CH394251A - Ventileinrichtung mit einem mit Hilfskraft steuerbaren Regelventil für Hochdruckdampfanlagen - Google Patents
Ventileinrichtung mit einem mit Hilfskraft steuerbaren Regelventil für HochdruckdampfanlagenInfo
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Description
Ventileinrichtung mit einem mit Hilfskraft steuerbaren Regelventil <B>für</B> Hochdruckdampfanlagen Die Erfindung betrifft eine mit einem mit Hilfs- kraft steuerbaren Regelventil für Hochdruckdampf anlagen versehene Ventileinrichtung.
Es kann sich beim Regelventil um ein hydraulisch oder pneuma tisch betätigtes Reduzierventil oder überströmventil oder um ein Hochdruckdampfventil zur Temperatur- regelung in Verbindung mit Heissdampfkühlern und dergl. handeln. Es ist bekannt, einem solchen Regel ventil ein Vorabsperrventil vorzuschalten, um eine sichere Abdichtung zwischen Hochdruck- und Nie derdrucknetz zu gewährleisten.
Bei bekannten An ordnungen dieser Art ist das Vorabsperrventil als gesonderte Ventileinheit ausgebildet, die in gleicher Weise wie das Regelventil von der vorhandenen Hilfskraft betätigt wird. Die Anwendung eines sol chen Vorabsperrventils verteuert die Kosten der Anlage erheblich, erfordert zusätzlichen Raum und belastet die Hilfskraftquelle mit vergrössertem Lei stungsbedarf.
Diese Nachteile werden erfindungsgemäss da durch beseitigt, dass das Vorabsperrventil mit einem vom Dampfdruck betätigten Kolben verbunden und gemeinsam mit diesem in das Gehäuse des Regel ventils auf dessen Einlassseite eingebaut ist und dass der auf den Kolben des Vorabsperrventils wirkende Dampfdruck durch ein mit Hilfskraft betätigtes Hilfs- ventil steuerbar ist.
Durch den Einbau eines vom Dampfdruck betätigten Vorsteuerventils in das Ge häuse des Regelventils entsteht eine raumsparende Baueinheit, die in verschiedener Weise angewandt werden kann. Das eingebaute Vorabsperrventil kann so ausgebildet und geschaltet werden, dass es zugleich mit dem Regelventil geöffnet und geschlossen wird.
Es kann aber auch als vorgeschaltetes Sicherheits- ventil angewandt und beim überschreiten eines vor gegebenen Dampfdruckes im Niederdrucknetz bei geöffnetem Regelventil geschlossen werden. Es sind auch noch weitere Anwendungsmöglichkeiten einer solchen Baueinheit denkbar.
Zweckmässigerweise wird der Einbau des Vor- absperrventils in der Weise vorgenommen, dass der Dampfeinlassstutzen des Regelventils zwischen dem Ventilverschlusskörper des Vorabsperrventils und dessen Kolben angeordnet ist und dass sich an die Rückseite des Kolbens ein mit einer Auslassöffnung versehener Druckraum anschliesst,
der mit der Dampfzuleitung in Verbindung steht und in dem ein Schliessdruck entsteht.
In Fig. 1 und 2 sind Ausführungsbeispiele eines Regelventils mit Vorabsperrventil nach der Erfindung dargestellt, während die Fig. 3 und 4 schematisch die Ventileinrichtung nach der Erfindung zeigen.
Im Gehäuse 1 eines Hochdruckdampf-Regelven- tils ist ein entlasteter Ventilschlusskörper 2 mittels eines Ventilschaftes 3 geführt. Mit 4 ist eine Ventil- schliessfeder bezeichnet, die gegen den Kolben eines hydraulischen Stellmotors 5 abgestützt ist.
Auf der Einlassseite weist das Ventilgehäuse ei nen Zylinderansatz 6 auf, in dem ein mit einem Ven tilkegel 7 starr verbundener Kolben 8 geführt ist. Der Ventilkegel 7 ist mit einem zylindrischen Führungs ansatz 9 versehen, der axiale Durchlassöffnungen 10 besitzt.
