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Metronom Die Erfindung betrifft ein Metronom.
Es ist bekannt, Metronome aus Holz und Metall herzustellen, wobei die aus Holz gefertigten Metronome im allgemeinen grösser als die aus Metall gefertigten sind.
Fernerhin sind grosse pyramidenförmige Metronome bekannt, die aus gepresstem Kunststoff, wie er unter dem Handelsnamen Bakelit (eingetragene Marke) bekannt ist, bestehen und bei denen das Gehäuse und die Skalenfrontplatte ein Ganzes bilden. Dabei reicht die Skalenfrontplatte nicht über die ganze Höhe des Metronoms, sondern nur etwas mehr als über die Hälfte. Diese aus gepresstem Kunststoff bestehenden Metronome haben einmal den Nachteil, dass sie sehr zerbrechlich sind und zum andern, dass sie keinen guten Klang haben.
Um die Nachteile zu vermeiden, ist bei Metronomen mit einem die Antriebseinrichtung aufnehmenden, durch eine Skalenfrontplatte mit Pendel abgedeckten Gehäuse und einem Gehäusedeckel gemäss der Erfindung vorgesehen, dass das Gehäuse und die Skalenfrontplatte voneinander getrennte Teile und aus Kunststoff sind. Dadurch wird einmal erreicht, dass das Gehäuse frei von allen Metronomteilen ist und als Klangkörper wirken kann, und dass durch die getrennte Skalenfrontplatte eine grössere Schallerzeugung und Klangwirkung als bisher erzielt wird.
Dabei kann eine Verbesserung der letztgenannten Eigenschaften noch dadurch erreicht werden, dass die Ska- lenfrontplatte aus einem zugfesten und damit in seinem Aufbau dichteren Material als das Gehäuse ist, wobei die Zugfestigkeit beispielsweise mindestens 20%, vorzugsweise ungefähr 50 ö, höher ist als die des Gehäuses. Es kann aber auch für Gehäuse und Skalenfrontplatte das gleiche Material verwendet werden.
Gegenüber den aus Holz gefertigten Metronomen ergibt sich auch noch eine erhebliche Gewichtsersparnis und vor allem ein harter Schlag.
Die zur Verwendung kommenden Kunststoffe können beispielsweise Polymerisationsharze, insbesondere Polystyrol oder Zellstoffabkömmlinge, wie beispielsweise Zelluloseacetat bzw. Zelluloseacetobutyrat sein, wie es im Handel unter dem Namen Cellidor (eingetragene Marke) bekannt ist, wobei die hieraus hergestellten Metronomwände bzw. die Skalenfrontplatte beispielsweise eine Stärke von 1-3 mm haben. Die grösseren Stärken haben sich als besonders günstig erwiesen, da die daraus gefertigten Metronome einen besonders harten und lauten Schlag haben. Vorteilhaft kann es sein, wenn die Seitenwände des Metronoms und gegebenenfalls auch der Boden konvex gewölbt sind. Dadurch wird ein voller und angenehmer Klang erreicht.
Um die Schwingungen des Taktschlages vom Uhrwerk auf das Gehäuse zu übertragen, kann es vorteilhaft sein, an der Innenfläche der Hinterwand des Gehäuses eine Druckplatte, vorzugsweise aus Stahl, derart anzuordnen, dass das eine Ende der das Pendel tragenden Ankerwelle gegen sie anliegt. Diese Druckplatte kann durch Einformen, Nieten oder ähnlichem befestigt sein.
Zweckmässig kann es sein, an den Seitenwänden des Gehäuses und des Gehäusedeckels Querrippen, vorzugsweise versetzt zueinander, anzuordnen. Dadurch wird zum Handhaben des Metronoms eine gute Griffigkeit erreicht, vor allem, um den Gehäusedeckel leicht abnehmen zu können. An dem den Deckel aufnehmenden Gehäuserand können noch kleine nasenartige Vorsprünge vorgesehen sein, die mit entsprechenden Vertiefungen im Deckel zusammenwirken, so dass beim Aufsetzen des Deckels die Vorsprünge einrasten. Zum Deckelabnehmen genügt dann ein
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leichter Druck auf das Gehäuse, durch den die Nasen dann freigegeben werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine Vorderansicht auf das Metronomgehäuse mit herausgenommener Skalenfrontplatte, Fig.2 einen Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 3, Fig.3 eine Vorderansicht auf das Metronom- C, mit abgenommenem Gehäusedeckel, Fig. 4 eine Seitenansicht des geschlossenen Metronoms.
