CH370254A - Verfahren zum Wiegen von fliessfähigem Schüttgut auf selbsttätigen Waagen und Wiegeeinrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Wiegen von fliessfähigem Schüttgut auf selbsttätigen Waagen und Wiegeeinrichtung zur Durchführung des Verfahrens

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CH370254A
CH370254A CH6692158A CH6692158A CH370254A CH 370254 A CH370254 A CH 370254A CH 6692158 A CH6692158 A CH 6692158A CH 6692158 A CH6692158 A CH 6692158A CH 370254 A CH370254 A CH 370254A
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CH
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weighing
bulk material
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CH6692158A
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Inventor
Stambera Adolf
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Hesser Ag Maschf
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G21/00Details of weighing apparatus

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Weight Measurement For Supplying Or Discharging Of Specified Amounts Of Material (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zum Wiegen von fliessfähigem Schüttgut auf selbsttätigen Waagen und Wiegeeinrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Wiegen von fliessfähigem Schüttgut, wie Reis, Zucker, Salz und dergleichen, auf selbsttätigen Waagen sowie eine Wiegeeinrichtung zur Durchführung des Verfahrens.



   Bei den bisher bekannten Wiegeverfahren und Wiegeeinrichtungen wird entweder eine bestimmte, knapp unter dem Sollgewicht liegende Menge in die Waagschale vordosiert und dann das   Sollgewicht    durch Zuleitung eines durch den Waagebalken gesteuerten feinen Schüttgutstroms ausgewogen, oder es wird die Waagschale zunächst durch einen starken Schüttgutstrom vorgefüllt und dieser dann in der letzten Phase der Wiegung gedrosselt, bis das Sollgewicht erreicht ist. Die Steuerung erfolgt in Abhängigkeit von der Stellung des Waagebalkens entweder mechanisch, elektromechanisch oder pneumatisch.



   Bei diesen Wiegeverfahren lässt es sich jedoch nicht vermeiden, dass nach dem Abstellen der Schüttgutzufuhr eine gewisse Schüttgutmenge, die sich im Augenblick des Abschaltens zwischen dem Auslauf des   Fördermitteis    und der Waagschale befindet, noch zusätzlich in die Waagschale fällt.



   Um diese zusätzliche Menge bei der Wiegung zu berücksichtigen, ist man dazu übergegangen, die Schüttgutzufuhr mittels eines sogenannten Nach stromreglers schon vor Erreichen der Gleichgewichtslage abzustellen, wobei die Einstellung so erfolgt, dass das zunächst entstehende   Fehigewicht    praktisch durch die Menge des nachströmenden Schüttgutes ausgeglichen wird.



   Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass auch derartige Verfahren nicht immer ausreichend genaue Abfüllgewichte sicherstellen, da der Nachstromregler einerseits auf einen bestimmten Wert eingestellt werden muss, anderseits aber das Gewicht der nachströmenden Schüttgutmenge beispielsweise infolge von Schwankungen im spezifischen Gewicht des Füllgutes oder infolge von Unregelmässigkeiten in der   Schüttgutzufuhr    sich laufend ändern kann. Dies gilt besonders auch für umlaufende Waagen, bei denen die Stärke des Füllgutstroms nicht unwesentlich durch die mit der Umlaufgeschwindigkeit steigenden Zentrifugalkräfte beeinflusst wird.



   Die Erfindung bezweckt, die bisherigen Nachteile zu beseitigen und ein Wiegeverfahren sowie eine Wiegeeinrichtung zu entwickeln, die ohne eine Nachfüllung auskommen und damit die Ursachen für die genannten Fehlerquellen von vornherein   vermeiden.   



   Zu diesem Zweck besteht das Verfahren gemäss der Erfindung darin, dass die Waagschale zunächst mit einer das Sollgewicht überschreitenden Schüttgut menge gefüllt und d'ann das überschüssige Füllgut wieder aus der Waagschale abgelassen wird, wobei der Ablassvorgang in Abhängigkeit von der Bewegung des Waagebalkens gesteuert wird.



