CH355368A - Verfahren und Vorrichtung zur Messteuerung von Schleifmaschinen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Messteuerung von SchleifmaschinenInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Messteuerung von Schleifmaschinen Beim messgesteuerten Schleifen von Bohrungen wird unter anderem eine grenzlehrdornartige Lehre benutzt, die der Schleifscheibe bei ihrer vor- und zu rücklaufenden Bewegung folgt. So lange der Durch messer der Bohrung noch zu klein ist, wird die Lehre gehemmt und am Eintritt in die Bohrung<B>ge-</B> hindert; sobald der richtige Durchmesser erreicht ist, geht die Lehre in die geschliffene Bohrung hin ein und beeinflusst gleichzeitig die Antriebsorgane der Maschine im Sinne einer Beendigung des Arbeits vorganges.
Ferner ist es bekannt, die bearbeitete Fläche des Werkstückes laufend abzutasten und bei Erreichen des Sollmasses die Maschine zum Stillstand zu bringen.
Weiterhin ist es beim Schleifen von Draht be kannt, den fertiggeschliffenen Draht abzutasten und je nach dem Messergebnis den Schleifschlitten zu verstellen. Das Abtasten des Werkstückes erfolgt hier pneumatisch. Auch bei einer bekannten optischen Tasteinrichtung wird das die Maschine verlassende Werkstück durch einen Lichtstrahl abgetastet und je nach dem Messergebnis der Schleifschlitten über einer Relaisanordnung derart verstellt, dass das Soll- mass erreicht wird.
Die beiden letztgenannten Mess- anordnungen gehen also im Gegensatz zu den erst genannten von den fertigen Werkstücken aus und korrigieren bei Abweichen derselben vom Sollmass die Einstellung des Werkzeuges, d. h. der Scheibe, im positiven oder negativen Sinn. Es sei voraus geschickt, dass auch im Falle der Erfindung grund sätzlich so vorgegangen wird.
Bei einer anderen bekannten Schleifmaschine tastet ein Fühler das vorgeschliffene Werkstück ab, wenn die Scheibe abgezogen werden soll. Über einen durch die Impulse des Fühlers hydraulisch beein flussbaren Stellmotor wird der Diamant relativ zum Werkstück so eingestellt, dass er genau in einer Ge raden mit der durch die Fühlerlage ermittelten Man tellinie der geschliffenen Werkstückoberfläche liegt. Mit der dann abgezogenen Scheibe kann dann der Schleifvorgang sofort fortgesetzt, d. h.
durch Zustel len der Scheibe um das noch fehlende Differenzmass das Werkstücksollmass erreicht werden.
Es sind schliesslich auch Schleifmaschinen mit einstellbaren Anschlägen bekannt, die ein genaues Justieren der Diamantspitze ermöglichen.
Bei nicht messgesteuerten Maschinen gehen die Schleifer zur Erreichung des Sollmasses oft im Sinne der aus Fig. 1 ersichtlichen Bearbeitungs schritte vor. Hier bezeichnet 10 das in einem Spann futter befindliche Werkstück und 12 die Schleifspin- del mit der Schleifscheibe 14, die zur Bearbeitung der Oberfläche 16 des Werkstückes vor-, rückwärts und radial verstellbar ist. Das Werkstück 10 soll auf den Radius R + K geschliffen werden.
Die Schleif scheibe wird beim Vorschleifen so lange zugestellt, bis der Halbmesser der Bohrung 16 etwas grösser als R, aber kleiner ist als das Sollmass. Dann wird die Schleifscheibe automatisch axial aus dem Werk stück herausgezogen. Der Diamant 18, dessen Spitze genau auf den Halbmesser R eingestellt ist, zieht die Scheibe ab. Wird die Scheibe dann beim folgenden Schlichtarbeitsgang um das Mass K zugestellt, so ist das Sollmass erreicht. Nach erfolgtem Zustellvor gang schaltet sich die Maschine selbsttätig ab.
Das Werkstück ist dann fertig. Grundsätzlich gleich wird auch im Falle der Erfindung vorgegangen; diese be seitigt folgenden Nachteil Die Lage der Diamantspitze ändert sich unter anderem mit der Temperaturverteilung in der Ma schine. Ferner trägt der Verschleiss der Diamant spitze dazu bei, dass die Arbeitsfläche der Schleif scheibe nicht genau den Abstand R beibehält. Beide Ursachen bewirken ein Abweichen der Diamantspitze von der vorgesehenen Lage in der einen oder anderen Richtung um das Mass dR (vgl. Fig. 1).
Zur Behe bung dieses Nachteils ist erfindungsgemäss in der Schleifmaschine eine von den fertiggeschliffenen Werkstücken durchlaufene Fühlermessvorrichtung vorgesehen. Mit deren Hilfe ist auf Grund des Mess- ergebnisses am vorausgegangenen Werkstück jeweils vor dem letzten Schlichtarbeitsgang die Diamant spitze so eingestellt, dass das folgende Werkstück nach Zustellen der abgezogenen Scheibe um das Schlichtmass K sein Sollmass erreicht.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Fig. 2 und 3 beispielsweise erläutert.
