Schrauben k  an einem Flansch des inneren Körpers a befestigt,  während die Kontaktflächen     f,    g' und und<I>h'</I> an ihren  Knien in den äusseren Teil b     eingepasst    sind.     Im     übrigen entspricht die Ausführung nach der     Fig.5          sinngemäss    derjenigen nach der     Fig.4.     



  Werden bei den Ausführungen nach den     Fig.4     und 5 die Winkel a und     ss    so gewählt, dass sie in einer  bestimmten mathematischen Beziehung zu den Aus  dehnungskoeffizienten der für die     Spiegelfassung    a,  das Rohr<I>b</I> und die Lenker f, g und<I>h</I>     gewählten     Materialien stehen, kann eine allen Anforderungen  genügende Zentrierung unter Vermeidung einer Ver  drehung des inneren Körpers in bezug auf den äusse  ren Körper erzielt werden.  



  Die beschriebene     temperaturunabhängige,    span  nungsarme Zentrierung kann nicht nur für Teleskope      und dergleichen optische     Instrumente    verwendet wer  den, sondern überhaupt     in        allen    Fällen, in welchen  es sich     darum    handelt, zwei Körper, welche verschie  dene     Ausdehnungskoeffizienten        aufweisen,    zu einem  gemeinsamen Zentrum     zentriert    zu halten.  



  Je nach den gegebenen     Verhältnissen    können die  beiden Körper auch durch mehr als drei einfache oder       zweischenklige    Lenker miteinander     verbunden        sein.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Temperaturunabhängige, spannungsarme Zentrie- rung zweier Körper mit verschiedenen Wärmeaus- dehnungskoeffizienten, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden zu zentrierenden Körper durch mindestens drei gleich lange Lenker, welche so rotationssymme trisch um ein den beiden Körpern gemeinsames Zen trum angeordnet sind, dass sie tangential zu irgend einem,
    zum vorerwähnten Zentrum konzentrischen Kreis verlaufen, miteinander verbunden sind. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Zentrierung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Winkel, welche die Lenker mit den durch ihre Endpunkte gehenden Radien bilden, mit den Ausdehnungskoeffizienten der beiden zu zentrierenden Körpern und der Lenker in einer sol chen mathematischen Beziehung zueinander stehen, dass die beiden Körper bei Temperaturänderung weder dezentriert noch gegeneinander verdreht wer den.
    2. Zentrierung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die beiden Körper verbindenden Lenker zweischenklig ausgebildet sind, und dass die freien Enden aller Len ker am einen der beiden zu zentrierenden Körper befestigt sind und der andere Körper an bearbeitete Passflächen an den Knien der Lenker ein- oder auf gepasst ist.
CH82263A 1963-01-23 1963-01-23 Temperaturunabhängige, spannungsarme Zentrierung zweier Körper mit verschiedenen Wärmeausdehnungskoeffizienten CH397273A (de)

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