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Tiefkühltruhe mit einer obern Beschickungsöffnung und mit einem im Nutzraum angeordneten Kühlelement Die vorliegende Erfindung betrifft eine Tiefkühltruhe mit einer obern Beschickungsöffnung und mit einem im Nutzraum angeordneten Kühlelement, das sich im Abstand von der Innenwand der Tiefkühltruhe befindet und von einer untern, der Kühlstellung entsprechenden Endlage im Nutzraum durch eine Öffnung in eine obere, der Abtaustellung entsprechende Endlage ausserhalb des Nutzraumes verschiebbar ist.
Tiefkühltruhen dieser Art sind bekannt, weisen aber den Nachteil einer relativ teueren Konstruktion auf, da sie ausser der Beschickungsöffnung eine gesonderte Öffnung für die genannte Verschiebung des Kühlelementes besitzen.
Die diesen Nachteil nicht aufweisende Tiefkühltruhe ist gemäss der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlelement im Grundriss Ringform besitzt, und dass die zur Verschiebung des Kühlelementes dienende Öffnung mit der Beschickungs- öffnung identisch ist. Der Ausdruck Ringform ist dabei im weiteren Sinne derart auszulegen, dass jedes in sich geschlossene Gebilde einen Ring darstellt.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Es zeigt: Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine Tiefkühltruhe mit einem in seiner Tiefstlage befindlichen Kühlelement, Fig. 2 Einzelheiten der Tiefkühltruhe gemäss Fig. 1 im Schnitt, mit in oberer Lage befindlichem Kühlelement, in grösserem Massstab gezeichnet, Fig. 3 eine Draufsicht auf die Tiefkühltruhe nach Fig. 1 und 2 ohne Deckel und Abdeckscheibe,
Fig. 4 einen Teil eines Schnittes analog Fig. 1 mit auf den Oberrand der Tiefkühltruhe aufgesetzter loser Wandsektion und Fig. 5 eine Vertikalführung für das Kühlelement nach Fig. 4 in Frontansicht und in grösserem Massstab gezeichnet.
Die in der Zeichnung dargestellte Tiefkühltruhe besitzt einen äussern zylindrischen Blechmantel 10 mit Boden und koaxial dazu einen innern zylindrischen Blechmantel 11, ebenfalls mit Boden, in eigensteifer Ausführung. Beide Blechmäntel 10, 11 sind mittels eines zwischen den Böden angebrachten Distanzgliedes 12 und einer Anzahl nahe ihren obern Rändern auf deren Umfang verteilter Distanzglieder 13 derart im Abstand voneinander gehalten und miteinander verbunden, dass zwischen den Mänteln 10, 11 ein Raum gebildet ist, der einen Isolierstoff 14, z. B. Glaswolle, enthält. Die Distanzglieder 12 und 13 bestehen ebenfalls aus Isolierstoff, z.
B. Holz. Der Aussenmantel 10 ist an seinem Oberrand mit einem ausgewalzten Wulst 15 versehen, der einerseits, diesen Mantel 10 versteift und anderseits als Stütze für die Distanzglieder 13 dient. Der Raum zwischen den Mänteln 10 und 11 ist nach oben mittels einer Kreisringscheibe 16 abgeschlossen, die an den Mänteln 10- und 11 durch Schrauben befestigt ist, welche gleichzeitig zur Befestigung der Distanzglieder 13 dienen. Zufolge der Steifigkeit der Mäntel 10 und 11 ist der zwischen diesen gelegene Isolierstoff 14 nur an wenigen Stellen durch Distanzglieder unterbrochen.
Die Tiefkühltruhe ist an ihrer obern und einzigen zur Beschickung derselben dienenden Öffnung mit einem isolierten Deckel 17 abgedeckt, der mittels Scharnieren an der Tiefkühltruhe befestigt, oder nur lose aufgelegt ist und unter Zwischenlage von Gummipackungen gegen die Scheibe 16 dicht anliegt.
Der innere Mantel 11, besitzt im Oberteil eine Erweiterung zur Aufnahme eines an ein nicht ge-
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zeigtes Kälteaggregat angeschlossenen Kühlelementes 20. Dieses Kühlelement 20 besitzt die Form eines Kreisringes und weist zwei koaxiale zylindrische Metallhüllen 22a, 22b auf, wobei der Durchmesser der innern Hülle 22a demjenigen des untern Teils des Innenmantels 11 entspricht, so dass die Innenwand des Kühlelementes 20 mit der Innenwand des untern Teils des Innenmantels 11 fluchtet.
