CH348490A - Vorrichtung zur elektrischen Widerstandserhitzung stabförmiger Körper aus Stahl, insbesondere Knüppel und Halbzeug - Google Patents
Vorrichtung zur elektrischen Widerstandserhitzung stabförmiger Körper aus Stahl, insbesondere Knüppel und HalbzeugInfo
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Description
Vorrichtung zur elektrischen Widerstandserhitzung stabförmiger Körper aus Stahl, insbesondere Knüppel und Halbzeug Um stabförmige Körper aus Stahl, zum Beispiel Halbzeug, wie Knüppel und dergleichen, auf wirt schaftliche und grossbetriebsmässige Weise auf hohe Temperaturen von etwa 1000 bis 1200 C zu bringen, wie sie für die Warmverformung, zum Beispiel durch Warmwalzen, benötigt werden, ist es notwendig, diese Art der Erhitzung in kürzestmöglicher Zeit durchzu führen. Hierzu werden jedoch Ströme benötigt, welche niedrige Spannung und sehr grosse Stromstärke auf weisen.
Für das Zuleiten derartiger elektrischer Ströme zu dem zu erhitzenden stabförmigen Körper und ebenso für das betriebssichere überleiten der Ströme auf diesen werden daher aussergewöhnliche, andere Massnahmen benötigt als bei Verwendung von elektrischem Strom üblicher Spannung und Strom stärke.
Aus betrieblichen Gründen befinden sich die zu erhitzenden stabförmigen Körper in der Regel mit ihrer Längsachse sowohl bei der Zu- und Abfüh rung als auch während der Erhitzung in waagrechter Lage.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist gekenn zeichnet durch ein mit der Stromzuleitung verbun denes muffenartiges Kontaktelement, welches eine zur Weiterleitung des Stromes dienende, verschiebbare Kolbenstange umfasst, die am freien Ende einen Kon taktkörper für eine Stirnseite des zu erhitzenden Stahl körpers aufweist, und ist ferner gekennzeichnet durch Mittel, um den Stahlkörper in Richtung auf den Kon taktkörper für die andere Stirnseite des Stahlkörpers zu drücken.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an hand von Zeichnungen anschliessend erläutert.
Es zeigt: Fig. 1 einen Aufriss, teilweise einen Schnitt einer Vorrichtung zur elektrischen Widerstandserhitzung, Fig.2 eine Draufsicht auf Keilbahnen der Kon taktmuffe nach Fig. 3, Fig. 3 eine Ansicht der Kontaktmuffe, in grösserem Massstab im Vergleich zu Fig. 1. Eine zweiteilige Kontaktmuffe 1, innen mit Quer rippen 2 versehen und ortsfest, ist mit einer Strom zuleitung 3 eines Transformators 4 verbunden. Die Muffe 1 umfasst eine Kolbenstange 5 eines Druck zylinders 6, welcher an einem Wagen befestigt ist.
Die beiden Hälften der Muffe 1 sind, wie aus Fig. 3 ersichtlich, oben durch eine Klammer 8 gehalten und mit Hilfe von Keilansätzen 9 auf die Kolbenstange 5 aufpressbar bzw. durch einen Keil 10 von ihr lösbar. Das freie Ende der Kolbenstange 5 trägt einen Kon taktkörper 12, der innen hohl und dort wassergekühlt ist. In den Kontaktkörper 1 eingesetzt ist ein Kegel stumpf 13, dessen grössere Grundfläche 14 die eine Kontaktfläche für einen zu erhitzenden Stab 15 bil det. Ein gegenüberliegender Kontaktkörper 16 ist ent sprechend ausgebildet.
Auch er ist beweglich in Längs richtung der Stabachse, jedoch ist seine Bewegung durch eine einstellbare Druckfeder 17 begrenzt. Die Hubvorrichtung für das Ein- und Ausbringen der Stäbe 15 ist durch Pfeile 18 angedeutet.
