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Holzgehäuse für Uhren Die vorliegende Erfindung betrifft Holzgehäuse für Uhren. Obgleich die mit Holzgehäuse ausgestatteten Uhren gegenüber den Uhren mit Metallgehäuse eine Reihe von Vorzügen aufzuweisen haben, insbesondere die mannigfachen Möglichkeiten der architektonischen Gestaltung und der guten Tonwiedergabe für die eingebauten Klangkörper, ist der Anteil dieser Uhrengattung an der Gesamterzeugung seit Jahren im Abnehmen begriffen.
Ursache dafür ist insbesondere, dass Holzgehäuse einen erheblichen Anteil an Handarbeit verlangen, die wegen der im Vergleich zu andern Einrichtungsgegenständen kleinen Dimensionen mit einer im Möbelbau sonst nicht angewendeten Genauigkeit ausgeführt werden muss. Der dadurch bedingte vergleichsweise hohe Lohnanteil ist zusammen mit den ebenfalls erheblichen Materialkosten die Ursache dafür, dass Holzuhrgehäuse hoher Qualität heute schwer verkäuflich sind. Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, diesem Mangel abzuhelfen. Die Lösung dieser Aufgabe wurde darin gefunden, das Gehäuse wenigstens teilweise aus unter Verwendung von Furnierhölzern hergestellten schalenartigen Press- formteilen und im übrigen aus massiven Holzplatten herzustellen.
Es hat sich gezeigt, dass es insbesondere bei Verwendung von Kunstharzleimen auf Phenol-Formaldehyd-Basis, und zwar vorzugsweise in Form von Leimfilmen gelingt, aus Furnierhölzern stark geschweifte Gehäuseteile in wirtschaftlich vorteilhafter Weise und einwandfreier Qualität zu pressen, und zwar einschliesslich der Verzierungen, des Zifferblattes und dergleichen, die bisher in Schnitzarbeit hergestellt und aufgeleimt werden mussten.
Bemerkenswert ist, dass auch edle Furnierhölzer diesem Press- und Verleimungsvorgang im Aussehen unverändert standhalten; sie werden zusammen mit andern Holzarten, zum Beispiel Gabun, als Zwischenfurnieren verarbeitet, wobei aber die Zwischenfurniere auch ganz oder teilweise durch Karton, Pressspan und dergleichen ersetzt werden können.
Die Erfindung wird nachstehend an Ausführungsbeispielen und den zugehörigen Zeichnungen erläutert. Es zeigen: Fig. 1 die Vorderansicht eines Uhrgehäuses, dessen Vorderseite teilweise aufgeschnitten ist, Fig.2 eine Detailansicht zu Fig. 1 in grösserem Massstab, Fig. 3 eine Schnittansicht durch das Gehäuse nach Fig.l, von oben gesehen, Fig.4 eine Detailansicht zu Fig.l in grösserem Massstab, Fig.5, 6 und 7 Detailansichten des Türverschlusses bei Fig. 1, Fig. 8 einen Gehäuseschnitt zu Fig. 1, von der Seite gesehen,
Fig.9 bis 11 Detailansichten des Werkhalters für das Uhrwerk im Gehäuse nach Fig. 1, Fig. 12 bis 19 eine zweite Art von Werkbefestigungen in Seiten- und Vorderansicht sowie Detaildarstellung, Fig. 20 bis 22 eine dritte Art von Werkbefestigung, Fig. 23 bis 26 eine vierte Art von Werkbefestigung.
Die Vorderfront des Uhrgehäuses mit angebo- genen Seitenteilen ist aus einer Furnierplatte gefertigt und mit 1 bezeichnet (Fig. 1, 3 und 8).
Wie aus den Zeichnungen ersichtlich, kann die geschwungene Vorderfront mit Seitenteilen aus einer Furnierplatte geformt bzw. geprägt werden.
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Die Furnierplatte ,besteht aus mehreren Fur- nierschichten, zum Beispiel aus 1 bis 4 Mittellagen, aus je etwa 1 mm Gabun und aus einem Aussen- und Innenfurnier (etwa 0,6 mm Edelfurnier). Es ist möglich, anstelle der Gabunzwischenlagen, d. h. zwischen die beiden Edelfurniere Karton, Pressspan oder dergleichen zu verwenden.
Die Zwischenschichten (Gabun, Pressspan oder Pappe) und Edelfurnier werden unter Zwischenlage von Leimfilmen aufeinandergelegt und mit entsprechender Erhitzung geprägt. Es gibt hierfür Spezialleime, insbesondere solche auf Phenol- und Phenol-Formaldehyd-Basis, die bei Hitzeeinwirkung flüssig werden, wodurch die Verleimung der einzelnen Schichten zustandekommt.
