CH313836A - Verfahren zum Behandeln, insbesondere Trocknen von Getreide mit Infrarotstrahlen - Google Patents

Verfahren zum Behandeln, insbesondere Trocknen von Getreide mit Infrarotstrahlen

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CH313836A
CH313836A CH313836DA CH313836A CH 313836 A CH313836 A CH 313836A CH 313836D A CH313836D A CH 313836DA CH 313836 A CH313836 A CH 313836A
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CH
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grain
conveyor track
conveyor
radiation
infrared
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Rumpf Saladin
Ernst Dr Otto
Hendricks Hans
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Siemens Ag
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    • F26B17/00Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement
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Description


  Verfahren     zum        BehandeIn,    insbesondere Trocknen von Getreide mit     Infrarotstrahlen       Es ist bekannt, Getreide vor dem     Ver-          mahlen    oder     Verschroten    zu waschen und wie  der zu trocknen.

   Es ist auch schon vorgeschla  gen worden, das Trocknen von Getreide     mit          Infrarotstrahlung        durchzuführen,    doch ist  dieses     Trocknungsveriahren    bislang über das       Versuchsstadium    nicht hinausgekommen und  noch nicht zur betriebsmässigen Anwendung       gelangt.    Die     Infrarottrocknüng    war bei den  Versuchen zwar durchaus befriedigend, doch  konnte sie gegenüber den wirtschaftlicheren  bekannten Verfahren keine Vorteile bieten.  



  Die Erfindung schafft gegenüber diesem  Stande der Technik einen grundlegenden  Wandel. Auch. nach der     Erfindung    wird das       Getreide    mit Infrarotstrahlen behandelt, doch  werden     hierfür        erfindungsgemäss    Infrarot  dunkelstrahler verwendet, deren Strahlung ihr       Intensitätsmaximulm    im Gebiet von 3     ,u    hat,  und die Bestrahlung     erfolgt        mit        einer    solchen  Strahlungsintensität und mit einem solchen       Strahlerabstand    vom Gut,

   dass das Getreide  innerhalb einer Zeit von maximal 45 sek eine  Temperaturerhöhung von - mindestens 2I5  G  erfährt. Dass diese 'Temperatursteigerung  nicht bis zu einer     Schädigung    des Getreides       geführt    werden darf, versteht sich von selbst.  Die. zulässigen Höchstwerte der Temperatur  sind je nach der Art des Getreides und sei  ner Beschaffenheit und je nach der Einwir-         kungsdater    verschieden; sie sind in     der     Praxis durch Versuche leicht     feststellbar.     



  Durch das Verfahren nach der     Erfindung          wird    zunächst eine ganz erhebliche     Abkür-          zung    der     Erwät@mungszeit    des Getreides er  zielt, was für die Trocknung wesentlich ist.       Ein    besonderer Vorteil des     erfindungsgemässen     Verfahrens liegt darin, dass es nicht nur für  die Behandlung von Weizen, sondern auch  für die     Behandlung    von Roggen, die bekannt  lich schon immer besondere Schwierigkeiten  bereitet hat,     erfolgreich    anwendbar ist.

   Zur       Erläuterung    der Vorteile sei folgendes     aus-          geführt     Während beim Weizen die der     eigentli-          ehen        Vermahlung    vorangehende Behandlung  zur Säuberung des Korns, zu seiner     Mürbung     zwecks leichter     Vermahltung,    zur     Verbesse-          rung    der     :

  Schalenlöslichkeit    sowie zur Erhö  hung der Backfähigkeit mittels Waschen und  Konditionieren weitgehend erforscht sind und  in der     Durchführung    seit langem technisch       hochwertig    erfolgt, ist dies bei     Roggen    noch  nicht der Fall.  



  ;Schon das Waschen des Roggens     hatFol-          gen,    die für die weitere Verarbeitung oft  unerwünscht sind. Das     Roggenkorn    nimmt  die Feuchtigkeit gieriger     auf    als das Weizen  korn, hält sie aber hartnäckiger fest. Durch  das Waschen wird selbst ein     lagerfähig    trök-           kener    Roggen trotz anschliessender Trocknung  nach den bisherigen Verfahren leicht zäh     und     zur     Vermahlung    weniger geeignet. Am mei  sten macht sich dies bei zähem,     dickschaligein     Roggen bemerkbar.  



