Verpackungsmaschine
Die Erfindung betrifft Verpackungsmaschinen, und zwar insbesondere eine schnellaufende Verpakkungsmaschine zum Verpacken von kleinen Gegenständen, wie beispielsweise Tabletten. Die Maschine gemäss der Erfindung ist von derjenigen Bauart, bei der ein Paar von Streifen zusammengebracht und rund um jeden zu verpackenden Gegenstand dicht verbunden wird.
Eine Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Maschine der vorstehend geschilderten Bauart, die von verhältnismässig einfachem Aufbau und betriebssicher ist.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Maschine mit besonderer Eignung zu hoher Arbeitsgeschwindigkeit im Dauerbetrieb, die ausserdem wirtschaftlich in bezug auf die Verschwendung oder das Überfliessen der zu verpackenden Gegenstände ist. Infolgedessen ist es nicht erforderlich, die Maschine mit einer beträchtlich grösseren Anzahl von zu verpackenden Gegenständen zu spei sen, als derjenigen Anzahl, die kontinuierlich gepackt wird.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Maschine mit einer Speiseeinrichtung, durch die die erforderliche Zufuhr von Gegenständen für das Verpacken ohne ein Überfliessen einzelner Gegenstände gewährleistet wird.
Ausserdem ist die Aufgabe der Erfindung die Schaffung einer Maschine der angegebenen Art, bei der zum Zerschneiden des aus verpackten Gegenständen zusammengesetzten Streifens in einzelne Pakkungseinheiten ein Messer vorgesehen ist, dessen Antrieb derart gegenüber den Verpackungsstreifen einstellbar ist, dass der Zeitpunkt jedes Schnitts bei laufender Maschine verändert werden kann. Auf diese Weise ist die Einstellung äusserst einfach und kann auch durch jeden ungeübten Bedienungsmann vorgenommen werden.
Die erfindungsgemässe Maschine ist dadurch gekennzeichnet, dass die Streifen zeitlich gesteuert in Form von Taschen vorgeformt werden, in die die zu verpackenden Gegenstände aus einem aufrechtstehenden Schacht eingebracht werden, an dessen Eintrittsstelle die zu verpackenden Gegenstände durch eine mengengesteuerte Speiseeinrichtung in einer die in der Zeiteinheit verpackte Menge übersteigenden Menge eingeleitet werden, wobei die Speiseeinrichtung unterbrochen wird, sobald eine vorbestimmte Menge der Gegenstände sich vor dem Eintritt in den Schacht staut, um eine ausreichende, jedoch nicht zu grosse Gesamtspeisemenge zu gewährleisten.
In der Zeichnung ist als Beispiel eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dargestellt, die im folgenden beschrieben wird.
Fig. 1 ist eine perspektivische Vorderansicht der gesamten Maschine.
Fig. 2 ist eine vergrösserte Seitenansicht des oberen Maschinenteils.
Fig. 3 ist ein noch etwas stärker vergrösserter Teilschnitt entlang den Schnittlinien 3-3 der Fig. 2 in Pfeilrichtung gesehen.
Fig. 4 ist eine vergrösserte Stirnansicht, teilweise geschnitten, entlang den Linien 4-4 in Fig. 2 in Pfeilrichtung gesehen.
Fig. 5 ist ein Querschnitt entlang den Linien 5-5 in Fig. 4 ebenfalls in Richtung der Pfeile gesehen.
Fig. 6 ist ein Teilgrundriss entlang den Linien 6-6 in Fig. 5.
Fig. 7 ist eine vergrösserte Seitenansicht des unteren Maschinenteils, wobei einzelne Gehäuseteile zwecks Darstellung der inneren Teile weggebrochen dargestellt sind.
Fig. 8 ist ein Teilgrundriss entlang den Linien 8-8 in Fig. 7.
Zunächst soll unter Bezugnahme auf Fig. 1 die Gesamtarbeitsweise der Maschine beschrieben werden, woran sich eine mehr ins einzelne gehende beschreibung einzelner Teile der Maschine anschliesst.
In diesem zweitgenannten Beschreibungsteil wird auf die übrigen Figuren der Zeichnung Bezug genommen.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel ist eine verhältnismässig einfache und kompakte Maschine, die mittels verschiedener Rahmenteile, wie z. B. der Seitenplatten 12, auf einer Grundplatte 11 gelagert ist.
