CH356567A - Behälter für geschmolzene Metalle - Google Patents

Behälter für geschmolzene Metalle

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CH356567A
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Lee Howard Frank
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Kaiser Aluminium Chem Corp
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    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/45Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements
    • C04B41/50Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements with inorganic materials
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description


  Behälter für geschmolzene Metalle    Die vorliegende Erfindung betrifft feuerfest aus  gekleidete Behälter für geschmolzene Metalle, ins  besondere für geschmolzenes Aluminium und Alu  miniumlegierungen, wobei ein Verlust an Metall durch  dessen Eindringen in die feuerfeste Auskleidung des  aufnehmenden Behälters, ein chemisches oder physi  kalisches Angreifen der feuerfesten Auskleidung  durch die Schmelze, eine Verunreinigung nachfolgen  der Schmelzen und Schwierigkeiten hinsichtlich des       Reinigens    der Behälterauskleidung behoben oder  wesentlich verringert werden.  



  Beim Giessen von Metallen wie Aluminium und  Aluminiumlegierungen, z. B. durch kontinuierliches  oder direktes     Kokillengiessen    oder durch andere  Giessverfahren, wird das Metall gewöhnlich in offenen  Herdöfen oder Flammöfen geschmolzen, welche mit  tels Öl, Gas, Kohlen oder Koks geheizt werden  können. Der offene Herdofen besteht gewöhnlich  aus einem Schmelzherd und einem Behandlungsherd,  welche mit passendem feuerfestem Material ausgeklei  det und in     Metallflussverbindung    miteinander sind.

   Die  Charge von Aluminium und eventuell gewünschten  Legierungsbestandteilen wird vorzugsweise zuerst  dem Schmelzherd zugegeben, wo sie geschmolzen  wird, und hernach wird das geschmolzene Metall in  den Behandlungsherd übergeleitet, wo es Reinigungs  behandlungen unterzogen wird und wo die Zusam  mensetzung und Temperatur der Schmelze abge  stimmt werden. Das behandelte geschmolzene Metall  kann dann mittels einer feuerfest ausgekleideten über  tragungsrinne vom Behandlungsherd in die Giessform  geleitet oder vom Ofen aus direkt in die Form ge  gossen werden, welche eine aus feuerfestem Material  hergestellte     Ablenkplatte    oder einen Metallverteiler  aufweisen kann.

   Das geschmolzene Metall kann aber  auch dem Behandlungsherd mittels einer erhitzten,  ebenfalls mit passendem feuerfestem Material aus-    gekleideten Giesskelle entnommen und letztere zur       Giessstelle    hingebracht werden, wo das     geschmolzene     Metall in eine passende Übertragungsrinne oder direkt  in eine Giessform gegossen wird. Obgleich der offene  Herdofen oder     Flammofen    üblicherweise zum Schmel  zen von Aluminium und Aluminiumlegierungen be  nützt wird, können auch Öfen anderer Art, z. B.  durch elektrischen Widerstand oder durch Induktions  wirkung erhitzte Öfen Verwendung finden; diese  sind wie der     Flammofen    mit passendem feuerfestem  Material ausgekleidet.  



  Der Ausdruck  kontinuierliches Giessen , wie er       obenstehend    gebraucht wurde, bezieht sich auf ein  Verfahren, bei welchem geschmolzenes Metall in eine  mit     offenem    Ende versehene     Giessform    gegossen  wird, welche beständig gekühlt wird, wobei der       Giessling    dann durch irgendein zweckmässiges Mittel  am gegenüberliegenden Ende kontinuierlich entfernt  wird, während gleichzeitig ein zugeführtes Kühlmittel  kontinuierlich mit dem entstehenden     Giessling    bei  seinem Austritt aus der Form in Berührung ge  bracht wird.

   Ein solches Giessverfahren kann völlig  kontinuierlich verlaufen (wobei der     Giessling    ohne  Unterbrechung des Giessvorganges auf die jeweilige  Länge zugeschnitten wird) oder bei halbkontinuier  lichem Giessen kann ein     Giessling    von gewünschter       Länge    hergestellt, der     Metallfluss    unterbrochen, der       Giessling    entfernt und dann die Giessoperation wieder  holt werden.  