  Das Waschen des     Getreides    hat aber     "o     grosse     'Vorteile    zur Gewinnung eines     staub-          -und    steinfreien Mahlproduktes, dass der Mül  ler es für Roggen nur     ungern    vermisst. Nach  dem alle bisher angestellten Versuche nicht  zu dem gewünschten Erfolg geführt haben,  wurden in einer     Mühle        Trocknungs-    und     Be-          handlungsversuche    mit     Infrarotbestrahlung          aufgenommen.     



  Dabei hat     sich        gezeigt,    dass die Infrarot  bestrahlung bei Anwendung des Verfahrens  nach der Erfindung weit bessere Ergebnisse  bringt als alle andern bisher angewandten  Methoden. Mit der zurzeit entwickelten An  lage ist es möglich, nassen, von der     Wäscherei-          Zentrifuge        abgeschleuderten        Roggen    betriebs  mässig, also in Mengen, die der     Leistungs-          fähigkeit    einer Mühle entsprechen,

   von einer  Temperatur von 10      innerhalb    von 1'5 bis  17 Sekunden auf eine Temperatur von 35  bis     40         zu        bringen.    Dabei handelt es sich  nicht etwa -um eine     Oberflächentemperatur,     sondern     -im    die Durchschnittstemperatur der  Getreidemasse. Da man zu einer solchen     'Tem-          peraturerhöh-mg    im bekannten     Vorbereiter     etwa 15 bis     2,0        Minuten    braucht, liegt der  grosse Vorteil des Verfahrens auf der Hand.

    Schneller als das Wasser dringt die     Strah-          lungswärme    in das     Korn    und riegelt damit  eine     -unerwünschte        #überfeuchtxmg    des     Mehl-          kernes    ab. Die     Entfernung    der unerwünsch  ten     Oberflächenfeuchtigkeit    durch kräftige  Kalt- oder     Warmluftaspiration    bietet keine  Schwierigkeit mehr. Sie     kann    je nachdem ge  wünschten Einfluss auf die     Holzfaser    in ru  hendem oder     bewegtem    Zustand des Getreide  kornes erfolgen.  



  Das Verfahren nach der     Erfindung    bietet  aber noch wesentliche weitere Vorteile: Es  ergibt sich bei     seiner        Anwendung    bei Mahl  roggen eine     beachtliche        .Steigerung    der Scha  lenlöslichkeit. Es fallen     ungeputzte        Roggen-          griesse    an, wie sie bisher nicht     erreicht    wur-    den.

   Vor allein aber lässt sich mit dein durch  die     Bestrahlung    geschaffenen Wärmegefälle  vom Korninnern zur Schale auch beim Rog  gen eine     Mürbung    des Kornes schaffen und  erhalten, wie dies bisher mit andern Mitteln  nicht erzielt wurde. Für     Weizen    bringt die       Infrarotbehandlung    die Möglichkeit, durch die  angegebene schnelle Erwärmung der Rand  schichten die Verbesserung der Backfähigkeit       kleberschwacher        Weizen    und kranker Weizen  noch zu steigern.  



  Zur Frage der     Wirtschaftlichkeit    des Ver  fahrens sei bemerkt, dass die Anlagekosten  bei Energiebezug aus dem Netz unter 10      %o     der Kosten für die üblichen     Vorbereiter    lie  gen. Die Betriebskosten stellen sich bei einem  Strompreis von     01,0 &     bis     0,110    DM pro     kWh    auf  etwa     0;25    bis 0,315 DM pro 1!00:     kg,Getreide,     sind also durchaus tragbar. Bei Auslands  roggen und bei     dünnschaligem    Inlandsroggen  liegen die Betriebskosten noch niedriger.

   Die  genannten Kostenwerte ergeben sich bei einer       Erwärmung    des gewaschenen Roggens auf 35  bis 40  C und einer     Ausgangstemperatur    des  Roggens sowie einer Temperatur der den Rog  gen     -umgebenden    Luft von     10     C     und    Trock  nung auf die beim ersten Schrot     erwünschte     Feuchtigkeit. Bei der Abkühlung verbleibt  noch eine Wärmereserve, die zur Erhaltung  der     Getreidemürbung    ausreichend ist.

