CH335348A - Einpoliger Motorschutzschalter - Google Patents
Einpoliger MotorschutzschalterInfo
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Description
Einpoliger Motorschutzschalter Für die bei Haushaltmaschinen üblichen Einphasenstrommotoren sind auf dem Markte keine billigen Motorschutzschalter vorhan den. Die erhältlichen Schalter sind meistens dreipolig und/oder wegen ihrer Grösse und ihres Preises für den genannten Zweck nicht geeignet.
Die vorliegende Erfindung gestattet, mit geringem Aufwand einen kleinen einpoligen Motorschutzschalter herzustellen. Derselbe ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass sein Gehäuse aus zwei mit Ausnehmun- gen versehenen Teilen besteht, wobei min destens einige der aktiven Schalterorgane, d. h. der Organe, die beim Schalten eine elek trische oder mechanische Funktion haben, in diese Ausnehmungen eingelegt und lediglich dadurch am Gehäuse gehaltert sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht des Schalters, wobei einer der Gehäuseteile abgehoben ist, Fig. 2 eine Vorderansicht des Schalters, Fig. 3 einen Grundriss des Schalters im Schnitt, Fig. 4 die Innenansicht einer Gehäuse hälfte, Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V von Fig. 4, Fig. 6 eine Seitenansicht der Gehäuse hälfte in Richtung des Pfeils VI von Fig. 4, Fig. 7 eine Ansicht einer Magnetspule,
Fig. 8 einen Grundriss zu Fig. 7, Fig. 9 eine Ansicht des Schaltergriffes, Fig. 10 einen Grundriss zu Fig. 9, Fig. 11 ein Anschlussstück, Fig. 12 einen Grundriss zu Fig. 11, Fig. 13 einen Seitenriss zu Fig. 11.
Der dargestellte einpolige Motorschutz schalter weist ein aus den Teilen 1 und 2 bestehendes Gehäuse aus Isoliermaterial auf. Diese Gehäuseteile sind mit einander paar weise gegenüberliegenden Nuten 3 und Sack löchern 4 versehen, in welche die aktiven Schalterteile eingelegt sind.
Der Schalthebel 5 ist mit zwei Lager zapfen 6 versehen, für welche Löcher 4a vor gesehen sind (s. Fig. 1, 4, 9 und 10). Die Magnetspule 7 ist mit vier Haltelappen 8 versehen, für welche Nuten 3a vorgesehen sind (s. Fig. 1, 4, 7 und 8).
Mit 9 ist ein in der Magnetspule axial beweglich angeordneter Magnetkern bezeichnet, der unten aus der Spule hervorragt und nur bei sehr starker Erregung in denselben hineingezogen wird, damit sein verjüngtes Ende 9a auf später beschriebene Weise den Stromkreis öffnet. Ein Ende der Bimetallfeder 10, die von der Heizwicklung 11 umgeben ist, ist an dem Anschlussstück 16 befestigt, während ihr anderes Ende frei beweglich und leitend mit der Heizwicklung 11 verbunden ist. Mit 12 ist eine Kontaktfeder bezeichnet, deren zwei Haltelappen 13 in gegenüberliegende Nuten 3b eingreifen.
Das Anschlussstück 14 hat ebenfalls zwei Haltelappen 15 (s. Fig. 11-13), die in Nuten 3c eingelegt sind, während der nach aussen führende Teil des Anschluss- stückes in Randnuten 3d liegt. Das Anschluss- stück 14 ist aussen mit der Anschlussschraube 17 versehen. Die zweite Anschlussklemme 17 ist auf dem Anschlussstück 16 angebracht, das in Nuten 3e und 3 f liegt.
Mit 18 ist das Schaltschloss und mit 19 der Auslösehebel bezeichnet, welcher mit zwei Zapfen in Lö chern 4b drehbar gelagert ist. Die beiden mit einander in Berührung kommenden Kontakt stücke 21 sind respektive auf der Kontakt feder 12 und auf dem Anschlussstück 16 fest angebracht. Das Schaltschloss 18 weist eine Lasche 18a auf, die einerseits am Schalthebel 5 und anderseits an der Doppellasche 18b an gelenkt ist, welche ihrerseits an der Kontakt feder 12 angelenkt ist.
Der Auslösehebel 19 weist zwei Arme 19a und 19b auf, von denen der erstere zwischen dem Magnetkern 9 und der Lasche 18a liegt und der letztere haken förmig um das freie Ende der Bimetallfeder 10 gebogen ist.
Um die beiden Gehäuseteile aufeinander zu befestigen, sind zwei Schrauben 22 (s. Fig.1) vorgesehen, die in mit nicht dargestellten Gewindebuchsen versehene Löcher 22a des Gehäuseteils 1 eingreifen. Die Gehäuseteile 1 und 2 sind überall symmetrisch, bis auf die für die Schrauben 22 erforderlichen Löcher (s. Fig. 2). Um den Schalter mit Hilfe von Schrauben befestigen zu können, sind an Vor sprüngen der Gehäuseteile Nuten 23a (s. Fig.6) vorgesehen, die sich bei Zusammensetzung der beiden Gehäusehälften zu zwei Schrauben löchern 23 (s. Fig. 2) ergänzen.