Die für das in der Zeichnung dargestellte Metronom mit seinen Einzelteilen genommenen Masse sind willkürlich und zur besseren Darstellung teilweise übertrieben gewählt.
Das vor allem in der Fig.4 als Ganzes dargestellte Metronom ist mit 10 bezeichnet, und es weist ein Gehäuse 11 mit Gehäusedeckel 12 auf.
Das aus Kunststoff bestehende Gehäuse 11 hat in Vorderansicht eine einem gleichschenkligen Dreieck ähnliche Form, wobei die die Seitenwände 14 bildenden Schenkel etwas gewölbt sind. Am oberen Ende gehen die Seitenwände 14 in eine in Richtung nach innen weisende Abwinklung mit abgerundetem Teil 15 über. Der etwas gewölbte Boden des Metronomgehäu- ses ist mit 16 und die Gehäuserückwand mit 17 bezeichnet.
Entlang der unteren Gehäuseseitenränder ist je ein sich nach hinten verjüngender, rollenförmiger Fuss 20 angeordnet, dessen vorderes Ende 21 über das Gehäuse 11 etwas hinausragt. Zwischen den Füssen 20 ist am Boden 16 und in Verlängerung der Gehäuserückwand 17 und mit dieser abschliessend ein dritter Fuss 23 angeordnet, so dass das Metronomgehäuse sich auf drei Punkten abstützt. Vom Rand 25 des nach vorn offenen Gehäuses sind in Richtung zur Gehäuserückwand 17 und entlang der Gehäusewände insgesamt sechs nach innen gerichtete, mit einem Sackloch versehene Auflagestücke 26 angeordnet. Im oberen Teil des Gehäuses 11 ist an der Innenseite der Rückwand 17 eine sich quer erstreckende Verstärkungsleiste 27 angeordnet.
Kurz unterhalb der Verstärkungsleiste 27 (siehe Fig. 1 und 2) befinden sich in der Innenfläche der Gehäuserückwand 17 eine Ausbuchtung 28 und ungefähr in der Mitte eine kreisrunde, entsprechend befestigte Stahlplatte 29, deren Bedeutungen noch erläutert werden.
Mit 30 ist eine Skalenfrontplatte bezeichnet, die der Form des Gehäuses 11 entsprechend ausgebildet und so bemessen ist, dass sie den Gehäuseinnenraum abdeckt. Ungefähr von der Mitte der Frontplattenoberfläche 31 in Richtung zum oberen Teil 15 des Gehäuses ist eine Ausnehmung 32 zur Aufnahme einer Skalenplatte 35 vorgesehen. Dabei entspricht die Tiefe der Ausnehmung 32 der Stärke der Skalenplatte 35, so dass die Skalenplattenoberfläche und die Frontplattenoberfläche 31 in einer Ebene liegen. Um für den die Ausnehmung 32 aufweisenden Skalenfrontplattenteil die gleiche Plattenstärke beibehalten zu können, ist am Übergang zur Ausnehmung 32 die Skalenfrontplatte bei 33 entsprechend verstärkt.
Am oberen Ende der Skalenfrontplatte ist ein nasenartiger Vorsprung 37 vorgesehen, der einstöckig mit der Frontplatte ist. Seine Bedeutung wird noch erläutert. Dieser Vorsprung 37 kann auch auf das Skalenfrontplattenende aufgesetzt sein.
