CH369591A - Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung einer mikroporösen Kunststoffbahn - Google Patents
Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung einer mikroporösen KunststoffbahnInfo
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Description
Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung einer mikroporösen Kunststoffbahn Zur kontinuierlichen Herstellung von mikroporösen Kunststoffbahnen durch Sinterung einer Kunststoffpulverschicht sind Vorrichtungen bekannt, bei welchen das Kunststoffpulver auf eine kontinuierlich bewegte Unterlage aufgebracht und mittels dieser Unterlage durch eine Erhitzungszone geführt wird. Die kontinuierlich bewegte Unterlage kann dabei nach Art eines endlosen Förderbandes ausgebildet sein oder die Form einer um eine horizontale Achse drehbaren Trommel haben, die in ihrem Scheitelbereich mit dem Kunststoffpulver beschichtet wird und die aufgebrachte Schicht im Verlauf ihrer Drehung durch die Erhitzungszone führt, wo die Sinterung erfolgt. Die Trommelausführung hat den Vorteil geringen Platzbedarfes und einfachen Aufbaues, besonders wenn nach einem ebenfalls bekannten Vorschlag (österr. Patent Nr. 187302) die Trommel als ein speichenloser Mantelring ausgebildet wird, der von Trag- oder Leitrollen geführt wird, so dass das Innere der Trommel für die Unterbringung der Heizvorrichtungen frei verfügbar ist. Bei der bekannten Ausführung solcher Trommeleinrichtungen wird der Mantelring von in einem Maschinensockel gelagerten Rollen abgestützt, die von aussen her an der Unterseite des Ringes anliegen. Die Beschickungseinrichtung für die Trommel, z. B. ein Aufgabetrichter, befindet sich etwa diametral gegenüber im Scheitelbereich der Trommel. Dieser Aufbau führt nun bei der praktischen Anwendung insofern zu Schwierigkeiten, als der beheizte Mantelring zumindest bei der Inbetriebnahme erheblichen Temperaturänderungen unterliegt und daher Wärmedehnungen erfährt. Diese Wärmedehnungen wirken sich durch eine Vergrösserung des Ringdurchmessers aus, die erhebliche Ausmasse annehmen kann. Der Pulverauftrag muss nun aber zur Erzielung einer gleichmässigen Schichtdicke sehr gleichmässig erfolgen, wozu speziell geformte Aufgabetrichter, Abstreichkanten bzw. Abstreifwalzen angewendet werden, deren Abstand von der bewegten Unterlage genau eingeregelt werden muss. Eine solche genaue Einregelung ist aber dann erschwert, wenn die Unterlage selbst, wie bei der geschilderten bekannten Trommelausführung, infolge Wärmedehnungen eine Relativbewegung zur Aufgabeeinrichtung ausführt, so dass sich der Spalt zwischen Aufgabeeinrichtung und Unterlage willkürlich ändert. Die vorliegende Erfindung befasst sich nun mit der Aufgabe, die schädlichen Auswirkungen von Wärmedehnungen der gesamten Trommel bzw. des Mantelringes bei Einrichtungen der eingangs geschilderten Art auszuschalten. Zu diesem Zwecke wird erfindungsgemäss der speichenlose Mantelring an zumindest einer im Scheitelbereich des Ringes an der Ringinnenseite anliegenden Tragrolle aufgehängt, also nicht mehr von der Unterseite des Ringes her abgestützt. Dies bietet den wesentlichen Vorteil, dass sich der Ringdurchmesser bei Temperaturänderungen erheblich ändern kann, ohne dass dadurch eine Abstandsänderung zwischen Unterlage und Aufgabestelle des Pulvers bzw. Abstreicheinrichtungen erfolgt. Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die gesamte Trommelanordnung sehr wärmewirtschaftlich ausgebildet werden kann, indem z. Bss der aufgehängte Ring von einem die Heizeinrichtungen enthaltenden, wärmeisoilerenden Gehäuse umschlossen wird, das nur einen zwischen der Auftrags stelle der Pulverschicht und der Abnah mestelle der gesinterten Kunststoffbahn liegenden Ringsektor freilässt und bis auf Ein- und Auslass öffnungen für den Ring und gegebenenfalls Zufüh rungsöffnungen für Schichtmaterial allseitig geschlos sen ist. Die mit der erfindungsgemässen Vorrichtung hergestellte Pulverschicht kann in einfacher Weise auch mit Unterlags- und Deckschichten aus Papier, Glaswolleschleier oder dergleichen versehen werden, die im Zuge des Sintervorgangs mit der Pulverschicht zu einem Verbundkörper vereinigt werden, Die hängende Anordnung des Mantelringes bietet den weiteren Vorteil, dass die Unterseite des Ringes frei bleibt und daher der grösste Teil des Ringumfanges für den Sintervorgang ausgenützt werden kann. In vielen Fällen haftet die angesinterte Pulverschicht hinreichend gut am Trommelumfang, so dass sie sich nicht infolge der Eigenschwere an der Unterseite der Trommel von dieser ablöst. Um auch in anderen Fällen eine solche Schichtablösung zu vermeiden, kann bei der Vorrichtung nach der Erfindung im unteren Bereich der Trommel eine mit dem Mantelring mitbewegte, tragfähige Bahn angeordnet werden, die zwischen Walzen an der Zulauf- und an der Ablaufstelle aufgehängt ist und die Sinterschicht am Mantelring festhält. Diese tragfähige Bahn kann entweder durch eine Deckschicht der bereits erwähnten Art gebildet werden, die mit der Pulverschicht zu einem Verbundkörper vereinigt wird, oder aber durch ein endloses Band, das nur die erwähnte Stützfunktion ausübt und von der Ablaufstelle wieder zur Zulaufstelle zurückgeführt wird. Die Erfindung soll nun an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel genauer erläutert werden. Auf der Zeichnung ist ein speichenloser, zylindrischer Mantelring 1 erkennbar, der zur Vereinfachung der Darstellung im Vergleich mit den übrigen Teilen der Vorrichtung mit stark verkleinertem Durchmesser gezeichnet ist. Dieser Mantelring, der beispielsweise innen einen Zahnkranz 2 aufweist, wird von einer in seinem Scheitelbereich an der Innenseite anliegenden Tragrolle 3 mit einem Zahnrad 4 abgestützt. Die Rolle 3 wird z. B. von einem Riementrieb 5 angetrieben und treibt ihrerseits über das Zahnrad 4 und den Zahnkranz 2 die Trommel 1 im Sinne des eingezeichneten Pfeiles an. Innerhalb oder ausserhalb der Trommel können erforderlichenfalls noch weitere Stützrollen vorgesehen sein, um eine Schwenkbewegung der Trommel zu verhindern. Über dem Scheitel der Trommel befindet sich ein Aufgabetrichter 6 für Kunststoffpulver, dessen Wände mit einem Kühlmantel 7 versehen sind, um eine Zusammenballung des Pulvers im Aufgabetrichter zu verhindern. Die Vorderwand des Trichters kann unmittelbar als Abstreichkante ausgebildet sein. Günstiger ist es, nach einem anderweitigen Vorschlag hinter dem Trichter eine zweckmässig ebenfalls wassergekühlte Walze 8 anzuordnen, die mit etwas geringerer Umfangsgeschwindigkeit umläuft als der Ring und dadurch die aufgetragene Pulverschicht glattstreicht. Der Pulverauftrag kann unmittelbar auf den Trommelmantel erfolgen, der dann zur Erleichterung der Ablösung der Sinterschicht mit einem Trennmittel, z. B. Talkum, präpariert wird. Es ist aber auch möglich, den Trommelumfang zunächst mit einer Unterlagsschicht 9, z. B. aus Papier oder Glaswolleschleier, zu bedecken, die von einer Vorratsspule 10 über eine Umlenkrolle 11 der Trommel zugeführt wird. Ausser dieser Unterlagsschicht wird bei der in der Zeichnung dargestellten Vorrichtung auch noch eine Deckschicht 12 angewendet, die z. B. ebenfalls aus Papier oder Glaswolleschleier besteht und von einer Vorratsspule 13 über eine Umlenkwalze 14 zugeführt wird. Die Umlenkwalze 14 verhindert zugleich eine unzulässige Schwenkbewegung des Mantelringes. Die gesinterte Pulverschicht 15 samt den beiderseits anliegenden und mit ihr zu einem Verbundkörper vereinigten Schichten 9, 12 wird über ein Walzenpaar 16, 17 von der Trommel abgenommen. Dieses Walzenpaar kann zugleich zur Profilierung der noch verformbaren Schicht verwendet werden. Es ist ersichtlich, dass die zwischen