  Die Behandlung von Metallen, wie Aluminium  und Aluminiumlegierungen in der oben beschriebenen  Weise hat bisher wegen der Berührung der Metall  schmelze mit dem feuerfesten Material viele Schwie  rigkeiten bereitet.     Geschmolzenes    Aluminium greift  nämlich die meisten feuerfesten Materialien an, und  zwar sowohl durch seine chemische als auch durch  physikalische Wirkung. Aluminium wirkt als ein      kräftiges Reduktionsmittel und ist fähig, Verbindun  gen wie     Siliziumdioxyd    und Eisenoxyd zu Silizium  bzw. Eisen zu reduzieren.

   Geschmolzenes Aluminium  kann ferner in die Poren von feuerfestem Material  (Ziegelstein, Mörtel, giessbare Materialien, aus Kunst  stoff hergestellte feuerfeste Materialien,     Stampf-          aemische        usw.)    unter gewissen Umständen zu einem  hohen Grad eindringen, was eine beträchtliche Ver  grösserung der     Oberfläche    zur Folge hat, welche der  chemischen Wirkung ausgesetzt ist.

   Bei     intermittie-          rend    erhitzten Öfen kann ein solches Eindringen Ver  anlassung zu Rissen oder Brüchen geben, wenn das  innerhalb der Poren     erstarrte    Metall wieder geschmol  zen wird, da der Ausdehnungskoeffizient des Metalls  bedeutend grösser als derjenige des feuerfesten Ma  terials ist.

   Der Angriff durch geschmolzenes Aluminium  und dessen Eindringen in feuerfeste Materialien bildet  auch, abgesehen von den sich daraus ergebenden  Nachteilen des Metallverlustes und der verringerten  Haltbarkeit des     feuerfesten    Materials, ein schwieriges  Problem hinsichtlich der Verunreinigung der Schmelze  durch Aufnahme von Elementen aus dem feuerfesten  Material und der     Verunreinigung    von nachfolgenden  Schmelzen anderer Zusammensetzung durch die aus  früheren Schmelzen herrührenden Metalleinschlüsse  innerhalb der Poren des feuerfesten Materials.  



  Ein weiteres beim Schmelzen von Aluminium und  dessen Legierungen auftretendes Problem stellt das  Reinigen des feuerfesten Materials dar, um letzteres  von Metall und Schaum oder Schlacke zu befreien.  Während des Gebrauchs der Behälter für geschmol  zene Metalle neigt das Metall und dessen Schaum  dazu, an den feuerfesten Wänden anzuhaften und  sich dort anzusammeln; der sich daraus bildende Be  lag wird allmählich ziemlich dicht und hart. Dieser  Belag wird gewöhnlich durch Abmeisseln periodisch  entfernt, wobei das feuerfeste Material beschädigt  werden kann.  



  Es wurde nun gefunden, dass der chemische und  physikalische Angriff des geschmolzenen Metalls, bei  spielsweise von Aluminium oder Aluminiumlegierun  gen, auf feuerfeste Materialien, Verluste an Metall  infolge von dessen Eindringen in die feuerfesten Ma  terialien, Verunreinigung der Schmelzen, und Schwie  rigkeiten beim Reinigen der feuerfesten Materialien  beseitigt oder wesentlich verringert werden können,  wenn mindestens der mit dem geschmolzenen Me  tall in     Berührung    kommende Teil des feuerfesten Ma  terials mit einem schützenden Überzug versehen  wird, welcher vorwiegend aus     Boroxyd    besteht. Ein  solcher Belag dient als eine ausgezeichnete Schutz  wehr gegen die Berührung des geschmolzenen Me  talls mit dem feuerfesten Material und gegen seinen  Angriff auf dieses.

   Solche Beläge haften ferner sehr  gut an der Oberfläche des feuerfesten Materials, so  dass     Belagverluste    durch Abblättern, Abschälen usw.  kaum auftreten. Zudem ist dieser Schutzbelag     billig     und kann leicht und einfach aufgetragen werden.  



