CH326596A - Vorrichtung zur Einstellung der Anzeigeorgane eines Kreiselkompasses - Google Patents

Vorrichtung zur Einstellung der Anzeigeorgane eines Kreiselkompasses

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CH326596A
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axially movable
coupling
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movable coupling
gyro
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Gabrielson Samuel
S Lynnfield
Arnold Bakke Hans
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Gen Electric
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C19/00Gyroscopes; Turn-sensitive devices using vibrating masses; Turn-sensitive devices without moving masses; Measuring angular rate using gyroscopic effects
    • G01C19/02Rotary gyroscopes
    • G01C19/34Rotary gyroscopes for indicating a direction in the horizontal plane, e.g. directional gyroscopes
    • G01C19/38Rotary gyroscopes for indicating a direction in the horizontal plane, e.g. directional gyroscopes with north-seeking action by other than magnetic means, e.g. gyrocompasses using earth's rotation

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Description


  



  Vorrichtung zur Einstellung der Anzeigeorgane eines Kreiselkompasses
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Einstellung der Anzeigeorgane eines Kreiselkompasses.



   Die allseits beweglich gelagerten Kreiselgeräte zur Schaffung eines unveränderlichen Azimut-Bezugswertes an Bord von   Flugzeu-      gon    sind normalerweise mit einem Getriebe am Kardanring versehen, der in seiner Azi  mutstellung durch    die räumliche Stabilität des Kreiselrotors festgehalten ist, während ein im äussern   (tTehäuse    drehbar gelagertes   muldenförmiges    Zahnrad mit dem Kardangetriebe in Eingriff steht, von diesem verdreht wird und seinerseits eine Skala oder einen Zeiger verstellt, sobald das Flugzeug seine   Azimutlage    relativ zur Drehachse des   Kreiselrotors    ändert.

   Bei jeder Inbetriebnalime des Instrumentes müssen die Kreiselachse und der Zeiger in die richtige Azimutstellung gebracht werden und auch während des Betriebes kann eine Neueinstellung zum Ausgleich einer Kreiselabweichung erforderlich werden. Bei jener Bauart derartiger In  strumente,    bei denen ein Azimutzeiger einer in bezug auf ihm festen Skalenscheibe   zuge-    ordnet ist, wird häufig eine Möglichkeit zur   Winkelverstelltmg sowohl    des Zeigers als auch der Skalenscheibe vorgesehen, so dass eine   erwünsehte    Azimut-oder Kursanzeige den Zeiger jeweils in eine bevorzugte Lage,   beispie] sweise    in senkrechte   Stellmg    bringt, die vom Beobachter gut feststellbar ist, womit dieser mit einem Blick erkennen kann,

   ob das Flugzeug den richtigen Kurs hält.



   Da ein allseits beweglich gelagerter Kreisel selbst auf kleinste Drehmomente an den beiden   Kardantragachsen    mit einer enormen Präzession des Rotorgebildes aus seiner   rich-    tigen räumlichen Stellung reagiert, ist es von Wichtigkeit, dass die zur Verstellung oder   Einjustierung    der Zeiger oder Skalenscheiben dienenden Einrichtungen keinerlei Drehmoment auf den Kreiselmechanismus ausüben. Ferner müssen die einstellbaren Anzeigeorgane in der Lage sein, die allerkleinsten mechanischen Kreiselreaktionen in eine genaue und richtige Azimutanzeige zu verwandeln, was erforderlich macht, dass die An  zeigeorgane    stabil sind und exakt arbeiten.



  Bisher ist es üblich, einen   käfigartigen    Mecha  nismus vorzusehen,    der   Bewegtmgen    des Kompasskreisels um die Horizontal-oder Hilfsachse mechanisch verhindert, während der Hauptkardanring samt den mit ihm unlösbar gekuppelten Anzeigeorganen mittels einer von Hand betätigten Vorrichtung in eine gewünschte Winkelrichtung gebracht wird.



