CH354597A - Temperaturfühler mit Widerstandsdraht - Google Patents
Temperaturfühler mit WiderstandsdrahtInfo
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Description
Temperaturfühler ndt Widerstandsdraht Die Erfindung betrifft einen Temperaturfühler zur elektrischen Bestimmung von Temperaturen bzw. Temperaturdifferenzen, bei dem als temperaturemp findliches Element ein Draht verwendet wird, dessen Widerstandsänderung zur Temperaturbestimmung dient.
Derartige Temperaturfühler werden meistens in der Form von in Glas eingeschmolzenen oder in kera mischem Material eingebetteten Nickel- oder Platin drahtwicklungen hergestellt, die zylinderförmig sind und sich mit verhältnismässig grossem Spiel in einem Fühlerrohr befinden, welches in ein Schutzrohr ein geschoben wird.
Diese Temperaturfühler haben den Nachteil, dass sie mechanisch empfindlich und zer brechlich sind und wegen des zum Ausgleich des relativ grossen Durchmesserstreubereiches erforder lichen Spiels im Fühlerrohr eine schlechte thermische Ankopplung an das gemessene Medium aufweisen, wodurch die Reaktionsgeschwindigkeit und die Eigen erwärmung im ungünstigen Sinne beeinflusst werden.
Es ist eine Ausführung bekannt, bei welcher der Widerstandsdraht auf einen plattenförmigen Isolier körper aufgewickelt ist, der sich zwischen zwei Iso lierplatten befindet und über diese durch geeignet ge formte Flachfedern an die Wandung eines Fühler rohres thermisch gekoppelt ist. Bei dieser Ausführung wird zwar der Nachteil der mechanischen Empfind lichkeit beseitigt und die thermische Ankopplung einigermassen verbessert, die Ausführung ist jedoch nicht für höhere Temperaturen geeignet, bei denen die Spannkraft der Federn verlorengeht.
Ausserdem haben alle bekanntgewordenen Aus führungen den Nachteil, dass bei ihnen ein Unter bringen von zwei selbständigen Widerstandswicklun gen in ein und demselben Fühlerrohr, wie dies bei Doppelfühlern nötig ist, auf Schwierigkeiten stösst. Bei der erstgenannten Ausführung muss die aktive Länge des Fühler- und auch des Schutzrohres ver grössert werden, was zu grossen Tauchlängen führt. Bei der zweiten Ausführung würde sich durch das Aufeinanderlegen von zwei mit Wicklungen ver- sehenen Isolierkörpern eine schlechte thermische An kopplung an die Fühlerrohrwandung ergeben.
Bei der vorliegenden Erfindung werden die er wähnten Nachteile dadurch beseitigt, dass der mit der Wicklung versehene Isolierkörper unter Zwischen lage einer Isolierschicht mit einem anliegenden Blech mantel umschlossen ist, welch letzterer mit dem Füh- lerrohr in direkter metallischer Verbindung steht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
Es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt eines Temperaturfüh lers, Fig.2 einen Querschnitt zu Fig.l in einem grösseren Massstab, Fig.3 und 4 Schnitte nach den Schnittlinien A-A bzw. B-B in Fig. 1 und Fig. 5 eine Ansicht in Pfeilrichtung S in Fig. 1 in einem grösseren Massstab.
Auf einen plattenförmigen Isolierkörper 1 ist eine Wicklung 2 aus Widerstandsdraht aufgewickelt. Der Isolierkörper 1 ist seiner Länge nach mit zwei Öff nungen 3 versehen, in denen Zuleitungsdrähte 4 und ein Endstück 5 befestigt sind. Die rechten Enden der Drähte der Wicklung 2, die im vorliegenden Fall bifilar gewickelt ist, sind mit je einem der Zu leitungsdrähte 4 verbunden, wozu diese, mit Aus biegungen 6 (s. Fig. 4) versehen sind.
Die beiden lin- ken Enden der Wicklungsdrähte sind an dem End stück 5 befestigt, das mit einer ähnlichen Ausbie- gung versehen ist (s. Fig. 3 und 5). Der Isolierkörper 1 ist an seinem rechten Ende mit zwei ungleich tie fen Einschnitten 7 und 8 versehen, die zur Abstützung der Ausbiegungen 6 der Zuleitungsdrähte 4 dienen. Dadurch wird ein Verdrehen derselben vermieden.