  Hauptzweck der vorliegenden Erfindung ist die  Schaffung eines Behälters für geschmolzene Metalle,    bei welchem die hierbei bisher auftretenden Schwie  rigkeiten beseitigt oder wenigstens wesentlich herab  gesetzt werden.  



  Der erfindungsgemässe Behälter eignet sich beson  ders zum Handhaben von geschmolzenem Aluminium  oder Aluminiumlegierungen, bei welchem Metallver  luste durch Eindringen des Metalls in die feuerfestes  Material enthaltende Oberfläche und auch eine Ver  unreinigung des geschmolzenen Aluminiums behoben  oder wesentlich vermindert werden.  



  Obgleich es mehrere Verfahren zum Auftragen  der Überzüge gibt, besteht das bevorzugte Verfahren  doch darin, erst eine     Borsäurelösung    in einem passen  den flüssigen Träger; beispielsweise Wasser, zu bilden.  Der Ausdruck  Lösung  soll hier ungesättigte oder  gesättigte Lösungen bzw. Dispersionen von Borsäure  in dem Träger einschliessen. Die feuerfeste Ausklei  dung des Behälters oder mindestens der in Berührung  mit dem geschmolzenen Metall befindliche Teil des  selben wird dann mit einem Überzug dieser Lösung  versehen. Das Auftragen der Lösung kann auf ver  schiedene Weise erfolgen, z. B. durch Spritzen, Auf  streichen oder Auftupfen der Lösung auf die feuer  feste Oberfläche.  



  Nach dem Auftragen der     Borsäurelösung    auf die  feuerfeste Oberfläche wird der Belag getrocknet. Ob  gleich dieser auch bei Zimmertemperatur trocknen  kann, so hat sich doch herausgestellt, dass es für prak  tische Zwecke in Anbetracht der erforderlichen Zeit  vorzuziehen ist, den Belag erst bei Zimmertemperatur  etwas trocknen zu lassen und ihn dann während einer  bestimmten Zeit einer Temperatur von ungefähr 60  bis 160  C auszusetzen. Es sollte jedoch keine so hohe  Temperatur angewendet werden, dass sich die flüch  tigen Bestandteile des Belags so rasch verflüchtigen,  dass dadurch ein Teil der Borsäure von der Oberfläche  des feuerfesten Materials wieder entfernt wird.

   Nach  dem Trocknen des Belags wird dieser dann bei einer  Temperatur von 500 bis 1200  C, vorzugsweise bei  800 bis     1000     C gebrannt. Beim Erhitzen des Belags  auf Brenntemperatur kann die stündliche Temperatur  zunahme (Heizgeschwindigkeit) innerhalb sehr weiter  Grenzen liegen. Es wurden schon so geringe     Heiz-          geschwindigkeiten    wie 11   C pro Stunde und so hohe  wie 200  C pro Stunde und mehr angewendet. Für  praktische Zwecke sollte die Heizgeschwindigkeit  möglichst gross sein. Unter gewissen Umständen ist  jedoch eine niedrige Heizgeschwindigkeit erwünscht,  beispielsweise wenn ein Teil des feuerfesten Materials  als giessbares Material vorhanden ist und noch etwas  Wasser enthält, das entfernt werden muss.

   Das mit  dem Überzug versehene feuerfeste Material wird       zweckmässigerweise    so lange auf der gewählten     Brenn-          temperatur    gehalten, dass die Borsäure in     Boroxyd     umgewandelt und dieses zum Schmelzen bzw. Erwei  chen gebracht wird und genügend fliesst, um einen  zusammenhängenden Überzug von     Boroxydglasur    zu  bilden.  



  Selbstverständlich könnte die Brenntemperatur  des     Borsäureanstrichs    auch unter 500  C oder über      l200  C liegen, für praktische Zwecke ist jedoch der  weite Temperaturbereich auf 500 bis 1200  C be  schränkt.     Boroxyd    ist ein glasartiges Material und  schmilzt oder erweicht über einen sehr weiten Tempe  raturbereich. Würde als Brenntemperatur eine unter  500  C liegende Temperatur benutzt, so würde die  Viskosität so gross, dass die erforderliche Zeitspanne  zur Erzielung eines zufriedenstellenden kontinuier  lichen Belags beträchtlich verlängert würde. Falls an  derseits die verwendete Brenntemperatur über un  gefähr 1200  C läge, so träte leicht eine langsame  Verdampfung des     Boroxyds    ein.  