  Auch eine Relativbewegung zwischen den Anzeigeorganen und dem   Kreiselmechanis-    mus ist meist vorgesehen und wird durch eine   Reibungskupplung    zwisehen beiden Teilen erzielt, was eine weitere Einstellmöglichkeit für die Anzeigeorgane gewährleistet. Jedoch bringen diese Verstell-und   Justiereinrich-    tlmgen ausgesprochene Nachteile mit sich, nämlich die schädliche Lagerbeanspruchung bei Inanspruchnahme des   käfigartigen    Mecha  nismus,    die Entstehung höchst unerwünschter Präzessionskräfte beim Lösen dieses Me  chanismus, wd    die Forderung das Lösen desselben nur während eines   Geradeausfluges      in unveränderlicher-Lage    vorzunehmen.

   Die   hemtigen    gesteigerten Anforderungen an Genauigkeit und leichte Bedienbarkeit   derarti-    ger Instrumente werden durch   Kreiselgeräte    mit diesem üblichen Anzeigemechanismus nicht mehr erfüllt.



   Durch die vorliegende   Erfindlmg    sollen die vorgenannten Nachteile vermieden werden. Die Anzeigevorrichtung soll während der Verstellung oder Einjustierung vom Krei  selkompass vollständig    entkuppelbar sein, so dass der Kreiselmechanismus nicht festgehalten werden muss, sondern stets seine Funktion als   Kreiselgerät    beibehält.

   Gemäss einem Ausführungsbeispiel kann die Bedienmg seitens zweier   handbetätigter    DrehgTiffe erfolgen, von denen mittels des einen der Anzeigemechanismus vom Kreisel entkuppelt und ein Zeiger alleine verstellt werden kann, während mittels des andern ebenfalls der Anzeigemechanismus vom Kreisel   entkuppel-    bar ist, wobei ein Zeiger mit einer   zugehöri-    gen   Skalenseheibe    gekuppelt wird und beide gleichzeitig verstellt werden.

   Zur Kupplung und Entkupplung der Anzeige-und Kreiselmechanismen können magnetische Kuppelvorrichtungen verwendet werden, die keine wesentliche   Drehmomentrückwirkung    auf den Kreisel ausüben und von denen ein Teil auch zur Kupplung und   Entkupplmg    von Zeiger und Skalenscheibe, ebenfalls ohne jede wesentliche Drehmomentbeeinflussung, dienen kann. Ausserdem können besondere   rückwir-      kungsfreie    Verbindungsglieder zwischen dem Kreisel und den Magnetkupplungen und zwischen dem Zeiger und dem Zeigereinstellgriff vorgesehen werden, wodurch die trotzdem entstehenden störenden Drehmomente auf einen sehr kleinen Wert reduziert, also die Präzessionsfehler des Kreisels weitgehend verringert werden.



   Demnach betrifft die vorliegende Erfin  dung    eine Vorrichtung zur Einstellung der Anzeigeorgane eines Kreiselkompasses, bei welcher dieselben vor der Verbindung mit clen Einstellmitteln vom   Kreiselmechanismus    getrennt werden. Kennzeichnend für die er  findungsgemässe Einrichtung    ist, dass ein in axialer   Richttmg unbewegliches Kupplungs-    teil mit einem Anzeigeorgan verbunden ist, dass ein axial bewegliches Kupplungsorgan für ein Zusammenwirken mit dem axial unbeweglichen Kupplungsteil vorgesehen ist, dass das axial bewegliche Kupplungsorgan durch ein nachgiebiges Federglied in Richtung auf den axial feststehenden Kupplungsteil gedrückt und mit diesem in gegen Verdrehung gesicherten Eingriff kommt,

   und dass mit dem axial beweglichen Kupplungsorgan eine   Entkupplungsscheibe    vereinigt, aber gegen über demselben ungehemmt verdrehbar ist.



   Die Erfindung ist nachstehend in einem Ausführungsbeispiel an Hand der Fig.   1    bis   3    näher erläutert.



   Hierbei zeigt :
Fig.   1    eine Seitenansicht eines Kreisel  kompassgerätes,   
Fig. 2 einen Grundri¯ der Anzeigevorrichtung des Kreiselkompassgerätes nach Fig.   1,   
Fig. 3 einen Teil der Fig. 2 in anderer Lage der   Kupplungsorgane.   



