Verfahren zum BehandeIn, insbesondere Trocknen von Getreide mit Infrarotstrahlen Es ist bekannt, Getreide vor dem Ver- mahlen oder Verschroten zu waschen und wie der zu trocknen.
Es ist auch schon vorgeschla gen worden, das Trocknen von Getreide mit Infrarotstrahlung durchzuführen, doch ist dieses Trocknungsveriahren bislang über das Versuchsstadium nicht hinausgekommen und noch nicht zur betriebsmässigen Anwendung gelangt. Die Infrarottrocknüng war bei den Versuchen zwar durchaus befriedigend, doch konnte sie gegenüber den wirtschaftlicheren bekannten Verfahren keine Vorteile bieten.
Die Erfindung schafft gegenüber diesem Stande der Technik einen grundlegenden Wandel. Auch. nach der Erfindung wird das Getreide mit Infrarotstrahlen behandelt, doch werden hierfür erfindungsgemäss Infrarot dunkelstrahler verwendet, deren Strahlung ihr Intensitätsmaximulm im Gebiet von 3 ,u hat, und die Bestrahlung erfolgt mit einer solchen Strahlungsintensität und mit einem solchen Strahlerabstand vom Gut,
dass das Getreide innerhalb einer Zeit von maximal 45 sek eine Temperaturerhöhung von - mindestens 2I5 G erfährt. Dass diese 'Temperatursteigerung nicht bis zu einer Schädigung des Getreides geführt werden darf, versteht sich von selbst. Die. zulässigen Höchstwerte der Temperatur sind je nach der Art des Getreides und sei ner Beschaffenheit und je nach der Einwir- kungsdater verschieden; sie sind in der Praxis durch Versuche leicht feststellbar.
Durch das Verfahren nach der Erfindung wird zunächst eine ganz erhebliche Abkür- zung der Erwät@mungszeit des Getreides er zielt, was für die Trocknung wesentlich ist. Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens liegt darin, dass es nicht nur für die Behandlung von Weizen, sondern auch für die Behandlung von Roggen, die bekannt lich schon immer besondere Schwierigkeiten bereitet hat, erfolgreich anwendbar ist.
Zur Erläuterung der Vorteile sei folgendes aus- geführt Während beim Weizen die der eigentli- ehen Vermahlung vorangehende Behandlung zur Säuberung des Korns, zu seiner Mürbung zwecks leichter Vermahltung, zur Verbesse- rung der :
Schalenlöslichkeit sowie zur Erhö hung der Backfähigkeit mittels Waschen und Konditionieren weitgehend erforscht sind und in der Durchführung seit langem technisch hochwertig erfolgt, ist dies bei Roggen noch nicht der Fall.
;Schon das Waschen des Roggens hatFol- gen, die für die weitere Verarbeitung oft unerwünscht sind. Das Roggenkorn nimmt die Feuchtigkeit gieriger auf als das Weizen korn, hält sie aber hartnäckiger fest. Durch das Waschen wird selbst ein lagerfähig trök- kener Roggen trotz anschliessender Trocknung nach den bisherigen Verfahren leicht zäh und zur Vermahlung weniger geeignet. Am mei sten macht sich dies bei zähem, dickschaligein Roggen bemerkbar.
Das Waschen des Getreides hat aber "o grosse 'Vorteile zur Gewinnung eines staub- -und steinfreien Mahlproduktes, dass der Mül ler es für Roggen nur ungern vermisst. Nach dem alle bisher angestellten Versuche nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben, wurden in einer Mühle Trocknungs- und Be- handlungsversuche mit Infrarotbestrahlung aufgenommen.
Dabei hat sich gezeigt, dass die Infrarot bestrahlung bei Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung weit bessere Ergebnisse bringt als alle andern bisher angewandten Methoden. Mit der zurzeit entwickelten An lage ist es möglich, nassen, von der Wäscherei- Zentrifuge abgeschleuderten Roggen betriebs mässig, also in Mengen, die der Leistungs- fähigkeit einer Mühle entsprechen,
von einer Temperatur von 10 innerhalb von 1'5 bis 17 Sekunden auf eine Temperatur von 35 bis 40 zu bringen. Dabei handelt es sich nicht etwa -um eine Oberflächentemperatur, sondern -im die Durchschnittstemperatur der Getreidemasse. Da man zu einer solchen 'Tem- peraturerhöh-mg im bekannten Vorbereiter etwa 15 bis 2,0 Minuten braucht, liegt der grosse Vorteil des Verfahrens auf der Hand.