   Dazu  kommt, dass die Anwendung des     Infrarotver-          fahrens    in vielen Fällen     Einsparungen    an  Kosten für andere Verfahren zur Verbesse  rung der Mehlausbeute und der     Mehlgüte     bringen wird.  



  Die Versuche haben     ferner    gezeigt, dass  das Verfahren nach der     Erfindung    bei der       Anwendung    zum Trocknen um so wirksamer  ist, je kürzer die Zeitspanne ist, die das Ge  treide nach dem Verlassen der Wascheinrich  tung bis zum     Einlauf    in die     Infrarottrock-          nungseinrichtung    - gebraucht, das heisst also  praktisch gesehen, je kürzer die     Entfernung     zwischen der     Waseheinrichtung        und    der In  frarottrocknungseinrichtung ist.

   Besonders  vorteilhaft ist es,     wenn    diese Zeitspanne nicht       grösser    als 30 sec ist. Besonders     vorteilhaft     ist es, wenn das Getreide nach dem Verlassen      der Zentrifuge, in der nach dein Waschen  das überschüssige Wasser     abgeschleudert     wird, mit einem kräftigen     Luftstrom    zur       Trocknungsanlage        gefördert    wird, was sieh  bei geeigneter räumlicher Ausbildung der Ge  samtanlage bereits innerhalb von etwa 1 bis  2 Sekunden durchführen lässt.  



  Da sich mit dem Verfahren nach der  Erfindung ausser den Vorteilen für die 'Trock  nung zusätzliche     Vorteile,    insbesondere hin  sichtlich der besseren Ablösung der     ;Schale     und der wirksameren Vorbereitung der Rand  zonen für die spätere     Vermahlung    und der  hierdurch bedingten     Erhöhung    seiner     Back-          fähigkeit    und seiner sonstigen Güteeigen  schaften, erzielen lassen,

   stellt es auch     ohne     Verbindung mit einem     voraufgehendenWasch-          und        'Trocknungsvorgang    bereits einen erheb  lichen technischen     Fortschritt    dar.  



  Die Verbesserung der Mahlfähigkeit durch  Beeinflussung der Randzonen kann noch da  durch sehr gesteigert werden,     dass    das Ge  treide, nachdem sein     Mehlkern        zuvor        durch     Waschen, Netzen und     'Trocknen    auf den zur       Verina.hlung    bzw.     Verschrotung        günstigsten     Zustand gebracht worden ist, wiederholt ab  wechselnd einer     kurzdauernden        Benetzung     und einer kurzdauernden     Infrarotbestrahlung     ausgesetzt wird.

   Hierdurch     wird    die     Loslösung     des zu     vermahlenden    Kernes von der abzu  sondernden farbigen :Schale erheblich     geför-          dert.    Die Zeitdauer -und die- Intensität der       K=urzbestrahlung    können die gleichen Werte  haben wie oben für das     Verfahren    nach der       Erfindung    angegeben; je kürzer die Zeit  dauer ist, um so mehr kann die Temperatur  gesteigert werden, ohne dass eine Schädigung  eintritt.

   Hiermit ist also     gleichzeitig    die Mög  lichkeit einer stossartigen     Erwärmung    gege  ben, wie sie zur     Verbesserung    der Kleber  eigenschaften     erwünscht    ist.  



  Für die Wahl der zur Durchführung des  Verfahrens nach der     Erfindung    erforder  lichen Strahler und ihrer Anordnung gilt  folgende     Überlegung:    Bei allen bekannten  Verfahren zur Bestrahlung einer Fläche mit       Infraxotstrahlimg    trachtet man danach, die zu  behandelnde Fläche so anzustrahlen, dass an    allen Flächenstellen     möglichst        annähernd    die  gleiche     ;Strahlungsintensität    erreicht     wird.     Dies kann durch     Variieren        eines    oder meh  rerer von folgenden drei Faktoren erreicht  werden:

   Erstens der Strahlungsleistung jedes  einzelnen Strahlers     bzw.    - seiner elektrischen  Leistungsaufnahme, zweitens des gegenseiti  gen Abstandes der Strahler     und    drittens des  Abstandes der Strahler von der zu bestrah  lenden Fläche. Aus     Wirtschaftlichkeitsgrün-          den    versucht man, mit     möglichst    leistungs  schwachen     Strahlern    und mit möglichst  grossem gegenseitigem     Strahlerabstand    bzw.  möglichst geringer     Strahleranzahl    auszukom  men und den Abstand der 'Strahler von der  zu bestrahlenden Fläche     möglichst    klein zu  wählen.