   Das Ausführungsbeispiel nach Fig.   1    zeigt einen   Kreiselkompass    mit einer Kreiselrotoreinheit 1, in welcher der Rotor mit hoher Drehzahl um eine normalerweise   hori-    zontale Kreiselachse 3 rotiert. Die   Rotorein-    heit   1    ist, samt ihren elektrischen Antriebsmitteln (nicht gezeichnet), in den Lagern 5 und 6 im Kardanring 7 drehbar um eine horizontale   Hilfsachse      4-4    gelagert, wÏhrend der vertikale Kardanring 7 um eine vertikale Hauptachse   8-8    drehbar ist und in den Lagern 9 und 10 des Instrumentrahmens 11 ruht. Die dargestellte Rotoreinheit entspricht derjenigen des Patentes Nr. 323956, jedoch kann an deren Stelle auch jede andere Rotorkonstruktion verwendet werden.

   Das übliche   Kardanzahnrad    12 ist fest am Kardanring 7 angebracht und steht im Eingriff mit dem von ihm mit dem Übersetzungsverhältnis 1 : 1 angetriebenen napfartig geformten Zahnrad 13, das in dem seitens der Stützen 15 getragenen Auge 14 drehbar gelagert ist. Die Achse 16 des Zahnrades 13 verdreht sich also in ihren Kugellagern   17      um Winkelbeträge,    die der   Winkelversfellung    des äussern Rahmens 11 gegenüber dem Kardanring 7 entsprechen, der seinerseits in der einmal eingestellten   Azimutlage    durch die Kreiselkräfte des Rotors 1 starr festgehalten wird.



   Der stirnseitig angeordnete, einstellbare Anzeigemechanismus des Instrumentes verwandelt die   Winkellagen der Kreiselabtriebs-    welle 16 in Winkelstellungen eines Azimutzeigers   18,    gegenüber den   Azimutwerten    auf einer Skalenscheibe 19. Der   Frontring      20    dient zur gleichzeitigen.   Halter mg    eines Glasfensters   21,    das die Betrachtung der Skalenscheibe und des Zeigers ermöglicht, und einer Frontplatte 22 mit Lagern für den drehbaren Zeiger 18 und die verstellbare Skalenscheibe 19.

   Die beiden handbedienbaren Drehgriffe 23 und   24 ragen    aus dem   Frontring    20 heraus nach vorn und sind für eine Axialverschiebung und Verdrehung eingerichtet, um die Entkupplung und Einjustierung durchzuführen.



   Mit dem Drehgriff 23 erfolgt eine gleichzeitige Verstellung des Zeigers   18 und    der Skalenscheibe   19,    so dass der dem Kurs des Flugzeuges entsprechende Azimutwert in eine vom   Beobaehtenden    gewünschte bevor  zugte    Lage gebracht werden kann. Wie weiter unten noch erläutert wird, kann diese   13in-    stellung erst dann erfolgen, wenn der Drehgriff 23 in axialer Richtung in das   Instru-    ment hineingedrückt wird, wobei diese Axialbewegung die Verbindung zwischen dem Kreisel und den   Anzeigeorganen    vollständig löst, also bei der Verstellung von Skalenseheibe und Zeiger kein zu Präzessionsfehlern Anlass gebendes Drehmoment auf den Kreisel ausgeübt werden kann.

   Der Drehgriff   24    dient zur Winkeleinstellung und Justierung des Zeigers 18 alleine, was auch nur dann erfolgen kann, wenn der Drehgriff 24 in axialer Richtung in das Instrument   hineingedrüekt    wird, was zur Entkupplung des Zeigers und des   Kreisels fiihrt.   



   Der Anzeigemechanismus besteht aus Teilen, die miteinander im Eingriff stehen und einander verdecken, weshalb bei der nachstehenden Beschreibung gleichzeitig auf Fig.   1    und 2 Bezug genommen wird, wobei entsprechende Teile jeweils die gleiche Bezugsnummer aufweisen.



