CH370314A - Vorrichtung zur Herstellung von Reproduktionen nach dem Silbersalz-Diffusionsverfahren - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von Reproduktionen nach dem Silbersalz-DiffusionsverfahrenInfo
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Description
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Vorrichtung zur Herstellung von Reproduktionen nach dem Silbersalz- Diffusionsverfahren Es sind zahlreiche Ausführungsformen von Entwicklungsgeräten zur Herstellung von Reproduktionen nach dem Silbersalz-Diffusionsverfahren bekanntgeworden, in denen die Führung von Negativ- und Positivpapier durch den Entwickler zu einem Quetsch- walzenpaar durch sogenannte Leitelemente gewährleistet wird. Diese Leitelemente bestehen meist aus einer Anzahl von korrosionsfestem Material, wie z. B.
Kunststoffen, hergestellten, je nach dem Gerätetyp mehr oder weniger durchgebogenen, teilweise auch geraden Platten oder Bändern, die übereinander und über die ganze Breite der Papiereinführungsschlitze angeordnet sind. Sie ermöglichen, dass man Negativ- und Positivpapier getrennt einführen und beide Papiere im Entwickler völlig und ausreichend benetzen kann. Die Leitelemente sind bei bekannten Geräten so ausgestattet, dass sie die Papiere nach erfolgter Benetzung zusammenführen. Dabei endet das untere Leitelement kurz vor den Walzen und übernimmt die endgültige Einführung der Papiere in das Walzenpaar.
In diesen bekannten Geräten werden nun Negativ- und Positivpapier innerhalb der Entwicklerlösung durch die Leitelemente umgelenkt, was stets zu gewissen Torsionen der einzelnen Blätter führt. Selbst bei geschicktester Handhabung des Gerätes lassen sich dann schräge, verzerrte Kopien nicht immer vermeiden. Nun ist dieser Mangel bei einer Einzelkopie unbedeutend, da eine nachträgliche Korrektur durch Beschneiden leicht möglich ist.
Dies trifft jedoch nicht zu für die in neuerer Zeit auf dem Markt eingeführten Offsetdruckfolien, bei denen auf einer Metallplatte oder auf einer beschichteten Papier- bzw. Kunststoffolie ein Silberbild nach dem Silbersalz-Diffusionsverfahren erzeugt wird, das nachträglich zur Farbannahme präpariert wird.
Da an den üblichen:, vor allem im Bürosektor verwendeten Offsetdruckmaschinen, auf denen die Verarbeitung der Diffusionsfolien erfolgt, nur Kor- rekturmöglichkeiten hinsichtlich der Höhen- und Seitenverschiebung des Druckbildes, aber keine Vorrichtung zum Diagonalausgleich vorgesehen sind, ist hier eine Korrektur allenfalls an den Abzügen möglich, was nur unter Verlust der optimalen Formatausnutzung des Druckpapiers und somit unter erheblichen Unkosten möglich ist. Damit wird der wirtschaftliche Wert der Folien stark gemindert.
Nun lässt sich dieser Fehler prinzipiell unterbinden und ausserdem ein genaues Einpassen des aufzukopie- renden Bildes hinsichtlich d er Höhen- und Seitenlage durchführen, wenn man die beiden Materialien, in diesem Fall also das Negativpapier und die Offset folie, vor der Entwicklung an der Kante, die zuerst in die Quetschwalzen eintritt, fest verbindet. Dies kann beliebig erfolgen, am einfachsten aber, indem man von der Rückseite der Offsetfolie gegen die Perforationslöcher einen Klebstreifen anbringt,
so d@ass das Negativ durch die Perforationslöcher hindurch auf dem Klebstreifen angeheftet werden kann.
Erfahrungsgemäss lässt sich aber nun in den bekannten Entwicklungsgeräten ein auf diese Weise fest mit der Offsetfolie verbundenes Negativpapier nicht mehr einwandfrei verambeiten; weil jetzt eine getrennte Einführung der Materialien über die Leitelemente unmöglich ist, und demzufolge nur unvollständige Benetzung des Negativs durch den Entwickler, meist nur an den Rändern, erfolgt.