Ein in das Ventilgehäuse 1 eingesetzter Ven- tilsitzring 11 arbeitet mit dem Ventilkegel 7 im Sinne eines Vorabsperrventils zusammen. Zwischen dem Kolben 8 und dem Führungsansatz 9 des Ventilke- gels 7 ist der Einlassstutzen 12 des Regelventils ange ordnet.
Im Kolben 8 ist eine axiale, mit einer Drossel 13' ausgestattete Bohrung 13 vorgesehen, die in einen auf der Rückseite des Kolbens 8 angeordneten Druckraum 14 mündet. Im Druckraum 14 ist eine Feder 15 untergebracht, die das Vorabsperrventil 7/11 in Schliessstellung zu bringen trachtet. Der Druckraum 14 ist durch einen Auslassstutzen 16 an eine Steuerleitung angeschlossen. Bei geschlossenem Regelventil wirkt der Druck des durch den Einlass stutzen 12 eintretenden Hochdruckdampfes auf die einander zugekehrten Flächen des.
Kolbens 8 und des Führungsansatzes 9. Der Dampfdruck wirkt auch da er durch die Durchlassöffnung 10 übertragen wird - auf eine den Ventilkegel 7 umgebende Ringfläche 17 auf der Vorderseite des Führungsansatzes 9 und bei geschlossenem Auslassstutzen 16 infolge der axialen Bohrung 13 auch auf der ganzen rückseitigen Kolbenfläche 18.
Da die Kolbenfläche 18 grösser ist als die Ringfläche 17, wird eine durch die Feder 15 unterstützte Schliesskraft durch den Hochdruck dampf erzeugt. Sobald jedoch der Auslassstutzen 16 geöffnet wird, der Dampf also aus dem Druckraum 14 entweichen kann, wird das Vorabsperrventil 7/11 gegen die Wirkung der Feder 15 geöffnet, da auf die Ringfläche 17 noch der volle Dampfdruck wirkt.
Dieses Öffnen erfolgt sehr plötzlich, im Bruchteil einer Sekunde, da zu Beginn der Öffnungsbewegung auch noch die Fläche des Ventilkegels 7 dem Dampf druck ausgesetzt wird, so dass sich die Öffnungskraft sprunghaft vergrössert. Wird der Auslassstutzen 16 wieder geschlossen, so- dass sich im Druckraum 14 der Dampfdruck wieder aufbauen kann,
dann sind alle Flächen des Kolbens 8 und des Ventilkegels 7 dem Dampfdruck ausgesetzt. In diesem Gleichge- wichtszustand wirkt die Feder 15 im schliessenden Sinne, so dass der Ventilkegel 7 auf dem Ventilsitz ring 11 zur Auflage kommt.
Da in diesem Zustand jedoch die Fläche des Ventilkegels 7 dem Dampf druck entzogen und nur von dem schwächeren Ge gendruck, der sich im Ventilgehäuse 1 einstellt, be- aufschlagt ist, vergrössert sich im Schliesszustand des Vorabsperrventils 7/11 die Schliesskraft um den vom Hochdruckdampf ausgeübten Anteil.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbei spiel ist in dem Zylinderansatz 6 des Ventilgehäuses 1 ein Stufenkolben 19 geführt, der an seiner Vorder seite den Ventilkegel 20 trägt. Der von der kleineren Kolbenfläche 19' liegende, den Ventilkegel 20 um gebende Ringraum ist durch eine Kolbenbohrung 21, die eine Drossel 21' besitzt, mit dem Druckraum 14 verbunden, der sich an die grössere Kolbenfläche 19" anschliesst. Der vor der Kolbenstufe liegende Ring raum 22 ist durch eine ins Freie führende Leck dampfleitung 23 drucklos gehalten.