Unter Zuhilfenahme dieser besonderen Vorrich tung und ihrer Anordnung erfolgt das Einspannen des zu erhitzenden Stahlstabes 15 und die Zuleitung des elektrischen Stromes in der Weise, dass der Stab 15 zunächst durch den Druckzylinder 6 über die Kol benstange 5 bzw. den zugehörigen Kontaktkörper 12 gegen den zweiten Kontaktkörper 16 bzw. dessen Druckfeder 17 zu bewegt wird. Ist die an dieser Feder einstellbare Druckkraft erreicht, so wird der Druck zylinder 6 selbsttätig abgeschaltet und hierauf die Kontaktmuffe 1 auf die Kolbenstange 5 aufgepresst. Nun kann der Heizstrom eingeschaltet werden, was ebenfalls selbsttätig erfolgt.
Nach abgeschlossener Erhitzung des Stahlstabes wird zuerst die Kontakt muffe 1 von der Kolbenstange 5 wieder gelöst, worauf der Druckzylinder 6 seine Kolbenstange 5 mit ihrem Kontaktkörper 12 wieder zurückzieht und somit den erhitzten Stahlstab zum Abwurf freigibt.
Die oben geschilderten muffenartigen Kontakt elemente 1 sind ausser bei der speziellen Widerstands- erhitzungsvorrichtung für Halbzeug und dergleichen auch mit Vorteil anwendbar in anderen Vorrichtungen zur Übertragung von Strömen hoher Stromstärken.
Es sind die zwei besonders gestalteten Kontakt- körper 12, 16 waagrecht im Abstand voneinander angeordnet, zwischen die der zu erhitzende Stab 15 eingebracht wird, so dass also der elektrische Strom dem Stab 15 über seine Stirnseiten zugeführt werden kann. Das Einbringen des Stabes 15 zwischen die Kontaktkörper 12, 16 erfolgt zweckmässig mittels einer geeigneten Hubvorrichtung, welche nach der Erhitzung auch den Abwurf des Stabes 15 einleitet.
Da die zeitliche Aufeinanderfolge der Erhitzungs- vorgänge zum Beispiel bei Walzknüppeln infolge des grossen Bedarfs im Walzwerk und infolge der ausser ordentlich schnellen Erhitzung (meist unter 1 Minute) sehr schnell ist, muss auch eine mechanisch schnell reagierende Erhitzungsapparatur geschaffen werden. Das geschieht insbesondere durch eine bestimmte Ausbildung und Anordnung der Kontaktkörper 12, 16. Beide Kontaktkörper 12, 16 sind um bestimmte, je doch unterschiedliche Masse in Richtung der Stab achse beweglich.
Eine solche Beweglichkeit erscheint notwendig, weil es zu schwierig und zu kostspieligwäre, z. B. das für Walzwerke bestimmte Halbzeug auf ge nau dieselbe Länge zu bringen. Auch muss eine Erhitzungsanlage geeignet sein, Halbzeug mit absicht lich verschiedenen Längenabmessungen nacheinander zu verarbeiten. Gleichzeitig stellt sich aber die Auf gabe der völlig betriebssicheren Übertragung des starken Stromes von seiner Quelle, zum Beispiel einem Transformator 4, zu den Kontaktkörpern 12, 16, die den zu erhitzenden Stab 15 unter hohem Druck stirnseitig einzuspannen haben.
Der eine, in weiteren Grenzen verschiebliche Kontaktkörper 12 ist daher am Ende einer Kolben stange 5 eines Druckzylinders 6 angeordnet, die in einer feststehenden Muffe 1 verschieblich ist. Diese Muffe 1 bildet, an die Stromzuleitung 3 angeschlossen, ein Kontaktelement, so dass der Strom aus dem Trans formator 4 über die Muffe 1, von dort über die Kol benstange 5 und schliesslich über den Kontaktkörper 12 zu der einen Stirnseite des zu erhitzenden Stabes 15 fliesst. Zwecks rascher Arbeitsweise ist der Druck zylinder 6 nur sehr kurz bemessen.