den Walzen 14 und 17 hängende Schicht 12 die Pulverschicht 15 fest gegen den Mantelring 1 hält und dadurch eine vorzeitige Ablösung von diesem Ring verhindert. Zur Erhöhung der Wärmewirtschafilichkeit ist der gesamte Ring von einem Gehäuse 18 umgeben, das die Heizeinrichtungen, z. B. eine Strahlungsheizung 19 im ersten Teil der Sinterzone und Widerstandsheizungen 20 für die Allgemeinheizung enthält. Dieses Gehäuse ist bis auf die Eintrittsöffnung 21 bzw. die Austrittsöffnung 22 für den Mantelring 1 und die Einlassöffnung 23 für die Deckschicht 12 allseitig geschlossen und mit wärmeisolierenden Wandungen versehen. Im Bereich der Trag- und Antriebsrolle 3 weist das Gehäuse eine Ausnehmung 24 auf, so dass die Antriebsorgane für Justierung und Reparatur frei zugänglich sind. Die Erfindung lässt natürlich verschiedene Abwandlungen zu. So kann die Unterlagsschicht 9 und/ oder die Deckschicht 12 entfallen bzw. kann an Stelle der Deckschicht 12, wie schon erwähnt, ein endloses Band verwendet werden, das hinter der Walze 17 von der Pulverschicht 15 gelöst und wieder der Walze 14 zugeführt wird. An Stelle einer einzigen Tragwalze 3 können auch mehrere, nahe nebeneinander angeordnete Tragwalzen vorgesehen werden. Auch bezüglich der Ausbildung der Heizkörper sind im Rahmen der Erfindung zahlreiche Anderungen möglich. Mit der erfindungsgemässen Vorrichtung lassen sich alle sinterungsfähigen Kunststoffpulver, wie Pulver aus Polyvinylverbindungen, z. B. Polyvinylchlorid oder -acetat, Polyvinylcarbazol und Polystyrol, ferner Polyverbindungen der Acrylsäure oder Methacrylsäure, Methacrylsäureester und sonstige Polymerisate, Polymerisatgemische oder Mischpolymerisate solcher oder ähnlicher Verbindungen verarbeiten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung einer mikroporösen Kunststoffbahn durch Sinterung einer Kunststoffpulverschicht, bei welcher das Kunststoff pulver im Scheitelbereich einer um eine horizontale Achse drehbaren, beheizten Trommel aufgetragen wird, die als speichenloser, zylindrischer Mantelring ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelring an zumindest einer im Scheitelbereich des Ringes an der Ringinnenseite anliegenden Tragrolle aufgehängt ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der aufgehängte Mantelring von einem die Heizeinrichtungen enthaltenden wärmesiolierenden Gehäuse umschlossen ist, das nur einen zwischen Auftragstelle der Pulverschicht und Abnahmestelle der gesinterten Kunststoffbahn liegenden Ringsektor freilässt und Ein- und Austrittsöffnungen für den Ring aufweist.2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse im Bereich der Tragwalze eine die Antriebsorgane der Walze freilegende Ausnehmung aufweist.3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Auftragsstelle des Pulvers eine Vorratsspule für eine Unterlage angeordnet ist, von der aus der Aussenmantel des Mantelringes mit einer beim Sintervorgang mit der Pulverschicht zu einem Verbundkörper zu vereinigenden Unterlagsschicht versehen wird.4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass hinter der Auftrags stelle des Pulvers eine Vorratsspule für eine Decklage angeordnet ist, von der aus die Aussenfläche der Pulverschicht mit einer beim Sintervorgang mit der Pulverschicht zu einem Verbundkörper zu vereinigenden Deckschicht versehen wird.5. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im unteren Bereich der Trommel aussen an der Pulverschicht eine mit dem Mantelring mitbewegte, tragfähige Bahn anliegt, die zwischen Walzen an der Zulauf-und an der Ablaufstelle aufgehängt ist und die Sinterschicht am Mantelring festhält.6. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die tragfähige Bahn ein endloses Band ist.
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Also Published As
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