CH324883A - Verfahren zur Herstellung von geformten Körpern, insbesondere Zahnprothesen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von geformten Körpern, insbesondere Zahnprothesen

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CH324883A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von geformten Körpern, insbesondere Zahnprothesen
Als Material zur Herstellung von Zahn   prothesen wurde früher fast auiaschliesslich    Kautschuk verwendet, der in Form von plasti  sehen Mi, sehlmgen    in   Gipsformen eingebracht      und untrer    dem Einflu¯ von Druck und    'WarmezuHartgummivmikanisiertwurde.   



  Die so hergestellten Hartgummiprothesen zeigten bei günstigen mechanischen Eigenschaften so erhebliche Mängel in bezug auf   ihre Mund-    bestÏndigkeit und ihr Ïsthetisches Aussehen, tllass sie heute nur noch in geringem Umfange f r, besondere   Zweeke      bergestellt werden.   



   AIs Kunststoffmaterialien zur Herstellung von Zahnprothesen sind eine grosse Zahl von    ZeHulosederivaten, Phenolharzen, Polyvinyl-    verbindungen usw., wie z. B. Zellulosenitrat,    Zelluloseacetobutyrat, Phenolform aldehydharz, Harnstofformaldehydharz, Alkydharz, Poly-    Ïthercycloacetale, Polystyrol, Polyvinylchloridi, Mischpolymerisate von   Vinylehlorid mit.      



  Vinyliacetat, Polymetharerylsäuremethylester    usw.,   vorgesehlagen und erprobt worden. Von    diesen Kunststoffen haben   heurte      dler    Poly   methacrylsäuremethylester und Mischpoly-      merisate,    die vorwiegend MethacrylsÏureme   thylester enthalten, auf G-rund ihrer Gewebe-      freundliehkeit,    MundbestÏndigkeit und ihres   astbetischen Aussehens weite Verbreitung    ge   funden.

   Zahnprothesen aus diesen Kunststof-    fen werden dabei in vielen   Fällen in Anleh-      nung    an die bei   der Herstellung von Hart-      gummiprothesen angewendete Technik    so hergestellt, da¯ aus einem festen, zerkleinerten,    zweckmässigerweisepuilverförmigenPolymeri-    sat dureh Zusatz von fl ssigen, monomeren oder   nur teilveilsle poFymlerisierten Verbindun-    gen eine   plastische, knetbare Masse hergestellt    wird, welehe in die in der Zahntechnik  blichen Gipsformen eingebracht und unter dem Einfluss von Druck und gegebenenfalls WÏrme d'ureh Polymerisieren des Monomerenanteils in feste Form  bergef hrt wird. So werden z.

   B. in   Perlpolym.    erisationsverfahren hergestellte Mischpolymerisate aus MethacrylsÏuremethyl  ester und Aerylsäureester in    Form feiner Perlen mit monomerem MethacrylsÏuremethylester angeteigt und unter dem Einflu¯ von   Benzoyiperoxyd    in der Form unter Druck bei 80-100  durch   Polymerisieren des Mono-      merenanteils    verfestigt.



   Die zuletzt beschriebene Arbeitsweise stellt nun eine Reihe von Anforderungen an Form und Natur der verwendeten feimverteilten polymeren Verbindungen und der verwendeten fl ssigen Monomeren.



   Das feinverteilte Polymerisat muss mit einer verhÏltnismϯig kleinen Menge, h¯chstens 25-30 Gewichtsprozent, des   flilsisigen      Monomeren, anteigbaj    sein, da das Monomere bei der Polymerisation   schrumpft.    Bei höheren    Monomerenanteilen nimmt diese Sehrampfung    Werte an, die bewirken,. da¯ die fertiggestellte  Zahnprothese in ihren Abmessungen nicht genau der Gipsform entspricht, wodurch die Passform der Prothese im   Monde    unbefriedigend ist., Druckstellen hervorgerufen werden und die Prothesen zur   Eaufunktion    nicht. herangezogen werden können.