Im oberen, in der Blickrichtung gemäss Fig. 1 hinteren Teil der Maschine ist ein Vorratstrichter 15 für die zu verpackenden Gegenstände vorgesehen, der eine aufrecht stehende, durch Verschiebung einstellbare Tür 16 aufweist. Die Stellung dieser Tür bestimmt die ausfliessende Menge der zu verpackenden Gegenstände, d. h. die Anzahl der im wesentlichen flachen, kreisförmigen Tabletten 17, die in der Zeichnung dargestellt sind. Die Gegenstände 17 bewegen sich in horizontaler Richtung entlang den beiden Seiten eines Schwingfördertroges 18, und zwar in einer Menge, die durch einen elektrisch angetriebenen Vibrator 19 bestimmt wird.
Die Tabletten 17 gleiten infolge der Schwerkraft von der Unterkante des Troges 18 in einen Schacht 22. Innerhalb des Schachts 22 befindet sich eine Anzahl von einzelnen Teilschächten 23, die durch eine durchsichtige Vorderplatte 24 hindurch beobachtet werden können, die eine Wandfläche des Schachts 22 bildet.
Sobald die Tabletten 17, die übereinander in dem Schacht 22 liegen, eine bestimmte Höhenebene erreichen, so unterbrechen sie einen aus dem Raum hinter dem Schacht 22 kommenden, auf eine Fotozelleneinheit 25 auftreffenden Lichtstrahl. Diese Fotozelleneinheit steuert einen Schalter in demjenigen Steuerkreis, der die Einschaltung des Vibrators 19 bestimmt, so dass immer dann, wenn die aus den zu verpackenden Gegenständen bestehende Säule eine bestimmte Höhe erreicht hat, der Vibrator ausgeschaltet wird, bis die Gegenstände wieder unter diese Höhenebene abgesunken sind. Auf diese Weise wird die Einspeisung der zu verpackenden Gegenstände nach Massgabe der von den Verpackungselementen der Maschine verarbeiteten Menge gesteuert, wobei jegliche Unwirtschaftlichkeit oder Verschwendung durch ein Überfliessen der zu verpackenden Gegenstände vermieden wird.
Trotzdem wird die Einspeisung einer ausreichenden Menge der zu verpackenden Gegenstände gewährleistet, indem der Vibrator auf eine Geschwindigkeit eingestellt wird, die etwas grösser ist als die von der Maschine in der Zeiteinheit verpackte Menge, so dass in jedem Zeitpunkt eine ausreichende Speisung garantiert ist.
Wenn die Tabletten durch die einzelnen Teilschächte 23 hindurchgetreten sind, treten sie vom Ende eines jeden solchen Schachts in entsprechend angeordnete Taschen ein, die in jedem der beiden Verpackungsstreifen 28 und 29 vorgeformt worden sind. Die Streifen 28 und 29 werden auf die Oberfläche von die Verpackung bildenden und abdichtenden Walzen 30 und 32 (siehe Fig. 4 und 5) aufgebracht, wo der Verpackungsvorgang stattfindet. Für jeden Streifen 28 und 29 ist ein in Längsrichtung verlaufendes Schlitzmesser 31 vorgesehen, um den Streifen der verpackten Gegenstände zwischen jeder Reihe der verpackten Teile in Längsrichtung zu teilen.
Wenn die die verpackten Gegenstände enthaltenden Streifen die Form- und Dichtwalzen 30 und 32 verlassen, so werden sie mittels (in Fig. 1 nicht gezeigter) Zu rollen nach unten gezogen, die mit leer mitlaufenden Markierungswalzen 34 bzw. 36 zusammenarbeiten. Es ist ein Quermesser 35 vorgesehen, das in schneller Aufeinanderfolge hin- und herbewegt wird, um die Streifen zwischen den verpackten Tabletten in Querrichtung durchzuschneiden. Nach der Darstellung in Fig. 1 arbeitet dieses Messer 35 nicht, und unterhalb des Messers ist ein ununterbrochener Streifen der verpackten Gegenstände dargestellt.
Wie weiter unten beschrieben ist, ist eine Einstellung des Messers 35 in bezug auf den Streifen vorgesehen, derart, dass der Schnitt schnell und in einfacher Weise eingestellt werden kann, damit er an der gewünschten Stelle zwischen den einzelnen Packungen der verpackten Gegenstände zu liegen kommt.
Der Hauptantrieb für die mechanischen Teile der Maschine kann verschiedener Art sein; als Ausführungsbeispiel ist ein Elektromotor 38 dargestellt, der über einen Kettenantrieb das Dichtwalzenpaar 30, 32 antreibt, wie dies mehr im einzelnen weiter unten beschrieben wird.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 2 und 3 werden einige Einzelheiten der Speiseeinrichtung der Maschine beschrieben. Die zu verpackenden Gegenstände werden in den Trichter 15 eingebracht, der an seiner Vorderseite einen nach innen geneigten Teil 41 aufweist, an dessen unterem Teil die Schiebetür 16 befestigt ist, die in Verbindung mit Fig. 1 bereits erwähnt wurde. Die Schiebetür 16 lässt eine einstellbare Öffnung am Boden des Vorderteils 41 des Trichters 15 frei. Die Einstellung der Tür 16 kann auf jede übliche Art und Weise erfolgen, beispielsweise mittels einer Gewindespindel 42, die an der Tür 16 mittels eines an einer Konsole 43 befestigten Kopfes 43a angreift. Am Ende der Spindel 42 ist eine (nicht dargestellte) Hülse befestigt.
