Einrichtung zur Feststellung der Achsenzahl in den Richtungsgleisen von Verschiebebahnhöfen Beim Rangieren der Güterwagen über die Ablaufberge der Verschiebebahnhöfe, insbeson dere für die modernen mechanisierten Ab laufanlagen, besteht ein betriebliches Bedürf nis nach Feststellung der den einzelnen Rich tungsgleisen zugeführten Wagen oder Wagen achsen. Notwendig ist. die Kenntnis der in den einzelnen Richtungsgleisenbefindlichen Wagen achsen, um z.
B. hiernach über die Zusammen stellung und die rechtzeitige Abfahrt der Züge disponieren. zu können, ferner um bei der Aus stellung der Rangierzettel für neu zu zer legende Züge die noch vorhandene Aufnahme fähigkeit der Richtungsgleise berücksichtigen zu können. Eine grosse Bedeutung kann die Kenntnis der in dien Richtungsgleisen stehen den Achszahl ausserdem für die Bestimmung der Laufziele der Abläufe (Zielbremsung,) haben, insbesondere ist dies der Fall in Gleis gruppen, die wie z. B. in Gefällbahnhöfen ein so starkes Gefälle haben, dass die Wagen jeweils lückenlos auflaufen.
Die Achsenzahl multipli ziert mit der mittleren Wagenlänge je Achse gibt dann direkt, die Füllung des Gleises bzw. den Standort des letzten Wagens an. Die gleiche Bedeutung ergibt sich jedoch auch in den Richtungsgruppen der Flachbahnhöfe, wenn, es durch gute Zielbremsung gelingt, die Abläufe lückenlos in den Richtungsgleisen zu stellen. Auch hier ist die jeweilige Achsenzahl im Richtungsgleis dann das Kennzeichen für den Füllungsgrad des Gleises.
Die Feststellung der Achsenzahl erfolgt für die bisher überwiegend organisatorischen Aufgaben zumeist durch hanhschriftliche Auf zeichnung der Zugänge zu den einzelnen Rich tungsgleisen an Hand der Angaben des Ran- gierzettels in einem besonderen Vordruck, dem sogenannten Gleisspiegel. Zur Vermeidüng der hierbei möglichen Fehler und mir Personal ersparnis hat man die objektive Erfassung der in die Richtungsgleise einlaufenden Achsen durch elektrische Zählwerke vorge schlagen.
Es sollte hierbei für jedes Gleis ein Zählwerk vorgesehen werden, das von einer am Anfang des Gleises eingebauten Kontakt einrichtung beim Vorbeilaufen jeder Achse einen Impuls erhält. Wegen des Aufwandes an auch -unterhaltungsmässig unerwünschten Kontaktmitteln in der Gleisanlage konnte diese Lösung jedoch keine Verbreitung finden. Ein betrieblicher Mangel, der einer solchen Aus führung noch anhaften kann, besteht darin, dass z.
B. bei Beidrückarbeiten auch .die Achsen der Beidrücklokomotive eingezählt werden und durch zusätzliche Massnahmen (Hilfstasten) wieder eliminiert werden müssen. Um gegen läufige Achsen zu zählen, also um auch das WiAderaugsetzen der Beidrückmaschine zu erfassen, müssten sonst richtungsabhängige Zählwerke mit entsprechenden Kontakteinrich tungen verwendet werden, was angesichts der hierfür notwendigen Kosten ungünstig ist. Die Erfindung ermöglicht es,
in mechani sierten Ablaufanlagen, in, denen in bekannter Weise sogenannte Ablaufspeicher verwendet werden und die Verteilungsweichen durch Fahrwegrelais der Speicher und die ablaufen den Wagen selbsttätig gesteuert werden, bei der Registrierung der in die verschiedenen Richtungsgleise laufenden Wagenachsen die erwähnten Mängel zu vermeiden.
Erfindung.-,- gemäss ist nur an dem vor den Richtungs gleisen liegenden Ablaufgleis eine von den Achsen betätigte Kontakteinrichtung angeord net, dessen Kontakt zusammen mit Kontakten der Fahrwegrelais auf eine für jedes Rich tungsgleis besonders vorgesehene Achszählein richtung einwirkt.
Neben dem dadurch erziel ten Vorteil der Möglichkeit eines geringen Aufwandes an Schienenkontakten ergibt sich auch der Vorteil, dass nur die wirklich ablau fenden Wagenachsen, die Achsen der Bei drückmasehinen dagegen nicht gezählt werden, da für letztere bei Fahrten in die Richtungs gleise keine selbsttätige Weichensteuerung durch die Relais der Ablaufspeicher stattfin det, für die Steuerung der Weichen für Fahr ten von Beidrückmaschinen sind zweckmässi gerweise andere, handbetätigte Schaltmittel vorgesehen. Es entfällt damit. auch die Not wendigkeit, gegenläufige Zählwerke anzuord nen. Es können unter Umständen handels übliche einfache Magnet-Zählwerke der Fern sprechtechnik Anwendung finden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Fig. 1 bis 4 dargestellt und im folgen den erläutert.