   Es sei zuerst erwähnt, dass die Zeigerachse 25, die mit dem Zeiger 18 fest zusam  menhängt,    an ihrem rückwärtigen Ende an einer   Permanentmagnetscheibe    26 befestigt ist. Diese Magnetseheibe 26 dient als Doppel  k-upplungsglied,    indem einerseits seine   Rück-    seite am   Kreiselkupplungsorgan    27   festhän-    gen und anderseits seine Vorderseite am Skalenscheibenkupplungsorgan 28 anliegen kann.



  Die Zeigerachse 25 ist im Kugellager 29 der Büchse 30 drehbar gelagert, die ihrerseits in der Frontscheibe   22    befestigt ist. Die Skalenscheibe 19 und das zugehörige Einstellzahnrad 31 sind beidseits der Frontplatte 22 an der Büchse 30 befestigt, wobei eine zwischen dem Einstellzahnrad 31 und der Frontplatte 22 angeordnete Federscheibe 32 eine Bremsung für eine Verdrehung der Skalenscheibe 19 samt Büchse 30 und Einstellzahnrad 31 gegenüber der Frontplatte 22 bewirkt. Normalerweise ist, infolge dieser Federscheibe 32, die Skalenscheibe 19 samt Einstellzahnrad 31 unbeweglich, und nur der Zeiger 18 dreht sich in seinem Lager 29 konzentrisch gegenüber der Skala.

   Solange die magnetisierte Kupplungsscheibe 26 am   Kreiselkupplungsorgan    27 hängt, verstellt sich der Zeiger 18 zusammen mit der Kreiselabtriebswelle. 16 und zeigt den Azimut des den   Kreiselkompass    mit sich führenden Flugzeuges an. Diese Lage der Kupplung ist in den Fig.   1    und 2 dargestellt, wobei ersichtlich ist, dass das Kreiselkupplungsorgan 27 mit der Kreiselabtriebswelle 16 mittels einer zweiseitigen Flachdrahtfeder 33 verbunden ist, die an der Welle 34   der Magnetscheibe    26 befestigt ist und beidseits durch je einen schmalen Radialschlitz in einer   Kupplungs-    glocke 35   hindurcllragt,    die ihrerseits an der   Kreiselabtriebswelle    16 festsitzt.

   Eine Verlängerung 36 der Magnetscheibenwelle 34 ragt in eine Bohrung 37 in der Kreiselab  triebswelle    16 und ermöglicht eine Axialverschiebung der beiden Wellen   34 und    16 gegeneinander, gewährleistet aber eine exakte Ausrichtung derselben sowie der Zeigerachse 25 aufeinander.

   Von der Welle 34 ragt ein   Fiihrungsstift    38 in eine etwas breitere Bohrung 39 in der Zeigerwelle 34 hinein, damit die beiden Wellen auch dann aufeinander ausgerichtet bleiben, wenn eine Entkupp  lung    stattgefunden   hat..    Jedoch ragt   zweck-      mässigerweise    der Führungsstift 38 in die Bohrung 39 ohne direkte   Beriihrvmg    von deren Wandungen, so dass keine merkliche Reibung zwischen den beiden Teilen auftritt, wenn die Magnetscheibe 26 und das Kreisel  kupplungsorgan    27 entkuppelt werden. Diese Entkupplung erfolgt durch eine Entkupp  ltmgsscheibe    40, die auf dem   Kreiselkupp-    Imgsorgan   27    mittels der Kugellager 41 gelagert ist.

   Wird diese Entkupplungsscheibe 40 nach rückwärts gedrückt, so bewirkt sie die   Loslosung    des   Kreiselkupplungsorgans 27    von der   Magnetkupplmgsscheibe    26 und schiebt dieselbe in axialer Richtung gegen die Wirkung der Federdrahte 33.

   Dabei verschieben sich die Federdrähte 33 in den   RadiaIschlitzen    der Kupplumgsglocke 35 und der Wellenfortsatz 36 dringt tiefer in die Bohrung 37 ein, dabei die   Amsrichtung    aller Achsen   gewährleistend.    Das Kugellager 41 ermöglicht eine Verdrehung der Kreiselab  triebswelle    16 gegenüber der   Entkupplungs-    scheibe 40, wobei dieses Kugellager ein derart geringes Drehmoment auf den Kreiselmecha  nismus    ausübt, dass der   Kreiselbetrieb      wäh-    rend der   Entkupplungsintervalle    ungestört weitergeht.