Bei geschlosse nem Auslassstutzen 16 wird durch den auf die grös- sere Kolbenfläche 19" wirkenden Druck des Hoch druckdampfes eine Schliesskraft erzeugt, während beim Öffnen des Auslassstutzens 16 durch den Dampfdruck auf die kleinere Kolbenfläche 19' und auf die Fläche des Ventilkegels 20 eine Öffnungskraft wirksam wird. Durch die Anwendung des Stufen kolbens 19 kann auf die Feder 15 des ersten Aus führungsbeispiels verzichtet werden.
Man kann natürlich die Leckdampfleiiung 23 zusätzlich mit als Steuerleitung ausnutzen, indem man durch ein Umschaltventil wechselweise den Auslass stutzen 16 oder die Leckdampfleitung abschliesst oder mit einem Auslass verbindet. Bei geöffnetem Auslassstutzen 16 und geschlossener Leckdampf- leitung 23 wirkt dann der Leckdampfdruck vor der Kolbenstufe im Ringraum 22 zusätzlich im Sinne einer Öffnungskraft.
Bei geschlossenem Auslassstut- zen 16 ist die Leckdampfleitung 23 durch das Um schaltventil geöffnet und der Ringraum 22 druck entlastet. Dabei kann der Auslassstutzen 16 auch so angeordnet werden, dass er von dem Stufenkolben 9 selbst bei Offenstellung abgeschlossen wird.
In Fig. 3 ist schematisch ein Ausführungsbeispiel der Ventileinrichtung, bei welcher das in Fig. 1 oder Fig. 2 dargestellte Vorabsperrventil für das Regel ventil Anwendung findet.
Durch eine an die Hoch druckdampfleitung 24 angeschlossene Messdrucldei- tung 25 wird der Messdruck auf ein als Kraftschalter wirkendes Bourdonrohr 26 übertragen, durch das der Auslass 27 einer hydraulischen Steuerdrucklei- tung 28 bei ansteigendem Messdruck gedrosselt wird. Die Steuerdruckleitung 28 ist an den Stellmotor 5 des Regelventils angeschlossen.
Bei einer Erhöhung des Steuerdruckes wird der Ventilverschlusskörper 2 von seinem Ventilsitz abgehoben und der Dampf- auslass 29 des Regelventils freigegeben.
Durch das Vorabsperrventil 7/11, auf dessen Kolben 8 vom Hochdruckdampf bei abgeschlossenem Druckraum 14 in beschriebener Weise eine Schliess- kraft ausgeübt wird, ist der Dampfeinlass zum Regel ventil abgesperrt. Der Auslassstutzen 16 des Druck raumes 14 ist an eine Auslassleitung 30 angeschlos sen, die durch ein Hilfsventil 31 beherrscht ist. An die Steuerdruckleitung 28 ist eine Messdruckleitung 32 angeschlossen, durch die der Steuerdruck auf ein Bourdonrohr 33 übertragen wird.
Bei steigendem Steuerdruck öffnet das Bourdonrohr 33 den Auslass 34 einer Hilfssteuerleitung 35, die an einen Stell motor 36 des Hilfsventils 31 angeschlossen ist.
Sobald der Steuerdruck in der Leitung 28 steigt, also das Regelventil geöffnet wird, erfolgt durch die Hilfssteuerung 32-36 ein Öffnen des Hilfsventils 31, so dass der Druckraum 14 drucklos wird. Dadurch wird in schon beschriebener Weise das Vorabsperr- ventil 7/11 plötzlich geöffnet, so dass der Hoch- druckdampf in das Regelventil gelangen und zur Niederdruckseite durch den Auslass 29 abströmen kann.
Wird bei einer solchen überströmregelung das Vorabsperrventil mit einem Stufenkolben 19 nach Fig. 2 verbunden, so kann man anstelle des Hilfs ventils 31 auch ein Umschaltventil verwenden, das wechselweise den Auslass des Druckraumes 14 oder die Leckdampfleitung 23 (Fig. 2) abschliesst und öffnet. Durch die Hilfssteuerung 32-36 wird dafür gesorgt, dass das Vorabsperrventil 7/11 immer gleich zeitig mit dem Regelventil geöffnet und geschlossen wird.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Ventileinrichtung wird das Vorabsperrventil 7/11, das den Hochdruck dampf-Eintritt zum Regelventil beherrscht, als Sicher heitsventil benutzt. Der Auslassstutzen 16 des Druck raumes 14 ist an eine Leitung 37 angeschlossen, von der eine mit einer Drossel 38 versehene Auslasslei- tung 39 abgezweigt ist. Die Leitung 37 steht über ein Hilfsventil 40 mit einem an die Hochdruckdampf leitung 24 angeschlossenen Leitungszweig 41 in Ver bindung.