  Feuerfest ausgekleidete Behälter, die wie oben be  schrieben behandelt wurden, besitzen eine zusammen  hängende, fest anhaftende     Boroxydglasur,    die che  mische und physikalische Angriffe des in diesen Be  hältern enthaltenen, geschmolzenen Aluminiums bzw.  seiner Legierungen auf das feuerfeste Material, ferner  den Verlust an Metall durch dessen Eindringen in das  feuerfeste Material und die Verunreinigung entweder  verhindert oder beträchtlich vermindert. Diese Glasur  ermöglicht zudem eine leichte Entfernung des erstarr  ten Metalls, des Schaums oder der Schlacke von der  Auskleidung. Ferner besitzt ein solcher     Glasurüberzug     gutes Widerstandsvermögen gegen Abschälen, Ab  schuppen oder Abbröckeln während des Gebrauchs  des Behälters.  



  Die Dicke bzw. das Gewicht des     Boroxydbelags     kann ohne weiteres je nach     Bedarf    geändert werden.  Vorzugsweise wird ein     überzugsgewicht    (einmaliger  Auftrag des Belags) von annähernd 0,49 bis 1,95 kg  Borsäure pro Quadratmeter feuerfester Oberfläche  benutzt. Ein Verfahren zum Vergrössern der Dicke  des Schutzbelags besteht darin, das feuerfeste Material  mit einem ersten Belag von Borsäure zu versehen,  diesen zu trocknen und hernach den Vorgang noch  ein oder mehrere Male zu wiederholen, bis die ge  wünschte Dicke des     Borsäurebelags    aufgetragen ist.  Danach kann der Überzug gebrannt werden, um eine  verhältnismässig dicke     Boroxydglasur    am feuerfesten  Material zu erzeugen.

   In Fällen, wo eine relative  dünne Glasur erwünscht ist, kann dies durch blosses  Verändern der     Borsäurekonzentration    der ursprüng  lichen Lösung erzielt werden, welche wie schon er  wähnt, jedes passende Mengenverhältnis von Borsäure  und Trägermittel aufweisen kann. Wird eine Suspen  sion benutzt, so hat es sich zweckmässig erwiesen,  letztere periodisch umzurühren, damit stets eine gute  Verteilung des     dispergierten    Materials gewährleistet  ist.

   Unter gewissen Umständen, welche von Faktoren  wie beispielsweise der     Partikelgrösse    der Borsäure,  dem Prozentsatz des benutzten Trägermittels sowie  der     Aufbewahrungsdauer    der Suspension in einem Be  hälter abhängen, kann es weiterhin erwünscht sein,  eine kleine aber wirksame Menge eines üblichen       Dispergierungsmittels    z. B.      Betonft     oder     Methyl-          zellulose    hinzuzufügen, um die Dispersion zu stabili  sieren und dadurch das Ausscheiden der Partikel zu  verlangsamen. Die Menge des hinzuzufügenden Dis-         pergierungsmittels    kann, falls erwünscht, durch gerin  gen Aufwand an Versuchen herausgefunden werden.  



  Obgleich sich das oben     beschriebene    Ausfüh  rungsbeispiel auf die Verwendung von Borsäure als  Ausgangsmaterial bezieht, können selbstverständlich  auch andere Materialien benutzt werden, wobei als  Hauptbedingung gilt, dass der sich ergebende ge  brannte Überzug vorwiegend aus     Boroxyd    besteht.       Boroxyd    kann auch statt Borsäure als Ausgangsmate  rial benutzt werden. In diesem Fall ist es jedoch vor  zuziehen, einen geeigneten     nichtwässrigen    Träger,  wie beispielsweise normales     Butanol,    zu benutzen.  Auch Gemische von Borsäure und     Boroxyd    in einem  zweckmässigen Trägermittel können Verwendung fin  den.  



