CH369322A - Bowdenzug - Google Patents
BowdenzugInfo
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Description
Bowdenzug Die Erfindung befasst sich mit einem Bowdenzug, der eine biegsame äussere Hülse und ein durch diese verschiebbares, biegsames, inneres Kabel besitzt. Solche Züge werden für viele Zwecke benutzt, ein schliesslich Bremsen oder andere Kontrollorgane an Fahrrädern und Motorfahrzeugen, um nur zwei Bei spiele zu nennen.
Bei einem solchen Bowdenzug ist es üblich, dass die Enden der Hülse bzw. des Schlauches an festste henden Teilen befestigt werden, während die Enden des inneren Kabels an beweglichen Teilen befestigt sind:; in bestimmten Fällen kann das Innenkabel an einem feststehenden Teil befestigt sein und das Ende des Schlauches an einem beweglichen Teil, und zwar an einem oder beiden Enden des Schlauches, wie es eben den jeweiligen Anforderungen entspricht.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Bowden zug mit einem biegsamen äusseren Schlauch und einem durch diesen Schlauch hindurchgeführten und aus seinen Enden heraushängenden Innenkabel, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens an einem Ende des Schlauches ein Abschlussstück vorgesehen ist, das aus einem durchbohrten Körper und einem Dichtungs glied besteht, das so in die Bohrung eingepasst ist, dass es den Schlauch umgibt und federnd gegen das In nenkabel drückt und so an letzterem dichtend an liegt.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfin dung besteht das Dichtungsglied aus einem Muffen teil, welcher die Muffe umgibt und abdichtet, und einem vorstehenden Lippenteil kleineren Durchmes sers, welcher das Innenkabel hinter dem Schlauch- ende -umfasst.
Das Innenkabel, welches aus verdrillten Metall drähten bestehen kann, ist nach einer anderen Aus führungsform der Erfindung vorzugsweise mit einem synthetischen Plastiküberzug versehen., welcher. das Metall schützt und dem Innenkabel eine glatte äussere Oberfläche gibt, die leicht durch den Schlauch und die Lippe des Dichtungsgliedes gleitet, während gleichzeitig eine gut abdichtende Verbindung mit dem Letztgenannten gewonnen wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an hand der Zeichnung erläutert, deren einzige Figur einen Querschnitt durch ein Abschlussstück zeigt, das an einem Ende eines Bowdenzuges der beschriebenen Art vorgesehen ist und zur Verbindung des Schlauch endes mit einem Bügel oder einem anderen festen Punkt dient.
Das Steuerkabel; das in seiner Gesamtheit mit 1 bezeichnet ist, besteht aus einem biegsamen äusseren Schlauch 2, der - wie gezeigt wird - als eine dichte Stahlrunddrahtspirale 3 ausgebildet ist, obgleich man auch Draht oder Metallstreifen mit nicht kreisförmi gem Querschnitt verwenden kann. Der Draht 3 ist mit einer Schicht oder einem Überzug 4 überdeckt, welcher aus geeignetem plastischem Material beste hen kann, wobei Nylon bevorzugt zur Anwendung kommt. Diese Plastikhülle kann auf den vorher ge wickelten Draht 3 gepresst oder auch darauf an gebracht werden, bevor der Draht seinerseits gewik- kelt wird, wie das bekannt ist.
Die letztgenannte Herstellungsweise bietet den Vorteil, d:ass das plastische Material den Draht 3 gegen Rost oder Korrosion sowohl innerhalb als auch ausserhalb des Schlauches schützt.
Gleitend durch den Schlauch 2 erstreckt sich ein biegsames Innenkabel 5, welches aus verdrillten Stahl drähten bestehen kann, und welches mit einer Hülle 6 bedeckt ist. Diese Hülle besteht aus geeignetem Pla stikmaterial, wobei Nylon bevorzugt zur Anwendung gelangt.. Die Hülle kann auf dem Kabel 5 dadurch aufgebracht werden, dass sie auf das Stahlseil gepresst wird, oder sie kann als Schlauch ausgebildet sein, von welchem ein Stück über das Kabel gezogen und mit letzterem unter Anwendung von Wärme und Druck oder auf andere Weise verbunden wird.
Die Hülle 6 dient für eine ganze Anzahl wichtiger Zwecke. Abgesehen von dem Schutz gegen Rost, be deckt sie die gedrehten Stahldrahtseile und gibt ihnen eine glatte Oberfläche, so dass sie leicht durch die Hülse 1 und- das noch zu, beschreibende Abschluss- stück unter geringer Reibung und ohne Anwendung eines Schmiermittels gleiten.
Sie ermöglicht auch ein gutes Zusammenwirken mit den in dem Abschluss- fitting vorgesehenen Dichtungsgliedern und setzt die durch das Gefrieren von Wasser innerhalb der Hülse 2 und den Eintritt von Schmutz in letztere verursach ten Schwierigkeiten auf ein Mindestmass herab.
Das Abschlussstück besteht aus einem Körper 7, der vorzugsweise aus Metall hergestellt ist, obwohl auch anderes Material verwendet werden könnte. In der gezeigten Vorrichtung ist der Körper 7 in ein Loch in einem Bügel 8 eingepasst und kann mit die sem durch Schweissen oder auf andere Weise verbun den sein. Der Bügel 8 ist mittels eines Bolzens oder auf andere Weise an einem feststehenden Glied 9 befestigt, welches ein Teil des Fahrgestelles eines Motorfahrzeuges sein kann, wenn das Kabel als Bremsseil verwendet wird.
