CH317543A - Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, die durch ein Chromdiffusionsverfahren an der Oberfläche mit Chrom angereichert werden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, die durch ein Chromdiffusionsverfahren an der Oberfläche mit Chrom angereichert werdenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, die durch ein Chromdiffusionsverfahren an der Oberfläche mit Chrom angereichert werden Mit dem Verfahren .des Diffusionsver.chro- mens können bekanntlich auf Stählen Ober- flächenschichten hergestellt werden,
die eine hervorragende Beständigkeit gegen korrodie rende Angriffe besitzen. Das Verfahren des Chromierens ist an sich seit langem in Be nutzung, und es sind auch schon für diesen Zweck Stähle entwickelt worden, bei denen das Eindringen:
des Chromes in die Oberfläche erleichtert ist, obwohl die Chromdiffusion- grundsätzlieh bei allen Stählen eintritt. So ist beispielsweise vorgeschlagen worden, den Stählen Titan,- Tantal und Niob einzeln oder zu mehreren zuzusetzen,- um die Diffusions wanderung des Kohlenstoffes aus den innern Schichten zu den äussern Schichten zu verlang samen oder zu unterbinden,
weil erkannt wurde, dass die gegenläufige Wanderung des Kohlenstoffes einerseits und des Chroms anderseits die Ausbildung der durch Diffu sion erzeugten Chromschichten beeinträchtigen kann. Es werden daher in der Praxis neben einander solche Stähle verwendet, die keine zusätzlichen Elemente enthalten und solche, bei denen Tantal, Niob und Titan vorgesehen sind.
Die auf dem Wege der Diffusion erzeugten, mit Chrom angreicherten Schichten weisen auf Grund ihres hohen Chromgehaltes, der in der äussersten Schicht bis auf 50% ansteigt, eine bemerkenswerte Beständigkeit gegen kor- rodierende Angriffe verschiedenster Art auf.
Trotzdem vorsagen. diffusionsverchromte Stähle in gewissen. Fällen unter korrodieren dem Angriff. Diese Feststellung ist iun so be fremdender, als beispielsweise ein Chromstahl guss,
dessen Chromgehalt mit etwa 25 1/o. Chrom wesentlich niedriger liegt als der Chromgehalt zum mindesten der aussen liegenden Chrom- diffusionssehichten, artähnliche Erscheinun- gen nicht zeigt.
Es konnte nicht angenommen werden, dass ein Kohlenstoffgehalt der d'arch Diffusion er zeugten Chromschiehten für die Erscheinung verantwortlich zu, machen, wäre, zumal Chrom guss Kohlenstoffgehalte aufweist, die um 1 /o liegen und somit wesentlich höher sind,
als dies in den Diffusionssehichten der Fall zu sein pflegt. Eingehende Untersuchungen führ ten zu der Erkenntnis, d'ass offenbar das Er liegen der Chromdiffusionssehiehten auf eine Art interkristallinen Angriffes zurückzufüh ren ist. Diese Feststellung russte aus den oben aufgeführten Überlegungen überraschen.
Hiervon augehend ist ermittelt worden" dass die Erscheinung unterbunden werden kann., wenn dem Stahl, der .als Trägerwerkstoff ver wendet wird, die Elemente Titan, Niob und Tantal in solcher Menge planmässig zugesetzt werden, d'ass der Kohlenstoffgehalt stabil abge bunden ist,
und zwar auch dann., wenn der Trägerwerkstoff an sich besonders niedrigen Kohlenstoffgehalt aufweist. Es wurde nämlich erkannt, dass die als interkristaHiner Angriff auszusprechende Korrosion,unabhängig davon eintritt, ob der Kohlenstoffgehalt bei hohen oder bei niedrigen Werten liegt.
Gemäss vorliegender Erfindung wird des halb ein. Verfahren zur Herstellung von Gegen ständen, die durch ein Chromdiffusionsverfäh- ren an der Oberfläche mit Chrom angereichert werden, vorgeschlagen, das dadurch gekenn zeichnet ist,
dass zur Verbindung der inter- kristallinen Korrosion an der Oberfläche als Werkstoff für die zu chromierenden Gegen stände ein Stahl mit einem den Kohlenstoff- gehalt stabil abbindenden Gehalt mindesteins eines Kohlenstoff bindenden Metalles verwen det wird.