Diese Hülse ist innerhalb des Kopfes 43a frei drehbar, überträgt jedoch von diesem Kopf Axialkräfte zur Bewegung der Konsole 43 und damit der Tür 16 in Längsrichtung zusammen mit dem Ende der Gewindespindel 42. Am anderen Ende der Spindel 42 ist ein gerändelter Knopf 44 für die erforderliche Einstellung vorgesehen. Nahe ihrem oberen Ende ist die Spindel 42 in eine Innengewindemuffe 45 eingeschraubt, die mittels einer Konsole 46 an den Trichter 15 befestigt ist. Der gesamte Trichter 15 kann von dem Rahmenwerk der Maschine abgenommen werden und ist auf diesem zwischen Seitenplatten 47 gelagert, in dem er auf der hinteren Oberkante der Maschine mittels einer hakenartigen Verlängerung 48 aufliegt. Zusätzlich wird der Trichter durch Klammern 49 und Flügelschrauben sicher an Ort und Stelle gehalten.
Es ist ersichtlich, dass der Trichter 15 derart ausgebildet ist, dass seine Vorderseite und sein Boden sich verengen, wie die gestrichelte Linie 50 am Boden des Trichters zeigt, so dass die zu verpakkenden Gegenstände bestrebt sind, sich nach unten und durch die durch die Tür 16 freigegebene Öffnung zu bewegen.
Wenn die Gegenstände auf das Ende des Troges 18 aufgebracht werden, so werden sie bei Einschaltung des Vibrators 19 durch die erzeugte Schwingung in horizontaler Richtung entlang den beiden Seiten des Troges bewegt. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Gegenstände während ihrer Bewegung durch den Trog 18 in der Blickrichtung gemäss Fig. 2 von rechts nach links in eine einzige Reihe überführt werden, indem sie einzeln an der Innenseite jeder der beiden Seitenwände des Troges 18 zur Anlage kommen, wie dies in Fig. 3 gezeigt ist. Auf diese Weise wird eine Aussortierung und Ausscheidung gebrochener Tablettenteile 17 und eine Abscheidung des Staubes herbeigeführt. Diese Sortierung und Reinigung wird mittels einer Reihe von Öffnungen oder Schlitzen 51 an den nach innen ansteigenden Seitenwänden eines entlang der Mitte des Troges 18 verlaufenden Mittelteils 52 bewirkt.
Staub und die Teile zerbrochener Tabletten 17 fallen durch die Schlitze 51 in den Innenraum des Teiles 52, von wo sie durch einen Kanal 53 nach unten abgeleitet werden. Um diese Wirkung zu unterstützen, kann an dem Kanal 53 eine Saugeinrichtung angeschlossen werden, um alle auf diese Weise aussortierten Staub- und Bruchteilchen abzuführen.
An dem in Fig. 2 links liegenden Ende des Troges 18 ist eine nach unten führende Gleitschiene 56 vorgesehen, über die die Tabletten 17 gleiten und anschliessend in den Schacht 22 fallen. Sodann bewegen sich die Tabletten infolge der Schwerkraft zwischen der Innenwand 57 und der Aussenwand 24, die vertikal parallel zueinander liegen, weiter nach unten. Diese Wandflächen sind gerade um ein solches Mass voneinander entfernt angeordnet, dass die Tabletten in vertikaler Stellung, d. h. also auf der Kante stehend, gerade zwischen diesen Flächen hindurchtreten können. Infolgedessen werden die Tabletten übereinander aufgestapelt und zwischen zwei nach unten zusammenlaufenden Seitenwänden 58 und 59 (siehe Fig. 4) gleichmässig verteilt und ausgebreitet.
Obgleich bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein vertikaler Schacht 22 vorgesehen ist, kann es unter Umständen auch vorteilhaft sein, für bestimmte Arten von zu verpackenden Gegenständen eine von der vertikalen abweichende Neigung vorzusehen. Ferner kann ein Gleitschacht mit geringerem Neigungswinkel für Tabletten der dargestellten Art verwendet werden, ohne dass dabei die Arbeitsweise verschlechtert wird. Falls besonders zerbrechliche Gegenstände verpackt werden sollen, kann es erforderlich sein, einen geringeren Neigungswinkel zu verwirklichen.