   Bei dem erfindungsgemässen Verfahren tritt also in keiner Phase ein Nachströmen auf. Im Falle einer Ablassöffnung der Waagschale ist es ohne Schwierigkeiten möglich, das Absperrorgan unmittelbar an der Öffnung anzuordnen.



   Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform einer Wiegeeinrichtung zur Durchführung des genannten Verfahrens kennzeichnet sich erfindungsgemäss dadurch, dass die Waagschale eine Ablass öffnung aufweist, welche bei Erreichen der Gleichgewichtslage des Waagebalkens mechanisch oder elektromagnetisch mittels eines Schiebers geschlossen wird.



   Ein beispielsweises Verfahren und eine bevor  zugute    Ausführungsform einer Wiegeeinrichtung zur   Durchführung desselben werden nachstehend anhand der schematischen Zeichnung erläutert.



   Es zeigt
Fig. 1 eine Wiegeeinheit einer Einrichtung mit umlaufenden Waagen,
Fig. 2 die Waagschale der Wiegeeinheit gemäss Fig. 1 im grösseren Massstab und
Fig. 3 eine Vorderansicht der Waagschale gemäss Fig. 2.



   Die in Fig. 1 dargestellte Wiegeeinheit besteht im wesentlichen aus einem Zulaufrohr 1, das an einen Verteiler 2 angeschlossen ist und über der Waagschale 9 durch zwei elektromagnetisch betätigte Absperrschieber 3 abgeschlossen werden kann, einer Waage 4 an sich bekannter Art, die an einem Träger 5 aufgehängt ist, und einem Abflussrohr 6, das mit einer Rückfördereinrichtung 8 in Verbindung steht, die beispielsweise durch eine Förderschnecke 7 gebildet wird. Anstelle der Förderschnecke kann nach Wunsch auch ein Förderband oder ein Elevator zur Anwendung kommen.



   Beim vorliegenden Beispiel ist eine Laufgewichtswaage mit einer Waagschale 9, einem Waagebalken 10 und einem Laufgewicht 11 verwendet. Die Waagschale 9 hat   zwei    Bodenklappen 12, die in an sich bekannter Weise über ein Gestänge 13 mittels eines Elektromagneten 14 geöffnet werden können. Die Waagschale 9 weist ausserdem eine Ausbuchtung 15 auf, an deren Unterseite eine Ablassöffnung 16 angebracht ist, die mittels eines Absperrschiebers 17 verschlossen werden kann. Die Betätigung des Absperrschiebers 17 geschieht mittels eines an der Waagschale 9 befestigten Elektromagneten 18, der in Abhängigkeit von der Stellung des Waagebalkens 10 gesteuert wird.



   Unterhalb der Ablassöffnung 16 befindet sich der Einlass des Abflussrohrs 6, welches das aus der Ablassöffnung 16 austretende überflüssige Schüttgut zu der Rückfördereinrichtung 8 bringt, die es dann weiter in den Verteiler 2 fördert. Die Rückfördereinrichtung 8 ist beim vorliegenden Beispiel in einer drehbaren Säule 19 eingebaut, die den zentralen Träger für eine grössere Anzahl der beschriebenen umlaufenden Wiegeeinheiten bildet.



   Die Arbeitsweise der Wiegeeinheit ist folgende:
Zunächst wird die Waagschale 9 über das Zulaufrohr 1 mit einer über dem Sollgewicht liegenden Schüttgutmenge gefüllt. Dieser Vorgang kann beispielsweise mittels einer volumetrischen oder durch eine Zeit-Weg-Dosierung über elektrische oder mechanische Dosiereinrichtungen erfolgen. Diese als Zeit-Weg-Dosierung bezeichnete Art der Schüttgutabmessung kann beispielsweise durch Rüttelrinnen oder Förderbänder erfolgen. Es handelt sich dabei um eine Dosierung, bei der ein konstanter Schüttgutstrom während einer gewissen, vorgewählten Zeitspanne fliesst.