   Mit der geringen Menge des Monomeren muss ein gleichmässiger Teig hoher Plastizität herstellbar sein, damit das Material in zweiteiligen Gipsformen bei den relativ geringen Drucken gleichmϯig verteilt wird und der ¯berschu¯    praktisch vollständig aus der Gipsform aus-    tritt, um eine Bisserhöhung der fertiggestellten Prothese zu vermeiden. Der plastische Zustand mu¯ kurze Zeit nach dem Anr hren des Polymeren mit. dem Monomeren erreicht sein und  ber längere Zeiträmue (bis zu 30   Minu-    ten) bestehen bleiben, um dem Verarbeiter die M¯glichkeit zu geben, die Gipsform nach dem Pressen zu Kontrollzwecken zu   offnen    und gegebenenfalls fehlenden Teig   nachzulegen    sowie mehrere Formen mit demselben Teig zu   füllen.   



   Zur Erfüllung dieser Forderungen werden die   Polymerisate oder Mischpolymerisate vor-    zugsweise in   der Form. fester, kompakter Per-    Sen verwendet, wie sie bei der Perlpolymerisation anfallen. Der Durchmesser der Perlen darf nicht zu gro¯ sein, da sonst. bei Zusatz der erforderlichen geringen Fl ssigkeitsmengen kein homogener Teig entsteht. Ihr Durchmesser beträgt g nstigenfalls 0, 1 mm und weniger. Polymerisate in Form von Mahlk¯rnern (wie sie z. B. durch Vermahlen von Blockpolymerisaten erhalten werden) sind weniger geeignet, da sie infolge ihrer gro¯en OberflÏche das Monomere rasch aufsaugen und so zur Herstellung einer plastischen Mi  schung    relativ viel Monomeres erforderlieh ist. Eine gro¯e Zahl von Polymerisaten, wie   z.    B.

   Polyvinylchlorid !, werden im Emulsionspolymerisationsverfahren hergestellt. Die ans Latices isolierten Polymeren sind jedoch sehr feinpulverig. Solche Polymerisate können  berhaupt nicht mit den in Frage kommenden Mengen an Monomeren angeteigt werden, da das   loekere    Pulver das Monomere aufsaugt, ohne einen   knetbaren Teig zu    bilden.



   Von grossem Einfluss für die Anteigba   rkeit    ist weiterhin die Zusammensetzung des   Poly-      merisats    oder   Mischpolymerisats und'des    Monomeren. Reiner PolymethacrylsÏureme  thylesterinPerlform,kannz.    B.

   mit mono   merem Methacrylsäuremethylester nur schwer    verarbeitet werden, da sich bei einem mittleren   Peridurehmesser von    0, 07 mm bei Zusatz von 25 Gewichtsprozent   Methaerylsäuremethyl-    ester ers nach etwa   10-12 Minuten eine    knetbare Masse   bildet.'Werden dagegen,    wie es dem heutigen Stand der Technik entspricht, Perlen aus Mischpolymerisaten von Methacrylsäuremethylester mit AcrylsÏureestern, wie    Aerylsäuremethylester,-äthylester oder-butyl-    ester verwendet, so k¯nnen bei Einstellung   geeigneterKorngrösseundgeeignetem    Anteil   dler Aerylester am Misehpol, vmerisat reeht    gut   anteigbare    Polymerisate erhalten werden.

   Der   Zmsatz    von   Aerylsäureestem    bewirkt   jedoeh,    da¯ die knetbare Mischung in verhältnismässig   kurzer    Zeit in den   gummiähnfliehen Zustand     bergeht und daher schneller verarbeitet werden muss als aus PolymethacrylsÏureester allein hergestellte Massen. Au¯erdem bewirkt der Zusatz von Acrylsäureestem eine erhöhte Wasserempfindlichkeit der Mischpolymerisate, dde für die Verarbeitung nachteilig ist und   die Mundbeständigkeit    der   Polymerisate ver-      ringert.   



   Von Einfluss für die   Anteigbarkeit    ist ausserdem die Art des fl ssigen Monomeren oder Monomerengemisches. F r die Verarbeitung in der   Zahntechnik    sind   jedoeh    nur   Monomere geeignet, dtie    bei   allsreiehend hohem    Siedepunkt ohne gasundheitliche SchÏdigung    des Bearbeiters im zahntechnisehen Labora-      torium    gehandhabt werden können. Diese For   derungen erfüllen nur wenige Monomere, so    z. B. Methaerylsäuremethylester und Styrol.