Beiderseits vom Unterende der Skalenplatte 35 und unterhalb von ihm weist die Skalenfrontplatte 30 Schallöcher 38 bzw. in ihrem unteren Abschnitt senkrecht angeordnete Schallschlitze 39 auf. Die Schall- löcher 38 können beim Transport des Metronoms als Aufnahmelöcher für den Aufziehschlüssel dienen. An der unteren Innenseite der Frontplatte 30 sind unter- und oberhalb bzw. seitlich von den Schallschlitzen 39 Versteifungsrippen 40 bzw. 41 vorhanden.
Auf dem unteren Teil der Frontplattenoberfläche 31 ist eine mit Schrauben 44 befestigte Lagerbrücke 45 aufgebaut, die zur Lagerung eines Pendels 46 dient. Mit Schrauben 47 ist die Skalenfrontplatte im Gehäuse 11 festgehalten. Im Innern des Gehäuses 11 ist in an sich bekannter Weise die insgesamt mit 50 bezeichnete Antriebseinrichtung des Metronoms untergebracht, die von den bereits erwähnten Schrauben 44 der Lagerbrücke 45 und den über den Schallöchern 38 liegenden Schrauben 59 gehalten ist. Dabei ist für den ungehinderten Umlauf des Federhausrades 51 die bereits erwähnte Ausnehmung 28 in der Gehäuserückwand 17 vorgesehen.
In einem Ansatz 53 am Gestell 52 der Antriebseinrichtung 50 ist das gemäss Fig. 2 linke Ende der das Pendel 46 tragenden Ankerwelle gelagert. Die Wellenspitze liegt gegen die Stahlplatte 29 an, und dadurch erfolgt eine Übertragung der Schwingungen des Taktschlages vom Uhrwerk der Antriebseinrichtung 50 auf das Kunststoffgehäuse 11, weil bei jedem Auftreffen des Steigrades auf den Anker seine Welle einen Schlag in Axialrichtung erhält.
Das Gehäuse 11 ist durch den Gehäusedeckel 12 abgedeckt (siehe Fig. 2 und 4), der mit seinem abgesetzten Rand 55 auf dem Rand 25 des Gehäuses 11 aufliegt. Damit ist ein glatter Abschluss von Gehäuse und Deckel erreicht.
Wie aus Fig.4 zu ersehen ist, weisen das Gehäuse 11 und der Deckel 12 zueinander versetzte Querriffelungen 57 bzw. 58 auf, die zur besseren Handhabung beim Abnehmen oder Aufsetzen des Deckels 12 auf das Gehäuse 11 vorgesehen sind.
Zum Festsetzen des Pendels 46 wird sein Pendelende 48 unter den nasenartigen Vorsprung 37, je nach Bedarf von links oder rechts, geschoben, so dass das Pendel eine mittlere Ruhelage einnimmt (siehe Fig. 3).
Für die zur Verwendung kommenden Kunststoffe, wie beispielsweise Cellidor (eingetragene Marke), können solche mit folgenden Werten verwendet werden:
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EMI3.1
<tb> a) <SEP> Gehäuse <SEP> b) <SEP> Skalenfrontplatte
<tb> 1. <SEP> Zugfestigkeit <SEP> 450/500 <SEP> 7001750 <SEP> kg1cm2
<tb> 2. <SEP> Kerbschlagzähigkeit <SEP> 15 <SEP> 10 <SEP> cm <SEP> kg/cm2
<tb> 3. <SEP> Grenzbiegespannung <SEP> 500 <SEP> 600 <SEP> kg/cm2
<tb> 4. <SEP> Schlagzähigkeit <SEP> 90 <SEP> 80 <SEP> cm <SEP> kg/cm2
<tb> 5. <SEP> Kugeldruckhärte <SEP> 610 <SEP> 750 <SEP> kg1cm2 <SEP> 10 <SEP> Sek.
Es können auch Kunststoffe, beispielsweise Polystyrol, mit nachstehenden Werten Verwendung finden:
EMI3.2
<tb> Zugfestigkeit <SEP> 350-400 <SEP> kg/cm2
<tb> Kerbschlagzähigkeit <SEP> 5-6 <SEP> cm <SEP> kg/cm2
<tb> Biegefestigkeit <SEP> 650-700 <SEP> kglcm2
<tb> Bruchdehnung <SEP> 12-16