   Es kann auch eine Steuerung der Absperrschieber 3 vom Waagebalken 10 aus vorgesehen werden, der zu diesem Zweck z. B. mit Steuerkontakten versehen ist, die im Stromkreis des die Absperrschieber 3 betätigenden Elektromagneten 20 liegen.



   Gleichzeitig mit dem Abschluss der Füllung der Waagschale wird der Absperrschieber 17 der Ablass öffnung 16 geöffnet, so dass aus dieser das Füllgut in feinem Strom abfliessen kann. Sobald die Waage das Gleichgewicht erreicht hat, öffnen sich nicht dargestellte, vom Waagebalken beeinflusste Steuerkontakte des Elektromagneten 18, und die Ablassöffnung 16 wird wieder verschlossen. Die Entleerung der abgewogenen Menge aus der Waagschale erfolgt nun in der üblichen Weise.



   Die Erfindung ist nicht auf das vorliegende Ausführungsbeispiel beschränkt. Es können ebenso auch andere gebräuchliche Waagen für das beschriebene Wiegeverfahren verwendet werden. Die Betätigung des Absperrschiebers 17 an der Ablassöffnung 16 muss auch nicht unbedingt von einem an der Waagschale selbst befestigten Elektromagneten erfolgen, sondern kann genau so von aussen her über eine fest an der Wiegeeinrichtung angebrachte mechanische oder elektromechanische Vorrichtung erfolgen, die im Augenblick des Gleichgewichts der Waage wirksam wird und die Ablassöffnung schliesst. Ebenso kann auch die Art der Rückförderung des überschüssigen Schüttgutes in jeder anderen Weise erfolgen und damit den jeweils gegebenen Verhältnissen angepasst werden.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zum Wiegen von fliessfähigem Schüttgut auf selbsttätigen Waagen, dadurch gekennzeichnet, dass die Waagschale (9) zunächst mit einer das Sollgewicht überschreitenden Schüttgutmenge gefüllt und dann das überschüssige Füllgut wieder aus der Waagschale (9) abgelassen wird, wobei der Ablassvorgang in Abhängigkeit von der Bewegung des Waagebalkens (10) gesteuert wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschluss des Ablassvorganges durch den Waagebalken (10) unmittelbar gesteuert wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die der Waagschale (9) zugeführte Schüttgutmenge volumetrisch abgemessen wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die der Waagschale (9) zugeführte Schüttgutmenge durch Zeit-Weg-Dosierung abgemessen wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessung der der Waagschale zugeführten Schüttgutmenge durch die Waage (4) selbst erfolgt.
    PATENTANSPRUCH II Wiegeeinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Waagschale (9) eine Ablassöffnung (16) auf weist, welche bei Erreichen der Gleichgewichtslage des Waagebalkens (10) mittels eines Schiebers (17) geschlossen wird.
    UNTERANSPRÜCHE 5. Wiegeeinrichtung nach Patentanspruch II, da- durch gekennzeichnet, dass die Schliessbewegung des Schiebers (17) mechanisch gesteuert wird.
    6. Wiegeeinrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Schliessbewegung des Schiebers (17) elektromagnetisch gesteuert wird.
    7. Wiegeeinrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 5 und 6, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (8) mit einer Schnecke (7), welche das aus der Ablassöffnung (16) ausströmende Schüttgut zur Zuführeinrichtung (1) der Waage (4) zurückfördert.
    8. Wiegeeinrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 5 bis 7, dadUrch gekennzeichnet, dass die Rückfördereinrichtung (8) ein Förderband enthält.
    9. Wiegeeinrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Waagen (4) um eine gemeinsame Säule (19) umlaufend angeordnet und in dieser Säule die Verteilereinrichtung (2) sowie die Rückfördereinrichtung (8) für alle Waagen (4) eingebaut sind.
CH6692158A 1957-12-31 1958-12-04 Verfahren zum Wiegen von fliessfähigem Schüttgut auf selbsttätigen Waagen und Wiegeeinrichtung zur Durchführung des Verfahrens CH370254A (de)

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