   Sobald diese Entkupplung erfolgt ist, kann entweder der Zeiger 18 alleine oder zusammen mit der Skalenscheibe 19 verdreht und eingestellt werden, ohne dass der Kreiselmechanismus beeinflusst wird.



   Die   Magnetkupplungsseheibe    26 und das   Kreiselkupplungsorgan    27 haften nach er  folgter      Beriihrwg    fest aneinander, und es ist von wesentlichem Vorteil, dass kein tangentiales Spiel zwischen diesen magnetisch gekuppelten Teilen möglich ist. Die einander zugekehrten Oberflächen der Teile 26 und 27 können etwas aufgerauht werden, beispielsweise durch Sandstrahlen, um eine weitere Sicherheit gegen Schlupf zu erhalten. Ein weiteres Mittel zur Vermeidung jeglichen Spiels besteht in der in axialer   Richtung-    elastischen, aber in tangentialer Richtung starren Verbindung aus den   Flachdraht-    federn 33 und der   Kupplungsglocke    35.

   Die Radialschlitze in der   Kupplungsglocke    35 besitzen praktisch die gleiche Breite wie die durch sie   hindurchgleitenden    Federn 33, so dass die beiden Teile stets im Eingriff miteinander stehen und seitliche Bewegungen relativ zueinander unmöglich sind.



   Als zweite   Magnetkupplmg    ist die Verbindung zwischen der Skalenscheibe 19 und dem Zeiger 18 vorhanden. Hierbei haftet die Vorderfläche der   Magnetkupplungs-    scheibe 26 mit der Rückseite des Skalenscheibenkupplungsorgans 28, sobald dasselbe, wie noch beschrieben wird, nach rückwärts gedrückt wird. Die Axialverschiebung zur Durchführung der Kupplung und Entkupplung der Teile 28 und 26 wird durch die Fiihrung des Skalenscheibenkupplungsorgans 28 gegenüber der Hülse 30 mittels eines in einem Längsschlitz in der Hülse 30 längsverschiebbaren Stiftes 42.

   Diese   Fiihrung    ge  währleistet    die erforderliche bestimmte Winkellage zwischen dem Kupplungsorgan 28 und der Skalenscheibe 19, so dass eine Drehung der Skalenscheibe 19 eine entsprechende Drehung der Büchse 30 des   Kupphmgsorgans      28 und-sobald    die   Kupplvmg    im Eingriff steht-des Zeigers 18 bewirkt.



   Die gleichzeitige Winkelverstellung von Skalenscheibe 19 und Zeiger 18 erfolgt mittels des Drehgriffes   23.    Die am Drehgriff 23 angebrachte Stange   43 ist    in axialer Richtung unbeweglich, aber drehbar mit einer   (4leitbüchse 44 verbunden,    die ihrerseits in einem Haltebock 45 längsverschiebbar gela  gert, abpr gegen    Verdrehung durch eine Längsrippe   46 und    eine passende Nut im   Haltebock    45 gesichert ist. Normalerweise ist die'Stange 43 mit dem Knopf 23 durch eine federvorgespannte Kugel 47, die in eine von zwei Einbuchtungen in der   Gleitbüchse      44    eingerastet ist, in der in Fig. 2 angedeuteten Lage festgehalten.

   Jedoch ermöglicht der   IIaltebock    45 der Stange 43 und der Gleitb chse 44 eine Axialversehiebung, falls der Drehgriff 23 in das Instrument hineinge  Irückt    wird, bis die Kugel 47 in die zweite   Einbuchtung    48 der   Gleitbüchse      44    einrastet.



  Beim Hineindrücken des Griffes 43 spielen sich zwei verschiedene Vorgänge ab. Einerseits bewegt sich ein gegabelter zweizinkiger   Kupplungsarm      49,    der an der   Gleitbüchse    44 starr befestigt ist, nach rückwärts und drückt mit seiner einen Zinke 50 auf die Entkupplungsseheibe 40, während die andere Zinke 51 an die Wandung eines passenden Kanals in   : ier Büchse    30 stosst.