Der Körper 7 ist mit einer Bohrung 10 versehen, die an einem Ende eine Öffnung 11 mit einem redu zierten Durchmesser aufweist. Die Öffnung 11 wird durch den Flansch 12 des Teiles 7 ,gebildet.
In der Bohrung 10 ist ein Dichtungsglied 13 ein gepasst. Zu diesem gehört ein zylindrischer Muffen teil 14, der dicht zwischen den Kabelschlauch 2 und den Körper 7 geklemmt ist. Das Dichtungsglied setzt sich einstückig in eine vorspringende Lippe 15 fort, deren Innen- und Aussendurchmesser kleiner ist als der Muffenteil 14, mit welchem sie über den Teil 16 verbunden ist. Dieser Teil ist zwischen dem Ende des Schlauches 2 und dem Flansch 12 des Körpers 7 ein gefügt.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist die Lippe 15 sowohl aussen als auch innen kegelig, wobei der äussere Kegel grösser ist als der innere, so dass die Lippe 15 in ihrer Dicke gegen die Spitze hin, wo sie die Hülse 6 des Kabels 5 umfasst, abnimmt. Der Flansch 12 des Körpers ragt über die Lippe hinaus und schützt sie, greift aber nur an ihrem inneren Ende an. Die Lippe 15 legt sich dichtend an die Hülse 6 des Innenkabels 5 an, das bei Betätigung glei tend an ihr geführt wird.
Das Dichtungsglied 13 ist ganz aus elastischem synthetischem Kunststoffmaterial hergestellt, und man verwendet hierfür vorzugsweise Nylon. Die Elastizi tät eines solchen Materials stellt sicher, dass die Lippe 15 gegen die Hülle 6 des Innenkabels 5 drückt, und verhindert sehr weitgehend, dass Schmutz oder Feuch tigkeit in den Schlauch 2 eindringen oder durch die Bewegung des Innenkabels eingeschleppt werden.
Ein ähnliches Abschlussfitting kann am anderen Kabelende angebracht werden. Obgleich Nylon als bevorzugtes Material für die Hüllen 4 und 6 des Schlauches 2 und des Innenkabels 5 wie auch des Dichtungsgliedes 13 bezeichnet wurde, kann für einzelne oder alle genannten Teile auch an deres passendes synthetisches Kunststoffmaterial ver wendet werden. Unter diesen Stoffen befindet sich jeder, der aus Polytetrafluoräthylen abgeleitet wird und unter dem Namen Fluon (eingetragene Marke) oder Teflon (eingetragene Marke) bekannt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Bowdenzug mit einem biegsamen äusseren Schlauch und einem durch diesen Schlauch gleitend hindurch geführten und aus seinen Enden heraushängenden Innenkabel, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens an einem Ende des Schlauches ein Abschlussstück vor gesehen ist, dass aus einem durchbohrten Körper (7) und einem Dichtungsglied (13) besteht, das so in die Bohrung (10) eingepasst ist, dass es den Schlauch (2) umgibt, während es federnd gegen das Innenkabel (5, 6) drückt und so an letzterem dichtend anliegt. UNTERANSPRÜCHE 1.Bowdenzug nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Dichtungsglied (13) einen Muf- fenteil (14) aufweist, welcher den Schlauch (2) inner halb der Bohrung (l0) des Körpers (7) umgibt und festklemmt, sowie eine Lippe (15), deren Innendurch messer kleiner ist als der des Muffenteiles und die an dem Innenkabel (5, 6) hinter dem Ende des Schlau ches (2) federnd angreift. z. Bowdenzug nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lippe (15) von nach innen ragenden, am Ende der Bohrung (10) des Körpers (7) vorgesehenen Flanschen (12) umgeben ist. 3.Bowdenzug nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass sich die Lippe (15) dichtend an das an ihr vorbeigleitende Innenkabel (5, 6) anlegt. 4. Bowdenzug nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Lippe (15) des Dichtungsglie des (13) von einem Teil des Körpers (7) umgeben und geschützt ist. 5. Bowdenzug nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der genannte Teil des Körpers (7) durch eine nach innen gerichtete Flansche (12) gebil det ist, welche nur an dem inneren Ende der Lippe (15) angreift. 6. Bowdenzug nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Dichtungsglied (13) aus Nylon besteht. 7.Bowdenzug nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Schlauch (2) aus gewickeltem Metalldraht oder Metallstreifen (3) besteht, welche wenigstens auf ihrer äusseren Seite von einer Um hüllung aus einem biegsamen synthetischen Kunststoff umgeben ist. B. Bowdenzug nach Unteranspruch 7, dadurch ge kennzeichnet, dass der Schlauch (2) zusätzlich auf der Innenseite mit Kunststoff ausgefüttert ist. 9. Bowdenzug nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung (4) aus Nylon besteht.10. Bowdenzug nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Innenkabel (5) mit einer glat ten Umhüllung (6) aus biegsamem synthetischem Kunststoffmaterial versehen ist. 11. Bowdenzug nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenkabel (5) innerhalb der Umhüllung (6) aus verdrillten Metalldrähten besteht. 12. Bowdenzug nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung (6) des Innen kabels (5) aus Nylon besteht.
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