In Fig. 1 sind für die in Fig. 1a, schema tisch angedeutete Gleisanlage mit den -Weichei a bis g und den Gleisen 1 biss 8 die Fahrweg- rela.is des Ablaufspeichers für die selbsttätige Steuerung der Weichen gezeigt. Die Weiche a, der die senkrechte Relaisreihe A zugeordnet isst, wird gestellt, sobald eine nicht dargestellte Kontakteinrichtung durch ein ablaufendes Fahrzeug betätigt wird.
Die Steuerung der folgenden Weichen durch die zugehörigen Fahrwegrelais erfolgt in bekannter Weise in Abhängigkeit von Gleisrelais der isolierten Weichenabschnitte. Beim Befahren der Weiche a wird: zum Beispiel der eingespeicherte Fahr wegstellauftrar zur Relaisreihe B für die Steuerung der Weiche h (bei Ablauf nach (gleis 1 bis 4) oder bei Weiche c (bei Ablauf nach Gleis ö biss 8) weitergeschaltet, bei Be fahren der Weichen b oder c zur Relaisreihe D usw. Für jeden Ablauf ist also im Augen- bliek des Ablaufes vom. Berg das seinem Ziel gleis entsprechende Fahrwegrelais in der ersten Relaisreihe angeschaltet.
Zum Zählen der in die Richtungsgleise einfahrenden Achsen ge nügt es deshalb, wie in Fig. 2 gezeigt, über Schliesserkontakt 01 bis 08 der Fahrwegrelais der .ersten Relaisreihe A die durch die Achsen bei Befahren des Impulsgebers J ausgelösten Stromstösse durch den Kontakt. KJ auf das betreffende Zählwerk Z1 bis Z8 zu schalten.
In der bisherigen Darstellung- wurde nur die selbsttätige Einzählung der Wagenachsen in die Zählwerke der jeweiligen Richtungs gleise behandelt, -wobei angenommen wurde, dass die Zählwerke nach Räumung der Gleise, also Ausfahrt der Züge durch von Hand be tätigte Hilfstasten in die Null-Stellung ge bracht werden. Es lässt sieh aber auch eine Anordnung für .eine selbsttätige Rückstellung der Zählwerke treffen..
In: Fig. 3 ist zum Beispiel eine Anordnung gezeigt, bei der die über die Weichen a-1 bis cl ausfahrenden Achsen durch Befahren des Impulsgebers J1 Stromstösse auslösen, die in der in Fig. 3a dargestellten Schaltung auf das Zählwerk des Richtungsgleises gegeben wer den, aus dem die Ausfahrt. erfolgt. Der Strom.
fliesst, dabei über den Kontakt. 11_1 dies Signal- Fahrtrüekmelders, den Kontakt KJ1 des Im pulsgebers und die der Fahrstrasse entspre- ehende Stellung der Weichenlagekontakte a.10 bis c10 zur Rüekstellspule des Zählwerkes.
Die Anordnung nach der Fig. 4- und: 4a geht davon aus, dass es für die Rückstellung des Zählwerkes nicht nötig ist, die ausfahren den Achsen einzeln zu zählen.
Da. mit der Zugfahrt zum Beispiel das Gleis 4 jeweils voll ständig leer wird, genügt es, dass beim Be setzen des Weichenabschnittes cl (bei auf Fahrt stehendem. über den sich schliessenden Kontakt 11 des zugehörigen Gleisrelais 10, den Weichenlagekontakt c11 und den. bei der Einzählung geschlossenen Kontakt 7,41 des Zählwerkes Z1 ein aus den beiden Relais 20 und 30 bestehender Selbst- unterbreeher eingeschaltet wird.
Die Relais 20 und 30 schalten sieh durch die Kontakte 21 und 31 gegenseitig an und :ab, so dass das Zählwerk in. Reihe mit. dem Relais 30 so lange einzelne Stromstösse erhält, bis bei Erreichen der Nu TI-Stellung des Zählwerkes der Strom breis des Relais 20 durch, den wieder öffenden Kontakt. 7,41 des Ankers des elektrischen <B>Zähl-</B> werkes geöffnet wird!.
In gleicher Weise wie durch das Gleis relais der Weiche cl lässt sieh der Anstoss des Selbstunterbrechers 20/30 durch den Wie deranzug des Gleisrelais des dem Zählwerk entsprechenden Richtungsgleises 4 bewirken. In diesem Fall würde also die Rückstellung des Zählwerkes erst nach dem Räumen des Gleises eintreten.