   Wie aus Fig. 3 ersichtlich, wird durch den   Kupplungsarm    49 in seiner Endstellung das Kreiselkupplungs  c) gan    27 vollständig von der   Magnetscheibe      26 gelost und    gleichzeitig das   Skalenscheiben-    kupplungsorgan 28 mit der Vorderfläche der   Magnetscheibe    26 in   Berührlmg    gebracht, an welcher dasselbe fest haften bleibt, so dass sich nunmehr Zeiger   18 und Skalenscheibe    1 9 zusammen bewegen.

   Anderseits wird das an der Stange 43 angebrachte   Betätigungs-      xahnrad    52 mit einem Zwischenrad 53 in Eingriff gebracht, das mit einem in dauerndem Eingriff mit dem   Skalenscheibenzahnrad    31 stehenden Zahnrad 54 verbunden ist.

   Des  lialb    wird eine Drehung des Griffes 23 von Hand auf die Zahnräder 52, 53, 54 und 31 übertragen, sowie auf die Skalenscheibe 19, die Biichse 30, die Magnetscheibe 26 und den Zeiger   18.    Diese gleichzeitige Winkeleinstel Lung der Skalenscheibe und des Zeigers kann    des Kreiselkompassmechanismus nicht beein-      flussen,    da nach der Entkupplung des Kreiselkupplungsorgans 27 von der   Magnetscheibe      M    die   Ereiselabtriebswelle    völlig frei rotieren   kann, entspreehend    den   Azimutbewegungen    des den Kreiselkompa¯ mit sich   fúhrenden    Flugzeuges.

   Die einzige, aber minimale Rei  bang,    die auf den Kreiselmechanismus wirkt, ist diejenige des Kugellagers   41    der Ent  kupplungsseheibe    40, da diese Scheibe selbst durch die Zinke   50    des   Kupplungsarmes    49 gebremst wird. Sobald die gemeinsame Winkeleinstellung der Skalenscheibe 19 und des Zeigers 18 erfolgt ist, muss der Drehgriff   23    nur in seine frühere Stellung herausgezogen werden, wobei sich der Kupplungsarm 49 nach vorn bewegt und die Zahnräder   52    und 53 ausser Eingriff kommen.

   Diese Bewegung des   Kupplungsarmes    49 bewirkt ein Vor  wärtssehieben    des   Skalenscheibenkupplungs-    organs   28    seitens der Zinke   51,    so dass dasselbe von der   Magnetscheibe    26 entkuppelt wird, also der Zeiger 18 frei gegenüber der Skalenscheibe 19 beweglich ist. Gleichzeitig gibt die Zinke 50 die Entkupplungsseheibe   40    frei, woraufhin die Federn 33 das Kreisel  kupplungsorgan    27 nach vorwärts bewegen, bis es die Magnetseheibe 26   beriihrt vmd    dort haften   bleibt-bei    welchem Vorgang kein Spiel   auftritt-nnd    damit den Kreisel alleine mit dem Zeiger 18 verbindet.



   Der andere Drehgriff 24 dient zur Entkupplung und Winkeleinstellung des Zeigers 18 alleine. Der Drehgriff 24 ist mit einer Stange 55 versehen, auf der sich eine drehbare, aber nicht längsverschiebbare Gleitbüehse 56 befindet. Im   I3altebock    57 ist die   Gleitbiichse    56 gelagert, gegen Verdrehung durch die Längsrippe 58 gesichert, aber   längs-    beweglich, wobei eine federvorgespannte Kugel 59 in eine der beiden Vertiefungen der Gleithülse 56 einrastet, so dass die Stange 55 zwei Raststellungen einnehmen kann, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist. Am rüekwärtigen Ende der Stange 55 ist ein Kegelzahnrad 60 angebracht, das sich mit der Stange 55 zusammen dreht und in dauerndem Eingriff mit einem zweiten Kegelzahnrad 61 an einer Zeigereinstellwelle 62 steht.

   Die Welle 62 weist Schräglage gegenüber den andern Instrumentwellen auf und ist in einer Haltelasche 63 gelagert, die ihrerseits an dem von   der-Gleithülse    56 getragenen   Kuppl-Lingsarm      64    starr befestigt ist, bewegt sich also zusammen mit der Stange   55-in    axialer Richtung.