   In der Praxis haben sich bei den be  kannten     Verfahren,        teils    auf Grund eingehen  der Untersuchungen und     teils    auf     Grund    der  Erfahrung, für jeden dieser drei Faktoren       Werte    ergeben, die innerhalb verhältnismässig  enger Grenzen und somit grössenordnungs  mässig     festliegen,    wobei sich lediglich die un  tere und obere Grenze dieser Werte je  nach dem     Anwendungszweck    der Infrarot  Strahlung nach oben oder     amten    hin ver  schiebt.

   Auch bei den älteren Versuchen     ziw          Infrarotbestrahlung    von (Getreide hat man  sich an diese Erfahrungswerte gehalten und  dabei die eingangs erwähnten Masserfolge ge  habt. Demgegenüber lehrt die vorliegende  Erfindung, die genannten Faktoren so zu  wählen, dass sich     eine        Bestrahlungsintensität     pro Flächeneinheit von einer solchen Grösse  ergibt, in der sie bisher bei Getreide noch  niemals angewendet worden ist.  



  Um dies noch näher zu erläutern, sei auf       Grind    der praktischen     trfahrungen    noch  folgendes angegeben:  Berücksichtigt man, dass man bei der Be  strahlung von Getreide, das auf der Bestrah  lungsfläche in einer dünnen Schicht von der  Stärke eines Kornes ausgebreitet ist, den  Strahler abstand von dem Getreide kaum nen  nenswert kleiner machen kann     als    etwa 10  bis 15 cm, so ergibt sich,

   dass man zur Durch  führung des     Verfahrens    nach der     Erfindung     und somit zum     Erreiehvn    der     xnit        dem        Vex         fahren erstrebten     Wirkung    die     Leistung    der       einzelnen    Strahler und     ihren        gegenseitigen     Abstand so bemessen     muss,

      dass man eine     in-          stallierte        elektrische        Strahlungsleistung    von       mindestens    20     kW    pro Quadratmeter bestrahl  ter Getreidefläche erhält.

   Ist     also    beispiels  weise die mit Getreide bedeckte, bestrahlte  Fläche etwa 0,66     m2        gross,    so muss man über  dieser Fläche eine     Strahlerleistung    von     min-          destens    14     kMV        installieren.    Diese     Werte    sind  aber auch von dem Feuchtigkeitsgehalt des  Getreides abhängig, bzw. von dem Mass, in  welchem nach dem Waschen des Getreides das       überschüssige    Wasser     abgeschle-udert    wurde;  sie können also auch etwas höher oder tiefer  liegen.  



  Zur     Durchführung    des Verfahrens     nach     der Erfindung wird vorteilhaft eine Anlage       verwendet,    bei der das Getreide bei der     In-          frarotbestrahlung        mittels    einer Fördereinrich  tung,     beispielsweise    eines siebförmigen För  derbandes, fortbewegt wird, die mittels elek  tromagnetischer oder sonstiger Rüttler mecha  nische     Schwingbewegungen    ausführt. Vorteil  haft     kann    das Getreide auch über ein Rüttel  sieb gleiten.  



  An Hand der Zeichnung werden     AusfÜh-          rungsbeispiele    von Vorrichtungen zur Durch  führung des Verfahrens nach der     Erfindung     näher     erläutert.     



  Die     Fig.1    der Zeichnung     zeigt    eine Ein  richtung im     Aufriss    und die     Fig.    2 . die gleiche       Einrichtung    im Grundruss. Das     Getreide    1  kommt von einer Wascheinrichtung durch  einen 'Trichter 2, der an     seinem    untern Ende  gemäss     Fig..2,    in einen Verteilerrüssel 3 aus  läuft, auf eine geneigte Förderbahn 4, die  vorteilhaft     siebförmig    ausgebildet ist.