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung und Fig. 3 einen Teilschnitt durch diese längs der Linie 111-III der Fig. 2.
Teil 20 ist ein Gestell, das Leitflächen für einen Schlitten 22 hat, der mit dem Diamantschärfgerät 18 fest verbunden und mit Hilfe einer in einer in dem Gestell 20 vorgesehenen Gewindebohrung gelagerten Schraube 24 verschiebbar ist. Die Schraube hat ein Handrad 26 zur Einstellung der Ausgangslage des Diamanten. Auf der Schraube sitzt ferner ein Zahn rad 28, das mit Hilfe von Klinken 30 und 32 in der einen oder anderen Richtung drehbar ist. Diese sind an das Mittelstück 34 eines Differentialmanometers drehbar angelenkt. Dieses hat zwei Bälge 36, 37, die das Mittelstück tragen und die zusammen mit diesem zwei voneinander getrennte Kammern bilden. Die äusseren Enden der Bälge sind gegen Stirnwände 38, 40 des Gestells abgedichtet.
Eine Feder 42 ist be strebt, die Klinken in Richtung auf das Sperrad 28 zu drücken. Rastet eine Klinke in die Zähne des Sperrades ein, so stösst die andere gegen einen An schlag 44.
Ein Druckmittel, beispielsweise Öl oder Luft, wird durch eine Leitung 46 zugeführt, in der ein Ventil 48 mit einem Startknopf 50 angebracht ist. Die Leitung 46 teilt sich in zwei Zweige 52 und 54, die jeder in eine zugehörige Kammer 56 bzw. 58 in einem Gehäuse 60 münden. Eine Stange 62 trägt die Kolben 64 und 66, von denen sich je einer in einer der Kammern 56 und 58 befindet. Ausserhalb dieser Kammern sind zwei weitere Kammern 68, 70 vor gesehen, die durch je eine Leitung 72 bzw. 74 mit je einer der Kammern der Bälge 36, 37 im Servo motor in Verbindung stehen.
Zwischen den Kammern 56 und 58 ist ferner eine Kammer 76 vorgesehen, die mit einem Auslass 78 in Verbindung steht.
Das Gehäuse 60 ist fest verbunden mit einer Platte 80, die mit einer T-förmigen Rinne 82 ver sehen ist, in der ein Gleitschuh 84 verschiebbar ein gesetzt ist. Ein winkelförmiges Element 86 ist mit zwei Spitzen 88 mit Hilfe einer Schraube 90 an dem Gleitschuh 84 befestigt und zusammen mit diesem in verschiedenen Höhenlagen gegenüber der Stange 62 einstell- und feststellbar. Die Stange 62 hat einen Vorsprung 92 mit einer Spitze 94. Das Werkstück 10 wird auf der -Platte derart angebracht, dass die Spit zen 88 und 94 an seiner Innenfläche 16 anliegen. Eine Feder 96 drückt die Stange 60, 62 in ihrer Längsrichtung nach oben und bringt die Spitze 94 in Berührung mit dem Werkstück.
Nachdem ein Werkstück 10 fertiggeschliffen ist, wird es in die vorbeschriebene Messvorrichtung ein gesetzt. Durch Betätigung des Druckknopfes 50 wird das Druckmittel zum Einströmen in die Vorrichtung durch die Leitungen 52, 54 gebracht. Ein kleinerer Teil des Druckmittels leckt zwischen dem Gehäuse 60 und der Stange aus und gelangt in den Raum 76 und den Auslass 78. Der grössere Teil dringt durch den Spalt 98 bzw. 100 zwischen dem Gehäuse und der Stange in die Räume 68 und 70, wodurch die beiden Bälgekammern unter Druck gesetzt werden. Gleichzeitig leckt Druckmittel in die Drosselspalte zwischen der Stange und dem Gehäuse 60 auf der Aussenseite der beiden Räume.
Falls nun der Durch messer 16 der richtige ist, nehmen die Kolben 64, 66 eine Mittellage ein ; da infolgedessen der Druck in den Bälgekammern gleich gross wird, tritt keinerlei Verschiebung ein.
Ist dagegen der Durchmesser 16 des Arbeits stückes zu gross, so wird die Stange 62 von der Feder 96 nach aufwärts geschoben, bis die Spitze 94 mit dem Werkstück in Berührung kommt. Hierdurch wird, wie in Fig. 3 angedeutet, der Spalt zwischen dem Kolben 64 und der oberen Seitenwand der Kam mer 56 kleiner, während der Spalt zwischen dem Kolben 66 und der unteren Seitenwand der Kammer 58 grösser wird. Das Druckgefälle zwischen den Kammern 56 und 68 wird hierdurch vergrössert. Demgemäss wird der Druck in der Kammer 68 nie driger als in der Kammer 70 ; demzufolge wirkt ein höherer Druck auf die Unterseite des Zwischen stückes 34. Dieses wird aufwärts verschoben ; hier bei hakt die Klinke 30 in einen Zahn des Rades 26 ein und dreht es etwas herum.