Zwischen den Hüllen 22a und 22b und mit diesen wärmeleitend verbunden ist eine aus einem Metallrohr schraubenlinienförmig gewundene Verdampfungs- schlange 21 angeordnet, in der das Kühlmittel unter Wärmeaufnahme expandiert. Die Hüllen- 22a und 22b umschliessen allseitig einen Raum, der zweckmässigerweise zum Teil mit einer Flüssigkeit gefüllt ist, die sich bei der niedrigsten, in der Tiefkühltruhe vorkommenden Temperatur immer noch im flüssigen Zustand befindet und die Wärmeübertragung zwischen der Verdampfungsschlange 21 und den Hüllen 22a, 22b erleichtert sowie während der Stillstandperioden des Kälteaggregates Wärme aufnimmt.
Das Kühlelement 20 ist an seinem Unterrand mit zwei diametral zueinander angeordneten Haltern 23 versehen, auf denen je ein radial nach aussen ragender Zapfen 24 mit Vierkantschaft befestigt ist. Jeder dieser Zapfen 24 ist in einem senkrechten Schlitz 25' je einer von zwei diametral einander gegenüberliegenden, an der von dem erweiterten und dem nicht erweiterten Teil des Innenmantels 11 gebildeten Schulter lla befestigten Führungsteilen 25 geführt. Das Kühlelement 20 ist somit zwischen einer untern Endlage, in der es sich in seiner Gesamtheit in der Tiefkühltruhe befindet und in der sich die,Zapfen 24 gegen den Böden der beiden senkrechten Schlitze 25' abstützen bzw.
sich die Halter 23 gegen die Schulter 11a abstützen, und einer obern Endlage durch die genannte Beschickungsöffnung hindurch senkrecht verschiebbar. An seinem obern und untern Ende mündet jeder Vertikalschlitz 25' der Führungsteile 25 in einen kurzen horizontalen Schlitz (nicht dargestellt), in welche die Zapfen 24 durch Drehung des ringförmigen Kühlelementes 20 um seine Mittelachse eingeführt werden können, um dadurch das Kühlelement 20 in diesen Endlagen vertikal unver- schiebbar zu fixieren.
Die Rohrschlange 21 des Kühlelementes 20 ist zur Zufuhr und Ableitung von Kühlmittel über Me- tallrohrschlangen 26 und 27 an das nichtgezeigte Kälteaggregat angeschlossen, die zum Teil mit strichpunktierten Linien in Fig. 2 schematisch angedeutet sind. Diese Rohrschlangen 26, 27 sind schrau- benlinienförmig zwischen der Innenwand des erweiterten Teils des Innenmantels 11 und den Führungsteilen 25 gewunden und besitzen genügende Nachgiebigkeit, um sich bei Verschieben des Kühlelementes 20 in senkrechter Richtung, ähnlich wie Schraubenfedern, strecken und zusammendrücken zu lassen. Ihre Führung erfolgt während dieser Bewegung durch die Führungsteile 25 und den Innenmantel 11.
Wie aus Fig. 1 deutlich ersichtlich ist, ist zwischen dem in seiner untern Endlage befindlichen Kühlelement 20 und der Innenseite des erweiterten obern Teils des Innenmantels 11 sowie den Führungsteilen 25 und den Rohrschlangen 26 und 27 wie auch zwischen dem Kühlelement 20 und der Schulter 11a ein freier Raum vorhanden, in welchem die in der Tiefkühltruhe befindliche Luft frei um das Kühlelement 20 zirkulieren kann. Dadurch, dass das Kühlelement 20 im obersten Raum der Tiefkühltruhe angeordnet ist, entsteht ein Kreislauf der in der Tiefkühltruhe befindlichen Luft: Die am Boden des für die Aufbewahrung von Kühlgut dienenden Nutzraumes befindliche wärmere Luft steigt nach oben in den vom Kühlelement 20 umgebenen Raum, wo sie erstmals abgekühlt wird.
Die nachfolgende Luftmasse stösst die erstere weiter nach oben über den obern Rand des Kühlelementes 20 radial nach aussen, von wo sie zwischen der Aussenseite des Kühlelementes 20 und der Innenwand des erweiterten Teils des Innenmantels 11, unter weiterer Abkühlung absteigend, über die Schulter lla zurück in den Nutzraum gelangt. Dieser Kreislauf entsteht unabhängig davon, ob der Nutzraum mit einem Deckel versehen ist oder nicht und bewirkt einen sehr guten Kühleffekt der Tiefkühltruhe.
Um zu verhindern, dass sich das während der Stillstandperioden des Kälteaggregates in der Ver- dampfungsschlange 21 ansammelnde flüssige Kühlmittel bei wieder einsetzendem Kälteaggregat nicht zum Kompressor der Kältemaschine gelangt, ist die Zufuhrleitung 26 mit Abstand vom untern Ende der Verdampfungsschlange 21 an diese angeschlossen, wodurch das verbleibende Reststück der letztgenannten einen Sack 28 bildet, in dem das flüssige Kühlmittel sich ansammeln kann und von wo es nur allmählich weggesogen wird.