   An dem       obern    Ende der Förderbahn ist ein Rüttler 5  angebracht, der sie zu Rüttelschwingungen in  ihrer Längsrichtung versetzt, wie es in den       Fig.    1 und '2 durch einen Doppelpfeil am  Rüttler     gekennzeichnet    ist. Unter dem Ein  fluss der     Rüttelschwingungen    der Förderbahn  rutscht das Getreide über die schwingende       -Förderbahn    hinweg und führt auf ihr Tanz  bewegungen aus, so dass jedes Korn dauernd  seine Lage     ändert        lind    sich wendet.

   Das G-         treide    v     erlässt    die     Förderbahn    an deren     un-          terem    Ende, fällt in eine     Sammelrinne        fi    und  wird in diese mittels der     Förderschnecke    7       weitergefördert.     



  Oberhalb der Förderbahn     und    längs der  selben ist in     Fig.1    eine     Strahlerhaube    8 dar  gestellt, die aus einem     haubenförmigen    strah  lungsreflektierenden Blech     und    in dessen     Höh-          lung    angeordneten,     vorzugsweise        stabförmigcn          Infrarotdunkelstrahlern    9, besteht.

   Besonders  geeignet sind als Strahler     Heizstäbe,    die aus  einem dünnen     strahlungsabgebenden    Metall  mantel,     zum        Beispiel    aus Stahl, und im In  nern isoliert angeordneten     Heizelementen    be  stehen. Ferner     ist.    am     untern    Ende der     För-          derbahn        ein        lüftumgsschacht    10 vorgesehen,  durch den mittels des     Lüfters    11 feuchte Luft  und Staub abgesaugt     und    durch das Rohr 12  abgeleitet werden.

   Ein Messgerät 13 ist am  Boden der     Sammelrinne    -6 eingebaut.,     und    ein  Temperaturfühler ragt in die Masse des be  strahlten Getreides     und    misst dessen     Tem-          peratur.     



  Die     in        Fig.    1 und 2 dargestellte Einrich  tung kann in     mannigfacher    Weise abgewan  delt werden. Beispielsweise braucht der Rütt  ler die Förderbahn nicht     -unbedingt.        in    ihrer  Längsrichtung in     .Schwingungen    zu     versetzen,     wie es in der     F'ig.1    schematisch und durch  den Richtungspfeil angedeutet ist, sondern er  kann auch in einer     beliebigen        andern        R.ieh-          tung    auf die Förderbahn einwirken,

       beispiels-          weise    gemäss     Fig.    3, senkrecht zur Förderbahn  oder gemäss den     Fig.4    und 5- unter einem  spitzen Winkel zur Förderbahn.  



  Auch die Ausbildung der     Förderbahn    kann  mannigfach abgewandelt werden. Statt einer  glatten oder siebförmigen Förderbahn kann  beispielsweise gemäss     Fig.    '6 eine stufenför  mige oder gemäss     Fig.    7 eine - wie bei einem  Waschbrett - geriffelte Förderbahn verwen  det werden, die das selbsttätige Wenden der  Getreidekörner     während    des     Bestrahlens    för  dert. Die Ausbildung der Förderbahn gemäss       Fig.    6 hat sich besonders     bewährt,    wobei die  Förderbahn aus eloxierten     Aluminiumblechen     bestand, die auf einer ebenen Unterlage stu  fenförmig angebracht waren.

   Die     Förderbahn         kann aber auch gemäss     Pig.     &  als Kaskade,  ähnlich einem     Kaskaden-Rieselgerät,    bei der  Milchkühlung, ausgebildet     werden,    oder ge  mäss     Fig.    9 aus     übereinander    angeordneten       Rieseltriehtern    bestehen. Eine für .Förder  bahnen nach     Fig.    -8 und 9 vorteilhafte     Strah-          leranordnung        ist    durch die eingezeichneten       Strahler    14 angedeutet.