Auf der Wicklung 2 ist eine dünne Isolierschicht, z. B. eine Folie 9 aus Isoliermaterial angebracht, wie dies aus der Fig.2 ersichtlich ist. Das Ganze ist mit einem zweiteiligen Blechmantel 10, 11 vollkommen umschlossen, der mit der inneren Wandung eines Fühlerrohres 12 verlötet oder verschweisst ist. Der Teil 10 des Blechmantels ist U-förmig ausgebildet, der Teil 11 ist ebenfalls U-förmig in den Teil 10 hinein schiebbar und vorteilhafterweise mit U-förmig ge bogenen Rändern 13 versehen, die die Schenkel des Teiles 10 umfassen.
Das Fühlerrohr 12 ist an seinem linken Ende mit einem Boden 14 (s. Fig. 1) ver schlossen und an seinem rechten Ende mit einem Ge windenippel 15 versehen, der zwei Anschlussröhrchen 16 trägt, an die die Zuleitungsdrähte 4 angeschlossen sind. Das Fühlerrohr ist durch Löten bzw. durch Ausgiessen mit Kunstharz luftdicht abgeschlossen und wird in ein nicht gezeichnetes Schutzrohr, in das es mit wenig Spiel hineinpasst und welches von dem zu überwachenden Medium umspült wird, einge schoben.
Durch die beschriebene Anordnung wird neben einem robusten Aufbau eine sehr gute thermische An kopplung der Widerstandsdrähte 2 an das zu über wachende Medium erreicht, weil das metallische Füh- lerrohr 12 mit enger Passung in das Schutzrohr ein geschoben werden kann und weil die Widerstands drähte 2 über den Blechmantel 10, 11 und dessen Lötverbindung mit dem Fühlerrohr in enger ther mischer Verbindung stehen.
Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass der Temperaturfühler bei einer verhältnis mässig kleinen Eigenerwärmung grössere Messströme zulässt und dass seine Reaktionsgeschwindigkeit er heblich verbessert wird.
Soll der beschriebene Temperaturfühler in Luft kanälen usw. verwendet werden, so ist ein Schutz rohr nicht notwendig. In diesem Fall ist es zweck mässig, das Fühlerrohr mit Rippen zu versehen, wo durch eine weitere Verbesserung der Wärmeübertra gung an den Widerstandsdraht des Temperaturfüh lers erzielt wird.
Wie aus der Fig. 2 ersichtlich ist, wird durch die beschriebene Ausführung des Temperaturfühlers die Anordnung von zwei voneinander unabhängigen Wick lungen 2 in ein und demselben Fühler ermöglicht, und zwar ohne seine Tauchlänge zu vergrössern. Bei einem solchen Doppelfühler können die beiden Wick lungen z. B. in verschiedene Zweige einer Brücken schaltung geschaltet werden, wodurch die an der Brückendiagonale zur Verfügung stehende Steuer spannung verdoppelt wird, was besonders für Regel zwecke von Vorteil ist.
Durch die beschriebene Ausführung des zwei teiligen Blechmantels 10, 11 wird ein festes, vollkom menes Umschliessen der Wicklung 2 an ihrer ganzen Oberfläche erzielt. Nach dem Einlegen des mit Wick lung und Isolierschicht versehenen Isolierkörpers in den Blechmantelteil 10 wird der Blechmantelteil 11 aufgelegt. Hierauf wird das Ganze zusammengepresst und die ineinandergreifenden Ränder in die darge stellte Endform gebogen, worauf das so gebildete Fühlerelement in das Fühlerrohr eingelötet wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Temperaturfühler mit Widerstandsdraht zur elek trischen Bestimmung von Temperaturen, bei welchem der Widerstandsdraht auf einen Isolierkörper aufge wickelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der mit der Wicklung (2) versehene Isolierkörper (1) unter Zwi schenlage einer Isolierschicht (9) mit einem anliegen den Blechmantel (10, 11) umschlossen ist, welch letz terer mit dem Fühlerrohr (12) in direkter metalli scher Verbindung steht. UNTERANSPRÜCHE 1. Temperaturfühler nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Isolierkörper (1) plat- tenförmig ausgebildet und seiner Länge nach mit min destens einer Öffnung (3) für einen Zuleitungsdraht (4) versehen ist. 2.Temperaturfühler nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Blechmantel aus zwei U-förmigen Teilen (10, 11) besteht, wobei der eine Teil (11) mit seinen Rändern (13) die Schenkel des andern Teiles (10) umfasst. 3. Temperaturfühler nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Fühlerrohr (12) mit Rippen versehen ist. 4. Temperaturfühler nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Fühlerrohr (12) zwei voneinander unabhängige Wicklungen (2) enthält.
Applications Claiming Priority (1)
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