Der dargestellte einpolige Motorschutz schalter arbeitet wie folgt In der in Fig. 1 dargestellten Lage ist der Stromkreis geschlossen, und zwar über das Anschlussstück 16, die Bimetallfeder 10, die Heizwicklung 11, die Magnetspule 7, die Kontaktfeder 12, die beiden Kontaktstücke 21 und das Anschlussstück 14. Bei Überstrom verbiegt sich die Bimetallfeder 10 nach rechts, wobei der Arm 19b des Auslösehebels 19 mit genommen wird, so dass dieser Hebel sich im Uhrzeigersinn dreht.
Der Hebelarm 19a drückt die Lasche 18a nach oben, wobei sich das von den Laschen 18a und 18b gebildete Knie streckt. Nach Überwindung des Tot punktes knickt das erwähnte Knie auf die andere Seite aus, so dass die Kontaktfeder 12 nicht mehr nach rechts gedrückt wird und die Kontaktstücke 21 sich voneinander ent fernen, wodurch der Stromkreis unterbrochen wird. Zugleich verschwenkt sich auch der Schalthebel 5 im Gegenuhrzeigersinn.
Bei Kurzschluss würde die Bimetallfeder durch den Kurzschlussstrom zerstört, bevor sie auf obigem Wege die Ausschaltung be wirken könnte. In diesem Falle tritt aber die Magnetspule 7 in Aktion, deren Anziehungs kraft nur bei sehr grossem Strom genügt, um den unten aus der Spule hervorragenden Magnetkern 9 nach oben zu bewegen. Wenn der Magnetkern 9 aber durch den Kurzschluss- strom plötzlich nach oben gezogen wird, schlägt sein oberes Ende 9a gegen die Lasche 19a und damit indirekt gegen die Lasche 18a, so dass das Knie schlagartig nach oben aus knickt und der Stromkreis geöffnet wird.
Wenn man den Schalthebel 5 von Hand wieder in die Einschaltlage bringt, so wird die Kontaktfeder 12 nach rechts in die Kon taktlage gedrückt, worauf der Stromkreis ge schlossen bleibt, insofern die Bimetallfeder kalt ist bzw. die Ursache für den Überstrom behoben ist. Die beschriebene Konstruktion, bei wel cher sämtliche aktiven Schaltorgane (also praktisch alle beschriebenen Organe abge sehen vom Gehäuse 1, ? und den Schrauben 22) lediglich durch die Nuten 3 und Löcher 4 der Gehäusehälften 1 und 2 gehaltert sind, ohne irgendwelche Verschraubung dieser Teile mit den Gehäusehälften, eignet sich vorzüg lich für die Massenfabrikation, wobei die Her stellungskosten sehr niedrig sind.
An Stelle eines Schalthebels könnte bei entsprechender Ausbildung des Schaltschlos ses auch ein Druckknopf vorgesehen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einpoliger Motorschutzschalter mit einem aus Isoliermaterial bestehenden Gehäuse, da durch gekennzeichnet, dass dieses Gehäuse aus zwei mit Ausnehmungen versehenen Teilen besteht, wobei mindestens einige der aktiven Schalterorgane in diese Ausnehmun- gen eingelegt und lediglich dadurch am Ge häuse gehaltert sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Motorschutzschalter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass er einen in Sacklöchern der beiden Gehäuseteile dreh bar gehalterten Schalthebel (5) aufweist.2. Motorschutzschalter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass er eine in Nuten der beiden Gehäuseteile gehalterte Magnetspule (7) aufweist. 3. Motorschutzschalter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass er eine in Nuten der beiden Gehäuseteile gehalterte Kontaktfeder (12) aufweist. 4. Motorschutzschalter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass er zwei in Nuten der beiden Gehäuseteile gehalterte Anschlussstücke (14, 16) aufweist.5. Motorschutzschalter nach Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass er eine an einem der Anschlussstücke (16) be festigte Bimetallfeder (10) aufweist. 6. Motorschutzschalter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen aus paarweise einander im Gehäuse gegenüberliegenden Nuten (3) und Sacklöchern (4) bestehen.7. Motorschutzschalter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass er ein aus zwei gelenkig verbundenen Laschen (18a, 18b) bestehendes Schaltschloss besitzt, das mit einem zweiarmigen Auslösehebel (19) und mit einem in einer Magnetspule (7) axial be weglichen Magnetkern zusammenarbeitet, wobei ein Arm (19a) des Auslösehebels zwi schen der Magnetspule und einer dieser La schen (18a) angeordnet ist, während der andere Arm mit einer Birrietallfeder (10) in Wirkungsverbindung steht.B. Motorschutzschalter nach den Unter ansprüchen 1, 2, 3, 5, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ende der einen Schaltschlosslasche (18a) am Schalthebel (5) und ein Ende der andern Schaltschlosslasche (18b) an der Kontaktfeder (12) angelenkt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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