Schneller als das Wasser dringt die Strah- lungswärme in das Korn und riegelt damit eine -unerwünschte #überfeuchtxmg des Mehl- kernes ab. Die Entfernung der unerwünsch ten Oberflächenfeuchtigkeit durch kräftige Kalt- oder Warmluftaspiration bietet keine Schwierigkeit mehr. Sie kann je nachdem ge wünschten Einfluss auf die Holzfaser in ru hendem oder bewegtem Zustand des Getreide kornes erfolgen.
Das Verfahren nach der Erfindung bietet aber noch wesentliche weitere Vorteile: Es ergibt sich bei seiner Anwendung bei Mahl roggen eine beachtliche .Steigerung der Scha lenlöslichkeit. Es fallen ungeputzte Roggen- griesse an, wie sie bisher nicht erreicht wur- den.
Vor allein aber lässt sich mit dein durch die Bestrahlung geschaffenen Wärmegefälle vom Korninnern zur Schale auch beim Rog gen eine Mürbung des Kornes schaffen und erhalten, wie dies bisher mit andern Mitteln nicht erzielt wurde. Für Weizen bringt die Infrarotbehandlung die Möglichkeit, durch die angegebene schnelle Erwärmung der Rand schichten die Verbesserung der Backfähigkeit kleberschwacher Weizen und kranker Weizen noch zu steigern.
Zur Frage der Wirtschaftlichkeit des Ver fahrens sei bemerkt, dass die Anlagekosten bei Energiebezug aus dem Netz unter 10 %o der Kosten für die üblichen Vorbereiter lie gen. Die Betriebskosten stellen sich bei einem Strompreis von 01,0 & bis 0,110 DM pro kWh auf etwa 0;25 bis 0,315 DM pro 1!00: kg,Getreide, sind also durchaus tragbar. Bei Auslands roggen und bei dünnschaligem Inlandsroggen liegen die Betriebskosten noch niedriger.
Die genannten Kostenwerte ergeben sich bei einer Erwärmung des gewaschenen Roggens auf 35 bis 40 C und einer Ausgangstemperatur des Roggens sowie einer Temperatur der den Rog gen -umgebenden Luft von 10 C und Trock nung auf die beim ersten Schrot erwünschte Feuchtigkeit. Bei der Abkühlung verbleibt noch eine Wärmereserve, die zur Erhaltung der Getreidemürbung ausreichend ist.
Dazu kommt, dass die Anwendung des Infrarotver- fahrens in vielen Fällen Einsparungen an Kosten für andere Verfahren zur Verbesse rung der Mehlausbeute und der Mehlgüte bringen wird.
Die Versuche haben ferner gezeigt, dass das Verfahren nach der Erfindung bei der Anwendung zum Trocknen um so wirksamer ist, je kürzer die Zeitspanne ist, die das Ge treide nach dem Verlassen der Wascheinrich tung bis zum Einlauf in die Infrarottrock- nungseinrichtung - gebraucht, das heisst also praktisch gesehen, je kürzer die Entfernung zwischen der Waseheinrichtung und der In frarottrocknungseinrichtung ist.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn diese Zeitspanne nicht grösser als 30 sec ist. Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Getreide nach dem Verlassen der Zentrifuge, in der nach dein Waschen das überschüssige Wasser abgeschleudert wird, mit einem kräftigen Luftstrom zur Trocknungsanlage gefördert wird, was sieh bei geeigneter räumlicher Ausbildung der Ge samtanlage bereits innerhalb von etwa 1 bis 2 Sekunden durchführen lässt.
Da sich mit dem Verfahren nach der Erfindung ausser den Vorteilen für die 'Trock nung zusätzliche Vorteile, insbesondere hin sichtlich der besseren Ablösung der ;Schale und der wirksameren Vorbereitung der Rand zonen für die spätere Vermahlung und der hierdurch bedingten Erhöhung seiner Back- fähigkeit und seiner sonstigen Güteeigen schaften, erzielen lassen,
stellt es auch ohne Verbindung mit einem voraufgehendenWasch- und 'Trocknungsvorgang bereits einen erheb lichen technischen Fortschritt dar.