Dieses Hilfsventil 40 ist durch eine Mess- druckleitung 42 mit der Dampfleitung auf der Niederdruckseite verbunden und wird geöffnet, sobald auf der Niederdruckseite ein zu grosser Dampfdruck entsteht. Bei geschlossenem Hilfsventil 40 ist der Druckraum 14 über die Drosselstelle 38 ständig mit der Auslassleitung 39 in Verbindung, so dass das Vorabsperrventil 7/11 durch den Druck des Hochdruckdampfes in schon beschriebener Weise offengehalten wird.
Sobald jedoch bei Überdruck in der Messdruckleitung 42 das Hilfsventil 40 geöffnet wird, strömt mehr Hochdruckdampf über den Lei tungszweig 41 in die Druckkammer 14 ungedrosselt ein, als über die Drosselstelle 38 abströmen kann, so dass in der Druckkammer 14 ein Schliessdruck entsteht, der das Vorabsperrventil 7/11 zum plötz lichen Schliessen veranlasst. Das erfolgt hier bei geöffnetem Regelventil.
In allen Fällen schliesst und öffnet das Vorab sperrventil plötzlich in Sekundenbruchteilen, da durch Verwendung des hohen Dampfdruckes grosse Schliess- und Öffnungskräfte zur Verfügung stehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Ventileinrichtung mit einem mit Hilfskraft steuer baren Regelventil für Hochdruckdampfanlagen, dem ein Vorabsperrventil vorgeschaltet ist, dadurch ge kennzeichnet, dass das Vorabsperrventil (7/11) mit einem vom Dampfdruck betätigten Kolben (8) ver bunden und gemeinsam mit diesem in das Gehäuse (1) des Regelventils auf dessen Einlassseite eingebaut ist und dass der auf den Kolben (8, 19) des Vorab sperrventils (7/11) wirkende Dampfdruck durch ein mit Hilfskraft betätigtes Hilfsventil (31, 40) steuerbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Dampfeinlassstutzen (12) des Regelventils zwischen dem Ventilverschlusskör- per (7) des Vorabsperrventils und dessen Kolben (8, 19) angeordnet ist und dass sich an die Rückseite (18, 19") des- Kolbens (8, 19) ein mit einer Auslass- öffnung (16) versehener Druckraum (14) anschliesst, der mit der Dampfzuleitung (24)in Verbindung steht und in dem ein Schliessdruck entstehen kann. 2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Anschluss der Druckkam mer (14) an die Dampfzuleitung (24) im Kolben (8, 19) eine axiale, mit einer Drossel (13 ', 21') ver sehene Bohrung (13, 21) angebracht ist. 3.Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassöffnung (16) der Druckkammer (14) von dem Hilfsventil (31) abge schlossen ist, das beim Öffnen des Regelventils durch eine Hilfskraftsteuerung (32-36) geöffnet wird. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassöffnung (16) des Druckraumes (14) an eine eine Drossel (38) enthal tende Auslassleitung (39) angeschlossen ist und dass der Anschluss des.Druckraumes (14) an die Dampf zuleitung (24) über ein Hilfsventil (40) erfolgt, das durch eine Hilfskraftsteuerung beim Überschreiten eines vorgegebenen, hinter dem Regelventil entste henden Druckes anspricht. 5.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben des Vorabsperr- ventils (7, 11) als Stufenkolben (19) ausgebildet ist, dessen grössere wirksame Kolbenfläche (19") vom Dampfdruck im schliessenden Sinne beaufschlagt wird.
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