  Schon der Zusatz von Aerylsäureestern in grösserer   menue    verbietet sich, da diese    Mono-      meren    neben ihrem unangenehmen Geruch die   Eigenseha, ft haben,    beim   Einatmen    der DÏmpfe bei vielen Personen allergische Reaktionen auszulosen. Es ergibt sich daraus, dass der   Variationsmögilichkeit    auf der Seite der    zum Anteigen verwendeten flussigen Mono-      meren enge Grenzen gezogen    sind.

   Es muss   'deshalb die Anteigbarkeit    in erster Linie   du'eh    geeignete Wahl von Verteilungsgrad, Form und Art des   Polymerenanteils    erzielt werden, wobei in den meisten Fällen, um eine gute   Anteigbarkeit    zu erzielen, Konzessionen in bezug auf Festigkeit, WasserbestÏndigkeit und physikalische Eigenschaften des Dentalkunststoffes gemacht werden m ssen.



   Es   wurde min gefunden, dass diese Schwie-      rigkeiten überwunden werden können,    wenn statt eines   feinverteilten Polymerisates oder      Mischpolymerisates eine Mischung    von   2    oder mehr verschiedenen feinverteilten Polymerisaten oder Mischpolymerisaten verwendet wird, von der   mindestens l Bestandteil    in dem verwendeten flüssigen Monomeren oder Monomerengemisch nur langsam anquillt und erst nach lÏngerer Zeit in den plastischen knet   ba. ren Zustand übergeht und diesen Zustand    dann längere Zeit behält, und von der mindest,   ein Bestandteil) ;

   mit dem    verwendeten   flüssigen Monomeren    oder   Monomerengemiseh    in kurzer Zeit   anquillt.    Es ist dabei nicht er  forderlich,    dass dieser letztgenannte Bestandteil der Mischung für sieh   aMein mit dem ver-    wendeten Monomeren  berhaupt eine plastische, knetbare Masse zu bilden vermag.



  Überraschenderweise ergeben solche feinver  teilte Mischungen    bei   geeignetem Mischungs-    verhältnis mit. 30 Gewichtsprozent und weniger an Monomeren in wenigen Minuten eine    ausserordentlich weiche, plastische, nichtkle-    bende Mischung, wobei der plastische, knetbare   Zustand    längere Zeit erhalten bleibt. Auf diese Weise können Mischungen hergestellt werden, die   sieh    durch ein besonders hohes Fliessvermögen auszeichnen, das über lange Zeit bestehen bleibt. Es ist dies von gro¯er Bedeutung, da dadurch Bisserhöhungen bei der Herstellung von Zahnprothesen in zwei  teiligen    Formen mit Sicherheit vermieden werden. Gleichzeitig ergibt sich dadurch der Vorteil, dass   au'cl    komplizierte Formen, wie z.

   B. die Zahnfleischpartien partieller Prothesen, Zahnfleischklammern usw., bei den in der r   Zahnteehnik    üblichen geringen Drucken mit Sicherheit   vol ! lständig mit    dem Kuniststoffteig gefüllt werden. Die Gefahr des Wegpressens oder Verschiebens von Zähnen in der Gips form wird durch das leicht flie¯ende Material    weitgehend ausgeschlossen. Es war dies nicht    vorauszusehen,   da, die rastch anquellenden Mi-    schungsbestandteile f r sich allein schon kurze
Zeit naeh Zusatz der fl ssigen monomeren    Verbindungenineinengummielastischen    Zu stand übergeben, der die Verarbeitung. un möglich macht bzw.

    berhaupt keinen   pla-    s tischen Zustand bilden, während die Mi schungen so lange plastisch und knetbar blei ben, bis die langsam anquellende und lange    plastisch-und knetbar bleibende Komponente    in den   gummielastisehen, nicht verarbeitbaren   
Zustand  bergeht. Als fl ssige monomere Ver    indu.    zur   Durchfiihrung    des Verfahrens ist in erster Linie reiner MethacrylsÏureme thylester geeignet. Dieser kann bereits poly    merisierte    Anteile enthalten. Es können aber    au.      @uch Mischungen mehrerer Monomeren   bzw.