Die Tabletten werden in einer grösseren Menge zugeführt als der in der Zeiteinheit verpackten Menge. Dementsprechend stapeln sich die Tabletten in vertikaler Richtung in dem Schacht 22 auf, bis die Ebene einer Öffnung 62 erreicht wird. Die Öffnung 62 ist in der Rückwand 57 vorgesehen, und hinter dieser Öffnung (siehe Fig. 5) liegt eine Lichtquelle 63. In dem durch die Öffnung 62 geworfenen Lichtstrahl liegt fluchtend die Fotozelleneinheit 25. Diese Einheit 25 kann von üblicher Normalausführung sein, und die Einzelheiten ihres Aufbaus und ihrer Wirkungsweise werden nicht beschrieben.
Obgleich die Vorderwand 24 aus durchscheinendem Werkstoff hergestellt ist, wie bereits erwähnt wurde, kann trotzdem in der Vorderwand eine mit der Öffnung 62 in horizontaler Richtung fluchtende Öffnung 64 vorgesehen werden, so dass ein ungeschwächter Lichtstrahl von der Lichtquelle 63 auf die Fotozelleneinheit 25 auftrifft.
Wie Fig. 4 zeigt, kommen bei der Stapelung der Tabletten 17 schliesslich eine oder mehrere Tabletten in den durch die Öffnungen 62 und 64 durchtretenden Lichtstrahl zu liegen. Wenn dies eintritt, so schaltet der von der Fotozelleneinheit 25 gesteuerte Kreis den Vibrator 19 aus, wie bereits erwähnt wurde. Wenn die Tablette oder die Tabletten, die die Öffnung abgedeckt haben, sich nach unten entfernen, so wird der Vibrator wieder eingeschaltet. Um zu gewährleisten, dass die Aufstapelung der Tabletten 17 nicht derart erfolgt, dass 3 oder 4 aufeinanderliegende Tabletten eine Öffnung freilassen, durch die der Lichtstrahl von der Lichtquelle 63 auf die Fotozelleneinheit 25 auftreffen kann, ist ein verhältnismässig dünner vertikaler Arm 65 mit einem gebogenen Bodenteil 66 vorgesehen.
Der Boden 66 ist gegenüber den Öffnungen 62 und 64 derart angeordnet, dass der Abstand von der Mittellinie dieser Öffnungen zur oberen Oberfläche des Bodens 66, senkrecht zur Oberfläche des Bodens 66 gemessen, gleich dem Radius jeder der Tabletten 17 ist.
Es ist ersichtlich, dass der Arm 65 auf beliebige Weise an der Vorderwand 24 befestigt ist (siehe Fig. 5) und eine solche Breite aufweist, dass er den vollen Abstand zwischen der Vorderwand 24 und der Rückwand 57 ausfüllt; seine Breite ist also etwas grösser als die Dicke der auf ihrer Kante stehenden Tabletten 17. Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass dieser Arm 65 und sein unterer Fussteil 66 dazu dienen, ein Aufstapeln der Tabletten 17 derart, dass eine grössere Lichtmenge zwischen nebeneinander liegenden Tabletten von der Öffnung 62 zur Öffnung 64 hindurchtreten kann, zu verhindern. Ein solches Aufstapeln wird verhindert, weil die Tabletten in unmittelbarer Nähe der miteinander fluchtenden Öffnungen 62 und 64 dazu gezwungen werden, eine derartige Lage einzunehmen, dass ihre Mittellinien parallel zu dem Fuss 66 liegen.
Infolgedessen ist, wie auch der zufällige Aufbau des Tablettenstapels auch sein mag, die ungünstigste Situation diejenige, die in Fig. 4 dargestellt ist, nämlich zwei Tabletten 1 7a und 17b, die mit ihrem Berührungspunkt in der Mitte des Lichtstrahls liegen.
Auch in dieser ungünstigsten Stellung wird aber offensichtlich fast der gesamte, durch die Öffnung 62 einfallende Lichtstrahl unterbrochen. Infolgedessen findet die gewünschte Schaltung statt, und die Möglichkeit eines unerwünschten Weiterlaufens des Vibrators 19 ist vollständig vermieden. Unter günstigeren Umständen befindet sich eine Tablette 1 7c in der gestrichelt dargestellten Lage, in der sie den Lichtstrahl vollständig unterbricht.