Die Verbesserung der Mahlfähigkeit durch Beeinflussung der Randzonen kann noch da durch sehr gesteigert werden, dass das Ge treide, nachdem sein Mehlkern zuvor durch Waschen, Netzen und 'Trocknen auf den zur Verina.hlung bzw. Verschrotung günstigsten Zustand gebracht worden ist, wiederholt ab wechselnd einer kurzdauernden Benetzung und einer kurzdauernden Infrarotbestrahlung ausgesetzt wird.
Hierdurch wird die Loslösung des zu vermahlenden Kernes von der abzu sondernden farbigen :Schale erheblich geför- dert. Die Zeitdauer -und die- Intensität der K=urzbestrahlung können die gleichen Werte haben wie oben für das Verfahren nach der Erfindung angegeben; je kürzer die Zeit dauer ist, um so mehr kann die Temperatur gesteigert werden, ohne dass eine Schädigung eintritt.
Hiermit ist also gleichzeitig die Mög lichkeit einer stossartigen Erwärmung gege ben, wie sie zur Verbesserung der Kleber eigenschaften erwünscht ist.
Für die Wahl der zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung erforder lichen Strahler und ihrer Anordnung gilt folgende Überlegung: Bei allen bekannten Verfahren zur Bestrahlung einer Fläche mit Infraxotstrahlimg trachtet man danach, die zu behandelnde Fläche so anzustrahlen, dass an allen Flächenstellen möglichst annähernd die gleiche ;Strahlungsintensität erreicht wird. Dies kann durch Variieren eines oder meh rerer von folgenden drei Faktoren erreicht werden:
Erstens der Strahlungsleistung jedes einzelnen Strahlers bzw. - seiner elektrischen Leistungsaufnahme, zweitens des gegenseiti gen Abstandes der Strahler und drittens des Abstandes der Strahler von der zu bestrah lenden Fläche. Aus Wirtschaftlichkeitsgrün- den versucht man, mit möglichst leistungs schwachen Strahlern und mit möglichst grossem gegenseitigem Strahlerabstand bzw. möglichst geringer Strahleranzahl auszukom men und den Abstand der 'Strahler von der zu bestrahlenden Fläche möglichst klein zu wählen.
In der Praxis haben sich bei den be kannten Verfahren, teils auf Grund eingehen der Untersuchungen und teils auf Grund der Erfahrung, für jeden dieser drei Faktoren Werte ergeben, die innerhalb verhältnismässig enger Grenzen und somit grössenordnungs mässig festliegen, wobei sich lediglich die un tere und obere Grenze dieser Werte je nach dem Anwendungszweck der Infrarot Strahlung nach oben oder amten hin ver schiebt.
Auch bei den älteren Versuchen ziw Infrarotbestrahlung von (Getreide hat man sich an diese Erfahrungswerte gehalten und dabei die eingangs erwähnten Masserfolge ge habt. Demgegenüber lehrt die vorliegende Erfindung, die genannten Faktoren so zu wählen, dass sich eine Bestrahlungsintensität pro Flächeneinheit von einer solchen Grösse ergibt, in der sie bisher bei Getreide noch niemals angewendet worden ist.
Um dies noch näher zu erläutern, sei auf Grind der praktischen trfahrungen noch folgendes angegeben: Berücksichtigt man, dass man bei der Be strahlung von Getreide, das auf der Bestrah lungsfläche in einer dünnen Schicht von der Stärke eines Kornes ausgebreitet ist, den Strahler abstand von dem Getreide kaum nen nenswert kleiner machen kann als etwa 10 bis 15 cm, so ergibt sich,
dass man zur Durch führung des Verfahrens nach der Erfindung und somit zum Erreiehvn der xnit dem Vex fahren erstrebten Wirkung die Leistung der einzelnen Strahler und ihren gegenseitigen Abstand so bemessen muss,
dass man eine in- stallierte elektrische Strahlungsleistung von mindestens 20 kW pro Quadratmeter bestrahl ter Getreidefläche erhält.
Ist also beispiels weise die mit Getreide bedeckte, bestrahlte Fläche etwa 0,66 m2 gross, so muss man über dieser Fläche eine Strahlerleistung von min- destens 14 kMV installieren. Diese Werte sind aber auch von dem Feuchtigkeitsgehalt des Getreides abhängig, bzw. von dem Mass, in welchem nach dem Waschen des Getreides das überschüssige Wasser abgeschle-udert wurde; sie können also auch etwas höher oder tiefer liegen.
Zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung wird vorteilhaft eine Anlage verwendet, bei der das Getreide bei der In- frarotbestrahlung mittels einer Fördereinrich tung, beispielsweise eines siebförmigen För derbandes, fortbewegt wird, die mittels elek tromagnetischer oder sonstiger Rüttler mecha nische Schwingbewegungen ausführt. Vorteil haft kann das Getreide auch über ein Rüttel sieb gleiten.
An Hand der Zeichnung werden AusfÜh- rungsbeispiele von Vorrichtungen zur Durch führung des Verfahrens nach der Erfindung näher erläutert.
Die Fig.1 der Zeichnung zeigt eine Ein richtung im Aufriss und die Fig. 2 . die gleiche Einrichtung im Grundruss. Das Getreide 1 kommt von einer Wascheinrichtung durch einen 'Trichter 2, der an seinem untern Ende gemäss Fig..2, in einen Verteilerrüssel 3 aus läuft, auf eine geneigte Förderbahn 4, die vorteilhaft siebförmig ausgebildet ist.
An dem obern Ende der Förderbahn ist ein Rüttler 5 angebracht, der sie zu Rüttelschwingungen in ihrer Längsrichtung versetzt, wie es in den Fig. 1 und '2 durch einen Doppelpfeil am Rüttler gekennzeichnet ist. Unter dem Ein fluss der Rüttelschwingungen der Förderbahn rutscht das Getreide über die schwingende -Förderbahn hinweg und führt auf ihr Tanz bewegungen aus, so dass jedes Korn dauernd seine Lage ändert lind sich wendet.
Das G- treide v erlässt die Förderbahn an deren un- terem Ende, fällt in eine Sammelrinne fi und wird in diese mittels der Förderschnecke 7 weitergefördert.
Oberhalb der Förderbahn und längs der selben ist in Fig.1 eine Strahlerhaube 8 dar gestellt, die aus einem haubenförmigen strah lungsreflektierenden Blech und in dessen Höh- lung angeordneten, vorzugsweise stabförmigcn Infrarotdunkelstrahlern 9, besteht.
Besonders geeignet sind als Strahler Heizstäbe, die aus einem dünnen strahlungsabgebenden Metall mantel, zum Beispiel aus Stahl, und im In nern isoliert angeordneten Heizelementen be stehen. Ferner ist. am untern Ende der För- derbahn ein lüftumgsschacht 10 vorgesehen, durch den mittels des Lüfters 11 feuchte Luft und Staub abgesaugt und durch das Rohr 12 abgeleitet werden.
Ein Messgerät 13 ist am Boden der Sammelrinne -6 eingebaut., und ein Temperaturfühler ragt in die Masse des be strahlten Getreides und misst dessen Tem- peratur.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Einrich tung kann in mannigfacher Weise abgewan delt werden. Beispielsweise braucht der Rütt ler die Förderbahn nicht -unbedingt. in ihrer Längsrichtung in .Schwingungen zu versetzen, wie es in der F'ig.1 schematisch und durch den Richtungspfeil angedeutet ist, sondern er kann auch in einer beliebigen andern R.ieh- tung auf die Förderbahn einwirken,
beispiels- weise gemäss Fig. 3, senkrecht zur Förderbahn oder gemäss den Fig.4 und 5- unter einem spitzen Winkel zur Förderbahn.
Auch die Ausbildung der Förderbahn kann mannigfach abgewandelt werden. Statt einer glatten oder siebförmigen Förderbahn kann beispielsweise gemäss Fig. '6 eine stufenför mige oder gemäss Fig. 7 eine - wie bei einem Waschbrett - geriffelte Förderbahn verwen det werden, die das selbsttätige Wenden der Getreidekörner während des Bestrahlens för dert. Die Ausbildung der Förderbahn gemäss Fig. 6 hat sich besonders bewährt, wobei die Förderbahn aus eloxierten Aluminiumblechen bestand, die auf einer ebenen Unterlage stu fenförmig angebracht waren.
Die Förderbahn kann aber auch gemäss Pig. & als Kaskade, ähnlich einem Kaskaden-Rieselgerät, bei der Milchkühlung, ausgebildet werden, oder ge mäss Fig. 9 aus übereinander angeordneten Rieseltriehtern bestehen. Eine für .Förder bahnen nach Fig. -8 und 9 vorteilhafte Strah- leranordnung ist durch die eingezeichneten Strahler 14 angedeutet.