   Mischungen mit Monomeren, die mehr als eine polymerisierbare Doppelbindung im Molekül enthalten (Vernetzer), verwendet werden. Im letzteren Falle werden   besondere Eigenschaf-    ten erzielt. SelbstverstÏndlich k¯nnen den Mo   nomeren'Weichmacher,Netzmittelusw.zuge-    setzt werden. Als feinverteiltes Polymerisat, das mit Methacrylsäuremethylester langsam    anquillt    und erst nach lÏngerer Zeit eine plastische, knetbare Mischung bildet und den    pMischen,.knetbarenZ-ostBndlängere    Zeit beibehÏlt, kommt z.

   B. reiner Polymethacryl  säuremethyletster    in Form von kompakten runden Perlen mit einem mittleren   Durez       messer      von'etwa 0,    07 mm sowie   Mischpoly-    merisate von MethacrylsÏuremethylester mit    ändern Monomeiren, wie    z. B.   Acrylmtril,    in
Frage. Es können   diie)'Polymerisate oder Misch-    polymerisate   zusätzlich geringe Mengen von   
Verbindungen, die mehr. als eine polymerisier   ba. Doppelbind'ung im Molekül enthalten,    wie z.   B.    Divinylbenzol, einpolymerisiert ent halten.



   Als polymerisierte, feinverteilte Verbin    dung,    die mit MethacrylsÏuremethylester in    ruser    Zeit   anquillt, kommt eine grosse Zahl    von   feinverteilten Polymerisaten und Misch-    polymerisaten in Frage,   so z..    B.   Mischpolymeri-    sate von   Methacrytsäuremethylester mit Aeryl-      säureestem,    vorzugsweise aber mit Methacrylsäureestern von Alkoholen mit mehr als 4   C-    Atomen in Form von Perlen, Mahlk¯rnern oder   Emwlsionsioolymerisaten,    im   Emulsions-    polymerisationsverfahren hergestellte Misch   pclym.

   erisate aus Methacrylsäuremethylester    und Butadien, im   Emuilsionspolym'erisations-       verfahren hergestelltes Polyvinylchlorid, nach-    chloriertes   Polyvinylchlorid ! in feinverteilter,    pulveriger Form   w.      Alleh    hier können in geringem Masse vernetzte Polymerisate verwendet werden.   



   Durch Mischung der verschiedenen Poly- merisate ode'r Mischpolymerisate kann prak-    tisch jedes gew nschte Anteigverhalten eingestellt werden, wobei man die Möglichkeit hat, die physikalischen Eigenschaften der entstandenen Kunststoffe für den Verwendungszweck besonders g nstig zu gestalten. Ein    besondferer Vorteil ist dabei, dass Polymerisate    und Mischpolymerisate eingesetzt werden können, die auf Grund ihrer Zusammensetzung, Form und ihres Dispersionsgrades bisher f r die beschriebene Technik nicht verwendet werden   konnten, obwohl sie den fertigen Polymeri-    saten besonders günstige Eigenschaften ver  leihen. Wählt    man z.

   B. als mit dem   Mono ;    meren in kurzer Zeit   anquellende Komponente    ein Mischpolymerisat ans 80 Gewichtsteilen MethacrylsÏuremethylester und 20 Teilen Dodecylmethacrylat, so erhÏlt man Kunststoffe mit besonders hoher WasserbestÏndigkeit und günstigen mechanischen Eigenschaften. Walt man   als Komponente des gleichen Typs Miseh-    polymerisate von MethacrylsÏuremethylester mit. t 20% Butadien, so erhÏlt man Dental  kunststoffe, d'ie    bei guter Transparenz und    ästhetischem Aurasehen eine besonders hohe      Dauerbiegefestigkeit besitzen,    eine Eigenschaft, die f r diesen Verwendungszweck von besonderem   Orteil      ist.

   Wählt man aJs Kompo-    nente des gleichen Typs   nachchloriertes Poly-    vinylchlorid, so erhält man   Dentalkunstsit, offe    mit besonders hoher   Schlagbiegefestigkeit und    Dauerbiegefestigkeit. Es ist somit die M¯glichkeit gegeben, mit Hilfe des beschriebenen Verfahrens auf einfache Weise Mischungen her   zustellen, aus denen gut verarbeit. ba. re Kunst-    stoffe mit   basonders günstigen Eigenschaften    herstellbar sind. Selbstverständlich können die polymeren, feinverteilten Verbindungen die    üblichenZusätzeanPa-rbstoffen,Pigmenten,    Weichmachern usw. enthalten. Die   Polymeri-    sation des Monomerenanteils der plastischen, knetbaren Mischungen kann unter dem Einflu¯ peroxydischer Katalysatoren, wie z.