An der Unterkante des Haupttrichters 22, d. h. zwischen den Unterkanten der konisch verlaufenden Seitenwände 58 und 59, befinden sich vier einzelne Teilschächte 23, die von dem darüber befindlichen Haupttrichter 22 kontinuierlich mit Tabletten 17 gefüllt werden. Um diese Teilschächte 23 dauernd mit Tabletten gefüllt zu halten und jegliche Brückenbildung am Einlauf in diese Teilschächte (die das kontinuierliche Eintreten von Tabletten in die Teilschächte verhindern würde) zu vermeiden, ist jeder Teilschacht 23 mit einem Paar von Schlägerarmen 70 und 71 versehen. Für jeden Teilschacht 23 ist also ein Paar derartiger Schlägerarme 70, 71 vorgesehen, und sämtliche Paare sind völlig gleich in Aufbau und Wirkungsweise, so dass nur eines dieser Paare beschrieben werden muss.
Die im Aufbau ähnlichen Schlägerarme 70 und 71 erstrecken sich über die Breite (zwischen den Wänden 24 und 57) des Schachtes 22. Sie sind in vertikaler Richtung zwischen einer oberen Stellung beträchtlich oberhalb der Oberkante des zugehörigen Teilschachtes 23 (Arm 70 in Fig. 4) und einer untersten Stellung derart, dass die Oberkante des Schlägerarmes mit der Oberkante des Teilschachtes 23 fluchtet (Arm 71 in Fig. 4), hin- und herverschiebbar.
Jeder Schlägerarm 70 und 71 bewegt sich zwischen seinen beiden Endstellungen in einem in der Hinterwand 57 vorgesehenen Schlitz 72 bzw. 73.
In Fig. 5 ist eine Einrichtung zum Antrieb der Schlägerarme dargestellt. Da sämtliche Schlägerarme völlig gleich sind, ist die Beschreibung in bezug auf einen der Schlägerarme ausreichend. Der Schlägerarm selbst besteht aus einer rechteckigen Platte 69, die in dem in vertikaler Richtung verlaufenden Schlitz 73 liegt. Mit der Platte 69 ist eine Hülse 68 fest verbunden, die auf einer Führungsstange 67 mit freiem Gleitspiel geführt ist. Die Führungsstange 67 ist an der Rückwand 57 auf jede geeignete Weise, beispielsweise, wie dargestellt, mittels Lageraugen 67a, befestigt. An der Hinterkante der Platte 69 ist auf beliebige Weise, beispielsweise mittels der dargestellten Kopfschrauben, eine L-förmige Platte 74 befestigt. Die Unterkante der L-förmigen Platte 74 liegt in einer Umfangsnut eines exzentrischen Nokkens 75.
Der Nocken 75 ist auf einer Welle 76 befestigt und wird von dieser Welle aus angetrieben.
Diese Welle wird ihrerseits mittels eines Ritzels 77 angetrieben, das mit einem Zahnrad 78 in Eingriff steht. Das Zahnrad 78 wird von einem weiteren Zahnrad 79 angetrieben, das auf einer Welle 80 befestigt ist, die auch die Walze 32 trägt. Auf diese Weise wird jeder Schlägerarm 70 oder 71 vom Hauptantrieb der Maschine aus angetrieben, und zwar ist der exzentrische Nocken für jeden Schlägerarm 70 und 71 auf der Welle 76 derart eingestellt, dass die zu einem Paar gehörenden Schlägerarme sich abwechselnd in entgegengesetzten Richtungen aufwärts und abwärts bewegen.
Aus Fig. 4 ergibt sich, dass am unteren Ende der Teilschächte 23 ein Auslassmechanismus vorgesehen ist, der die Anzahl der aus jedem Teilschacht austretenden Tabletten steuert. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist diese Auslasseinrichtung derart ausgebildet, dass sie jeweils eine Tablette aus jedem der Teilschächte 23 austreten lässt. Dies kann natürlich geändert werden, wenn es erwünscht sein sollte, zwei oder mehr Tabletten jeweils zu einem Zeitpunkt austreten zu lassen, indem die Auslasseinrichtung entsprechend der gewünschten Zahl ausgebildet wird. Es ist eine Winkelstange 85 vorgesehen, die in horizontaler Richtung unter den unteren Enden sämtlicher Teilschächte 23 entlang verläuft und eine Reihe von Öffnungen 86 in ihrem horizontalen Schenkel aufweist, deren Grösse gleich dem Querschnitt der Teilschächte 23 ist.
