CH348154A - Verfahren zum Abbau von Polyäthylenterephthalat zu Terephthalsäuredimethylester - Google Patents

Verfahren zum Abbau von Polyäthylenterephthalat zu Terephthalsäuredimethylester

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CH348154A
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Wolfgang Dr Jurgeleit
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Glanzstoff Ag
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  Verfahren zum Abbau von     Polyäthylenterephthalat    zu     Terephthalsäuredimethylester       Für den Abbau von     Polyäthylenterephthalat    wer  den gewöhnlich verfärbte und verunreinigte Abfälle,  die in Form von Fäden, Fasern oder auch kompakten  Massen vorliegen, verwendet, um sie aus wirtschaft  lichen Gründen wieder verwenden zu können. Der  Abbau wird entweder bis zur     Terephthalsäure    oder  zu einem entsprechenden Ester der     Terephthalsäure     gelenkt. Es wurde bereits vorgeschlagen,     Polyäthylen-          terephthalat    mittels konzentrierter Säuren bis zur  Bildung der     Terephthalsäure    abzubauen.

   Bei diesem  Verfahren fällt jedoch die     Terephthalsäure    in ver  unreinigtem Zustand an und muss in einem weiteren  Arbeitsgang verestert und gereinigt werden, wenn  sie einer Wiederverwendung zur Polykondensation  zugeführt werden soll. Nach einem anderen Vor  schlag werden     Polyäthylenterephthalat-Abfälle    mit  siedendem     Glycol    abgebaut. Die hierbei anfallenden       Terephthalsäurediglycolester    sind gleichfalls stark  verunreinigt und lassen sich .erfahrungsgemäss nur  äusserst schwierig reinigen.

   Nach einem weiteren Vor  schlag gelingt der Abbau von     Polyäthylentere-          phthalat-Abfällen,    wenn man sie unter Druck und bei  Temperaturen bis zu 210  in Gegenwart von Methanol  sowie hochsiedenden organischen Verbindungen, wie       Diphenyl,        Diphenyloxyd,        Diphenylmethan    usw., ab  baut. Ein Nachteil dieser Reaktionsweise ist, dass die  verwendeten organischen Verbindungen zum Teil, im  Abbauprodukt verbleiben und aus diesem erst ent  fernt werden müssen.  



  Es wurde nun gefunden, dass man den Abbau von       Polyäthylenterephthalat    besonders günstig durchführen  kann, wenn man dem Polyester das gewünschte End  produkt des Abbaus, nämlich den     Terephthalsäure-          dimethylester,    zusetzt und die Reaktion, wie üblich,  unter Druck in Gegenwart von Methanol sowie     Um-          esterungskatalysatoren    bei Temperaturen bis 210   durchführt. Die Reaktion läuft am günstigsten ab,    wenn     mit    einem Druck von vorzugsweise 10 bis 19 atü  gearbeitet wird.

   Als     Umesterungskatalysatoren    sind  insbesondere Zink, Zinkoxyd, Zinkacetat, Bleioxyd,  Bleiacetat, Magnesium,     Magnesiumoxyd    und Eisen  wirksam. Diese Katalysatoren werden     vorzugsweise     in nur geringer Menge zugefügt und lassen sich durch  einfaches     Umkristallisieren    des Endproduktes voll  ständig aus diesem entfernen. Der Vorteil der erfin  dungsgemässen Arbeitsweise besteht darin, dass dem  Abbauprodukt keine Verbindungen zugesetzt werden,  welche nach beendeter Reaktion in umständlichen  Reinigungsoperationen herausgelöst werden müssen.  Vielmehr beschleunigt das zugefügte Endprodukt, der       Terephthalsäuredimethylester,    den Abbau wesentlich,  ohne nachher störend zu wirken.  



  Der Abbau von     Polyäthylenterephthalat    unter  Druck und entsprechenden Temperaturen in Gegen  wart von Methanol gelingt auch ohne Zusatz von       Dimethylterephthalat,    jedoch wird hierzu ein Mehr  faches an Reaktionszeit benötigt.  



  <I>Beispiel 1</I>  20 g     Polyäthylenterephthalat-Faser-Abfälle    wur  den mit 100 g Methanol und 10 g     Dimethyltere-          phthalat    sowie unter Hinzufügung von 100 mg Zink  staub als Katalysator in einem Bombenrohr einge  schmolzen und 2 Stunden lang auf 160  erhitzt. Nach  dem Abkühlen wurde das Bombenrohr geöffnet und  das darin befindliche Reaktionsgemisch entnommen.  Die Faserabfälle waren restlos zu     Dimethyltere-          phthalat    abgebaut worden. Durch     Umkristallisieren     aus Methanol wurde reines     Dimethylterephthalat     (ohne Beimengung von Zinkstaub) erhalten.  



  <I>Gegenbeispiel</I>  Der Abbau von     Polyäthylentherephthalat-Faser-          Abfälle    wurde, wie oben beschrieben, mit den glei-           chen    Mengen durchgeführt, jedoch     Dimethyltere-          phthalat    nicht     zugesetzt.    Nach dreistündigem Erhitzen  konnte erst ein geringfügiger Abbau festgestellt wer  den, während ein merklicher Abbau zu     Dimethyl-          terephthalat    erst nach etwa 9 Stunden feststellbar  war.  



  <I>Beispiel 2</I>  4 g     Polyäthylenterephthalat-Faser-Abfälle,    1 g     Di-          methylterephthalat,    10 g Methanol und 100 mg Zink  staub wurden in einem Bombenrohr eingeschmolzen  und 3 Stunden auf 160      erhitzt.    Die Faser war nach  dieser Zeit restlos zu     Dimethylterephthalat    abgebaut,  welches durch     Umkristallisieren    von dem anhaften  den Zink befreit werden konnte.    <I>Beispiel 3</I>  2 g     Polyäthylenterephthalat-Schnitzel,    1 g     Dime-          thylterephthalat,    5 g Methanol und 100 mg Zinkstaub  werden 3 Stunden auf 160  erhitzt.

   Die Schnitzel wa  ren hierbei vollständig zu     Dimethylterephthalat    ab  gebaut.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Abbau von Polyäthylentere- phthalat zu Terephthalsäuredimethylester, dadurch gekennzeichnet, dass man Polyäthylenterephthalat in Gegenwart von Terephthalsäuredimethylester sowie in Gegenwart von Methanol und Umesterungskataly- satoren unter Druck auf höchstens 210 erhitzt.
CH348154D 1956-01-25 1956-12-18 Verfahren zum Abbau von Polyäthylenterephthalat zu Terephthalsäuredimethylester CH348154A (de)

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