Durch die Verschiebbarkeit des Kühlelementes 20 in beschriebener Weise kann das Abtauen des Kühlelementes 20 dadurch erfolgen, dass es nach Abnehmen des Deckels 17 in seine obere Endlage verschoben wird. Eine Schale 30, die zweckmässigerweise zweiteilig ist, damit sie die Halter 23 dicht umschliessen und die ganze Öffnung der Tiefkühltruhe abdecken kann, wird danach unter das Kühlelement 20 gestellt, wobei sie gegebenenfalls unter Zwischenlage einer Gummipackung auf der Scheibe 16 ruhen kann.
Diese Schale 30 dient sowohl zum Aufsammeln von Tauwasser, das vom Kühlelement 20 abfliesst, als auch als Deckel für die Tiefkühltruhe während der Abtauperiode, so dass die Temperatur darin niedrig gehalten werden kann. Während des Abtauens ist es somit nicht nötig, die Temperatur in der Tiefkühltruhe über den Gefrierpunkt zu erhöhen, wodurch wiederum die Gefahr eines Eindringens von Feuchtigkeit in die Isolierung 14 wesentlich herabgesetzt wird, wozu auch der Umstand beiträgt, dass das Kühlelement 20 mit dem Innenmantel 11 nicht in wärmeleitender Verbindung steht.
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Eine Lüftung der Isolierung 14 kann dadurch erreicht werden, indem im Innenmantel 11 Öffnungen 31 angeordnet sind.
Die Einfachheit des Ab- tauens erfordert nur geringe Mühe, so dass es oft ausgeführt werden kann.
Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Tiefkühltruhe ist der, dass in einfacher Weise eine provisorische Vergrösserung des Nutzraumes vorgenommen werden kann. Dies wird, wie in Fig. 4 gezeigt ist, dadurch erreicht, dass nach Abheben des Deckels 17, der dazu zweckmässigerweise Scharniere mit herausnehmbaren Bolzen besitzt oder nur lose aufgelegt ist, eine lose isolierte Wandsektion 18 von gleichem Grundriss wie der Oberteil der Tiefkühltruhe auf die Kreisringscheibe 16 aufgesetzt wird.
Auf diese Art kann die Tiefkühltruhe auch bei in seine obere Erdlage verschobenem Kühlelement 20 durch Auflegen des Deckels 17 auf die Wandsektion 18 verschlossen werden. Zweckmässigerweise sind die Führungsteile 25 zusätzlich je mit einer Anzahl zwischen ihren beiden Enden verteilter, vom betreffenden Schlitz 25' abgehender Querschlitze 19 versehen (Fig. 5), die das Kühlelement 20 in mehreren Zwischenstellungen bei der Höhenverschiebung festzustellen gestatten. Die Erfindung ist nicht auf die hier veranschaulichte Ausführung beschränkt.
Zum Beispiel braucht die federnde Verbindung zwischen dem nichtgezeichneten Kälteaggregat und dem Kühlelement 20, die die auf- und niedergehende Bewegung des Kühlelementes 20 ermöglicht, nicht unbedingt als schraubenlinienförmig gewundene Rohrschlange 26, 27 ausgeführt zu sein. Es könnten beispielsweise auch Schläuche für denselben Zweck verwendet werden.
Anstelle der äussern Metallhülle 22b könnten auch längs der Verdampfungsschlange 21 verteilte Winkelschienen angeordnet sein, wobei der eine Schenkel jeder Schiene winkelrecht von der Verdampfungsschlange 21 abstehend an letzterer befestigt -wäre und der andere Schenkel auf der Aussenseite der Verdampfungsschlange 21 mit Abstand von dieser einen Teil einer Hüllfläche, die koaxial zum Grundriss der Verdampfungsschlange 21 verläuft, bilden würde. Anstelle von zwei Führungsteilen 25 könnte, bei entsprechender Gestaltung des Zapfens 24, z.
B. durch Anordnung einer den Schlitz 25' überdeckenden Verdickung am Zapfen 24 hinter dem Führungsteil 25 auf der dem Innenmantel 11 zugekehrten Seite des Zapfens 24, mittels welcher ein durch das Eigengewicht des Kühlelementes hervorgerufenes Verklemmen erzielt würde, auch nur ein Führungsteil 25 verwendet werden. Schliesslich könnte das Kühlelement 20, gegebenenfalls auch die Tiefkühltruhe, statt des gezeigten kreisförmigen Grundrisses auch einen rechteckigen oder quadratischen Grundriss aufweisen.