   B.



  Benzoylperoxyd, bei h¯herer Temperatur oder aber unter dem Einfluss von   Redoxkataly-      satoren, wie Sulfinsäuren, Mischungen    von Peroxyden und SulfinsÏuren oder Aminen   L4sN,    ohne Ïu¯ere WÏrmezufuhr erfolgen.



   Beispiel 1
Eine Mischung aus 80 Gewichtsteilen eines    PerlpolymerisatsdesMethaerylsauremethyl-    esters mit einem   mittleren Perlend'urchmesser    von 0,07 mm und dem K-Wert [Fikentscher, Zellulosechemie 12, (1932), 60] 70   (I)    und 20 Gewichtsteilen eines Perlpolymerisats aus 80   Gewichtstei'len      M'ethacrylsäuremethylester    und 20 Gewichtsteilen   Methaerylsäured'odecyl-    ester mit einem mittleren Perlendurchmesser von 0, 1 mm und einem K-Wert von 70   (II),    die e 0,1 Gewichtsteile Benzoylperoxyd in feinverteilter Form enthÏlt, wird mit 25 Gewichtsteilen Methacrylsäuremethylester, der einen Gewiehtst. eil Cetylalkohol enthält, innig vermischt.

   Nach   2-3    Minuten bildet sich eine au¯erordentlich weiche, plastische, knetbare   Masse      hohen Fliessvermogens,    die bei einer Raumtemperatur von   20     den plastischen Zustand mehr als 30 Minuten beibehält.



   Das Polymerisat I allein mit der entspre  chenden    Menge, des Monomeren verr hrt quillt nur langsam an   n und bildet erst nach    12 Minuten eine knetbare Masse und behält den knetbaren Zustand etwa 18 Minuten bei. Das    rasch anquellende Polymerisat II allein bildet.    mit   demselben Monomcren praktisch sofort    eine knetbare   masse    ; der knetbare, plastische Zustand bleibt bei einer Raumtemperatur von 20  jedoch nur etwa 8 Minuten bestehen.



   Die aus der Mischung hergestellte knetbare Masse ergibt bei der Polymerisation in der  Form   1/2      Stands    bei 80  und 1/2 Stunde bei 100  einen harten, transparenten Kunststoff besonders hoher Wasserfestigkeit mit g nstigen physikalischen Eigenschaften, der zur Herstellung von Zahnprothesen hervorragend geeignet ist.



   Beispiel 2
75   GTewiehtisteile dles    im   Beispiel 1 beschrie-    benen Perlpolymerisats   ales    MethacrylsÏuremethylester (I) werden mit 25 Gewichtsteilen eines im Emulsionspolymerisationsverfahren hergestellten Mischpolymerisats aus 82 Ge   wichtsteilen Methacrylisäuremethylester und    18 Gewiehtsteilen   Btltadien    in Form eines   fei-    nen Pulvers und 0, 08 Gewichtsteilen Benzoyl  peroxyd    innig vermischt und mit 25   Gewichts-    teilen MethacrylsÏuremethylester befeuctet.



  Nach dem Durchmischen entsteht in etwa zwei Minuten eine plastische, knetbare Masse hohen Flie¯verm¯gens. Der plastische Zustand bleibt bei einer   Raumteln, peratllr    von   20     etwa 30   Murnten bestehen.   



   Das Em. ulsionspolymerisat ist f r sich   alil. ein    mit dem verwendeten Monomeren  berhaupt nicht in eine plastische Form  berf hrbar, da es   die Flüssigkeit augenblicklich    aufsaugt und dabei in den gummielastischen, ge  quollenen Zustand übergeht.   



   Die beim   Anteigen der Misehmg erhaltene    knetbare Masse ergibt bei der   Palymerisation    in der Form 1/2 Stunde bei 80¯ und   Je    Stunde bei 100¯ einen harten, elastischen Kunststoff mit guter Festigkeit und besonders hoher    Dauerbiegefestigkeit, der zur Herstellung von    Zahnprothesen besonders gut geeignet ist.