Eine westere Ausbil dungsform der Förderbahn ist noch in Fig.10 gezeigt. Die Förderbahn besteht hier aus einem wellig gebogenen Sieb 15. Unterhalb dieses Siebes ist ein Reflektorblech <B>16.</B> ange ordnet, das die durch das :Sieb hindurchfal- lende Strahlung zurückwirft und auf die Un terseite des Getreides richtet.
Ein solches Re flektorblech kann auch bei andern siebförmi gen Förderbahnen verwendet werden, wie überhaupt die verschiedenen in der Zeich- nung dargestellten Ausfühi-.tngsformen in mannigfacher Weise miteinander kombiniert werden können.
Da die Infrarotstrahler und die reflektie rende Innenseite der Strahlerhaube 9 in Fig. 1 wegen des auftretenden Staubes, insbesondere Holzfasern und Schalenteilchen; häufig gerei nigt werden müssen, ist es vorteilhaft, beide Teile für die Reinigung leicht zugänglich zu machen. Dies kann in einfacher Weise gemäss Fig.11 geschehen.
Die Strahlerhaube ist hier um einen Festpunkt 17 schwenkbar angeord net und kann mittels des .Seils 18, das über eine Umlenkrolle 1i9 geführt ist, in der Rich tung der eingezeichneten Pfeile hochgeklappt werden, während die Förderbahn um den Festpunkt 20 nach unten ausgeschwenkt wer den kann.
Eine andere für Rein bgungszweeke leicht zugängliche lind vorteilhafte Ausbil dung einer Bestrahlungshaube, die an sieh auch für andere Strahlungsarten, beispiels weise für UV-Strahler, vorteilhaft ist, und für beliebige Bestrahliuigszwecke verwendet wer den kann, ist noch in Fig.12. in geschlossenem und in Fig.13 in offenem Zustand gezeigt.
Die Bestrahlungshaube besteht hier aus einem kastenförmigen .Gehäuse 21 mit im Innein angeordnetem Reflektor von gebogenem oder auch polygonförmigem Profil. Der Deckel des Gehäuses 21 ist zweiteilig: Er besteht aus den beiden Deckeltüren 22 und 23y die in F'ig.12 in geschlossenem und in Fig.13 in geöffnetem Zustand dargestellt sind. Auch der innerhalb des Gehäuses angeordnete Reflektor besteht aus zwei Teilen.
Diese sind in Fig.113, mit dem Bezugszeichen 24 und 25 bezeichnet und in einer solchen Weise an den beiden Deckel türen befestigt., dass 'sie beim Öffnen der Deckeltüren zwanglärüig hochgeschwenkt wer den und ihre reflektierende Innenseite nach oben freilegen.
Die Befestigung der 'Strahler innerhalb der Haube und ihre elektrische :Schaltung kann an sich in beliebiger Weise erfolgen.
Vorteilhaft ist es, die Strahler in der elektri schen S'ehaltimg gruppenweise zusammenzu fassen und die Gruppen einzeln ein- und aus schaltbar vorzusehen, -um die Strahlung ver schiedenen Belastungen der'Troclhiungsanlage anpassen zu können und den Einschaltstrom stoss der Anlage nicht zu sehr auf das elek trische Versorgungsnetz wirken zu lassen.
Ferner ist es vorteilhaft, die Strahler leicht auswechselbar anzubringen, indem beispiels weise gemäss Fig.14 und 16 die \Strahler 26 auf einem Rahmen 27 befestigt werden, der sich nach Lösen seiner elektrischen Anschlüsse und Befestigungsschrauben leicht aus der An lage herausnehmen lässt.
Noch vorteilhafter ist es, den Rahmen ohne Verwendung von Be- festigtmgsschrauben in Rillen einschiebbar anzuordnen und die elektrischen Anschluss- kontakte der Strahler so auszubilden und anzuordnen, dass sie sich beim Ein- und Aus schieben der Rahmen selbsttätig schliessen bzw. öffnen.
Eine besonders vorteilhafte Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung ist noch in. der Fig.16 gezeigt. Das Getreide läuft hier aus einem Trichter 28 der Reihe nach über die Rüttelflächen 29 bis 3'2 und dann in den ;Sammeltrichter 33. Unterhalb des Sammeltrichters 36, kann eine F'örderschneeke, wie in 'Fig.1 und 2, angeord net werden.