  Bei Verwendung einer     wässrigen    Lösung von Bor  säure kann der Anteil des verwendeten Trägers in  weiten Grenzen schwanken, um sich der besonderen  Anwendung anzupassen. Der Träger, z. B. Wasser,  kann angefangen von     kleinen    aber wirksamen Mengen  bis zu 70 Gewichtsprozent und darüber vorhanden  sein und die alleinige Einschränkung besteht darin,  dass die Lösung sich auf das     feuerfeste    Material leicht  und     annähernd    gleichmässig auftragen lassen muss.  Falls die verwendete Trägermenge zu gross ist, fällt  der sich ergebende Überzug notwendigerweise sehr  dünn aus und kann wiederholtes Auftragen erforder  lich machen.

   Ist anderseits die     Trägermenge    sehr ge  ring, so wird die     überzugslösung    mehr oder weniger       dickflüssig    und lässt sich schwer auf das feuerfeste  Material auftragen. Für praktische Zwecke hat sich  die Verwendung eines Trägeranteils von 40 bis 70  Gewichtsprozent als besonders geeignet     erwiesen.     



  Im Rahmen der Erfindung können mehrere Be  standteile der     Anstrichlösung    beigefügt werden, um das  Auftragen des nassen Belags auf das feuerfeste Ma  terial zu erleichtern und das Trocknen und Brennen  des Belags zu beschleunigen. Ein geringer Betrag  Bindemittel kann der Lösung beigefügt werden, um  das Zusammenhalten der     Borsäurepartikel    bzw. Bor  oxydpartikel während und nach dem Trocknen     beim     Vorbereiten für den     Brennvorgang    des Überzugs zu  fördern. Materialien, wie Gummiarabikum usw., kön  nen     zweckmässigerweise        in    kleinen Mengen als Binde  mittel benutzt werden.

   Um die Ausbreitung des Belags  und das Benetzen des feuerfesten Materials zu för  dern, können     zweckmässigerweise    geringe aber wirk  same Mengen von Stoffen, wie beispielsweise      Nonic     <B>218 </B>     (Polyoxyäthylenthioäther    des     Dodecyhnerkap-          tans)     Aerosol     0T     und andere, der Lösungsmischung  beigefügt werden. Die genannten Stoffe, welche das  Auftragen und Trocknen des nassen Überzugs erleich  tern, werden im allgemeinen beim Brennvorgang ver  flüchtigt und sind somit     im    fertig gebrannten Belag  nicht mehr vorhanden.  



  Obgleich die Hauptzwecke der Erfindung durch die  Schaffung eines     Glasurbelags    aus     Boroxyd    am feuer  festen Material erfüllt werden, kann man im Rahmen  der Erfindung gewisse Bestandteile dem Belag in ge  ringen Mengen beigeben, um der Glasur zusätzliche      Eigenschaften zu verleihen. Karbide können z. B. hin  zugefügt werden, um die     Abriebfestigkeit    des Belags  zu erhöhen. Verbindungen wie Aluminiumoxyd, kön  nen zur Regulierung der Viskosität der Glasur bei der  späteren Betriebstemperatur benutzt werden. Selbst  verständlich wird die Wahl der jeweiligen Verbin  dungen bzw.

   Materialien und der zugefügten Mengen       bis    zu einem gewissen Grad durch Faktoren, wie die  Art des jeweils verwendeten feuerfesten Materials, die  Dicke des gewünschten     Glasurüberzuges,    die Zusam  mensetzung des zu handhabenden geschmolzenen Me  talls, und die zu erwartende mechanische Abnutzung  der Glasur beim Gebrauch bestimmt.  



  Als feuerfeste Materialien können verwendet wer  den:  Feuerfeste Ziegel aus      Korundal     mit einer un  gefähren chemischen Zusammensetzung von 91      iö     Aluminiumoxyd, 8 %     Siliziumdioxyd    und 1 % Titan  oxyd, Eisenoxyd,     Kalziumoxyd,        Magnesiumoxyd    und  Alkalien sowie hochfeuerfeste Ziegel      Walsh        XX      mit einer ungefähren chemischen Zusammensetzung  von 24 bis 43 % Aluminiumoxyd, 52 bis 60 %     Sili-          ziumdioxyd,    2 bis 2,4 %     Titanoxyd    und 3 bis 6  Eisenoxyd,     Kalziumoxyd,