Die Winkelstange 85 wird in zeitlicher Abhängigkeit von der Drehung der Dichtrollen 30 und 32 mittels eines durch einen Nokken betätigten Arms 87 (siehe Fig. 5) in horizontaler Richtung hin- und herbewegt. Der Arm 87 wird durch eine Feder 89, die an einem von dem Arm 87 getragenen, aufrechtstehenden Zapfen 90 angreift, um ihr Schwenklager 88 entgegen der Uhrzeigerrichtung gezogen. Das andere Ende der Feder 89 ist an einem weiteren Zapfen 91 befestigt, der seinerseits am Rahmen 12 der Maschine befestigt ist. Von dem freien Ende des Schwenkarmes 87 wird eine horizontale Stange 92 getragen, die mit der Winkelstange 85 dadurch in Eingriff steht, dass sie sich durch eine Bohrung 93 (Fig. 4) in dem vertikalen Flansch der Winkelstange 85 crstreckt.
Wie Fig. 6 zeigt, ist ein Nocken 97 zur Hin- und Herverschwenkung des Armes 87 und damit Hinund Herbewegung der Auslasstange 85 vorgesehen.
Der Nocken 97 ist aussen im wesentlichen zylindrisch geformt, jedoch ist seine dem Arm 87 zugewandte Stirnfläche nockenförmig ausgebildet. Dieser Nocken liegt koaxial mit einer Welle 96, mit der er zu gemeinsamer Drehbewegung verbunden ist. Eine Nockenrolle 98 ist frei drehbar an dem Arm 87 gelagert, und bewirkt eine Hin- und Herverschwenkung des Armes 87 in horizontaler Richtung um seine Lagerschraube 88. Hierdurch wird die Winkelstange 85 in der weiter oben beschriebenen Weise in horizontaler Richtung hin- und herbewegt, um die Öffnun gen 86 mit der Unterseite jedes der Teilschächte 23 zum Fluchten zu bringen.
Gemäss Fig. 4 ist für jeden Teilschacht 23 ein unmittelbar auf der Winkelstange 85 angebrachter Finger 99 vorgesehen, der sich gemeinsam mit der Stange 85 in horizontaler Richtung durch eine Öffnung 100 in der einen Seitenwand jedes Teilschachtes 23 bewegen kann, wobei er mit derjenigen Tablette 17 in jedem Teilschacht 23, die über der untersten Tablette liegt, in Berührung kommt. Jeder Finger 99 hält daher die oberhalb der Öffnung 100 befindliche Tablettensäule fest, während die unterste Tablette durch die Öffnung 86 fällt, wenn diese mit der Unterseite des Teilschachtes fluchtet. Diese Bewegung wird mechanisch derart abhängig von der Verpackungsbewegung der Walzen 80 gesteuert, dass die Tabletten genau in demjenigen Zeitpunkt freigegeben werden, wenn die zu ihrer Aufnahme bestimmte Tasche vorgeformt und offen und somit zur Aufnahme der Tablette bereit ist.
Gemäss Fig. 5 wird der eigentliche Verpackungsschritt durch ein Paar von Dichtwalzen 30 und 32 durchgeführt, die angetrieben werden und deren Mittellinien horizontal und parallel zueinander liegen.
Die Verpackungsmaterialstreifen 28 und 29, die aus wärmeverschweissbarem Werkstoff bestehen, werden von Vorratswalzen über ein Paar von Führungsstangen 102 und über die Oberfläche der Dichtwalzen 30 bzw. 32 gezogen. Da der Verpackungsmechanismus symmetrisch aufgebaut ist, ist die Wirkungsweise der beiden Teile des Mechanismus gleich, so dass nur eine Seite desselben beschrieben werden muss. Mit der Walze 32 arbeitet eine Vorformwalze 103 zusammen, deren Mittellinie horizontal und parallel zur Mittellinie der zugehörigen Verpackungswalze 32 liegt. Der Streifen wird über die Führungsstange 102 über die Oberfläche der Dichtwalze 32 zugeführt.
Beim Durchgang zwischen der Walze 32 und der Vorformwalze 103 wird der Streifen 29 verformt, indem er in eine von einer Reihe von Taschen oder Vertiefungen 104 (siehe Fig. 6) gedrückt wird, die in Umfangsrichtung gleichmässig über die Oberfläche der Walze 32 verteilt sind. Diese Verformung oder Vorformung einer Tasche in dem Verpackungsstreifen wird durch eine Anzahl von Vorsprüngen 105 auf der Oberfläche der Walze 103 bewirkt.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Vorsprünge ]05 nicht unbedingt, w;e dies dargestellt ist, den zugehörigen Taschen 104 entsprechen müssen, da eine etwas geringere Verformung des Streifens 29 auch durch etwas anders geformte Vorsprünge an der Oberfläche der Walze 103 bewirkt werden kann.
