Ölfilter
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Ölfilter mit einem aus Bodenstück, Sei- tenwand und Deckel bestehenden Behälter für das Filtermaterial.
Solche Älfilter, welche spezielle in Automobilen Verwendung finden, sind bekannt.
Sie werden in den Ölkeislauf des Motors derart eingeschaltet, da# das zu filtrierende 61 durch Öffnungen in der Seitenwand des Filterbehälters in diesen eintritt und naeh Pas sieren des in letzterem angeordneten Filter- materials, meistens Putzfäden, durch ein tuber einer zentralen Öffnung des Bodenstüeks angeordnetes Siebrohr den Filterbehälter gereinigt wieder verlä#t.
Bisher im Handel erhältliche Öfilter die eser Art wurden als Ganzes, das heisst mit im Behälter eingeschlossenem Filtermaterial, verka. uft und mussten, nachdem das Filtermate- rial schmutzig geworden war bzw. keine oder nurmehr ungenügende Bednigungswir- kung ausübte, mitsamt dem Filterbehälter weggeworfen werden, da Bodenstück, Seitenwand und Deckel des Behälters unlösbar miteinander verbunden waren, was ein blosses Ausweckseln des Filtermaterials verunmöglichte.
Es mu#te also bei jedem notwendig ge wordenen Ölfilterweehsel zusammen mit dem an sieh billigen Filtermaterial der in der Herstellung bedeutend teurer kommende Behälter für das Filtermaterial ersetzt werden.
Die vorliegende Erfindung bezweekt nun, diesenÜbelstandzu beseitigen und einen öl- filter zu schaffen, bei dem der Behalter für das Filtermaterial geöffnet und wieder geschlossen werden kann, so dass jeweils bei einem notwendig gewor. denen Filterweehsel nur das unbrauchbar gewordene Filtermaterial im Behälter ersetzt werden muss.
Zu diesem Zweck weist der erfinidungsge- mässe Ölfilter am Bodenstück befestigte Stäbe auf, welche sich durch an der Seitenwand be festigte Hülsen und durch Öffnungen im Deckel erstrecken und an ihrem freien Ende ein Gewinde aufweisem, über welches mittels Muttern die Seitenwand lösbar zwischen Bo denstüek und Deckel einklemmbar ist.
In der beiliegenden Zeiehnung ist eine beispielsweise Ausführungsform eines Ölfilters nachdervorliegendenErfindungdarge- stellt.
Fig. 1 zeigt eine teilweise geschnittene Ansicht, und
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt nach der Linie II-II durch den Ölfilter der Fig. 1.
Der dargestellte Ölfilter ist dreiteilig und besteht aus einer Bodenscheibe 1, einer durch einen Zylindermantel 2 gebildeten Seitenwand und einem scheibenförmigen Deekel 3.
Die Bodenscheibe 1 ist mit einer etwas innerhalb ihres äu#ern Randes verlaufenden kreisförmigen Nut 4 versehen, welche im dargestellten zusammeyebauten Zustand des blfilters die untere Kante des Zylinderman tels 2, dessen Durchmesser etwas kleiner als derjenige der Bodenseheibe 1 unid des Deekds 3 ist, aufnimmt. Entsprechend ist der Deckel 3 auf seiner Unterseite mit einer etwas innerhalb seines Aussenrandes verlaufenden kreisförmigen Nut 5 versehen, welche in zusam mengebautem Zustand den o-bern Band des Zylindermantels 2 aufnimmt.
Auf die Randpartien einer zentralen Öffnung 6 der Bodenseheibe ist bei 7 ein zylindrisches, nach oben abgeschlossenes Siebrohr 8 mit Offnungen 9 aufgeschweisst, dessen Länge etwas Meiner ist als die Höhe des Zylindermantels 2, und das in den durch die Teile 1, 2 und 3 gebildeten Behälter hineinragt. Etwas innerhalb der kreisfo. rmigen Nut 4 sind in gleichen Abständen voneinander drei Stäbe 10 in der Bodenscheibe 1 befestigt.. Diese Stäbe 10 erstrecken sich im zusammengebauten Filter durch drei entsprechend an die Innenwand des Zylindermantels 2 geschweisste Hülsen 11 und durch entsprechend angeordnete Bohrungen 12 des Deekels 13.
An ihrem freien, aus dem Deckel hervorstehenden Ende sind die Stable 10 mit einem Gewinde versehen, auf welches Muttern 13 aufgeschraubt sind, die den Deckel 3 auf den Zylindermantel 2 und diesen auf die Bodenscheibe l presse. Dadurch ist. der ganze, aus den Teilen l, 2 und 3 bestehende Behälter auf einfachste Weise zusammengehalten und kann ebenfalls auf einfache und sehnelle Art, nämlich durch Entfernung der Muttern 13, Abheben des Deckels 3 und Herausziehen der Bodenscheibe mit den Stäben 10, alBs den Hülsen 11 in seine drei Haupt- teile zerlegt werden.
Der Zylindermantel 2 ist auf seiner ganzen Flache mit Öffnungen 14 für den Durch- tritt t des zu filtrierenden Öls versehen. Am Deckel 3 ist ein als Traggriff für den Filter ausgebildetes Band 15 befestigt. Uber das Siebrohr 8 ist ein Sack 16 aus Leinwand oder aus einem ähnlichen geeigneten Gewebe ge stiilpt. Der ganze, aus den Teilen 1, 2 und tl 3 gebildete Behälter ist mit Putzfäden 17 angefüllt, die als Filtermaterial dienen. Im Betrieb wird das zu filtrierende Öl durch die Öffnungen 14 im Zylindermantel 2 geleitet, dringt durch die Putzfäden 17 durch den Sack 16 und durch die Öffnungen 9 in das Siebrohr 8 und verlässt gereinigt den Filter durch die Öffnung 6 in der Bodenscheibe 1.
Der Sack 16 dient dazu, eventuelle Unreinigkeiten, die bis ans Siebrohr gelangen könnten, a. bzuhalt. en, da diese die Öffnungen 9 des Siebrohres verstopfen könnten.
Bei einem notwendig gewordenen Filter- wechsel wird nach Losen der Muttern 13 der Deekel, abgehoben, die unbrauchbar gewordenen Putzfäden durch neue ersetzt und der Deckel wieder aufgeschraubt. Der Behälter selbst kann also stets wieder neu verwendet werden, uns die Kosten eines Filterweehsels beschränken sich auf die Anschaffungskosten der Putzfäden.