Utrarapide hydrauHsche Stenerungseinrichtung Die Erfindung betrifft eine hydraulische Steue rungseinrichtung mit grosser Ansprechgeschwindigkeit an elektrischen Geräten. Die Fernsteuerung elektri scher Geräte wie Schalter, Trennschalter und Um schalter ist schwierig zu lösen, da die Entfernung, wel che die Steuerorgane von dem zu steuernden Gerät trennt, manchmal sehr gross ist. Die Anordnung der Steuerapparate verlangt häufig eine verhältnismässig verwickelte übertragung der Steuerbefehle. Das Pro blem wird noch schwieriger bei Geräten für hohe und höchste Spannungen, weil dann zwischen dem pri mären Steuerorgan und dem Gerät eine Isolation not wendig ist.
Ausserdem ist es oft nötig, dass die Steuerung mit sehr grosser Geschwindigkeit durchgeführt wird und sie in bestimmten Fällen gleichzeitig auf mehrere Geräte wirkt. Es sind hydraulische Fernsteuerungs einrichtungen bekanntgeworden, welche<B>Öl</B> als Über tragungsmittel benutzen, welches irn allgemeinen un ter sehr hohem Druck von etwa<B>300</B> kg/cm2 steht und daher grosse Energien enthält. Diese Einrichtun gen lassen sich aber nicht zur Fernsteuerung über grössere Entfernungen verwenden, da dann die über- tragungsenergie zu gross wäre.
Es stellt sich nun die Aufgabe, eine Einrichtung zu finden, welche die Befehlsübertragung nur mit ge ringer Energie, die Betätigung selbst aber mit grosser Energie durchzuführen gestattet. Erfindungsgemäss wird daher eine Einrichtung vorgeschlagen, bei der am Gerät ein Gefäss mit einem unter Druck befind lichen Mittel angebaut ist, welches mit einer ver schiebbaren Flüssigkeitssäule in Verbindung steht, die das unter Druck befindliche Mittel über eine Frei gabevorrichtung durch Fernsteuerung betätigt, um den an sich mit geringer Energie ankommenden Fern- steuerbefehl durch Freigabe des unter Druck befind- lichen Mittels mit grosser Energie mindestens eine Betätigung vollziehen zu lassen.
Die Erfindung kann besonders bei Druckluftschal- tem für hohe Spannungen, welche aufgehängt ange ordnet sind, angewendet werden. Die hydraulische Steuerungseinrichtung stellt dann die Verbindung zwi schen einem zentralen Steuerorgan am Boden und den Löschkammern her, welche auf unter Spannung liegenden Druckluftbehältern aufgebaut sind. Ferner kann die Erfindung auch auf andere Arten von Schal tern, auf Trennschalter, Umschalter, Lastschalter von Transformatoren angewendet werden, auch wenn sie nicht aufgehängt sind. Sie kann auch bei anderen elektrischen Geräten vorgesehen sein, welche eine ähnliche Fernsteuerung besitzen.
Die beiliegende Zeichnung zeigt ein Ausführungs beispiel der Erfindung.
Mit<B>E</B> ist ein Einrichtungsteil bezeichnet, welcher den unmittelbaren Steuerbefehl für den Schalter<B>31</B> am Boden aufnimmt. R bezeichnet den Einrichtungs teil zum Betätigen des Schalters, welcher durch die Verbindung L betätigt wird. Der Einrichtungsteil <B>E</B> liegt irn allgemeinen auf Erdpotential. Er enthält ün wesentlichen folgende Organe: einen unter Druck befindlichen, beispielsweise Druckluft enthaltenden Behälter 21 und ein Ventil<B>1,</B> welches von Hand oder selbsttätig mechanisch, elektrisch, elektromagnetisch oder mit Hilfe eines unter Druck befindlichen-Mittels oder einer Kombination dieser verschiedenen<B>Mög-</B> lichkeiten betätigt wird.
In dem gewählten Beispiel wird das Ventil durch einen Elektromagneten 22 be tätigt. Ferner ist ein Zylinder 2 vorhanden, in wel chem ein Kolben<B>3</B> läuft, welcher als Differential kolben ausgeführt sein kann.
Die hydraulische Verbindung wird durch einen dichten Kanal 4 gebildet, welcher aus Metall oder aus Isoliermaterial bestehen kann. Es braucht auch nur ein Teil isoliert zu sein,<B>je</B> nachdem, wie es die Anordnung erfordert. Dieser Kanal enthält ein oder mehrere Verzweigungen.