Der Streifen 29 wird weiter um die Walze 32 herumbewegt, wobei er durch von der Walze 32 auf ihn übertragene Wärme erweicht wird, um seine dichte Verbindung mit dem anderen Streifen 28 vorzubereiten. Die Walzen 30 und 32 können auf jede beliebige Art und Weise erwärmt werden, beispielsweise durch (nicht dargestellte), in den hohlen Wellen 80 und 106 untergebrachte elektrische Heizelemente.
Die Streifen 29 und 28 werden sodann rund um jede Tablette 17 herum unter einem vorbestimmten Druck, abhängig von der Spaltbreite zwischen den Oberflächen der Walzen 30 und 32, dicht miteinander verbunden, während die beiden Streifen durch den Spalt zwischen den Walzen 30 und 32 hindurchlaufen. Dieser Vorgang ist auf dem Gebiet der Verpackungsmaschinen allgemein bekannt und bedarf daher keiner mehr ins einzelne gehenden Beschreibung. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass mit der vorliegenden Maschine eine sehr schnelle und einfache Arbeitsweise erzielt werden kann. Die Abdichtwalzen 30 und 32 haben verhältnismässig kleine Durchmesser, so dass die Taschen bei ihrer Formung nach aussen weit aufklaffen.
Infolgedessen ist die erforderliche Genauigkeit beim Füllen der Taschen wesentlich geringer, der Arbeitsgang störungsfreier, und die erreichbaren Arbeitsgeschwindigkeiten sind wesentlich höher.
Der Aufnahmeraum für die zu verpackenden Gegenstände wird durch zwangsweise Vorverformung jedes Streifens durch die zeitlich gesteuerten Vorformwalzen erzielt, die mit den die Packung formenden Formen oder Abdichtwalzen über ein Getriebe derart verbunden sind, dass zwischen den Streifen eine genau passende Tasche zur Aufnahme der Gegenstände gebildet wird. Das Getriebe für diese zeitliche Steuerung der Vorverformung kann aus einem einfachen Strang aus vier miteinander in Eingriff stehenden Zahnrädern bestehen, die starr auf den Wellen 80, 106, der Welle der Vorformwalze 103 und der Welle der anderen Vorformwalze befestigt sind. Eines dieser Zahnräder 107, und zwar dasjenige auf der Welle 80, ist in Fig. 4 gezeigt.
Es ist darauf hinzuweisen, dass die Vorverformung der Verpackungsmaterialstreifen stärker oder schwächer erfolgen kann, so dass die in sie eingelegten Gegenstände eine Umhüllung erhalten, die in spannungslosem Zustand genau der Grösse des Gegenstandes entspricht oder aber etwas kleiner als die Artikelgrösse ist. Bei Verpackung zerbrechlicher Gegenstände werden die Aufnahmetaschen vollständig vorgeformt, wogegen bei Verpackung von Gegenständen grösserer Festigkeit mit geringerer Bruchgefahr nur eine teilweise Vorverformung der sie aufnehmenden Taschen erforderlich ist.
An Hand der Fig. 7 wird die Arbeitsweise des Quertrennmessers mit seinem Antrieb näher beschrieben. Als Hauptantrieb der Maschine ist ein Elektromotor 38 vorgesehen, der bei dem dargestellten Aus führungsbeispiel in Längsrichtung angeordnet ist, so dass an seinem Abtrieb ein Winkel-Zahnradwechselgetriebe 109 vorgesehen ist. Auf der Abtriebswelle des Getriebes 109 ist ein Kettenrad 110 befestigt.
Dieses treibt eine Kette 111 an, die in Fig. 7 durch eine gestrichelte Linie angedeutet ist. Die Kette 111 verläuft über ein Paar von Spannrollen 112 und 113, die auf Zapfen gelagert sind, die von einem um einen Bolzen 115 frei schwenkbar gelagerten Arm getragen werden. An einem Ende 117 des Arms 114 greift eine Feder 116 an. Das andere Ende der Feder 116 ist am Rahmen der Maschine auf übliche Weise, beispielsweise in der dargestellten Art durch Einhängen in eine Öse des Gehäuses des Motors 38, befestigt.
Durch diese Feder wird auf den die Spannrollen tragenden Arm 114 eine Schwenkkraft um den Schwenkzapfen 115, in der Blickrichtung gemäss Fig. 7 in Uhrzeigerrichtung, ausgeübt.
Die Kette 111 läuft über ein Kettenrad 125 (Fig. 4), das auf der Welle 80 befestigt ist und diese somit antreibt. Ferner läuft die Kette 111 über eine weitere Spannrolle 118, die von dem einen Ende eines Schwenkhebels 119 getragen wird. Der Schwenkhebel 119 ist auf einer im Rahmen 12 der Maschine horizontal befestigten Welle 120 gelagert.