Es ist so möglich" bei gleichzeitiger Anreicherung von Chrom an der Oberfläche gegen einen interkristallinen Korrosions@- angriff beständige Produkte zu erhalten.
Als Kohlenstoff bindende Metalle eignen sich Titan, Tantal und Niob, allein oder ni mehreren. Ihre Wirkung wird nicht gestört durch den Zusatz weiterer Legierungselemente, wie beispielsweise Mangan, Silizium, und Mo lybdän, die aus Gründen der mechanischen Eigenschaften der Stähle zugesetzt werden können.
Zum Beispiel kommen folgende Stähle, die im Sinne der Erfindung geeignet sind, in Frage-: ein: Titanstahl mit 0,02-0,15 % Koh- lenstoff und seinem Gehalt von 0,08-0,8 % Titan.
Der Titangehalt muss, um eine stabile Ab bindung des Kohlenstoffes zu gewährleisten, mindestens das Vierfache des Kohlenstoff- gehaltes betragen, so d@ass sich innerhalb der angegebenen Grenzen der Kohlenstoff- und Titangehalt leicht festlegen lassen.
In der Praxis wird aus wirtschaftlichen Gründen ein Kohlenstoffgehalt.von 0,1% meist nicht über- schritten und sicherheitshalber wird bei diesem Kohlenstoffgehalt 0,5 % Titan angewendet, das heisst eine Menge,
die dem Fünffachen des Kohlenstoffgehaltes entspricht. Liegt der Kohlenstoffgehalt niedriger, so kann. entspre- ehend auch der Titangehalt gesenkt werden.
Als besonders vorteilhaft hat sich ein Stahl mit 0,03-0,06 % Kohlenstoff erwiesen, wobei der Titangeha.lt mindestens das Fünffache des Kohlenstoffgehaltes beträgt, jedoch 0,5 % Titan nicht überschreitet.
Für einen niobhaltigen Stahl hat sich be- währt 0,02-0,15-% Kohlenstoff bei einem Ge- halt von 0,2-1,
8 % Niob. Der Niobgehalt muss dabei mindestens das Zehnfache des Kohlen stoffgehaltes ausmachen. Im allgemeinen wird ein Gehalt von 0,1% Kohlenstoff nicht über- schritten,
so dass die obere Grenze für den Niobgehalt 1% beträgt. Der Stahl wird, wie beim titanhaltigen Stahl, vorzugsweise mit 0,03-0,06 % Kohlenstoff hergestellt.
Bei den gleichen Gehaltsgrenzen für den Kohlenstoffgehalt wird bei Tantal mindestens die achtzehnfache Menge des Kohlenstoffge- haltes angewendet., wobei der Gehalt von 2,0 % nicht überschritten werden soll.
Besonders zweckmässig ist es, einen Gehalt von 1,5 % nicht zu überschreiten.
Wenn, alle diese Elemente gleichzeitig im Stahl vorhanden sind, ist es weckmässig, bei einem Kohlenstoffgehalt von 0,05 % folgende Gehalte vorzusehen
EMI0002.0184
etwa <SEP> 0,151/o <SEP> Titan
<tb> <SEP> 0,15 <SEP> % <SEP> Niob
<tb> <SEP> 0,101/o <SEP> Tantäl.
Claims (1)
- PATENTA.NSPRI?CH I Verfahren zur Herstellung von Gegenstän den, die durch ein Chrom-Diffusionsverfahren an der Oberfläche mit Chrom angereichert werden, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verhinderung der interkristalhnen Korrosion an der Oberfläche als Werkstoff für die zu chromierenden Gegenstände ein Stahl mit einem den Kohlenstoffgehalt stabil abbinden den Gehalt mindestens eines Kohlenstoff bin denden Metalles verwendet wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Kohlenstoff bindendes Metall Titan verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Kohlenstoff bindendes Metall Tantal verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, d'ass als Kohlenstoff bindendes Metall Niob verwendet wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Kohlenstoff bindende Metalle Tantal und Niob verwendet werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass A Kohlenstoff bindende Metalle Titan, Tantal und Niob ver wendet werden. PATENTANSPRUCH II Gegenstand, hergestellt nach dem Verfah ren gemäss Patentanspruch I.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE317543X | 1952-02-19 |
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| CH317543D CH317543A (de) | 1952-02-19 | 1953-02-19 | Verfahren zur Herstellung von Gegenständen, die durch ein Chromdiffusionsverfahren an der Oberfläche mit Chrom angereichert werden |
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