Mit dem unter Hitzeeinwirkung erfolgenden Leimvorgang wird gleichzeitig die Prägung vorgenommen, das heisst die Formgebung der Gehäusefront, wie dies zum Beispiel in Fig. 1, 3 und 8 dargestellt ist. Zugleich werden bei diesem Pressvor- gang Ornamente 1 a und erhabene Zierränder 1 b und 1 c eingeprägt. Es wird ferner vorgeschlagen, anstelle der sonst üblichen aufgelegten Zahlen oder Zahlenreife, in die Frontplatte Zahlen 1d und Minutenstriche 1e als Hochrelief oder Tiefrelief einzuprägen. Aus Furnierplatten ist ferner das bogenförmige Abschlussstück 2 zu fertigen. Dieser Gehäuseteil ist genau so geschichtet, geleimt und gepresst wie der bereits beschriebene Teil 1.
Erwähnt sei noch, dass die Verleimung von Teil 1 und Teil 2 vorzugsweise durch eine in Teil 2 eingefräste Nut 2a erfolgt, um eine gute Verlei- mung bzw. Leimfuge zu erhalten. Die Leimfuge könnte ebenso gut in Teil 1 angebracht werden. Teil 2 kann auch, falls erforderlich, mit eingeprägten Ornamenten, Verzierungsleisten usw. versehen werden.
Beim Verleimen von Teil 1 und 2 wird gleichzeitig der Boden 3 eingeleimt. Der Boden kann in bekannter Weise aus Weichholz gefertigt werden, das heisst aus einer Holzart, die für die Übertragung der Gongschlagschwingung geeignet ist. Bei Verwendung eines an sich bekannten, den Schall über eine Membran abstrahlenden Gonges könnte jedoch jede beliebige Holzsorte, Kunststoffplatte, Spanplatte oder dergleichen Verwendung finden.
Ausser dem Boden 3 wird beim Verleimen des Kastens gleichzeitig die Rückwand 4 mit eingeleimt, welche aus jeder beliebigen Holzart, vorzugsweise auch aus Spanplatten, gefertigt werden kann. Zwecks Verstärkung können zwischen Frontteil 1 und Bodenplatte 3 Verstärkungsleisten 6 eingeleimt werden.
Wie aus Fig. 3, 4 und 8 ersichtlich, ist die Türe 7 ebenfalls aus einer Furnierplatte nach dem bereits beschriebenen Verfahren gefertigt.
Wie Fig.3, 4 und 8 zeigen, können in die Türe Verzierungen 7a mit eingeprägt werden. Das Scharnier 8 kann vorzugsweise durch Hohlnieten 9 an der Türe 7 befestigt werden. Der zweite Scharnierteil wird mit Holzschrauben 10 an der Rückwand 4 angeschraubt.
Der Türverschluss kann in bekannter Weise an der Türe 7 angebracht werden, das heisst, ein Schlüsselgriff 11, mit Schlüsselrohr 12, Federscheibe 13 und Kralle 14 wird an der Türe 7 befestigt. Beim Drehen des Schlüssels greift die Kralle 14 hinter die Rückwand 4. Für die besondere Gestaltung der Türe aus Furnieren wurde noch ein besonderer, zweckmässiger Verschluss geschaffen. Dieser Verschluss ist in Fig. 5 bis 7 dargestellt. Die Türe ist mit 50 bezeichnet. In der Türe 50 ist eine Durchbrechung 50a. Die Durchbrechung 50a ist so geformt, dass der Schlüsselgriff 51 und das Schlüsselrohr 52 hindurchgeschoben werden können.
Bei dieser Ausführung ist der Schlüssel nicht an der Türe, sondern an der Rückwand 53, die im wesentlichen der Rückwand 4 entspricht, befestigt. Durch eine Federscheibe 54 erhält der Schlüssel Friktion. Beim Schliessen der Türe wird der Schlüsselgriff 51, sofern derselbe drehbar am Schlüsselrohr 52 gelagert ist, senkrecht aufgestellt. Die Türe wird sodann geschlossen, wobei der Schlüssel 51 mit Schlüsselrohr 52 durch den Schlitz 50a der Türe 50 hindurchgedrückt wird. Hernach wird der Schlüsselgriff 51 mit 90 Verdrehung quergestellt; dadurch wird die Türe 50 an die Rückwand 53 angepresst und festgehalten.
