Flugplatzbeleuchtungsanlage Bekannt ist eine Flugplatzbeleuchtungsanlage, bei der auf oder bei einer Landebahn, insbesondere im Gelände, das in der Anflugrichtung gerechnet vor der Landebahn liegt, mindestens ein, gegebenenfalls unterbrochener, aus Lichtquellen bestehender Strei fen angebracht ist, der sich wenigstens im wesentli- chen quer zur Längsrichtung der Landebahn er streckt. Solche Streifen, die die sogenannte Annähe rungsbeleuchtung für eine Landebahn bilden, be zwecken, den Piloten eines eintreffenden Flugzeuges zur Landebahn zu führen.
Dabei wird die Streifen form für die Anordnung der Lichtquelle angewandt, um dem Piloten einen künstlichen Horizont zu geben, der ihn befähigt, auch an Hand der meist vorgese henen, gleichfalls durch Lichtquellen markierten Mit tellinie der Landebahn zu kontrollieren, ob die augen blickliche Lage und der augenblickliche Standort des Flugzeuges in bezug auf die Landebahn eine sichere Landung auf den Flugplatz ermöglichen.
Es ist bekannt, dass das Landen im Nebel für den Piloten besondere Schwierigkeiten mit sich bringt. Zwar stehen ihm auch Funkbaken zur Verfügung, aber trotzdem ist die Orts- und Lagebestimmung des Flugzeuges in bezug auf die Landebahn bei Nebel eine äusserst schwierige Aufgabe.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, Mittel zu schaffen, mit deren Hilfe diese Bestimmungen im allgemeinen nachts und insbesondere auch bei Nebel erleichtert werden.
Zu diesem Zweck ist die Flugplatzbeleuchtungs anlage der vorstehend erwähnten Art gemäss der Er findung dadurch gekennzeichnet, dass die zu diesen Lichtstreifen gehörenden Schaltmittel für die Licht quellen mit einem Mechanismus versehen sind, der diese Lichtstreifen periodisch ein- und ausschaltet.
Wenn dieses Ein- und Ausschalten beispielsweise mit einer Frequenz von einmal in der Sekunde er- folgt, stellt sich heraus, dass die auftretende Licht Dunkel-Wirkung die Aufmerksamkeit des Piloten viel stärker auf sich zieht, als wenn diese Lichtstrei fen kontinuierlich Licht aussenden. Dabei kann der Mechanismus der Lichtquellen derart ausgebildet werden, dass sämtliche Lichtstreifen zu gleicher Zeit periodisch ein- und ausgeschaltet werden, so dass die gesamte, durch alle.
Lichtstreifen gebildete Kon figuration gleichzeitig sichtbar oder unsichtbar ist.
Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Er findung ist es jedoch auch möglich, dass mindestens ein Lichtstreifen in der Phase gegen mindestens einen anderen Lichtstreifen verschoben ein- und ausgeschal tet wird, so, dass z. B. zunächst ein Teil der Gesamt konfiguration und dann ein anderer Teil dieser Konfi guration sichtbar wird. Stets bleibt der Vorteil einer grösseren Auffälligkeit der Annäherungsbeleuchtung, während weiter die Orientierungsmöglichkeit des Pilo ten in bezug auf die Landebahn nach wie vor besteht.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Figur, die ein Ausführungsbeispiel darstellt, näher erläutert.
In dieser Figur ist in Perspektive ein Teil eines Flugplatzes dargestellt, wobei die Landebahn mit 1 bezeichnet ist. In dem Gelände des Flugplatzes, das in der Anflugrichtung gerechnet vor der Landebahn liegt, ist die durch 2 angegebene Annäherungsbe- leuchtung angeordnet. Die Mittellinie der Landebahn ist durch X-X angegeben.
Bei der dargestellten Flug platzbeleuchtung ist diese Mittellinie vor dem soge nannten Schwellenlicht 3, das den Beginn der Lande bahn 1 angibt, durch kurze linienförmige Leuchten 4 markiert. Wenn sich ein Flugzeug 5 in einer Höhe h über dem Flugplatz befindet, sieht der Pilot vor sich das Schwellenlicht 3 und die Abgrenzungsleuch ten 6 und 7, die die Seiten der Landebahn 1 mar kieren.
Er kann sich hinsichtlich der MittelIinie der Landebahn 1 nach den gemäss der Mittellinie ange ordneten kurzen linienförmigen Lichtquellen 4 orien tieren. Im Bereich der Annäherungsbeleuchtung 2 sind weiter unterbrochene Lichtstreifen 8 angebracht, die sich quer zur Mittellinie X-X der Landebahn er strecken.
An Hand dieser Streifen kann der Pilot die horizontale Lage seines Flugzeuges kontrollieren. Die Lichtstreifen 8 sind mit Schaltmitteln versehen, die durch einen Mechanismus so betätigt werden, dass diese Lichtstreifen 8 periodisch ein- und ausge schaltet werden. Hierdurch werden diese Lichtstrei fen insbesondere nachts und/oder bei Nebel viel auf fälliger, als wenn sie kontinuierlich brennen würden. Die Orientierungsmöglichkeit bleibt jedoch unbe rührt.
Alle Lichtstreifen können zu gleicher Zeit mit einer bestimmten Frequenz ein und ausgeschaltet werden; es ist jedoch auch möglich, die Lichtstreifen periodisch nacheinander ein- und auszuschalten, so dass sich eine gewisse Phasenverschiebung ergibt. Nacheinander können z.
B. zunächst der Lichtstrei fen 8d, dann der Streifen 8b, darauf der Streifen 8c und schliesslich der Streifen 811 eingeschaltet und wie der ausgeschaltet werden, wonach wiederum beim Streifen 811 angefangen wird. Es ist jedoch auch mög- licht, z.
B. zunächst gleichzeitig die Streifen 8d und 8c und dann die Streifen 8b und 811 ein- und aus zuschalten. Selbstverständlich brauchen die Ein- und Ausschaltzeiten der Streifen und/oder der Streifen kombinationen nicht untereinander gleich zu sein.. Die Streifen können verschiedenartig ausgebildet sein. In der Zeichnung werden sie je durch kurze Zwischenräume unterteilt.
Die Streifen können aus mehreren, mit geeigneten optischen Mitteln zusam menarbeitenden, konzentrierten oder langgestreckten, insbesondere linienförmigen Lichtquellen bestehen.