          Magnesiumoxyd    und     Al-          kalien.    Bei jedem Versuch blieb ein feuerfester Ziegel  ungeschützt, während ein zweiter Ziegel desselben  feuerfesten Materials mit einer erfindungsgemässen       Belagslösung    versehen wurde, welche aus ungefähr  35,4 Gewichtsprozent Borsäure und 64,6 Gewichts  prozent Wasser zusammen mit annähernd 0,01 Ge  wichtsprozent Netzmittel      Nonic   <B>218 </B> bestand. Der  Belag wurde auf die in Berührung mit der geschmol  zenen Aluminiumlegierung kommende Oberfläche  bzw.

   Oberflächen durch Anstreichen oder Aufspritzen  aufgetragen und die aufgetragenen Mengen beliefen  sich auf 0,88 bis<B>1,1 1</B> kg Borsäure pro Quadratmeter  Ziegeloberfläche (entsprechend ungefähr 0,49 bis  0,63 kg     Boroxyd    pro Quadratmeter Ziegeloberfläche).  Die Beläge wurden während 18 Stunden der Zimmer  temperatur ausgesetzt, dann während 24 Stunden auf  110  C gehalten und in ungefähr 30 Minuten bei  870  C gebrannt, um die Glasur zu erzeugen. Das bei  den Versuchen benutzte Metall war Aluminiumlegie  rung 75 S, deren chemische Zusammensetzung unge  fähr aus 1,6     %    Kupfer, 0,30 % Eisen, 0,19 % Silizium,  0,l0 % Mangan, 2,5 %     Magnesium,    5,8      ,%    Zink,  0,20 % Chrom, 0,03 % Titan und als Rest Aluminium  bestand.  



  Zwecks Feststellung des Grades von     Boraufnahme     aus dem     Schutzbelag    durch das geschmolzene Metall,  wurden Versuche unternommen, in welchen glasierte  Ziegelsteine aus.      Korundal     während 260 Stunden in  geschmolzenem Aluminium von 99,85 % Reinheit ein  getaucht und auf einer Temperatur von ungefähr  760  C gehalten waren. Eine chemische Analyse des  Metalls ergab als Resultat 0,000 % Bor.  



  Der erfindungsgemässe Schutzbelag verbesserte die  Reinigungsfähigkeit des feuerfesten Materials be  trächtlich. An der Oberfläche der glasierten Ziegel    anhaftender Metall-, Schaum- oder Schlackenfilm liess  sich ohne weiteres entfernen, wodurch die Möglichkeit  der Verunreinigung weiterer Schmelzen anderer Zu  sammensetzung merklich verringert wurde, wogegen  die Oberfläche der ungeschützten Ziegelsteine nur  schwierig von dem anhaftenden Film zu befreien war,  der in gewissen Fällen überhaupt nicht ohne eine Be  schädigung des feuerfesten Materials zu entfernen  war.  



  Infolge der leichten     Entfernbarkeit    des Metalls,  Schaums oder Schlacke und infolge der Abwesenheit  von     Metalleindringung,    ist es nun beim Gebrauch der  Behälter möglich, Aluminiumschmelzen unterschied  licher Zusammensetzungen giessfertig zuzubereiten,  und zwar ohne dass dazwischen  Reinigungsschmel  zen , zwecks Entfernung von Verunreinigungen, wie  das bisher getan wurde, nötig wären.

   Der Ausdruck   Reinigungsschmelze  soll bedeuten, dass, nachdem  eine erste Aluminiumschmelze von bestimmter Zu  sammensetzung aus dem Behälter entfernt und ver  gossen oder anderweitig verwendet worden ist, eine  andere Charge geschmolzenen Metalls verwendet  wird, um den Rückstand der vorangegangenen  Schmelze, der an der Oberfläche des feuerfesten Zie  gels anhaftet, aufzulösen oder     sonstwie    zu     entfernen.     Die Zusammensetzung der verwendeten  Reinigungs  schmelze  kann die gleiche sein wie diejenige, welche  nachfolgend dem Behälter zugeführt wird, oder sie  kann aus Aluminium von handelsüblicher Reinheit  oder aus einer anderen Zusammensetzung bestehen,