  Die Welle 62 trägt am andern Ende ein Antriebsrad 65, wobei die Schräglage der Welle 62 derart gewählt ist, dass bei einer Rüek  wärtsbewegung    des   Kupplungsarmes    64 durch den Drehgriff 24 das Antriebsrad 65 mit der kegelstumpfartig abgeschrägten Fläche der   Magnetscheibe    26   reibungsgekuppelt    wird.



  Das Antriebsrad 65 besteht vorzugsweise aus einem etwas nachgiebigen Material, um eine sichere Reibungskupplung mit   derMagnet-    scheibe 26 zu gewährleisten und ein Spiel   zu    vermeiden, wie es bei einem stark verformbaren Material vielleicht auftreten kann.

   Die   gleiche, eine Reibimgskupplmg    zwischen dem Antriebsrad 65 und der Magnetscheibe 26   zu-    stande bringende Rückwärtsbewegung drückt den   Kupplungsarm    64 gegen die Entkupp  kmgsscheibe      40 und löst    das   Kreiselkupp-    lungsorgan 27 von der   Magnetscheibe    26, welcher Vorgang den   Kreiselmechanismus    vom Zeiger 18   entkllppelt lund beendet    ist, bevor die Kupplung desselben mit dem Drehgriff 24 stattfindet.

   Die Kegelräder 60 und 61 bleiben bei einer   Rüekwärtsbewegung    des Drehgriffes 24 im Eingriff miteinander, so dass eine Verdrehung des Griffes 24 von Hand auf diese Kegelräder, die Welle 62, das Antriebsrad 65, die Magnetscheibe 26 und den Zeiger 18 übertragen wird. Nach erfolgter Einstellung des Zeigers auf den richtigen Azimut wird der Drehgriff 24 wieder nach vorn gezogen, was zuerst ein Abheben des Antriebsrades 65 von der Magnetscheibe 26 zur Folge hat und dann eine Freigabe der Entkupp  lungsscheibe    40 bewirkt, woraufhin die Fe  dern    33 das Kreiselkupplungsorgan bis zur   Magnetscheibe    26 schieben, wo dasselbe haften bleibt.

   Der Zeiger 18 ist dann wieder ausschliesslich vom   Kreiselmeehanismus      abhän-    gig, aber durch die   Entkupplung und Kupp-    lung der beiden Teile wird keinerlei Präzessionsfehler oder Spiel verursacht.



   Falls erwiinscht, kann auch die Zeigerachse 25 längs ihrer ganzen Ausdehnung durchbohrt sein, also. die in Fig. 2 ersicht  liehe Bohrung    39 nach vorn verlängert werden. Dann kann der   Füllrungsstift    38 der   illagnetscheibenwelle 34    ebenfalls verlängert werden, bis er aus dem von aussen sichtbaren Ende der Zeigeraehse 25 herausragt, und dort mit einem   Anzeigeglied,    etwa einem Pfeil, versehen werden. Dieser Pfeil befindet sich dann stets in einer   bestimmten unveränder-      lichen Winkellage gegenüber    der Kreiselabtriebswelle 16 und liefert daher eine Anzeige für die Lage der Kreiseldrehachse.

   Wahlweise kann auch das Zentrum des Zeigers 18 etwas grosser ausgebildet und mit einer muldenartigen Vertiefmg versehen werden, in welcher die Nadel auf dem verlängerten   Führungs-    stift 38 Platz findet und relativ zum Zeiger 18 sich drehen kann.



   Bei manchen Ausführungsbeispielen ist die Einstellung nur eines Zeigers alleine oder nur einer Skalenscheibe gegenüber einem Zeiger erforderlich, wobei dann die zur   gemein-    samen Einstellung dienenden Bauteile, wie Drehgriff 23,   Skalenscheibenzahnrad    31, Ska  lenscheibenkupplimgsorgan 28 und    Kupplungsarm   49, lmnötig    sind. Bei andern   Aus-      führnngsbeispielen,    insbesondere beim Ersatz eines Zeigers 18 durch eine Skalenscheibe, kann eine verdrehbare Ablesemarke die Skalenscheibe 19 ersetzen, aber der Aufbau im übrigen beibehalten werden.