   Eine     westere    Ausbil  dungsform der Förderbahn ist noch in     Fig.10          gezeigt.    Die     Förderbahn        besteht    hier aus  einem wellig gebogenen Sieb 15. Unterhalb  dieses Siebes ist ein     Reflektorblech   <B>16.</B> ange  ordnet, das die durch das :Sieb     hindurchfal-          lende    Strahlung     zurückwirft    und auf die Un  terseite des Getreides richtet.

   Ein solches Re  flektorblech kann auch bei andern siebförmi  gen Förderbahnen verwendet werden, wie  überhaupt die verschiedenen in der     Zeich-          nung    dargestellten     Ausfühi-.tngsformen    in  mannigfacher Weise miteinander kombiniert  werden können.  



  Da die     Infrarotstrahler    und die reflektie  rende Innenseite der     Strahlerhaube    9 in     Fig.    1  wegen des auftretenden Staubes, insbesondere  Holzfasern und     Schalenteilchen;    häufig gerei  nigt werden müssen, ist es     vorteilhaft,    beide  Teile für die     Reinigung    leicht zugänglich zu  machen. Dies kann in einfacher Weise gemäss       Fig.11    geschehen.

   Die     Strahlerhaube    ist hier  um einen     Festpunkt    17     schwenkbar    angeord  net und kann mittels des .Seils 18, das über  eine     Umlenkrolle        1i9    geführt ist, in der Rich  tung der     eingezeichneten    Pfeile hochgeklappt  werden, während die     Förderbahn    um den  Festpunkt 20 nach     unten        ausgeschwenkt    wer  den kann.

   Eine andere für Rein     bgungszweeke     leicht zugängliche     lind    vorteilhafte Ausbil  dung einer Bestrahlungshaube, die an sieh  auch für andere     Strahlungsarten,    beispiels  weise für UV-Strahler,     vorteilhaft    ist, und für  beliebige     Bestrahliuigszwecke        verwendet    wer  den kann, ist noch in     Fig.12.    in geschlossenem  und in     Fig.13    in offenem Zustand gezeigt.

    Die     Bestrahlungshaube    besteht hier aus einem       kastenförmigen    .Gehäuse 21 mit im Innein  angeordnetem Reflektor von gebogenem oder  auch     polygonförmigem    Profil. Der Deckel des  Gehäuses 21 ist     zweiteilig:    Er besteht aus den    beiden Deckeltüren 22 und     23y    die in     F'ig.12     in geschlossenem und     in        Fig.13    in geöffnetem  Zustand dargestellt sind. Auch der innerhalb  des Gehäuses angeordnete Reflektor besteht  aus zwei Teilen.

   Diese sind in     Fig.113,    mit dem  Bezugszeichen     24    und 25 bezeichnet und in  einer solchen Weise an den beiden Deckel  türen     befestigt.,        dass    'sie     beim    Öffnen der       Deckeltüren        zwanglärüig    hochgeschwenkt wer  den und ihre reflektierende Innenseite nach  oben freilegen.  



  Die     Befestigung    der 'Strahler innerhalb  der Haube     und        ihre    elektrische     :Schaltung          kann    an sich in     beliebiger    Weise erfolgen.

    Vorteilhaft ist es, die Strahler in der elektri  schen     S'ehaltimg    gruppenweise zusammenzu  fassen und die Gruppen     einzeln    ein- und aus  schaltbar vorzusehen, -um die     Strahlung    ver  schiedenen Belastungen     der'Troclhiungsanlage     anpassen     zu    können und den Einschaltstrom  stoss der Anlage     nicht    zu sehr auf das elek  trische     Versorgungsnetz    wirken zu lassen.

         Ferner    ist es     vorteilhaft,    die Strahler leicht  auswechselbar anzubringen, indem beispiels  weise gemäss     Fig.14        und    16 die \Strahler 26  auf einem Rahmen 27     befestigt    werden, der  sich nach Lösen seiner elektrischen     Anschlüsse     und     Befestigungsschrauben    leicht aus der An  lage herausnehmen lässt.

   Noch     vorteilhafter     ist     es,    den Rahmen ohne Verwendung von     Be-          festigtmgsschrauben    in Rillen     einschiebbar     anzuordnen und die elektrischen     Anschluss-          kontakte    der Strahler so auszubilden und       anzuordnen,    dass sie     sich    beim Ein-     und    Aus  schieben der     Rahmen    selbsttätig     schliessen     bzw. öffnen.  