    welche dieselben oder weniger Legierungsbestandteile  wie die nachfolgend dem     Behälter    zuzuführende  Charge enthält, wobei diese Legierungsbestandteile in  kleineren Mengen vorhanden sind als in der nachfol  genden Charge. Nach einer vorbestimmten Zeitspanne  wird die  Reinigungsschmelze  aus dem Behälter ab  gelassen und dieser mit der gewünschten neuen  Schmelze beschickt. Unter gewissen Umständen wird  mehr als eine  Reinigungsschmelze  benötigt, um die  unerwünschte Verunreinigung der nachfolgenden  Schmelze zu vermeiden.  



  Aus obiger Beschreibung ist somit zu ersehen, dass  beim geschilderten Verfahren die Behandlung und  Handhabung von geschmolzenen Metallen, z. B. Alu  minium und Aluminiumlegierungen, in feuerfest aus  gekleideten Behältern, wie     Gusspfannen,    Schmelztie  geln oder Behältern anderer Formen, unter Vermei  dung oder mit wesentlicher Verringerung der bisher  vorhandenen Nachteile, wie beispielsweise chemischer  und physikalischer Angriff des feuerfesten Materials,  Verlust an Metall infolge von dessen Eindringen in  das feuerfeste Material, Verunreinigung des geschmol  zenen Metalls durch Reduktion von Bestandteilen des  feuerfesten Materials und/oder durch in das feuerfeste  Material eingedrungene Rückstände aus früheren  Schmelzen anderer Metallzusammensetzung und  Schwierigkeiten beim Entfernen des anhaftenden  Films von Metall,

   Schaum oder Schlacke von der  Oberfläche des feuerfesten Materials vorgenommen  werden kann. Auch die Lebensdauer des feuerfesten      Materials wurde beträchtlich verlängert. Zudem kann  das beschriebene Verfahren mit verhältnismässig ge  ringen Kosten angewandt werden, da das schützende       Überzugsmaterial    billig ist und sich leicht und einfach  auftragen lässt. Ferner ermöglicht das Verfahren die  Verwendung billigeren feuerfesten Materials, zwecks  Auskleidung von Behältern als dies bisher möglich  war, da die Anfälligkeit des feuerfesten Materials für  chemische und physikalische Angriffe und die da  durch hervorgerufene Verunreinigung des Metalls be  deutend herabgesetzt wird.  



  Obgleich die Erfindung an Hand von Beispielen  besonders mit Bezug auf feuerfestes Material der       Aluminiumoxyd-Siliziumdioxyd-Gruppe    beschrieben  wurde, kann dieselbe doch auch für andere feuerfeste  Materialien Anwendung finden, die sich mit     Boroxyd     vertragen, d. h. mit diesem bei der zur Erzeugung der  gewünschten Glasur benutzten Brenntemperatur nicht  in unerwünschter Weise reagieren. Obwohl die Erfin  dung besonders mit Bezug auf das Handhaben von  geschmolzenem Aluminium und dessen Legierungen         erläutert    wurde, so kann sie doch auch auf das Hand  haben anderer Metalle angewandt werden, bei     dener     ähnliche Probleme auftreten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Behälter für geschmolzene Metalle mit einer feuerfesten Auskleidung, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest derjenige Teil der feuerfesten Auskleidung mit einem vorwiegend aus Boroxyd bestehendem Überzug versehen ist, der mit dem geschmolzenen Metall in Berührung kommt. II. Verfahren zur Herstellung von Behältern für geschmolzene Metalle gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass eine Dispersion oder Lö sung, die Boroxyd oder Borsäure enthält, auf die Oberfläche der feuerfesten Auskleidung aufgebracht wird, worauf der so erhaltene Überzug getrocknet und sodann auf 500 bis 1200 erhitzt wird.
    1I1. Verwendung des Behälters gemäss Patentan spruch I für geschmolzenes Aluminium oder Alu miniumlegierungen.
CH356567D 1954-09-09 1955-09-09 Behälter für geschmolzene Metalle CH356567A (de)

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