Damit die Türe 50 beim Öffnen gefasst werden kann, wird vorgeschlagen, eine Nase 50b an der Türe anzubringen, die etwas abgeschrägt ist (siehe Fig. 6), das heisst mit einer Fingernagelkerbe versehen ist.
Zwecks Befestigung des Werkes wird in das Gehäuse ein Werkhalter mit eingeleimt. Der Werkhalter weist Teile 15 und 16 auf. Der Werkhalter 16 (siehe Fig. 1) liegt mit seinem wesentlichen Teil an der Innenseite der Frontplatte 1 an. Aufgestellte Lappen 16a dienen zur Befestigung der Platine. Das untere Ende 16b muss vor dem Verleimen des Kastens mit der Bodenplatte 3 verschraubt werden. Die Bodenplatte 3 ist zu diesem Zwecke entsprechend der Materialbreite und der Materialstärke des Lappens 16b eingefräst (siehe Fig. 8). Der Werkhalter 16 ist ferner mit einem Arm 16e ausgeführt. Der Arm 16c ist beispielsweise abgeschrägt bis zur Rückwand 4 und verläuft von dort parallel mit der Rückwand 4 bis zur Bodenplatte 3.
Das Ende 16d des Armes 16e muss ebenfalls vor dem Verleimen des Kastens mit der Bodenplatte 3 verschraubt werden, wobei die Bodenplatte 3 an dieser Stelle eine Einkerbung entsprechend der Materialstärke und Materialbreite 16d erhält.
Der Werkhalter 15 ist in gleicher Weise wie der Werkhalter 16, jedoch im Spiegelbild gebogen, ausgeführt.
Aus Fig. 3 und 8 ist zu ersehen, wie das durch gestrichelte Linien angedeutete Werk 17 mit den Werkhaltern verschraubt ist. An den angebogenen Lappen 16a können verschiedene Bohrungen 16e oder Gewindelöcher entsprechend verschiedener Werktypen angebracht werden. Die Befestigung des Wer-
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kes kann durch Verschrauben oder durch Verstiften oder durch einen Splint erfolgen.
Wie aus den Abbildungen ersichtlich, sind die Werkhalter durch Verschraubung und Verleimung organisch mit den Gehäuseteilen verbunden und geben so dem eingebauten Uhrwerk auch bei starken Transportstössen einen sehr guten Halt.
Erwähnt sei noch, dass die Bodenplatte 3 oder die Rückwand 4, welche mit den Teilen 1 und 2 verleimt werden, vorzugsweise mit Leimnuten versehen werden können, damit die zusammengeleimten Teile gut halten. Der Boden 3 weist zum Beispiel eine Abschrägung 3a auf und in den Teil 1 ist eine entsprechende Nut 1 f angebracht (siehe Fig. 1 und 2).
Die Rückwand 4 ist in eine Nut 1g des Teils 1 eingeleimt (siehe Fig. 3).
Der Gong 18 ist in bekannter Weise an der Bodenplatte 3 befestigt.
Fig.9 zeigt einen Werkhalter 100, welcher im wesentlichen ausgeführt ist wie die Werkhalter 15 und 16. An den Lappen 100a sind Nasen 100b zwecks Verstiftung des Werkes angebracht. Die Befestigung des Werkhalters 100 an der Bodenplatte 101 ist gegenüber der Befestigungsart des Werkhalters 16 etwas abweichend. Diese Ausführung ist insbesondere gedacht für Holzgehäuse, welche einen sehr schwachen Gehäuseboden 101 aufweisen, zum Beispiel Gehäuseboden aus Furnierplatten, Sperrholz- und Kunstfaserplatten oder dergleichen.
Ein solch dünner Gehäuseboden könnte zum Beispiel verwendet werden bei Benützung des Membrangongs, der mit seinem grossen Membranchassis an dem dünnen Gehäuseboden l01 einen genügenden Halt bekommt. Die Arme 100c und 100d des Werkhalters 100 sind an ihrem untern Ende abgebogen, so dass die abgebogenen Enden sich an der Unterseite des Gehäusebodens befinden. Sie sind mit der Bodenplatte 101 vorzugsweise durch Rohrnieten befestigt. Zur Versteifung des Werkhalters sind die Abbiegestellen mit Fräsungen 100e und 100f versehen. Bei dem Werkhalter 16 sind die Verstärkungen mit 16f und 16g bezeichnet.