Die Rüttelflächen 2'9 bis 32 sind über das Gestänge 34 und 3'5 mit einem ge meinsamen Rüttelantrieb 36 versehen. Ober halb der Rüttelflächen. 2J9 und 3<B>,</B>1 ist je eine Bestrahlungshaube 3,7 bzw. 318 angeordnet, und oberhalb der R.üttelflächen"30- und 32, befin det sich je eine Luftabsaugha.ube 39 bzw. 40.
Alle vier Rüttelflächen sind vorteilhaft als Siebe ausgebildet, zum mindesten aber die Rüttelflächen 30 und 3<B>2</B>, damit durch diese Luft hindurchgesogen werden kann. Diese Einrichtung hat den Vorteil, dass die Bestrah hingsstrecke des Getreides in Teilstücke auf geteilt ist und eine räumlich gedrungenere Bauform der Gesamteinriehtung ergibt.
Auch ist es günstig, dass hierbei mehrfach abweeh- selnd eine Bestrahlung und eine Luftabsau- gung erfolgt.
Die in Fig. 16 dargestellte Einrichtung kann durch Hinzufügen weiterer Rüttel flächen mit Bestrahleligshauben und Absaug- hauben beliebig erweitert werden. Vorteil haft ist es, alle Rüttelflächen samt ihrem ge meinsamen Rüttelantrieb derart beweglich an zuordnen, dass diese Teile geschlossen aus der Gesamteinrichtung zu Reinigungszwecken her ausgezogen werden können.
Auch sind auf diese Weise die Strahler leicht zugänglich, sei es zum Abstauben der 'Strahler und ihrer Hauben, oder sei es zeun Auswechseln schad hafter Teile. Statt dessen oder zusätzlich kön nen aber auch die Bestrahlungshauben her ausziehbar vorgesehen werden.
Soll das Getreide wiederholt abwechselnd einer Kurzbestrahlung und einer Kurzbenet zung ausgesetzt werden, so kann dies bei der in Fig. 16 dargestellten Einrichtung beispiels weise in der Weise erreicht werden, dass zwi schen je zwei Bestrahlungsförderbahnen zu sätzlich noch eine Benetzungsvorrichtung_ ein gebaut wird. In dem dargestellten Falle würde also eine solche Benetzungsvorrichtung zwi schen den. beiden Förderbahnen 30, und 31 einzuschalten sein.
Das beschriebene Verfahren, das, wie dar gelegt, ausser zum Trocknen gewaschenen oder eingewaschenen Getreides vor der Vermah- lung und Verschroti-mg oder vor dem Ein lagern auch zur Verbesserung der Schalen löslichkeit vom Kern und zur Verbesserung der Backeigenschaften des Mehls vorteilhaft ist, ist nicht an die beschriebenen Ausfüh- rungsformen der Bestrahlungseinrichtung ge bunden, sondern es können auch beliebige an dere Ausbildungsformen der Bestrahlungsein richtung verwendet werden.
Beispielsweise können. bei der stufenförmigen Förderbahn nach Fig.6 die Stufen auswechselbar sein; eine solche Ausbildung einer gerüttelten Stei- fenförderbahn gibt die Möglichkeit, durch Auswechseln der Stufen gegen andere von unterschiedlicher Höhe, Breite und somit Nei gung die Fördergeschwindigkeit eines die För- derbahn hinablaufenden Gutes zu regeln und ausserdem die Stufenhöhe so der Korngrösse des Gutes anzupassen, dass sich möglichst jedes Korn bei jeder !Stufe überschlägt bzw. wendet.
Ferner können die in. den Zi#Ichnun- gen dargestellten verschiedenen Ausführungs formen in beliebiger Anzahl und mannig facher Weise miteinander kombiniert werden. Findet in Verbindung mit der Bestrahlung eine Luftaspiration statt, so ist- es vorteilhaft, diese beiden Massnahmen nacheinander durch zuführen, wie es. zum Beispiel bei den Ein richtungen nach Fig.1 und 1!6 der Fall ist. Es ist zwar auch möglich, die beiden Massnah men gleichzeitig durchzuführen, doch dürfte es dann ratsam sein, das Getreide nur mit vorgewärmter Luft in Berührung zu bringen.