Es wurde nun gefunden, dass sich diese Schwierigkeiten mit Hilfe einer Vorrichtung zur Herstellung von Reproduktionen nach dem Silbersalz-Diffusions- verfahren überwinden lassen, die dadurchgekennzeichnet ist, dass mindestens eines der Leitelemente
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aus zwei Leitschienen besteht, die zu beiden Seiten des Einführungsschlitzes angeordnet sind.
Der Aufbau und Wirkungsweise eines mit diesen Leitschienen ausgestatteten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemässen Vorrichtung werden anhand der beiliegenden Zeichnung beispielsweise erläutert: Die Fig. 1 zeigt das Entwicklungsgerät in Aufsieht und im Längsschnitt.
Dieses Entwicklungsgerät besitzt ein unteres Leit- element 1, welches so gebogen ist, dass die Papiere von diesem nach Passieren des Entwicklers 2 den Quetschwalzen 3 zugeführt werden. Dafür befindet sich auf beiden Seiten des Einführungsschlitzes 4 je eine Leitschiene 5, die aus einem Kunststoffkörper besteht und zweckmässig aus dem Einführungsschlitz herausragt. Nach oben wird der Einführungsschlitz durch ein weiteres Leitelement 6 derart abgeschlossen, dass dieses an den Rändern mit den zuvor beschriebenen Leitschienen 5 eine Einführungsrille 7 für das beim Entwickeln oben liegende Blatt bildet.
Anstelle des Leitelementes 6 kann auch zur Ausbildung dieser Rille eine weitere Leitschiene entsprechend 5 herangezogen werden.
Die Durchführung der Entwicklung ist in der Fig.2 veranschaulicht. Zunächst werden von dem lichtempfindlichen Negativpapier die beiden oberen Ecken 8 schräg abgeschnitten. Dann wird an der Offsetfolie 9 rückseitig über die Perforation ein Klebebandstreifen aufgebracht. Das belichtete Negativpapier wird Schicht auf Schicht mit Hilfe des durch die Perforation wirksamen Klebestreifens passgerecht auf die Vorderseite der Folie bei 10 aufgeklebt. Anschliessend klappt man das Negativ einmal über die Klebekante hinweg um und falzt bei 11.
Beim Zurücklegen des Negativs bildet sich eine Wölbung 12 aus, die nunmehr an den abgeschnittenen Ecken ein Einführen der Papiere an den Leitschienen derart 3rmöglicht, dass das oben liegende Papier (die Folie) in der Führungsrille 7 gefasst wird, während das Negativ von den Leitelementen abgehoben und getrennt durch den Entwickler geführt wird. Da die einmal vorgegebene Krümmung während des ganzen Durchlaufes über die Fläche der Papiere hinweg erhalten bleibt, wird diesen eine genügende Steifigkeit verliehen, die ein sonst mögliches Zusammenfallen oder -knicken in der Längsrichtung während des Durchlaufs unterbindet.
Der freie Raum zwischen den Leitschienen beträgt aus diesem Grunde etwa 1 bis 5 cm weniger als das zur Verarbeitung vorgesehene Negativ breit ist, und entspricht etwa der Länge der nach dem Abschneiden der Ecken des Negativs verbleibenden Klebekante. Die Papiere werden durch den Entwickler hindurch an die Walzen geführt und erreichen diese in dem durch das Verkleben vorgegebenen Zustand. Bei sachgemässer Anordnung der Leitschienen werden die Papiere auch gerade erfasst und verzerrungsfrei von den Walzen durchgezogen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Herstellung von Reproduktionen nach dem Silbersalz-Diffusionsverfahren, in der die mittels Leitelementen getrennt in das Entwicklerbad eingeführten Schichtträger auf einer gebogenen Bahn einem oberhalb des Flüssigkeitsspiegels angeordneten Quetschwalzenpaar zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Leitelemente aus zwei Leitschienen besteht, die zu beiden Seiten des Einführungsschlitzes angeordnet sind. UNTERANSPRüCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das mittlere Leitelement aus Leitschienen besteht. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitschienen aus dem Einführungsschlitz herausragen. 3.Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Leitelemente als Leitschienen ausgebildet sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| DEA30183A DE1091432B (de) | 1958-08-28 | 1958-08-28 | Entwicklungsgeraet fuer das Silbersalz-Diffusionsverfahren |
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| CH370314A true CH370314A (de) | 1963-06-30 |
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Also Published As
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