Anstelle der Verschraubung oder der Vernietung des Werkhalters kann der Werkhalter vor dem Verleimen der Gehäuseteile auch durch Kerbung befestigt werden. Fig. 10 und 11 zeigen dieses Beispiel. Der Werkhalterarm 150 wird an seinem untern Ende 150a in die Frontplatte 151 eingekerbt. Der nach innen gedrückte eingekerbte Lappen ist mit 150b bezeichnet. Die Gehäuserückwand ist mit 152 bezeichnet.
Die Fig. 12 bis 19 zeigen weitere Ausführungsmöglichkeiten für die Befestigung des Werkes. Diese Werkbefestigungsarten sind besonders vorteilhaft für das vorstehend beschriebene Holzgehäuse, aber auch für Holzgehäuse bekannter Art, also Holzgehäuse, die nicht aus dünnen Furnierhölzern, sondern aus starken Holzbrettern gefertigt und die lediglich mit Edelfurnieren versehen sind. Die Frontplatte, die aus starkem Holz oder aus dünnen Furnierhölzern bestehen kann, ist mit 200 bezeichnet. Auf der Innenseite der Frontplatte 200 wird eine vorzugsweise aus Sperrholz oder aus Furnierhölzern bestehende Platte 201 aufgeleimt.
Die Holzplatte 201 ist in ihrer Grösse und ihrer Form den in Frage kommenden Uhrwerken (in ein bestimmtes Uhrgehäuse werden oft verschiedene Werkarten eingeschraubt) angepasst. Die Holzplatte 201 wird zweckmässigerweise an den Ecken abgeschrägt oder gerundet, was insbesondere wegen dem Gehäusekopf bzw. dem geschwungenen Gehäuseteil 2 zumindest an den obern beiden Ecken erforderlich ist. Auf der Holzplatte 201 ist ein an den Seiten abgekantetes Blech 202 oder 203 aufgesetzt. In das Blech 202 oder 203 sind Werkpfeiler 204 eingenietet. Das mit gestrichelten Linien dargestellte Werk 205 wird vorzugsweise mit den Pfeilern 204 durch Verstiften befestigt. Für die Befestigungsart des Bleches 202 bzw. 203 gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Bei den dargestellten Fig. 12 und 13 ist beispielsweise das Blech 202 mit der Holzplatte 201 durch Nieten 206 befestigt. In diesem Fall muss also beim Aufleimen des Brettes 201 auf die Frontplatte 200 das abgewinkelte Blech 202 mittels den Nieten 206 bereits befestigt sein, und ausserdem müssen auch bereits die Pfeiler 204 angenietet sein. Nach dem Verleimen sind also die Teile 201, 202, 204 und 206 mit dem Uhrgehäuse verbunden. Das Werk kann an den Pfeilern 204 befestigt und bei der Reparatur durch Herausziehen der Stiften auch wieder ausgebaut werden.
Nach der Ausführungsform nach Fig. 14 und 15 ist vorgesehen, das abgewinkelte Blech 202 mit Pfeilern 204 vor dem Einbau in das Gehäuse auf das Werk aufzusetzen, bzw. mit dem Werk zu ver- stiften. Bei dem Aufleimen der Holzplatte 201 auf die Frontplatte 200 müssen zuvor lediglich die Gewindebolzen 207 eingeführt werden. Die mit zwei Flächen versehenen Köpfe der Gewindebolzen 207 sind in eine in die Holzplatte 201 eingefräste Nut 201a eingelassen. Der Gewindebolzen kann sich dadurch nach dem Verleimen der Platte 201 mit der Frontplatte 200 nicht mehr drehen.
Das Werk mit aufgesetzter abgewinkelter Blechplatte 202 wird hernach in das Gehäuse eingeführt. Entsprechend angebrachte Löcher in dem Blechteil 202 dienen zum Durchführen der Gewindebolzen 207. Nach dem Einführen des Werkes werden auf die Gewindebolzen 207 Muttern 208 aufgeschraubt. Bemerkt sei noch, dass der Blechteil 202 mit verschiedenen Lochungen für die Werkpfeiler 204 oder die Gewindebolzen 207 entsprechend den in Frage kommenden Werktypen versehen werden kann.
Fig. 16 bis 19 zeigen eine weitere Befestigungsart. Die Anordnung des Blechteils 202 und der Pfeiler 204 ist im wesentlichen wie bei den vorstehend beschriebenen Ausführungen. Die Nieten 206 oder die Gewindebolzen 207 kommen jedoch
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bei diesen Ausführungen in Wegfall; dafür werden zwei U-förmig gebogene Blechwinkel 209 in die Holzplatte 212 nach der Rückseite vor der Ver- leimung eingelegt. Der Blechteil, der bei dieser Ausführung die Bezeichnung 203 hat, ist mit entsprechenden Schlitzen 203a versehen, aus welchen die Lappen des U-förmig gebogenen Blechteils herausragen.