       Eine    besonders vorteilhafte     Einrichtung     zur Durchführung des Verfahrens nach der  Erfindung     ist    noch     in.    der     Fig.16    gezeigt.  Das Getreide läuft hier aus einem Trichter  28 der Reihe nach über die     Rüttelflächen    29  bis     3'2    und dann in den     ;Sammeltrichter    33.  Unterhalb des Sammeltrichters 36, kann eine       F'örderschneeke,    wie in     'Fig.1    und 2, angeord  net werden.

   Die Rüttelflächen 2'9 bis 32 sind  über das Gestänge 34 und     3'5    mit einem ge  meinsamen     Rüttelantrieb    36 versehen. Ober  halb der     Rüttelflächen.        2J9        und    3<B>,</B>1 ist je eine           Bestrahlungshaube    3,7 bzw. 318 angeordnet, und  oberhalb der     R.üttelflächen"30-    und     32,    befin  det sich je eine     Luftabsaugha.ube    39 bzw. 40.

    Alle     vier    Rüttelflächen sind vorteilhaft als  Siebe ausgebildet, zum mindesten aber die  Rüttelflächen 30 und 3<B>2</B>, damit durch diese  Luft     hindurchgesogen    werden kann. Diese  Einrichtung hat den     Vorteil,    dass die Bestrah  hingsstrecke des Getreides     in        Teilstücke    auf  geteilt ist und eine räumlich gedrungenere       Bauform    der     Gesamteinriehtung    ergibt.

   Auch  ist es günstig, dass hierbei mehrfach     abweeh-          selnd    eine     Bestrahlung    und eine     Luftabsau-          gung    erfolgt.  



  Die in     Fig.    16 dargestellte     Einrichtung          kann    durch     Hinzufügen    weiterer Rüttel  flächen mit     Bestrahleligshauben    und     Absaug-          hauben    beliebig erweitert werden. Vorteil  haft ist es, alle Rüttelflächen samt ihrem ge  meinsamen Rüttelantrieb derart beweglich an  zuordnen, dass diese Teile geschlossen     aus    der       Gesamteinrichtung    zu     Reinigungszwecken    her  ausgezogen werden können.

   Auch     sind    auf  diese Weise die Strahler leicht zugänglich,  sei es zum Abstauben der 'Strahler und ihrer  Hauben, oder sei es     zeun        Auswechseln    schad  hafter Teile. Statt dessen oder zusätzlich kön  nen aber auch die     Bestrahlungshauben    her  ausziehbar vorgesehen werden.  



  Soll das Getreide     wiederholt    abwechselnd  einer     Kurzbestrahlung    und einer Kurzbenet  zung ausgesetzt werden, so     kann    dies bei der  in     Fig.    16 dargestellten     Einrichtung    beispiels  weise in der Weise erreicht werden, dass zwi  schen je zwei     Bestrahlungsförderbahnen    zu  sätzlich noch eine     Benetzungsvorrichtung_    ein  gebaut wird. In dem dargestellten Falle würde  also eine solche     Benetzungsvorrichtung    zwi  schen     den.    beiden     Förderbahnen        30,    und 31  einzuschalten sein.  



  Das beschriebene Verfahren, das, wie dar  gelegt, ausser zum Trocknen gewaschenen oder       eingewaschenen    Getreides vor der     Vermah-          lung    und     Verschroti-mg    oder vor     dem    Ein  lagern auch zur Verbesserung der Schalen  löslichkeit vom Kern und zur     Verbesserung     der Backeigenschaften des Mehls vorteilhaft  ist, ist nicht an die beschriebenen Ausfüh-         rungsformen    der Bestrahlungseinrichtung ge  bunden, sondern es können auch beliebige an  dere     Ausbildungsformen    der Bestrahlungsein  richtung verwendet werden.