Bei Anordnungen, welche für Montage im Freien vorgesehen sind, muss dieser Kanal, wenn er isoliert ist, den verschiedenen elektrischen Prüfungen genü gen. Der Kanal kann auch im Innern einer isolieren den Hülle<B>23</B> untergebracht sein. Er enthält eine iso lierende Flüssigkeitssäule, welche in Verbindung mit der Oberfläche 24 des Kolbens<B>3</B> steht. Die Anzahl der Einrichtungsteile<B>28</B> an den Schaltkammern selbst ist nicht begrenzt und hängt von der Konstruktion des betreffenden Gerätes ab. Insbesondere ist die Zahl der Behälter<B>25</B> in unmittelbarer Nähe der Schalt kammern unbegrenzt.
Diese Teile<B>28</B> enthalten einen oder mehrere Hilfssteuerblöcke <B>5.</B> Die hauptsächlich- sten Organe dieses Hilfssteuerblockes sind folgende: ein Zylinder<B>6,</B> welcher einen Kolben<B>7</B> enthält, der als Differentialkolben ausgeführt sein kann, ein Ven til<B>8,</B> eine Leitung<B>9</B> und einen Zylinder<B>10</B> mit dem Kolben<B>11.</B> Um Ausdehnungen im Kanal 4 sowie Zu sammenziehungen oder Flüssigkeitsverluste auszuglei chen, ist ein Ausdehnungsgefäss,<B>29</B> vorgesehen. Dieses kann mit dem Einrichtungsteil<B>E</B> verbunden semi, wie in der Zeichnung dargestellt ist.
Es enthält folgende Teile: ein Rückschlagventil <B>16,</B> eine geeichte Öffnung <B>17</B> und einen Zylinder<B>18.</B> Die Arbeitsweise einer solchen Steuerungseinrichtung ist gleich, ob ein öff- nungs- oder ein Schliessbefehl an den Schalter<B>31</B> ge geben wird oder ob der Befehl an einen Schaltzyklus geht. Der Steuerbefehl, welcher an den Magneten 22 gelangt, bewirkt die Öffnung des Ventils<B>1.</B> Hierdurch wird eine Verbindung zwischen dem Behälter 21 und dem Raum an der Oberfläche<B>32</B> des Kolbens<B>3</B> her gestellt. Unter der Wirkung der in dem Behälter be findlichen Druckluft wird der Kolben verschoben und bewegt die Flüssigkeitssäule mit.
Am Ende der Kolbenbewegung ist der Zylinder 2 mit der Öffnung 12 verbunden, während das Ventil<B>1</B> sich wieder schliesst. Dadurch ist der Einrichtungsteil<B>E</B> stillge setzt.
Die Flüssigkeitssäule bewegt ihrerseits den Kol ben<B>7,</B> welcher die Achse<B>13</B> verschiebt. Hierdurch wird das Ventil<B>8</B> geöffnet, das eine Verbindung des unter Druck befindlichen Behälters<B>25</B> über die öff- nung <B>15</B> mit dem Zylinder<B>10</B> herstellt. Der Kolben <B>11</B> wird dadurch in Bewegung gesetzt und wirkt mit seiner Achse auf den Mechanismus des Schalters. Die ganze Dauer dieses Vorganges ist ausserordentlich kurz. Am Ende der Bewegung des Kolbens<B>11</B> befindet sich der Zylinder<B>10</B> in Verbindung mit dem Zylinder <B>6</B> über die Öffnung 14. Der Kolben wird dadurch wieder von der Stellung, die er unter der Wirkung der Flüssigkeitssäule hatte, zurückgedrängt.
Er stösst die Flüssigkeitssäule, die nicht mehr durch den Teil<B>E</B> erregt ist, zurück, da der Zylinder 2 keine Druckluft mehr hat und das Ventil<B>1</B> geschlossen ist. Inzwischen schliesst sich das Ventil<B>8</B> unter der Wirkung seiner Feder wieder.
Alle beweglichen Organe der Steuerungseinrich tung nehmen schnell die Stellung wieder ein, die sie vor dem Steuerbefehl hatten. Der Vorgang ist be endet, und die Einrichtung ist bereit, einen neuen Befehl wieder auszuführen.
Das Ausdehnungsgefäss<B>29</B> ist unter Druck ge halten mittels eines Gegengewichtes, eines Gegen druckes oder einer anderen Kraft, insbesondere auch, wie in der Zeichnung dargestellt, durch eine Feder<B>19.</B> Die Veränderungen der Flüssigkeitssäule gleichen sich in beiden Richtungen durch die Öffnung<B>17</B> aus. Im Falle der Ausdehnung geht der Ausgleich in Rich tung zum Gefäss, und im Falle der Zusammenziehung oder von Verlusten wird der Ausgleich durch die Feder<B>19</B> bewirkt. Ausserdem ist für die Nachfüllung ein Trichter<B>30</B> vorgesehen mit einem Rückschlag- ventil <B>33.</B> Der Anzeiger 34 zeigt die Öhnenge an, welche sich in dem Gefäss<B>29</B> befindet.
Dieses kann auch mit einer selbsttätigen Signalisierung versehen sein.