Die Klinke 32 ist da gegen auf den Anschlag 44 geglitten und ist un wirksam. Die Bewegung des Zahnrades wird auf die Schraube 24 übertragen ; der Diamant 18 wird um eine entsprechende Strecke zur Schleifscheibe 14 hin verschoben. Die Grösse der Verschiebung des Zwi schenstückes 34 ist abhängig von dem Druckunter schied auf seinen beiden Seiten ; dieser wiederum wird von der Lage der Stange 62 gegenüber dem Gehäuse 60 bestimmt.
Damit ist die Korrektur auf das vorgesehene Mass R erreicht, so dass das nächste Werkstück auf die richtige Abmessung geschliffen wird. Zeigt sich dagegen bei dem Innendurchmesser 16 die Neigung zu klein zu bleiben, so baut sich oberhalb des Zwi schenstückes 34 ein überdruck auf, der dieses ab wärts führt. Nun tritt die Klinke 32 in Wirksam keit, während die Klinke 30 untätig bleibt. Nach je der Neueinstellung wird die Druckmittelzufuhr durch das Ventil 48 unterbrochen, bevor das Werkstück aus der Messvorrichtung entfernt wird, so dass die Bälge 37 und 38 drucklos werden.
Die Stange 62 wird nach dem Entfernen des Werkstückes aus der Messvorrichtung von der Feder 96 in ihre obere End- lage geführt, bei der ihr Kolben 64 an das Gehäuse 60 anstösst.
Wenn eine zweite Messvorrichtung derselben Ausführung in die Leitungen 52, 54 eingesetzt wird, wobei deren Einlasseite an die Kammern 56 und 58 dieser zweiten Messvorrichtung angeschlossen wird und die Auslasseite der Leitungen an dieselben Kammern der beschriebenen ersten Messvorrichtung, können zwei veränderliche Grössen des Werkstückes überwacht und dazu gebracht werden, über den Servomotor die Lage eines und desselben Schärf gerätes zu beeinflussen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Messteuerung von Schleif maschinen mit durch Abziehen schärfbarer Schleif scheibe, bei der das Einrichten des Schärfwerkzeuges durch einen die Schleifstelle der Werkstücke abta stenden Fühler durchführbar ist, dessen Betätigungs impulse die Lage der Diamantspitze über eine Servo- einrichtung im Sinne einer Einhaltung des Werkstück- sollmasses beeinflussen, dadurch gekennzeichnet,dass in der Schleifmaschine eine von den fertiggeschlif fenen Werkstücken durchlaufene Fühlermessvorrich- tung (80, 88, 94) vorgesehen ist und dass diese je weils vor dem letzten Schlichtarbeitsgang auf Grund des Messergebnisses am vorausgegangenen Werk stück (10) die Diamantspitze (18) so einstellt, dass das folgende Werkstück nach dem Zustellen der ab- gezogenen Scheibe (14) um das konstante Schlicht- mass (K) sein Sollnass erreicht. 11.Vorrichtung zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch 1, bei welcher die schlei fende Fläche einer in einer Schleifmaschine umlau fenden Schleifscheibe (14) mittels eines Schärfwerk- zeuges (18) gegenüber dem in der Schleiflage befind lichen Werkstück (10) eingerichtet wird, dadurch ge kennzeichnet, dass das Schärfwerkzeug mit Hilfe eines Servomotors (36, 37) einstellbar ist und dass mit einer durch gerade fertig geschliffene Werkstücke eingestellten Messvorrichtung (80-96) zur Kontrolle der Abmessungen des nächsten Werkstückes ein Element (62) verbunden ist,das bei Abweichungen der Abmessungen dieses Werkstückes von den vor gesehenen Abmessungen den Servomotor derart be tätigt, dass das Schärfwerkzeug in die diesen Ab weichungen entsprechende Lage geführt wird, bevor die Schleifscheibe (18) das betreffende Werkstück fertig bearbeitet.UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch 1, bei welchem die Mittellinie des Werkstückes (10) in der aufge spannten Lage mit der Drehachse eines es antreiben den Halters, wie eines Spannfutters, zusammenfällt, dadurch gekennzeichnet, dass das Schärfwerkzeug (18) nach einer Lageänderung selbsttätig von der Messvorrichtung (80-96) und dem Servomotor (36, 37) zu einem im voraus bestimmten Abstand von der Drehachse zurückgeführt wird.
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