   Es besteht, falls erwünscht, auch die Mög  lichkeit,    eine Reibungskupplung an Stelle der magnetischen Kupplungseinrichtung zu verwenden. In diesem Falle werden stärkere Federn 33 verwendet als bei der Magnetkupplung, und zwischen dem Skalenscheibenkupplungsorgan 28 und der Büchse 30 wird eine weitere Feder vorgesehen, um den bei einer   Reibvmgskupplung    erforderlichen Auflagedruck des Kupplungsorgans 28 auf der Reibungsscheibe 27 zu erhalten. Obwohl die beschriebenen Federn 33 zur Vermeidung eines Spiels zusammen mit der   Kupplungs-    glocke 35 besonders geeignet sind, können natiirlich auch andere Federn und   Brems-    organe zur Vermeidung tangentialer Bewegungen an deren Stelle verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Einstellung der Anzeigeorgane eines Kreiselkompasses, bei welcher dieselben vor der Verbindung mit den Ein stellmitteln vom Kreiselmechanismus getrennt werden, dadurch gekennzeichnet, dass ein in axialer Richtung unbewegliches Kupplungs- teil (26) mit einem Anzeigeorgan (18) verbunden ist, dass ein axial bewegliches Kupp- lungsorgan (27) für ein Zusammenwirken mit dem axial unbeweglichen Kupplungsteil (26) vorgesehen ist, dass das axial bewegliche Kupplungsorgan (27) durch ein nachgiebiges Federglied (33) in Richtung auf den axial feststehenden Kupplungsteil (26) gedrüekt und mit diesem in gegen Verdrehung ge sicherten Eingriff kommt,
    und dass mit dem axial beweglichen Kupplungsorgan eine Entkupplungsscheibe (40) vereinigt, aber gegen über demselben ungehemmt verdrehbar ist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das axial bewegliche Kupplungsorgan (27) auf einer Welle (34) befestigt ist, die in Flucht mit der Kreiselabtriebswelle (16) liegt, dass das Federglied (33). mindestens eine radial sich erstreckende Bandfeder aufweist, die parallel zu den Mittelaehsen derWellenelastisch be weglich, aber in tangentialer Richtung zu den Achsen starr ist, und dass auf der Kreiselabtriebswelle (16) ein damit zusammenwirkendes glockenförmiges Organ (35) vorgesehen ist, das mindestens einen axialen Selilitz aufweist, durch den ein Ende des Federgliedes (33) hindurchragt.
    2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, mit zwei Anzeigeorganen (18, 19), dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites axial bewegliches Kupplungsorgan (28) auf einer mit der Welle (25) des ersten Anzeigeorgans (1. 8) koaxialen Büchse (30) vorgesehen ist, dass das zweite axial bewegliche Kupplungsorgan (28) vor einer Verdrehung gegenüber dem zweiten Anzeigeorgan gesichert ist, dass Kupplungsbetätigungsglie- der (23, 46, 49) zur gleichzeitigen axialen Verschiebung beider Kupplungsorgane (27, 28) vorhanden sind, und dass durch das gleiche Betätigungsglied (49) das erste axial bewegliche Kupplungsorgan (27) entkuppelbar und das zweite bewegliche Kupplungsorgan (28) kuppelbar ist.
    3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kupp llmgsorgane (27, 28) und das axial unbewegliche Kupplungsteil (26) koaxial angeordnet sind, und dass die beiden axial beweglichen Kupplungsorgane (27, 28) beidseits des axial unbeweglichen Kupplungsteils (26) sich befinden.
    4. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, wobei das erste Anzeigeorgan (18) ein Zeiger und das zweite Anzeigeorgan (19) eine einstellbare Skalenscheibe ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellmittel für den Zeiger (18) allein zur Betätigung des axial beweglichen Kupp- lungsorgans (27) und zur Herstellung eines zum Antrieb geeigneten Eingriffes mit dem axial imbeweglichen Kupplungsteil (26) eingerichtet sind.
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