Die Kontakt- muffe 1 ist zur Vermeidung einer regellosen punkt- förmigen Kontaktgebung zwischen ihr und der Kol benstange 5 im Innern zweckmässig mit Querrippen 2 versehen.
Um den Kontaktkörper 1 insbesondere bei der Umstellung auf ein von dem vorherigen unterschied- liehen Grobmass der zu erhitzenden Stäbe 15 (zum Beispiel von 1 m Länge auf 1,5m Länge) schnell umstellen zu können, ist der Druckzylinder 6 zweck mässig in einen verschiebbaren, jedoch abstützbaren Wagen 7 einzubauen.
Der andere Kontaktkörper 16 ist federnd gela gert, die von ihm in Achsrichtung zurückzulegenden Wege bis zur Erzielung eines ausreichenden, an seiner Abstützfeder 17 einstellbaren Einspanndruckes sind sehr gering, so dass sie von lamellenartig ausgebildeten elastischen Stromzuführungen ohne weiteres aufge nommen werden können.
Um bei unvorhergesehenem Verschleiss der Kon taktflächen der beiden Kontaktkörper 12, 16 Be triebsstörungen zu vermeiden oder in ihrer Dauer weitgehend einzuschränken, ist jeder Kontaktkörper 12, 16 mit einer konisch eingesetzten, von Kühlwasser seiner Innenkühlung auf ihrer Innenseite umspülten und rasch auswechselbaren besonderen Kontaktplatte 13, 19 ausgestattet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur elektrischen Widerstandserhitzung stabförmiger Körper aus Stahl, insbesondere Knüppel und Halbzeug, gekennzeichnet durch ein mit der Stromzuleitung verbundenes muffenartiges Kontakt element (1), welches eine zur Weiterleitung des Stro mes dienende, verschiebbare Kolbenstange (5) um fasst, die am freien Ende einen Kontaktkörper (12) für eine Stirnseite des zu erhitzenden Stahlkörpers (15) aufweist, und ferner gekennzeichnet durch Mittel (6), um den Stahlkörper (15) in Richtung auf den Kon taktkörper (16) für die andere Stirnseite des Stahl körpers zu drücken. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kontaktmuffe (1) zweiteilig ist und die Muffenhälften mittels über Gleitrollen be wegter Keilansätze (9) auf die Kolbenstange (5) auf- pressbar sind. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Muffen hälften mittels eines Keils (10) von der Kolbenstange (5) lösbar sind. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktmuffe (1) innen Querrippen (2) trägt, die der Stromübertragung zwischen der Muffe (1) und der von ihr umfassten Kolbenstange (5) dienen. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstange (5) in einem Druckzylinder (6) ver schiebbar angeordnet ist und dieser Druckzylinder (6) an einem abgestützten Wagen (7) befestigt ist. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmittelzufuhr zum Druckzylinder (6) mit einem Schaltorgan (11) versehen ist, welches abhängig von einem vorbestimmten Federweg einer den anderen Kontaktkörper (16) entgegen der Andrückbewegung des Kolbens im Druckzylinder (6) drückenden Feder (17) eine Schaltung vornimmt, um die Kolbenbe wegung im Druckzylinder (6) zu beenden und die Kontaktmuffe (1) auf die Kolbenstange (5)aufzu- pressen. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in den Kontaktkörpern (12 bzw. 16) je eine aussen ko nische, von Kühlwasser der Innenkühlung der Kon taktkörper auf der Innenseite umspülte und aus wechselbare Kontaktplatte (13 bzw. 19) eingesetzt ist.
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| CH348490D CH348490A (de) | 1955-10-28 | 1956-09-13 | Vorrichtung zur elektrischen Widerstandserhitzung stabförmiger Körper aus Stahl, insbesondere Knüppel und Halbzeug |
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| CH (1) | CH348490A (de) |
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- 1956-09-13 CH CH348490D patent/CH348490A/de unknown
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