Am anderen Ende des Armes 119 ist schwenkbar eine Muffe 121 angelenkt, in deren Innengewinde das Ende einer Stange 122 eingeschraubt ist. Die Stange 122 verläuft nach unten zur Vorderseite der Maschine (in Blickrichtung gemäss Fig. 1) und geht durch eine Öffnung in einer Konsole 123 hindurch.
Die Öffnung in der Konsole 123 ist so lang ausgebildet, dass sie Winkeländerungen der Stange 122 bei Einstellung des Schwenkhebels 119 um seine Schwenkzapfen 120 gestattet. Zur Vornahme dieser Einstellung ist eine Rändelmutter 124 vorgesehen, die auf ein Aussengewinde am äusseren Ende der Stange 122 aufgeschraubt ist. Durch Verdrehung der Mutter 124 wird die Stange 122 nach unten gezogen oder nach oben freigegeben, und zwar je nach Richtung der Verdrehung der Mutter 124. Durch diese Einstellung kann die Länge desjenigen Teils der Kette 111, das zwischen dem Kettenrad 125 (auf der Welle 80 der Abdichtwalze) und einem einen Zugmechanismus antreibenden Kettenrad 128 (siehe Fig. 8) liegt, entsprechend der Verstellung des Schwenkarms 119 verändert werden.
Diese Einstellung ermöglicht daher eine Veränderung der Relativstellungen der von den beiden soeben erwähnten Kettenrädern angetriebenen Wellen, so dass die Lage des Querschnittes in Längsrichtung des Verpak kungsstreifens verändert werden kann.
Die Kette 111 läuft weiter über ein Kettenrad
128 und anschliessend über ein weiteres, in Fig. 7 gestrichelt dargestelltes Kettenrad 129. Das Kettenrad 129 ist auf einer Welle 130 befestigt. Auf der Welle 130 ist ausserdem eine Scheibe 131 befestigt, so dass sie sich mit der Welle dreht. Im Aussenumfang der Scheibe 131 ist eine Kerbe 132 vorgesehen, so dass die Scheibe mit einer Nase 133 als Nocken zusammenarbeitet. Die Nase 133 wird mittels eines federbelasteten Hebelgestänges, das nachstehend beschrieben wird, gegen den Umfang der Scheibe 131 gedrückt. An einem Messerarm 135 ist eine Einstellschraube 134 vorgesehen, die an der Aussenseite der Nase 133 anliegt. Der Messerarm
135 ist frei drehbar um die Welle 130 gelagert und wird, in der Blickrichtung nach Fig. 7, durch eine Feder 138 in Uhrzeigerrichtung gezogen. Die Schwenkbe 151 und 152 Zwischenscheiben vorgesehen.
Auf diese Weise wird auf den Streifen aus verpackten Tabletten 17 ein konstanter Zug ausgeübt, indem die Welle 37 mit einer Drehzahl angetrieben wird, die am Umfang der Walzen 151 und 152 eine grössere Umfangsgeschwindigkeit als die Bewegungsgeschwindigkeit des Streifens bei seiner Formung hervorgerufen würde. Die Differenz zwischen diesen beiden Geschwindigkeiten wird durch den Schlupf in dem Reibantrieb der Walzen 151 und 152 aufgenommen, so dass diese sich in Wirklichkeit mit einer Drehzahl drehen, die geringer ist als die der Antriebswelle 137.
Mit den Zugwalzen 151 und 152 arbeiten die leer mitlaufenden Markierungswalzen 36 und 34 zusammen. Diese Walzen sind mit zur Mittellinie der Welle 137 paralleler Mittellinie auf der gegenüberliegenden Seite des Packungsstreifens gelagert. Jede der Walzen 34 und 36 ist abnehmbar auf kurzen Zapfen gelagert, die von einem Paar von Armen 160 bzw. 161 getragen werden, wie dies in der Zeichnung dargestellt ist. Diese Arme 160 und 161 werden von einer quer verlaufenden Welle 162 getragen.
Die Walzen 34 und 36 werden federnd gegen die zugehörigen Zugwalzen 152 und 151, die auf der anderen Seite des Packungstreifens liegen, gedrückt.
Die federnde Antriebskraft kann auf jede übliche (nicht dargestellte) Weise erzeugt werden.
Es wird darauf hingewiesen, dass die leer mitlaufenden Walzen 34 und 36 eine zusätzliche Aufgabe haben, weshalb sie zwecks Anpassung an verschiedene zu verpackende Materialsorten auswechselbar sind. Auf diese Weise kann eine der Unterscheidung dienende Codezahl oder Markierung beim Verpacken der Gegenstände für jede einzelne Partie unmittelbar auf den Streifen aufgebracht werden.