   Beispielsweise  können. bei der stufenförmigen     Förderbahn     nach     Fig.6    die Stufen auswechselbar sein;  eine solche Ausbildung einer gerüttelten     Stei-          fenförderbahn    gibt die Möglichkeit, durch  Auswechseln der Stufen gegen andere von  unterschiedlicher Höhe, Breite und somit Nei  gung die Fördergeschwindigkeit eines die     För-          derbahn    hinablaufenden Gutes zu regeln und  ausserdem die Stufenhöhe so der Korngrösse  des Gutes anzupassen, dass sich möglichst  jedes Korn bei jeder !Stufe überschlägt bzw.  wendet.

   Ferner können die     in.    den     Zi#Ichnun-          gen    dargestellten verschiedenen Ausführungs  formen in beliebiger Anzahl und mannig  facher Weise miteinander kombiniert werden.  Findet in Verbindung mit der     Bestrahlung     eine Luftaspiration statt, so ist- es vorteilhaft,       diese    beiden Massnahmen nacheinander durch  zuführen, wie es. zum Beispiel bei den Ein  richtungen nach     Fig.1    und 1!6 der Fall ist. Es  ist zwar auch möglich, die beiden Massnah  men gleichzeitig durchzuführen, doch dürfte  es dann ratsam sein, das Getreide nur mit  vorgewärmter Luft in Berührung zu bringen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Behandeln, insbesondere Trocknen von Getreide mit Infrarotstrahlen, dadurch gekennzeichnet, dass das Getreide der Einwirkung von Infrarotdunkelstrahlern, deren Strahlung ihr Intensitätsmaximum im Gebiet der Wellenlänge von 3(,a hat, mit einer solchen Strahhingsintensität und mit einem solchen Strahlerabstand ausgesetzt wird, dass das Getreide innerhalb einer Zeit von maximal 45 sec eine Temperatezrerhöhemg von minde stens 2'5 C erfährt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, mit vorausgehendem Waschen des Getreides, da durch gekennzeichnet, dass das Getreide der Infrarotbestrahlung innerhalb von<B>5</B> .Sek-tin- den nach dem Verlassen der Wascheinrich tung ausgesetzt wird. \?. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Getreide un mittelbar anschliessend an die Infrarotbe- strahlung einer Luftaspiration unterworfen wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Getreide wie derholt abwechselnd der Infrarotbestrahlung ausgesetzt und kurzzeitig benetzt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Getreide der Infrarotbestrahlung auf einer Rüttelschwin gungen ausführenden, siebförmigen Förder bahn ausgesetzt wird.
    PATENTANSPRUGH II Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch. eine Förderbahn, auf der die Be strahlung des Getreides im Durchlaufverfah- ren erfolgt. UNTERANSPRÜCHE 5. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als Förderbahn eine nach Art eines Waschbrettes wellig aus gebildete Schüttelrutsche vorgesehen ist (Fig.6 bis 8<B>)</B>. 6. Einrichtung nach Unteranspruch 5, da chrch gekennzeichnet, dass die Förderbahn als welliges Sieb ausgebildet ist (Fig.10). 7.
    Einrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Siebes ein Strahlungsreflektor vorge sehen ist. B. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere übereinander angeordnete Rieseltrichter auf weist (Fig.9). 9.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer Förderbahn für die Bestrahlung des Getrei des und einer sich daran anschliessenden, ni,- terhalb derselben angeordneten zweiten För- derbahn für die Luftabsaugung von dem Getreide besteht. 10. Einrichtung nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass sie in alternieren der Folge mehrere Förderbahnen für die Be- strahhmg und mehrere Förderbahnen für die Luftabsaugung aufweist. 11.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch mindestens zwei Förder bahnen zur Bestrahlung des Getreides mit sich an jede Förderbahn anschliessender zwei ter Förderbahn für die Luftabsaugung von Getreide und einer zwischen zwei Bestrah- hingsförderbahnen zwischengeschalteten Vor richtung zur Benetzung des Getreides.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1014021A3 (de) * 1998-12-24 2001-09-26 GoGas Goch GmbH & Co Trockner für Schüttgut
BE1014797A3 (nl) * 2002-04-24 2004-04-06 Salyp Nv Werkwijze en inrichting voor het verwarmen en/of het drogen van een mengsel.
CN114216314A (zh) * 2021-11-10 2022-03-22 江苏众旺鑫智能设备有限公司 一种用于中草药烘干的晾晒板

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