Mit dem Uhrgehäuse bzw. der Frontplatte 200 fest verleimt ist die Holzplatte 212 und der mit eingeleimte U-förmig gebogene Winke1209. Auch bei dieser Ausführung wird der Blechteil 203, der an zwei oder an vier Seiten vorzugsweise abgekantet ist, vor dem Einbau des Werkes mit letzterem verstiftet oder verschraubt. Das Werk mit Blechteil 203 wird in das Gehäuse eingeführt, sodann werden Exzenterhebel 210 in die gebogenen Winkel 209 eingeschoben. An dem Exzenterhebel 210 sind Wellen 211 befestigt.
Die Welle 211 hat eine angefräste Fläche zur Erzielung einer Exzen- terwirkung. Es können auch bei dieser Ausführung die Teile 212 und 203 an den Ecken abgeschrägt oder gerundet werden, und es können für die Pfeiler 204 entsprechend den verschiedenen Werktypen wahlweise Lochungen vorgesehen werden. Schliesslich sei noch bemerkt, dass anstelle von zwei U-förmig gebogenen Winkeln 209 bzw. Exzenterhebel 210 auch deren drei oder vier angeordnet werden können.
Die Fig. 20 bis 22 zeigen eine weitere Ausführungsform, die im wesentlichen der in den Fig. 12 bis 19 beschriebenen Befestigungsart entspricht, wobei jedoch nicht ein Blechteil, sondern zwei Blechteile angeordnet sind.
Die beiden Blechwinkel oder Werkträger sind mit 250 und 251 bezeichnet. In die Teile 250 und 251 sind nicht Werkpfeiler eingenietet, sondern ähnlich wie bei dem Werkhalter (Fig. 1, 3 und 8) abgewinkelte Lappen 250a und 251a angebracht. Die Werkträger 250 und 251 werden an das Werk 252 angeschraubt oder mit demselben verstiftet. An die Gehäusefront 253 wird, wie bereits vorstehend beschrieben, ein Werkbrett oder zwei geteilte Werkbretter 254 und 255 aufgeleimt. Für diese Brettchen kann beispielsweise der Gehäusetürausstich aus der Gehäuserückwand Verwendung finden.
Für die Brettchen 254 und 255 werden vor dem Verleimen Gewindebolzen 256 eingelegt. Die seitlich angefrästen Köpfe der Gewindebolzen 256 sind in Einfräsungen 254a bzw. 255a der Brettchen 254, 255 eingelassen. Es genügen halbkreisförmige Einfräsungen, das heisst es ist nicht erforderlich, dass durch die ganze Länge der Brettchen Nuten durchgefräst werden. Die Werkträger 250 und 251 werden auch bei dieser Ausführung durch Muttern 257 befestigt.
Die Fig.23 und 24 zeigen eine Befestigungsart im wesentlichen wie in den Fig. 20 bis 22 dargestellt. Es soll anhand der Fig. 23 und 24 lediglich gezeigt werden, dass die Lappen 300a und 300b mit mehreren Lochungen entsprechend den ver- schiedenen Werktypen versehen werden können, und auch der Werkträger selbst ist mit mehreren Lochungen bzw. Schlitzen 300c und 300d versehen, da ja der Abstand der Werkträger auch bei verschiedenen Werktypen verschieden ist und die in der Holzplatte 301 eingesetzten Gewindebolzen 302 eine feste Stellung aufweisen. Es ist also durch diese Anordnung möglich, dass bei einmal eingeleimten Holzbrettchen 301 bzw. 254 und 255 beliebige Werke in das Gehäuse bei Bedarf eingeschraubt werden können.
Der Werkträger 300 oder auch Werkträger 255 kann zwecks Verstärkung oder Versteifung mit einer Prägung 300e (siehe Querschnittdarstellung) versehen werden.
Schliesslich zeigen Fig. 25 und 26 noch eine Ausführungsart, bei welcher der Werkträger 350 auf dem Werkzeugbrettchen 351 nicht durch Gewindebolzen, sondern durch Holzschrauben 352 befestigt ist. An den Lappen 350a sind wieder sinngemäss für die verschiedenen Werktypen die erforderlichen Lochungen angebracht. Für die Durchführung der Holzschrauben ist eine Mehrfachlochung nicht erforderlich. Die Holzbrettchen 301 bzw. 351 werden, wie vorstehend bereits mehrfach beschrieben, in die Frontplatte des Gehäuses eingeleimt.