   Beispiel 3
70 Gewichtsteile des in Beispiel 1   beschrie-      benen    Perlpolymerisats aus MethacrylsÏuremethylester (I) werden mit 30 Gewichtsteilen eines   naebehlorierten Polyvinylchlorids    in   Forum    eines feinen   Pulvefrs,    0, 1 Gewichtsteil   Benzoyl, peroxyd,    0, 020   Gewiehtsteilen    eines roten und   0,    100 Gewichtsteilen eines weissen Pigments innig gemiseht und mit 25   Gewiehts-    teilen MethacrylsÏuremethylester befeuchtet.



  Naeh dem Durchmischen entisteht in etwa 1 Minute eine plastische, knetbare Masse hohen   Fliessvermogens, die den platstischen    Zustand bei einer Raumtemperatur von 20¯ etwa. 35   Minuten beibehält.   



   Das nachchlorierte Polyvinylchlorid ist f r sich   alleinmitMethacryäuremiethylester      nient    in eine knetbare Masse  berf hrbar, da es die Flüssigkeit   augenblicklich anfügt    und in, den   gummielastisehen,    gequollenen Zustand übergeht.   



   Durci Polymerisation des ans der Mi-      schung    hergestellten plastischen Teiges in der Form wird ein zahnfleischfarbener, harter Kunststoff mit guten Festigkeitseigenschaften erhalten, der zur Herstellung von Zahnprothesen gut geeignet ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von geformten Körpern, insbesondere Zahnfprothesen, durch Vermischen von feinverteilten polymeren Ver bindhmgen mit polymerisierbaren, fiFüssigen, monomeren Verbindungen zu einer plasti- schen, knetbaren Masse, Einbringen dieser Masse in eine Form und tberfühtren in den festen Zustand durch Polymerisation des Monomerenanteils, dadurch, gekennzeichnet, dass a¯ als feinverteilte polymere Verbindungen Mischungen von mindestens zwei Homo-oder Copolymerisaten verwendet werden, von welchen Polymerisatenmimdestenseines in den verwendeten fl ssigen Monomeren nur langsam anquillt und erst nach lÏngerer Zeit in den plastischen,
    knetbaren Zustand übergeht, welchen Zustand es dann lÏngere Zeit beibehÏlt, und von welchen Polymerisaten mindestens eines mit den verwendeten flugssi, gen Mouomeren i. n kurzer Zeit anquillt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren maeh Pgtentansprueh, da- durch gekennzeichnet, dass ails flüssige, monomere Verbindung MethacrylsÏuremethylester verwendet wird.
    2. Verfahren nassh Patentanspruch und IJnteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Polymefrisatgetmsch als Polymerisat des erstgenannten Typs ein Perlpolymerisat von MethacrylsÏuremethylester verwendet wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspr chen 1 und 2, dadurch, gekennzeichnet, dsass im Polymerisatgemislch als Poly- mensSat des zweitgenanuten Typs ein Misch- polymerisat von MethacrylsÏuremethylester mit einer Verbindung mit konjugierten Doppelbindungen verwendet wird.
    4. Verfahren, nach Patentanspruch und Unteranspr chen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, da. ssimPdymeris'atemisehaitsPoly- merisate des zweitg'ena.nntenTypsMischpoly- merisate von Methaierylsäuremethylester mit McthacryiMm'eestemvonA & oholenmitmehr als 4 C-Atomen verwendet werden.
    5. Verfahren, nach Patentanspruch und Unteranspr chen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, da¯ im Polymerisatgemisch als Polymerisat des zweitgenannten Typs nachehlorier- t : es Polyvmyldrloirid. verwendet wird.
    6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspr chen 1-5, dadurch gekennzeich net, dass mindestens ein Bestandteil des Poly- merisatgemisches geringe Mengen von Verbin dungenmitmehralseinerpotymerisierbaren Doppelbindung im Molek l einpolymerisiert enthÏlt.
CH324883D 1952-12-06 1953-11-23 Verfahren zur Herstellung von geformten Körpern, insbesondere Zahnprothesen CH324883A (de)

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